Bootsbau: Kalle Dehler bittet Braschos zum Gespräch und zeigt seine 46

"Ein wenig Toleranz"

Als Reaktion zum heftig diskutierten Kommentar über den modernen Serienbootsbau bat Hanse Yachts Projektleiter Karl „Kalle“ Dehler als Entwickler der erwähnten Boote den Autor zum Gespräch. Erdmann Braschos ging hin, hörte zu und sah sich die neue Dehler 46 an.

Dehler 46

Das Volumen der hochbordigen und über 4 m breiten Dehler 46 ist geschickt verpackt. Die Fensterform streckt das Boot optisch © Hanse Group

Im Herbst veröffentlichte ich auf SR die längst fällige Philippika gegen die immer voluminöser werdenden Nutzwertbomber ohne Charme, Sex Appeal und Segelfeeling. Die Reaktionen waren heftig. Neben zustimmenden Kommentaren  wurde ich von einigen Lesern als anmaßend, arrogant und von gestern beschimpft. Na, wenigstens ist das „Zisch-Kriterium“ wieder im Gespräch.

Wie bei ähnlich kontroversen Beiträgen üblich – etwa zu den Usancen in Bodrum oder zu Oliver Berkings Holzbootsbau – erreichten mich auch diesmal einige Reaktionen nicht nur öffentlich in der Kommentarspalte, sondern auch per Email und telefonisch.

Treffen mit Kalle Dehler

Bereits am Tag als mein Kommentar zum Serienbootsbau hohe  Wogen schlägt, meldet sich Karl „Kalle“ Dehler mit „Moin Herr Braschos“. Er möchte während der Hanseboot auf dem Dehler-Messestand mal mit mir reden. Seine Botschaft ist gleichermaßen freundlich wie sachlich.

Dehler 46

Karl Dehler entwickelt seit 2004 bei der Hanse Group Boote © Hanse Yachts

Nun weiß ich vom Umgang mit Profis und zivilisierten Leuten: je freundlicher und klarer solch eine Einladung formuliert ist, desto ernster ist es. Da gehe ich natürlich hin. Das höre ich mir an.

Ich rechne damit, nach einem freundlichen Vorgeplänkel von zwei, drei Hanse-Häuptlingen mit verteilten Rollen in die Mangel genommen zu werden. Wäre ich Bootsbauer und mir würde jemand öffentlich erklären, meine Boote wären blöd und häßlich, na dem würde ich wohl auch gepflegt die Meinung sagen.

Freundliches Geplänkel

Am Messefreitag sitze ich in einer weißen Polstergarnitur unter der ausgestellten Dehler Flotte. Genau da, wo die Boote per Orderzettel konfiguriert und bestellt werden. Der Sessel ist weich. Karl Dehler jovial und freundlich. Es geht mit dem üblichen Geplänkel los.

Der sportliche Endfünfziger erzählt von früher, als sein Vater Willi nach eigenem Gusto Boote baute: Vom Erfolg mit der fast 4.000 Mal gebauten Varianta im ausklingenden Wirtschaftswunder. Von dessen Geschick, seine Produkte nicht bloß zu zeigen, sondern sie als Messeerlebnis und must have zu inszenieren. Von der Entwicklung der Delanta mit Achterkajüte, wo Kalle Dehler als pubertierender Junior seine„ wilde Musik“ hören konnte.

Dehler 46

Bei der Dehler 46 wird achtern unter dem Ende des Baums dichtgeholt. Das ist zum Segeln praktisch © Hanse Group

Der fitte Endfünfziger berichtet vom Rat seines Vaters, sich mit einer gescheiten Ausbildung über den Bootsbau hinaus beruflich breit aufzustellen. Dehler erwähnt seine Zeit beim Wohnmobil Hersteller Hymer, streift seine Erfahrung als Admirals Cup Segler und erkundigt sich beiläufig nach meinem seglerischen Werdegang.

Stückzahlen um Hälfte gesunken

Wir sprechen über die Gegenwart: Die Ära, als Boote auf der Messe weggingen wie warme Semmeln, als der Großserienbau mit vierstelligen jährlichen Stückzahlen rechnen konnte, sind vorbei. Heute wird mit der Mehrmarkenstrategie in Greifswald die Hälfte also gut 500 Einheiten im Jahr gebaut.

Das geht bei der Vielfalt der Modelle mit den beiden Motorboot-Marken Fjord und Sealine und den Segelyachten wie Dehler, Hanse, Moody und Varianta nur auf, wenn wirtschaftlich, also bei ähnlich großen Booten möglichst oft baugleiche Komponenten wie Kabelbäume, Tanks, Kiele, oder Ruderanlagen eingebaut werden.

Die Dehler 46 wird mit vier Kielversionen, zwei L- und zwei T-Kielen mit verschiedenen Tiefgängen und Gewichten angeboten © Hanse Group

Die Dehler 46 wird mit vier Kielversionen, zwei L- und zwei T-Kielen mit verschiedenen Tiefgängen und Gewichten angeboten © Hanse Group

Deshalb wanderte bei der Dehler 46 die Pantry auf die Hanse-übliche Steuerbord-Seite, sind die Kielaufhängungen, einige Kiele und die Ruderanlage (letztere kommt komplett von Jefa) baugleich.

Vergleichsweise elegant

So ähnelt die Dehler 46 in vieler Hinsicht der vergleichbar großen Hanse 455. Wobei sie dank geneigter Aufbauseite und der achtern zum Süll hin angehobenen Fensterform smarter und sportlicher erscheint. Die gesamte Heckpartie geriet dank unten schlanker Spantform vergleichsweise elegant. Aus einem bestimmten Blickwinkel gesehen hat das Boot trotz senkrecht abgesägtem, bis zur Wasserlinie reichendem Spiegelheck eine Art Überhang.

Die Hanse 455 ist etwas schwerer, einen halben Meter kürzer und 3 Zentimeter breiter als die neue Dehler. Beide Boote verdrängen um die 11 t.

Dehler schildert die Aufgabe, dem Käufer verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten zu bieten und dennoch mit all den Einrichtungs-, Motor-, Kiel- oder Riggvarianten wirtschaftlich zu fertigen. Bei der Moody 54 wurde noch einen Schritt weiter gegangen. Sie hat den gleichen Rumpf wie die Hanse 575.

Wann kommen die Rambos?

Der Mann ist umgänglich. Nach einer gefühlten Stunde denke ich, wann kommen wir zur Sache? Wann geht es in den Ring? Und wann kommen die Rambos?

Die Dehler 46 ist 13,95 m lang und 4,35 m lang. Längen-Breitenverältnis 3,2 zu 1 © Hanse Group

Die Dehler 46 ist 13,95 m lang und 4,35 m lang. Längen-Breitenverältnis 3,2 zu 1 © Hanse Group

Stattdessen ergibt sich irgendwann der erste zufällig erscheinende Körperkontakt. Kalle Dehler streift mich am Ärmel. Er wirbt clever, sympathisch für seine Kreationen, zeigt seine Realität als Entwickler verkäuflicher Boote. Er schildert den Spagat zwischen eigenen seglerischen Vorstellungen und dem Markt.

Er berichtet vom Fight mit Judel/Vrolijk um jeden Zentimeter Tiefgang. „Die wollten die Regattaversion mit 2,63 m Tiefgang. Ich habe gesagt alles über 2,5 m ist in Nordeuropa schwer verkäuflich.“ Auch bei den Kielbolzen der vier verschiedenen Kiele der neuen Dehler galt es eine vielseitige Bauweise durchzusetzen.

Dehler erzählt von Bootshändlern und Kunden, deren Aufmerksamkeit vorrangig dem Komfort und der Motorisierung, weniger seglerischen Gesichtspunkten und dem maximalen Kielhebel gelten. Bei der nächstgrößeren Maschine werde als Extra nicht lange gefackelt. Dafür würde bei den Segeln auf’s Geld geachtet.

Der Unsinn vom Eisen im Kiel

Dehler 46

Nach dem sogenannten Schruppen mit der Fräse im Schnelldurchgang gibt es erste Konturen eines neuen Modells zu sehen © Hanse Group

Ich erwähne den Unsinn, ein Boot mit Eisen- statt Bleiballast zu liefern. Blei gibt bei einer harten Grundberührung mit Fels nach, Eisen nicht. Da geht der Schlag ungedämpft auf die Kielbolzen und in die Struktur des Bootes. Und die Rost-Bekämpfung bei einem Eisen-Kiel kostet viel Zeit und Nerven. Da zahle ich doch lieber mehr und hab dann Ruhe. „So denken Sie. Aber so tickt der Käufer heute nicht“ entgegnet Dehler. „Ein Kilo Eisen kostet einen Euro, ein Kilo Blei neun.“

„Die meisten Käufer möchten heute keine Großschot im Cockpit haben. Die freie Plicht macht das typische Familiensegeln angenehmer, außerdem kann ein großes Bimini aufgeklappt werden. Das ist im Süden unverzichtbar“ pariert Dehler meinen Artikel über die bei Großserienbauten übliche Variante auf halber Baumlänge . Als mein Artikel erschien, gab es richtig Ärger. SegelReporter hat – Andreas John und Carsten Kemmling sein Dank – dem Druck nicht nachgegeben. Ich hatte erklärt, warum das seglerisch Unsinn ist.

Bei den Dehler-Booten – sie sind als Premiummarke für den anspruchsvolleren Segler über Hanse angesiedelt – ist das Groß achtern an der Nock geschotet. Da lassen sich die 64 Quadratmeter (Standard) oder 73 qm der Regattaversion des Großsegels gescheit dichtholen. Noch Fragen?

Details der Dehler 46

Dann zeigt Dehler stolz seine neueste Kreation. In der Plicht der Dehler 46 stehend meint er: „Genau so übersichtlich muß ein Boot sein. Ich kann ringsum praktisch die gesamte Fußleiste vom Rad aus sehen.“

Dehler 46

Der Blick von achtern zeigt die enorme Breite der Dehler 46. Das Boot sieht aus wie achtern abgesägt © Hanse Group

Im vergangenen Jahr hatte ich mich anläßlich der Moody 54 über eine Deckssalon-Range gewundert, die allein auf Zehenspitzen und mit Verrenkungen Blick vom Rad in Fahrtrichtung bietet. Jeder Segler weiß wie fragwürdig das ist. Seltsamerweise gibt es Ärger, wenn es mal klipp und klar geschrieben wird.

Unter Deck überzeugt die Dehler 46 mit formschönen  Schwalbennestern, gerundeten Kopfstützen, Raumteilern und dem Salontischunterbau aus lamelliertem Holz. Die Tür im Hauptschott läßt sich dank einer Mulde für den Griff weit öffnen. In beiden Badezimmern schließt eine Tür abwechselnd mal den Eingang, mal die separate Nasszelle. Clever gemacht.

In der Pantry erklärt Dehler die achtern zum Süll hin angehobene Fensterform. Die Schräge darunter bietet maßgebliche Zentimeter unter Deck. Es ist also mehr als Chi Chi und die Absicht, der Marke ein Gesicht zu geben.

Dehler 46

Die abgerundeten Schwalbennester und Kopfstützen der Dehler 46 © Hanse Group

Sportlich mit der tiefsten Kielversion und dem großen Karbonrigg konfiguriert wird die Dehler 46 ordentlich segeln. Die Segeltragezahl von über 5, die vorteilhaft tiefe Ballastanordnung des Bleitorpedos am 2,5 m tiefen T-Kiel der Regattaversion und die Formstabilität stehen dafür.

Freundlicher Knuff

Zum Abschied gibt’s noch mal Körperkontakt, einen freundlichen Knuff von Karl Dehler und folgenden  Hinweis: „Herr Braschos, ich versteh’ Sie ja. Aber ein wenig Toleranz gegenüber dem, was wir hier versuchen, wäre schön.“

Nur ist es nicht meine Aufgabe als Fachjournalist, das übliche Konzept breiter, hochbordiger und unpraktisch ausgestatteter Kompaktboote gut zu heißen. Das machen alle anderen Journalisten schon.

Meine Aufgabe als Fachmann ist es Fehlentwicklungen zu benennen und auf vermisste ästhetische und seglerische Qualitäten hinzuweisen. Leser, die sich selten mit dem Thema befassen und vor einer Kaufentscheidung stehen, brauchen Orientierung, keine Irreführung.

Sensibler Genuss beim Steuern?

Und nun? So interessant die Dehler 46 im Detail unter Deck auch ist, wie groß die Herausforderung variantenreichen Serienbootsbaues auch sein mag: Ob es zischt, sich das unverzichtbare Segelfeeling einstellt, ob sich ein sensibler Genuss beim Steuern des Bootes ergibt, kann ich auf dem Messestand nicht beurteilen.

Dehler 46

Eine neue Dehler in Greifswald in der Produktion © Hanse Yachts

Skeptisch bin ich angesichts des Abstands im hochbordig breiten Boot zum Wasser. Die Dehler 46 ist vorne 1,45, achtern 1,20 m hoch. Skeptisch bin ich hinsichtlich der Luvgierigkeit bei kräftigem Wind, entsprechender Krängung und einer keilförmigen statt halbwegs symmetrischen Wasserlinie. Das Längen-Breitenverhältnis dieses Bootes ist 3 : 1.

Es gibt eine ganze Generation breiter, IOR-inspirierter Fahrtenboote, die bei Wind nicht funktionieren. Das wußte damals jeder Segler. Diese Tatsache wurde von der gleichgeschalteten Fachpresse unterdrückt. Diese seglerisch zentralen Fragen lassen sich wohl nur beantworten, wenn man die Dehler 46 selber segelt.

 

Karl Dehler

Diplom-Ingenieur Karl „Kalle“ Dehler (Jahrgang 1956) wuchs als Sohn von Willi Dehler mit dem Bootsbau auf, schloß sein Studium des Maschinenwesens mit einer Arbeit über die „Koordination von Fertigung und Montage“ ab, arbeitete bei Porsche in Zuffenhausen, bei Illbruck, Dehler in Meschede/Zaandam und bei der Hymer Gruppe. Seit 2004 hat er in Greifswald bisher 17 Hanse Modelle, drei Dehler Typen und die neulich präsentierte Moody 54DS entwickelt.

Er segelt seit 1967 Regatten, wurde Mitte der Siebziger deutscher Jugendmeister im 470er, segelte erfolgreich ¾ Tonner wie „Luv“ oder „Positron“, Admiral’s Cupper wie „Pinta“ und „Outsider“. In den vergangenen Jahren ist er mit seiner Dehler 38c namens „Sporthotel“ bei ORC Regatten aktiv.

Dehler 46

Länge über alles (mit Ankerarm/Bugsprit) 14,40 m Rumpflänge:13,95 m (annähernd 46 Fuß)
Wasserlinie: 12,90 m
Breite: 4,35 m
Tiefgang: vier verschiedene Kiele mit 1,85/ 2,25/2,45 und 2,50 m  in L oder T-Form
Ballast: 3,15 t (Regattaausführung), 3,35 t, 3,50 (Standard) und 3,85 t (Kurzkiel)
Verdrängung: vier verschiedene  – 10,70 t (Regattaausführung), 11,05 t, 11,2 t (Standard) und 11,55 t (Kurzkielversion)
Maschine: 53 PS (optional 72 PS)
Brückendurchfahrtshöhe: 21,20 m (Standard) oder 22,20 m (Regattaausführung)
Groß: 64,40 qm (Standard) oder 73 qm (Regattaausführung), Fock: 106 %  49,7 qm (Standard) oder 55 qm (Regattaversion)
Wassertank: 450 l
Diesel: 210 l
Konstruktion: Judel/Vrolijk & Co.
Preis: Standardboot inkl. 19 % Mwst 273.581 €.
Für 330 – 360 Tausend Euro bekommt man eine hochswertige ausgestattete Regattaausführung (tiefer 2,50 m T-Kiel und langer Karbonmast).

avatar

Erdmann Braschos

Sein Spezialgebiet umfasst Mega-Yachten, Klassiker, Daysailor und Schärenkreuzer. Mehr über Erdmann findest Du hier.
Spenden
https://northsails.com/sailing/3di-nordac

56 Kommentare zu „Bootsbau: Kalle Dehler bittet Braschos zum Gespräch und zeigt seine 46“

  1. avatar Friedrich sagt:

    Ich finde es prima, dass Erdmann ordentlich weiter ätzt gegen die dicken, schweren, designigen schwimmenden Wohnwagen! Man muss doch nur das Titelfoto dieser Story sehen: Der Koffer hat einen Asy oben, fährt bei offensichtlich ordentlich Druck raumschots und schiebt eine fette Welle vor sich her, ohne auf sie raufzukrabbeln. 11 t sind schon viel, aber man weiß ja, dass alles, was aus dieser Werft kommt, am Ende gern noch 1-2 t schwerer ist.

    Wollen wirklich alle, die so viel Geld für eine Yacht ausgeben, nur noch im Hafen damit angeben? Braucht wirklich niemand mehr Kojen, in denen man auch auf See pennen kann, ohne dass man bei Lage rausrollt? Was passiert mit dem ganzen Design, wenn mal ein richtig nasses Segel unter Deck gebracht werden muss?

    Bitte bitte, Kalle, macht bei der Varianta-Idee weiter, es darf nur noch ein bischen besser segeln, von mir aus auch 34 oder 30 Fuß haben und einfach und schnell und nicht soooo schwer sein. Ich hätte gern ne 44 oder 37 ohne Ikeainnenausbau, also ganz ohne all den Kram, ganz simpel, mit durchgestecktem Mast. Es darf auch ein Dehler-Rumpf drunter sein, aber zischen soll es, und zwar nicht nur ORC-optimiert an der Kreuz sondern auch gern mit Druck von hinten. Auch wenn man von sowas träumt, muss man doch nicht zwingend zu Ker oder Far East oder irgendjemand anderes teures geschickt werden. Die Sprinta Sport war doch auch ein Erfolg und die x-99….

    Aber mit solchen Wünschen ist man Minderheit, jedenfalls bei denen, die meinen, dass sie wissen was der Markt heute und morgen will.

    Ob man breite Hecks mag oder nicht, ist wohl eine Altersfrage. Sie funktionieren jedenfalls grandios, wenn das Schiff davor schön leicht ist. Mit IOR-Bäuchen hat das rein gar nichts zu tun. Im Gegenteil. Erdmann, lass Dich beim nächsten Mal ruhig mal auf eine Class 40 einladen, dann weißt Du, was ich meine.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 21 Daumen runter 9

    • avatar T.K. sagt:

      1. Liegt die schöne Brachochsche (Yacht) gestreckte Eisenbahnschwelle noch tiefer im Wellental als der sog. designte Wohnwagen Dehler 46 (den ich im übrigen auch schön finde!).
      und
      2. fände ich es angebracht, dass nun der Herr Braschos auch mal mit dem Kalle segeln geht. Und zwar abwechselnd auf der Dehler 46 und der zischenden Braschossbratze. Anschliessend würde ich gerne das Ergebnis erfahren und nicht so ein theoretisches Genöle!

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 42 Daumen runter 5

      • avatar ostseerider sagt:

        Ich kann mich dem Kommentar von T.K. nur anschließen und finde es schade, dass die Segelreporter, insbesondere Herr Braschos, immer alles so negativ schreiben muss. Wenn eine italienische Werft ein neues Boot rausbringt ist ganz Italien stolz darauf!

        Wie immer vermisse ich die Objektivität in der Berichterstattung, Passagen wie „Nur ist es nicht meine Aufgabe als Fachjournalist, das übliche Konzept breiter, hochbordiger und unpraktisch ausgestatteter Kompaktboote gut zu heißen…“ ist die Meinung des Autors und nicht allgemeingültig. Wenn die Leute lieber trocken, schnell und komfortabel segeln anstatt in einem flachen, schmalen Boot nass und ohne Komfort durch die Ostsee zu pflügen ist daran doch nichts verkehrt?!

        Ich bin bestimmt kein Segelfachmann, hab mir aber die Dehler 46 auf der Messe in Hamburg angeschaut und kann nur sagen, dass mir das Boot sehr gut gefällt. Die Meinung es sei ein hochbordiges Schiff kann ich nicht teilen, ich finde sie wirklich sexy und gelungen. Aber um auf die Objektivität zurück zu kommen, wäre es an dieser Stelle vielleicht ratsam Vergleichswerte heran zu ziehen, so ist das nur frustiges Geschwafel eines selbsternannten Fachjournalisten…

        Zum Abschluss erinnere ich an die NDR Themenwoche „Toleranz“, jeder Mensch hat andere Ansprüche und Vorstellungen – auch an ein Boot…ist übrigens auch die SR Überschrift!

        Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 37 Daumen runter 19

        • avatar dubblebubble sagt:

          “…frustiges Geschwafel eines selbsternannten Fachjournalisten…”

          Haha, alles roger. Na klar so geht Toleranz.

          Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 23 Daumen runter 11

    • avatar Erdmann Braschos sagt:

      Hallo Friedrich,

      es geht hier nicht um „Ätzen“ sondern darum, vom Gespräch mit Karl Dehler als Entwickler dieser Boote zu berichten.

      Wie gesagt ein sympathischer Mann, der meinen Kommentar sportlich, souverän und geschickt genommen hat.

      Thema Gewicht: Die tatsächliche gegenüber der in den Prospekten angebenen Verdrängung wäre mal ein Thema für sich. Viele Eigner interessieren sich seltsamerweise kaum für diesen Punkt. Kaum ein Club oder Winterlagerbetrieb hat eine Waage am Kran installiert. Finde ich seltsam.

      Niemand würde ein Auto behalten, das deutlich schwerer ist als verkauft und entsprechend schlecht fährt. Wir Segler akzeptieren das bei unseren teuren Booten.

      Nehmen wir mal die Standardausführung der Dehler 46 mit 11,2 t (in der Annahme, dass das Leergewicht stimmt). Drei Segler a 80 kg, etwas Gepäck und volle Tanks (wozu braucht ein Segelboot eigentlich 210 Diesel?) und das Boot wiegt real eine satte Tonne mehr.

      Bei meinem Boot ist das Thema Gewicht übrigens auch grausam.

      Vor zwei Jahren bekam ich mal mit, wie eine mittelgroße Hanse gewogen wurde. Das Ergebnis hat mich natürlich interessiert. Das Boot soll genau so viel gewogen haben, wie werftseitig angegeben! Also Vorsicht mit dem Küstenklatsch und immer wieder nüchtern die Tatsachen angucken.

      Ich möchte nicht, daß die Diskussion hier einen falschen Zungenschlag kriegt. Auch sollte man bereit sein, sich andere Standpunkte anzuhören, sie zu lesen und zu durchdenken.

      Thema „Breitärschigkeit: Es ging in meinem Kommentar nicht pauschal gegen Boote mit breiten Hecks, obwohl die in meinen Augen selten schön sind. Es gibt moderne breite, anspruchsvoll leicht gebaute Boote, die hervorragend segeln.

      Bin mal auf der STP 65 „Container“ von Udo Schütz mitgesegelt: das war auch am Wind eine Art Nirwana. Jim Clarks neue „Comanche“ (hier vorgestellt), Zennströms „Ran“ oder moderne 40-Füßer – das ist eine andere Kategorie.

      Das ist aber etwas anderes als eines dieser modernen, vollgepackten Serienboote. Dazu muß man sich nur die Verdrängung im Verhältnis zur Länge ansehen. Und die Linien des Unterwasserschiffs achtern. Die sind bei der Dehler 46 ziemlich steil nach oben geführt. Hinter dem Saildrive geht’s rasant aufwärts. Siehe Seitenansicht (Bild im Artikel). Das brodelt wahrscheinlich.

      Aber vielleicht erfahre ich beim Segeln der Dehler 46 mehr.

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 9 Daumen runter 0

      • avatar Alex sagt:

        Die Werft, im Speziellen die Gewichtsangaben sind sicher ein abendfüllendes Thema.

        Wenn dann auch noch Alteigner ihre Boote mit den Werftangaben am Gebrauchtmarkt anpreisen, obwohl sie einen ORC-Messbrief mit dem echten Gewicht für ihr Boot haben, dann ist das kein Versehen sondern versuchter Betrug.

        Ich würde mir nie ein Boot kaufen, ohne vorher die VPP Daten gesehen zu haben.

        Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 1

      • avatar C-Loop sagt:

        Ist das Genörgel an Großserienbooten nicht übertrieben?
        Wie Kalle schon sagt: viele Käufer WOLLEN genau das, warum dürfen sie es nicht bekommen? Insbesondere fürs Mittelmeer? Wo Schiffe dort im Schnitt ja nur 2-3 Tage pro Jahr gesegelt werden?
        Und zum Thema unsicher, langsam, und bei Wind nicht beherrschbar: Varianta 44 Coco gewinnt rund Skagen in ihrer Klasse, BUHK, auch eine Varianta segelt dauernd vorne mit, Hanse 430 wird beim brutalen Sturmrennen 2010 vierte über alles (diverse ach so solide Swans, Comfortinas etc. kommen gar nicht an), und gewinnt Skagen rund 2014 über alles!?
        Zuderm sind alle modernen Open’s mit breitem Hintern eben grade extrem gut beherrschbar und Schnell. ich verstehe diese ewig gestrige Einstellung nicht… ‘ne Großschot lässt sich ja in einem Tag Arbeit problemlos zum ‘German Sheeting’ mit Traveller umrüsten, auf nahezu jedem Schiff, und ich denke für die Dehler 46 kann man sicher auch für ein paar Euro mehr auch eine Bleibombe bekommen, würde ich auch wählen…..
        Aber klar, wer mag kann auch weiterhin mit zwar neuen, aber völlig unpraktischen, nostalgischen und langsamen schiffen weiter segeln, aber dann doch lieben einen echten Oldtimer, als einen 20 Jahre alten Rupf der alle zwei Jahre ein Pseudo-Facelift bekommt und als neues Schiff verkauft wird…
        Ich kann Kalle Dehler nur recht geben, er weiß was er tut, und was die meisten Kunden wollen…. zudem noch ein echt schönes Schiff, die neue!
        … Und wer segelt schon mit immer vollen Tanks durch die Gegend?
        Ahoi, auf die neue Saison!

        Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 9 Daumen runter 1

  2. avatar Peter sagt:

    Das das Thema jetzt an einer Dehler 46 diskutiert wird sagt doch schon wieder alles… Welcher normale Angestellte kann sich bitteschön eine 46 Fuß Yacht leisten? Den Großserienwerften geht es nur noch darum Geld zu verdienen und das Risiko zu minimieren – das liegt nämlich bei genau der Zielgruppe, die jeden Euro zweimal umdrehen muss. In Krisenzeiten wie den letzten Jahren sind das nämlich die ersten, die auf den Kauf einer Yacht verzichten würden. Und wenn wir mal ehrlich sind, braucht eine normale 4-köpfige Familie keine 46 Fuß Yacht um bequem darauf verweilen zu können. Boote dieser Größe sind purer Luxus, bei dem es mehr darum geht, den dicken Geldbeutel zur Schau zu stellen, als ernsthaft damit segeln zu gehen.

    Und selbst wenn ich mir solch ein Boot leisten könnte, würde ich statt einer 46 Fuß Yacht mit Eisenkiel, Messingborddurchlässen und anderen Qualitätsdefiziden lieber ne Nummer kleiner wählen, die dann aber Qualitativ Top ist. Und das noch ganz abgesehen von der Manövrierfähigkeit und der Liegeplatzsuche in den oft überfüllten Häfen und der Erinnerung daran, dass man mit 2,5 Meter Tiefgang noch nicht einmal mehr in die schönsten Ankerbuchten reinkommt.

    Der Herr Dehler soll mir mal eine Großserienwerft zeigen, die heutzutage noch Boote unter 30 Fuß in der Produktpalette führt – und dann wundert er sich auch noch darüber, dass heutzutage nicht mehr Boote im vierstelligen Bereich produziert werden, sondern lediglich 500 (mit mehreren Marken wohlgemerkt).

    Nur mal ein Gedanke: Vielleichte sollte sich die Bootsbauindustrie mal mehr an der Automobilindustrie orientieren. Dort werden Autos produziert, bei denen die Größe bei allen Modellen annähernd gleich ist – sicherlich naturgemäß , aber auch weil einfach kein Bedarf an übergroßen Autos besteht. Unterschiede werden nur in geringem Maße über die Größe als vielmehr über kleine Unterschiede im Design definiert – und über die Verwendung des Autos. Die Qualität wählt man eher mit der Auswahl der Automarke.

    Wie wäre es denn – und das ist nur mal ein Gedanke – wenn die Bootsbauindustrie (natürlich abgesehen von Ausnahmen) anfangen würde sich mal auf eine Bootsgröße festzulegen, meinetwegen auf Modelle zwischen 25 und 35 Fuß. Die Modelle sollten zwar gleiche Stilelemente beinhalten, aber unterschiedliche Konzepte der Nutzung, beispielsweise das eine Boot speziell für Regatten, das andere vorwiegend für Touren, das größere ist mehr auf Langfahrt ausgelegt, wiederum ein anderes bietet eine sportliche Option, die sowohl für Regatten als auch für das Fahrtensegeln eine gute Alternative bietet.

    Wenn sich der Markt mehr auf eine Größe festlegen würde, könnten die Werften wesentlich günstiger produzieren, Häfen könnten anfangen die Boxen einheitlich groß zu gestalten, Hersteller von Hardware könnten die Entwicklung für Beschläge in diesem Bereich gezielt in eine Richtung vornehmen.

    Naja, nur mal so ein Gedanke…. ich konnte in den letzten 10 Jahren jedenfalls nicht behaupten, das mir der Markt ein Boot anbietet, mit dem ich glücklich werde und ich glaube ich bin da nicht der einzige.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 5 Daumen runter 26

    • avatar 2Pac sagt:

      Stimmt Peter der Audi A1 bietet mir den gleichen Fahrkomfort ganz abgesehen vom Raumgefühl wie der Audi A8 … 😉

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 13 Daumen runter 6

    • avatar ostseerider sagt:

      Die Betrachtung gilt aber nur für Deutschland, im Mittelmeer usw ist diese Diskussion hinfällig!

      Dehler baut übrigens auch immer noch die Dehler 29

      Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 9 Daumen runter 6

    • avatar Olaf sagt:

      Ich stimme Peter zu. Normalerweise segel ich mit meiner Frau eine Hanse 291. Mit der kommt man überall hin und die Segeleigenschaften sind auch top. 2008 allerdings haben wir mit einem befreundeten Ehepaar eine Beneteau 46 gechartet und es war der reinste Horror…. Mit dem Ding kommt man einfach nicht in die schönen Häfen und Ankerbuchten rein, und wenn man mal in einen Hafen kommt, fängt das nächste Problem an. Wenn man nicht rechtzeitig im Hafen ist, findet man kaum einen Liegeplatz, bei dem sowohl die Box breit genug ist als auch der nötige Tiefgang vorhanden ist. Der lag bei 2,05 Metern.

      Nie wieder werde ich auf so nem Ding Urlaub machen.

      Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 4 Daumen runter 6

    • avatar Alex sagt:

      Pfui daibel! Die Bösen Großserienwerften! Eine Frechheit das die mit ihren Produkten Geld verdienen wollen und dann auch noch ihr Risiko minimieren.

      Was ist mit dir? Arbeitest Du schon nur für das, was du zum Überleben brauchst und lässt den Rest deinem Arbeitgeber?

      Da kommt demnächst die Bent um dich und die Welt zu retten. Da wird keiner mit Gewinn machen wollen und sie hat was du brauchst. Du musst nur noch bestellen.

      Und was bitte soll dann der Verweis zur Automobilindustrie? Bei denen steht ganz oben der Gewinn! Die bauen auch nur was sich verkaufen lässt.
      Ein Hummer1 läuft hier nicht, weil er nicht auf unsere Straßen passt und Dehler macht was die machen “Baugruppen”

      Nur weil die nicht bauen, was dir gefällt oder du dir nicht leisten kannst, sind die nicht doof.
      Die bauen was sich verkaufen lässt und das ist anscheinend nicht dein Traumboot, schafft aber doch noch einige Arbeitsplätze und hoffentlich auch Gewinn mit möglichst minimalem Risiko. Ansonsten ist Dehler recht schnell Vergangenheit.

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 29 Daumen runter 4

    • avatar Sönke sagt:

      Wenn man sich die Größe der Autos anschaut, dann kann man ohne Schwierigkeiten feststellen, dass diese im Laufe der Jahre bedeutend gewachsen sind. Warum sonst passt heut ein ‘normaler’ Mittelklassewagen kaum noch in Parkbuchten?

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

    • avatar RMM sagt:

      Ist J eine Großserienwerft? Die haben doch jede Menge in der Klasse.

      Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 0

  3. avatar Olaf sagt:

    OK Herr Dehler, dann brauche ich jetzt nur noch ne viertel Millionen Euro… 😉

    Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 2

  4. avatar Olaf sagt:

    stimmt, aber ich kaufe mir auch lieber 5 Boote mit 30 Fuß Länge für je 50.000 als ne Dehler 46 für 273000 € 🙂

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 7 Daumen runter 15

  5. avatar Felix sagt:

    Bevor ein “Fachjournalist” einen Artikel über ein Boot schreibt, sollte er vielleicht ein oder zwei mal damit segeln gehen, meinen sie nicht Herr Braschos?! Das würde einem solchen Artikel dann auch mal ein bisschen fachliche Kompetenz bei messen, statt nur ein Anhäufung von Mutmaßungen über ein Boot darzustellen.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 37 Daumen runter 8

    • avatar wiedermalsegeln sagt:

      Ich sehe keine Anhäufung von Mutmaßungen. Ich finde am Ende eines durchaus sachlichen Artikels die Aussage: “Man muss das Boot wohl segeln, um ein Urteil fällen zu können.”
      Blöderweise sind die einzigen Leute, die das Boot bislang ‘segeln’ konnten ein paar Models, die man für das Fotoshooting hingestellt hat.
      Der Herr Braschos ist mMn der erste, der eine Einladung zum Mitsegeln annähme. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass er das Herrn Dehler auch gesagt hat.

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 14 Daumen runter 4

      • avatar seilor sagt:

        Einen “Fachmann” der eine aktuelle Dehler 46 bzgl. Segeleigenschaften in direktem Zusammenhang mit IOR-Schiffen nennt, würde ich ja nicht zum Segeln einladen. Der hat meiner Meinung nach in den letzten Jahren die Augen vor modernen Entwicklungen völlig verschlossen und wird sich kaum überzeugen lassen … Jede vollausgestattete “Wohnwagen”-Hanse in vergleichbarer Länger wir Braschos Swede um die Ohren fahren, die Dehler 46 wäre ratzfatz am Horizont verschwunden.

        Einen gewissen Unterhaltungswert haben die Beiträge von Braschos ja, inhaltlich sind sie aber eher mit der Polemik am Vereins-Tresen zu vergleichen. Aber auch dort stehen ja bekanntlich die besten Segler, und damit schließt sich für mich der Kreis 😉

        Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 30 Daumen runter 6

    • avatar Xilef sagt:

      Naja man kann ein Boot schon ganz gut auf dem Papier einschätzen, wenn Rumpfform Anhänge und Gewicht bekannt sind. Bei der Konstellation wie bei der Dehler sollte man keine großen Erwartungen haben. Und die Annahme das ein sportliches Boot unkomfortabel ist, kann ich auch nicht teilen. Ich finde wenn ich von A nach B schneller komme als der Rest entsteht dadurch mehr Komfort und Sicherheit. Natürlich kann ich dann nicht so eine Designausstattung mit mir rumfahren die sich beim richtigen ersten Sturm eh zerlegen wird.

      Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 2

  6. avatar NeedySpeedy sagt:

    Ich würde mir wünschen, dass wir in Deutschland mal einen Produzenten für Beschläge etablieren könnten – und zwar nicht Sprenger. Wir bauen doch eigentlich relativ viele Serienboote hier, eigentlich schade, dass man die Beschläge dann immer aus den USA oder Australien importieren muss (Karver deckt ja leider nicht den kompletten Bedarf ab und Antal ist jetzt nicht sooo der Renner, wobei die in den letzten 2-3 Jahren deutlich zugelegt haben). Liros und Gleistein haben die Entwicklung leider auch etwas verschlafen, vor allem den Trend des Melange-Styles, da fangen die jetzt gerade erst mit an bei einigen ihrer Produkte.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 3 Daumen runter 12

  7. avatar Müller sagt:

    Nun, man kann es drehen und wenden wie man will, auch dieses Boot sieht aus wie das durchschnittliche Serienboot im Jahre 2014. Zum Glück klebt irgendwo das Logo des Herstellers, sonst wäre es schwer zuzuordnen. Ich bin froh über das Genörgle von Herrn Braschos, nicht jeder muss mit diesem mediocren Einheitsdesign zufrieden sein, nur weil es den meisten egal ist. Also bitte hemmungslos weiterätzen und lieber den Mittelteil rauslassen, die bahnbrechenden Details kann ich auch bei Dehlerhansedufourbeneteau nachlesen 😉

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 11 Daumen runter 13

  8. avatar Alex sagt:

    Der Herr Braschos sieht die Welt mit anderen Augen und tut das kund, mitunter auch recht provokant und gelegentlich mit der Bullenpeitsche.
    Ich bin auch der Meinung, man braucht nicht alles so glauben oder ungeprüft hinnehmen, wie es vorgesetzt wird und darf durchaus kritische Töne anschlagen.
    Nur sehe Herr Braschos, nach mehreren seiner Meinungsäußerungen, mehr bei mir in meiner Proleten- und Provokateursecke als bei den Fachjournalisten.

    Der Bericht liest sich für mich wie der Versuch einer Wiedergutmachung, den ich ihm nicht abnehme.

    Ich fände, er hätte die Gelegenheit nutzen sollen und die Ursachen der Entwicklung im Bootsbau vernünftig recherchieren.
    Für mich und sicher auch für viele andere stellt sich doch die Frage, weshalb werden so wenige, kleine Boote gebaut und weshalb sind die wo gebeut werden, so teuer und weshalb fast nur boote im Stil einer Dehler 46. Darauf ist im Bericht ja auch nur ansatzweise eingegangen worden.

    Das wäre dann ein Bericht eines Fachjournalist.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 19 Daumen runter 5

    • avatar Peter sagt:

      “Der Herr Braschos sieht die Welt mit anderen Augen und tut das kund, mitunter auch recht provokant und gelegentlich mit der Bullenpeitsche.”

      Stimmt….das kennen wir von dir garnicht….

      Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 1

  9. avatar Norman sagt:

    Hier wird ja gern beklagt, dass die Werften nur große bzw. unpassende Boote anbieten. Nun gibt es ja aber ein Projekt, welches genau in diesem Punkt Abhilfe schaffen soll: Bente24.

    Ich wäre eigentlich mal interessiert daran, zu erfahren, wie die Bente in Braschos Augen unter den von ihm herangezogenen Kriterien abschneidet. Bücken müssen sich die meisten Segler ja wohl bei Bente. Aber wie steht es mit der Heckform usw. Ist das ästetisch vertretbar?

    Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 1

    • avatar Peter sagt:

      Die Heckform bei Bente ist mir nicht knackig genug… und das Freibord ein wenig zu hoch, im Aufbau fehlt mir der Tiefsinn… aber ansonsten ist sie mir symphatisch 🙂

      Aber mal im ernst, die Heckform gefällt mir wirklich nicht bei Bente, aber auch nicht bei der Dehler 46, ich glaube da gibt es wesentlich fortschrittlichere Formen, wenn man sich beispielsweise mal eine Tp52 oder so anschaut. Gut… ein Fahrtenboot ist sicherlich wesentlich schwerer und hat andere Segeleigenschaften, aber wenn die Serienwerften wirklich mal das übernehmen würden, was sie sich von der Regattabahn abgucken, wäre ich sehr zufrieden. Die breiten Hecks würden mich auch gar nicht stören, lediglich die Form die sie bei den Fahrtenbooten haben in Verbindung mit dem hohen Freibord sieht einfach total plump aus. Außerdem wünsche ich mir, das dass Augenmerk wieder mehr auf das gerichtet wird, wofür Segelboote nun mal gebaut werden – SEGELN. Der Name sagt es schon. Wer keine Lust hat sich zu bücken oder auf etwas engeren Platzverhältnissen zu recht zu kommen – was das Segeln nun mal mit sich bringt – der soll sich halt ein Hausboot anschaffen.

      Like or Dislike: Daumen hoch 1 Daumen runter 1

  10. avatar Christian1968 sagt:

    Ich schätze die Braschos-Artikel im Allgemeinen wegen der Informationen aus einer Welt, die mit meiner nichts zu tun hat, die ich aber trotzdem sexy und interessant finde: Megayachten, Wallys etc.

    Werde ich mir leider nie leisten können, aber große Augen bekomme ich trotzdem immer und die Artikel sind, soweit ich das beurteilen kann, EXZELLENT recherchiert.

    Hier irgendwie in den Raum zu stellen, er sei “kein Fachjournalist” ist m.E. ein Schlag unter die Gürtellinie.
    Leider vergessen hier in den Kommentaren unter den Segelreporter-Artikeln zunehmend mehr Leute, dass es sowas wie eine Diskussionskultur geben sollte.

    Man muss keineswegs einer Meinung sein, sollte aber den Respekt vor anderen nie verlieren.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 24 Daumen runter 5

  11. avatar Egon sagt:

    Allen, die E.Braschos hier die Kompetenz absprechen wollen, sollten sich mal mit seiner Vita auseinander setzen.
    Ich denke, dann ist ganz schnell Ruhe.

    http://segelreporter.com/die-reporter/erdmann-braschos/
    http://www.braschos.de/

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 5 Daumen runter 6

    • avatar Axel sagt:

      Und was qualifiziert den Mann jetzt als “Fachjournalist”, das Journalismus Studium allein? Sorry aber dieser Artikel zeigt doch einmal mehr dass der gute Mann von Yachtkonstruktion eigentlich auch nicht wirklich Ahnung hat und mit gefährlichem Halbwissen aus IOR Tagen unterwegs ist. Weder hat er Erfahrung als Bootsbauer oder Konstrukteur noch als Yachttester oder der gleichen. Er segelt eine Swede 55 aus dem Jahr 1979 und schreibt gelegentlich Artikel im maritimen Bereich, was in damit wohl zum selbsternannter “Fachmann” macht?! Große fachliche Tiefe und Hintergrundwissen kann man da nicht erwarten.
      Wann hat der Herr Braschos denn das letzte Mal ein modernes Serienboot gesegelt und konnte somit einen objektive Vergleiche herstellen? Von mir aus auch im direkten Vergleich zu einem seiner geliebten Schärenkreuzer, das wäre doch mal ein interessanter Artikel bei dem sich auch mal ein paar Fakten zeigen und diskutieren lassen, statt nur Stammtischparolen a la „immer voluminöser werdenden Nutzwertbomber ohne Charme, Sex Appeal und Segelfeeling“ raus zuhauen.
      Vielleicht mal mehr mit den Booten segeln gehen über die man schreibt?! Das wär doch was Herr Braschos….

      Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 14 Daumen runter 17

      • avatar Peter sagt:

        Jetzt müssen wir nur noch mehr über deine Kompetenz in Erfahrung bringen Axel… nur um sicher gehen zu können, dass deine Kritik an den Feststellungen Braschos wirklich angebracht ist.

        Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 18 Daumen runter 4

      • avatar Carsten Kemmling sagt:

        lieber alex, du gehst mir langsam auf die nerven!
        du meckerst zu viel, zu laut und zu unqualifiziert. jetzt kommen auch noch persönliche beleidigungen dazu. einfach drei gänge runterschalten, sonst werden wir in zukunft auf deine kommentare verzichten

        Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 9 Daumen runter 18

        • avatar Kai sagt:

          Axel=Alex?

          Nur damit es da keine Verwechslung gibt…

          Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 1

          • avatar Carsten Kemmling sagt:

            shit, du hast recht. 🙂 der erste teil bezog sich auf alex. dieser beleidigungs-post kommt aber offenbar axel. beides möchten wir nicht.

            soll sich hier aber jeder gerne noch einmal angesprochen fühlen, vor dem posten seinen beitrag auf den hier angestrebten allgemeinen nettiketten-anspruch zu überprüfen.

            Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 1 Daumen runter 16

          • avatar Alex sagt:

            Lieber Carsten, es ist ja nicht das erste Mal, dass du mir leichtfertig was anhängst, und das dann so stehen lässt. Ich hab auch verstanden, dass bei euch kritische Kommentare nicht sonderlich erwünscht sind.

            Solange wie du hier Berichte veröffentlichst, bei denen sich der Autor mit seinen Ansagen recht weit zum Fenster raus lehnt, die auf Grund ihres Thema polarisieren oder die ausgesprochen harte Aussagen enthalten, solltest du auch mit kontroversen Reagtionen rechnen.

            Dass du mich auf dem Kicker hast, seit ein Kommentar über Digger von mir, weit über 100 Punkte brachte, weiß ich auch. War nicht meine Absicht aber offensichtlich hab ich da einen Nerv getroffen.
            Wenn ich die Daumen ernst nehmen würde, was ich nur sehr bedinngt mache, scheine ich im Groh doch die überwiegende Meinung zu vertreten.
            Und wie sagen Andere, die 5-6 Header kann ich dir schon vorher sagen.
            😉

            Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 18 Daumen runter 2

          • avatar Carsten Kemmling sagt:

            nimm es einfach, wie es ist. als wohl gemeinten wink mit dem zaunpfahl…

            es gab jetzt schon einige beschwerden über deine erdrückende präsenz, die unser forum beschädigt.

            Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 2 Daumen runter 19

          • avatar Alex sagt:

            (lieber alex, du gehst mir langsam auf die nerven!
            du meckerst zu viel, zu laut und zu unqualifiziert. jetzt kommen auch noch persönliche beleidigungen dazu.)

            (shit, du hast recht. der erste teil bezog sich auf alex. dieser beleidigungs-post kommt aber offenbar axel. beides möchten wir nicht.)

            (soll sich hier aber jeder gerne noch einmal angesprochen fühlen, vor dem posten seinen beitrag auf den hier angestrebten allgemeinen nettiketten-anspruch zu überprüfen.)

            (nimm es einfach, wie es ist. als wohl gemeinten wink mit dem zaunpfahl…)

            Ok, ich nehme es wie es ist! 😉

            Like or Dislike: Daumen hoch 1 Daumen runter 1

          • avatar digger.hamburg sagt:

            Es geht nichts über eine gesunde Selbsteinschätzung und auch über den Punkt zu erkennen, wann es mal gut ist.

            Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 1 Daumen runter 7

    • avatar seilor sagt:

      Aus der Vita entnehme ich, dass er ein Fachmann für Meterklassen sein könnte … was für ein Zufall, dass alles was nicht nach Schärenkreuzer aussieht bei Ihm nicht bestehen kann 😉

      Zeichnet einen Fachjournalisten nicht gerade die Breite seines Wissens aus, da er nur dann auch wirklich vergleichen kann? Sein Urteil darf ja auch gern subjektiv geprägt sein, vor allem bei Emotionsbeladenen Themen wie Yachtdesign … aber wenn schon vorher fest steht, dass früher alles besser war, dann kann ich mir den Artikel auch gleich sparen.

      Wieviele aktuelle Designs ist Hr. Braschos denn schon gesegelt?

      Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 7 Daumen runter 11

  12. avatar Sönke sagt:

    Ich bin Quereinsteiger, was das Segeln betrifft und sehe die ‘Segelwelt’ mit ganz anderen Augen wie der Herr Braschos.
    Trotzdem lese ich solche Artikel gerne, sie regen zumindest zum Nachdenken bzw. Überdenken an.
    Bisher haben wir nur gechartert und auch nur zu zweit…dabei kam es uns nie wirklich auf die Performance an…highspeed haben wir im Alltagsleben genug.
    Feststellen konnte ich für mich, dass mir auf den kleinen Yachten alles zu eng war, selbst noch teilweise auf 37 Fuß.
    Ich will aufrecht im Schiff stehen können, keine Akrobatik beim im oder aus’m Bett klettern machen müssen (auch wenn Gymnastik gut sein soll), ich will auch keine Kloschüssel, die perfekten Sitz und Halt für Schwerwetter garantiert (wenn mich so ein Wetter überraschen sollte, dann hab ich bestimmt keine Zeit, diese dort zu verbringen), keine Dusche, in der höchstens Kinder sich noch bewegen können, einen großen Salon, kein ständiges Rumgeturne, um durchs Cockpit kommen zu können.
    Und ja, ich nutze gerne die Errungenschaften der Neuzeit…Bugstrahl, Plotter (auch wenn mir das Navigieren auf Karten viel Spaß macht), Selbstwendefock, elektrische Winden.
    Ich finde dies für mich persönlich gut so.
    (Für die Vergleiche mit Autos: Klima, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung…wer verzichtet denn da noch freiwillig drauf?)

    Jeder darf wie er kann und möchte.
    Segeln ist genauso wie der Pferdesport lange nicht mehr nur für Eingeweihte.
    Die ‘Neuen’ haben oft andere Motivationen und von daher auch andere Wünsche und Bedürfnisse.
    Dies führt immer zu Veränderungen, natürlich auch bei der Herstellung von Yachten.
    Wenn Herr Braschos dann auf mögliche Defizite bei den Segeleigenschaften hinweist, kann ich mir überlegen, ob ich damit leben kann oder nicht.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 19 Daumen runter 0

  13. avatar Kluchschieter sagt:

    Mal kurz was zum Thema viele grosse (teure) und wenig kleine (günstige) Boote:
    Das ist (nicht nur hier) doch schon tausendmal diskutiert worden. Der Hauptgrund schien zu sein das kleine Boote nur sehr unwesentlich günstiger zu produzieren sind als Grosse und daher kaum oder gar kein Geld damit zu verdienen ist. Was daran dran ist kann ich selber nicht beurteilen. Aber Darum geht es hier ja auch gar nicht.

    Hier geht es doch viel mehr darum dass sich Herr Braschos (ich finde durchaus zu recht) darüber ausgelassen hat – am Beispiel der Grosschotführung einer Hanse – dass sehr viele der heutigen Boote für das im Hafen wohnen gebaut werden und nicht so sehr fürs Segeln. Und dem muss ich durchaus zustimmen. Die Erfahrungen die ich mit verschiedenen Hanseyachten gemacht habe passen sehr gut dazu. Toll für maritimes Leben im Hafen, aber was Bedienbarkeit beim Segeln, das Leben unter Deck bei Seegang und die Segeleigenschaften selbst angeht eher suboptimal.

    Mir wurde auf einer Messe von so einem Fachverkäufer tatsächlich erklärt ausser der Selbstwendefock brauche ich keinerlei anderen Vorsegel. Zugegebenermassen war ich nicht auf dem Hansestand weil ich ernsthaftes Interesse an einer solchen hatte, sonder eben nur mal zum gucken. Wie die meisten. Trotzdem musste ich dem Herren erkären dass ich dann dort wohl falsch wäre weil es mir doch eher um Boote zu Segeln gehe.

    So, die Reaktion von Kalle Dehler und die Art wie Herr Braschos damit umgeht ist doch in Ordnung. Allerdings erwarte ich jetzt auch dass Herr Braschos mal mit einer 47er Dehler segeln geht und sein ehrliches Fazit zu dazu kundtut.

    (Ich finde die 47er übrigens durchaus ansprechend, obwohl es – wie bereits erwähnt – ein typisches Standard Design der heutigen Zeit ist.)

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 7 Daumen runter 0

  14. avatar Super-Spät-Segler sagt:

    Mal ein Autovergleich:

    Aus meiner Sicht fährt Erdmann einen Bulli und regt sich über die dicken, fetten Hymermobile auf.

    Von einem unverkleideten Zweisitzer aus, der nur ein Vierzigstel(!) des Bullis wiegt, dabei aber mehr als
    ein Drittel der Segelfläche hat, wirkt das schon reichlich grotesk 🙂

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 7 Daumen runter 6

    • avatar Peter sagt:

      komisch nur, wenn der Bulli verdammt gut aussieht, das Hymermobil dagegen absolut charakterlos ist und angesichts der von dir festgestellten Überlegenheit des Hymer die Geschwindigkeit keinen nennenswerten Unterschied mit sich bringt 😉

      Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 2

      • avatar Super-Spät-Segler sagt:

        Schönheit liegt im Auge des Betrachters.
        Rein technisch betrachtet: Mich würde es ärgern, mehrere Tonnen Blei durch die Gegend zu schippern. Egal ob vier oder zehn.

        BTW: Ich habe nirgends von der Überlegenheit eines Hymer geschrieben.

        Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 1

      • avatar Alex sagt:

        @Peter, mit deinen Komentaren hier hast du dich auf jeden Fall für unsere Ecke empfolhlen.
        Wer nicht mit den Lemmingen springt und den Wölfen heult, ist immer Herzlich wilkommen. 😉

        Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 3 Daumen runter 6

        • avatar Alex sagt:

          Noch was am Rande, wenn du zu denen gehören möchtest die ihre eigene, kritische Meinung haben und veröffentlichen, da gehört auch dazu, dass man mit rot klar kommt, auch wenn der Zähler ordentlich rattert. 😉

          Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 2 Daumen runter 6

        • avatar Peter sagt:

          Wir sollten stolz sein auf unsere Mecker-Kultur in Deutschland. Nur so werden festgefahrene Denkweisen hinterfragt und eventuelle Fehler aufgedeckt. Insofern würde ich mich über eine Aufnahme in euren Think- beziehungsweise Bleat-Tank freuen. 😉

          Like or Dislike: Daumen hoch 1 Daumen runter 3

          • avatar Alex sagt:

            Einen kritischen oder kontroversen Standpunkt haben und nach außen vertreten, ja!
            Von der Mecker-Kultur halte ich absolut nichts.

            Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 4 Daumen runter 5

  15. avatar Bernd sagt:

    Moin, ich segel seit ziemlich langer Zeit, und soweit ich mich erinnere wurde schon immer kontrovers über die gerade aktuell neuen Boote diskutiert, die ältere Bootsgenerationen zur Legende stilisiert von den jeweiligen alten Hasen.
    Man kann den Serienwerften alles mögliche unterstellen, aber gewss nicht, dass sie mit Absicht Boote bauen, die keiner haben will.Vielmehr werden sie alles daran setzen, den Geschmack ihrer Klientel zu treffen, das Ergebnis sieht man an den Segelbooten, die am erfolgreichsten auf dem Markt sind.
    Persönlich habei ch eine Schwäche für elegante alte Holzyachten, fahre aber seit 10 jahren eine dicke hochbordige Hanse- na klar als Extra Großschot an der Baumnock, Traveller im Cockpit, gute Fallen und Segel zusätzliche Winschen. Die Wendefock liegt seit Jahren im Keller. Kann man alles gut oder blöd finden, die Ansichten sind so vielfältig wie die Boote. Es wird übersehen, dass nicht nur das Holzfurnier, sondern eben auch die Decksausrüstung nach den persönlichen Bedürfnissen angepasst werden kann.
    Es liegt mir fern, Herrn Braschos zu kritisieren, ich habe Verständnis für seinen Blickwinkel auf den Segelsport, meiner ist etwas anders aber ganz sicher nicht allgemeingültig. Die Leute von Dehler sind sicher gut beraten, wenn sie Hern Braschos mal zum Segeln einladen. Mein Eindruck ist, die Dinger segeln ziemlich schnell, einen Carbonracer zum Vergleich heranzuziehen ist in dem Zusammenhang Quatsch.
    Schönen Winter noch!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 13 Daumen runter 1

  16. avatar Hans von Sonntag sagt:

    Die Dehler 38 hat schon richtig viel Zisch für einen schweren Cruiser/Racer und sieht auch gut aus, wenn man auf moderne Boote steht. Segeln tut sie ausgezeichnet und ist für ihre Klasse (kompakte 40 Füsser) ein lebendiges und zügiges Boot, das ausgezeichnet kreuzt und bergab gut fährt. Auch bei 2 klebt sie nicht fest.

    Ich sehe keinen Grund, warum die Dehler 46 das alles nicht auch so gut kann.

    Dieses ganze Gerede über Yoghurtbecher, Breitärsche, Wurstwagen usw… wird doch nur von einem Klientel von Altbootbesitzern geführt, die eine Existenzberechtigung für ihren alten Zossen suchen. Sich für chice Daysailer und schlanke One-Off zu begeistern kann jeder, bis er die Rechnung der Werft und den Kommentar der Regierung bekommt.

    Dass Boote so aussehen wie sie heute aussehen, ist nicht der Phantasielosigkeit der Werften und dem schnöden Zeitgeist geschuldet, sondern dem Anspruch des modernen Konsumenten. Niemals in der Geschichte des Segelsports war es so günstig ein gut segelndes und bewohnbares Segelschiffchen zu erwerben wie heute. Die Dehler 38 ist da ein Paradebeispiel für, das ich aus eigener Anschauung kenne, Die Dehler 46 wird das alles auch können und weil sie ein 46 Fuss Schlitten aus der Oberklasse ist, mit noch beeindruckenderen Segelleistungen aufwarten.

    Wird Zeit das Herr Braschos mal so solchen Booten segeln und wohnen geht.

    Hans

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 12 Daumen runter 2

    • avatar Erdmann Braschos sagt:

      Hallo Hans von Sonntag,

      es ist Ihnen unbenommen, meinen Kommentar zum Serienbootsbau auf die Sichtweise „eines Altbootsbesitzers“ zu reduzieren, der sich kein neues Schiff leisten kann. Clevere, wenn auch einfach zu durchschauende Rhetorik.

      Nur werden die modernen, hochbordigen und breiten „Alleskönner“ dadurch nicht schöner.

      Sie schreiben: „Niemals in der Geschichte des Segelsports war es so günstig ein gut segelndes und bewohnbares Segelschiffchen zu erwerben wie heute.“

      Aber überlegen Sie doch mal wie viel Individualität im Bootsbau durch die fortschreitende Monopolisierung der Branche, durch die mitteleuropäischen Anbieter a la Bavaria, Hanse oder Beneteau zerstört wurde und weiter wird. Eine (skandinavische) Werft nach der anderen schließt. Marken verschwinden oder vegetieren unter dem Dach eines Mehrmarkenanbieters.

      Viele Bootsbauer verzweifeln an der fordergründigen „Geiz ist geil“ Mentalität der Kunden und deren Budgetfixierung. Wenn man ein sündteures Boot (auch ein Serienboot ist eine kostspielige Anschaffung) über Jahrzehnte segelt, relativiert sich der Preis.

      Andere Gesichtspunkte wie der Charme, die Qualität werden wichtiger.

      Spielen Sie einmal den Gedanken durch, die Werften würden den Kompromiß aus Anmutung, Segelspaß und Wohnlichkeit anders lösen: Sie würden sich auf ansehnlichere, flachbordigere, elegantere Boote besinnen und diese anbieten. Es wäre keine Nische für den leider teuren, exklusiven Bootsbau.

      Wozu brauche ich auf einem 13 m Boot sechs Kojen und zwei Badezimmer: Weil das Boot eine breite Zielgruppe, vom Chartermarkt bis zum zu zweit an Bord lebenden Eignerehepaar abdecken soll um eine gewisse Stückzahl zu erreichen.

      Fraglich erscheint mir, ob Boote Konsumgüter sind wie Sie meinen. Auch günstige Serienboote mittlerer Größe sind so teuer, das sie m. E. keine auswechselbare Anschaffung wie z.B, ein Fernseher, ein Kühlschrank oder ein Auto sind.

      Nur einige flüchtige Gedanken für heute zu Ihrem Kommentar, der sich inhaltlich und vom Ton her wohltuend von anderen hier abhebt. Dank dafür!

      Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 4

      • avatar Tango sagt:

        Originalton Braschos:

        “Von den Dingern aus Giebelstadt erst gar nicht zu reden. Solche Scheußlichkeiten kann man nur als Blinder kaufen.”

        Wer sich in dieser beleidigenden Weise äussert, hat das Recht verwirkt, Inhalt und Ton der hier veröffentlichten Kommentare zu bewerten.

        Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 12 Daumen runter 3

      • avatar Piet sagt:

        Auf der Yacht Website gibt es nun einen Test zur 46 zu sehen.
        Dort kann man sich auch eine 2te Meinung besorgen.

        Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *