
Ernesto Bertarelli will das Steuer des X40 bei der Extreme Sailing Series übernehmen. © Chris Schmidt/Alinghi
Erensto Bertarelli zeigt sich wieder auf der großen internationalen Segelbühne. Der Alinghi Chef will zwei Jahre nach der Niederlage beim America’s Cup in Valencia das Steuer seines Alinghi Kats bei der Extreme Sailing Series übernehmen.
Der Schweizer hat zwar regelmäßig bei der Décision 35 Katamaran Serie teilgenommen und auch 2011 gute Erfolge gegen Skipper wie Michel Desjoyeaux auf Foncia feiern können. Aber die Aufmerksamkeit und das Niveau dieser schweizfranzösischen Rennserie ist geringer als bei den X40.
Allerdings kränkelt die neue Auflage der Extreme Sailing Series merkbar an der Konkurrenz der America’s Cup World Series. Während inzwischen zehn Teams einen AC45 bewegen, ist die Zahl der Teilnehmer bei den X40 nunmehr von elf auf sieben gesunken. Ein unbekanntes achtes Team soll noch in den Startlöchern stecken.
Es fehlen die America’s Cup Teams Luna Rossa, Emirates Team New Zealand und Artemis, die der Extreme Sailing Series Glanz verliehen. Aber es war klar, dass sie die Low-Tech-Katamarane nur als Trainigsplattform für die eigentliche Herausforderung, den AC benutzen würden.
Außerdem wird das Experiment mit dem Team Extreme nicht fortgesetzt, bei dem immer mal wieder Roland Gäbler mit wechselnden Crews gesegelt ist. Auch die chancenlosen Italiener von Niceforyou, letzte der vergangenen Saison, gehen nicht mehr an den Start.
Dafür ist das neue französische Team ZouLou, bei dem überraschend Jules Verne Rekordhalter Loick Peyron die Pinne führen soll. Er ist damit der einzige aktive Segler in verantwortungsvoller Position, der auch bei der America’s Cup World Series teilnimmt (Team Energy).
Der Amerikaner Charly Ogletree (Tornado-Silber 2004) kommt zwar von den AC45, aber er hat seinen Job als Skipper des chinesischen Teams aufgegeben wie auch zuvor Steuermann Roman Hagara. Damit befindet sich Team China offenbar in Auflösung.
Als Neuerung bei der Extreme Sailing Series wird die Crew beim ersten Event in Muscat von vier auf fünf erweitert. Die fünfte Person soll entweder weiblich sein, unter 23 Jahre oder ein Amateur. Nach wie vor ist jeweils zusätzlich ein weiterer Gastplatz auf dem Trampolin frei. Das dürfte eng werden.
Der Start in die Saison beginnt am 28. Februar im Oman. Die sieben weiteren Rennorte sind Qingdao (CHN, 17.-20. April), Istanbul (TUR, 7. – 10. Juni), Porto (POR, 5. – 8. Juli), Cardiff (GBR, 30. August – 2. September), Trapani (ITA, 13. – 16. September), Nizza (FRA, 18. – 21. Oktober), Brasilien (29. November – 2. Dezember).











