Digger Hamburg: Auf der Suche nach Lösungen für die Bootbau Branche

Es läuft nicht – machen wir also so weiter.

Der Bootsbranche geht’s nicht gut. Das ist kein Geheimnis. Die allgemeine Begründung liegt in der “Überalterung”. Ich kann mir gut vorstellen, dass es auch an dem Gigantismus liegt.

Ich habe in der letzten Zeit ein paar Tests gelesen. Unter anderem über ein 38 Fuß Boot. 38 Fuß läuft Usain Bolt etwa in 9,58 Sekunden. Ist also lang. Und groß. Dieses Boot gibt es in 3 Ausführungen: Daysailor, Weekend und Cruiser. Der Cruiser ist ausgestattet wie der Bischhofssitz von Limburg, die Weekend Edition ist etwas “abgespeckter” zu haben (wird glaube ich ohne Kegelbahn geliefert), und der Daysailor hat z.B. nur Kochplatten, keinen Ofen.

“38 Fuß” und “Daysailor” – finde den Fehler!

Ein anderer Test stellt eine neue Yacht größer als 50 Fuß vor. Für 50 Fuß braucht Sebastian Vettel im Red Bull etwa so lange wie Usain Bolt für 100 Meter. Diese Yacht richtet sich – wie eigentlich jede Großserienyacht – an Charterer und Eigner. Und ist mit kleiner Crew zu segeln.

Dann wird bei Varianta die Lücke geschlossen – zwischen der 18 Fuß und der 44 Fuß. Und zwar mit 37 Fuß. Ein Boot für Eigner, für Einsteiger.

Die Boote sind recht “günstig”, die Varianta mit dem Preis ab 89.000 Euro sogar ein “Preishammer” – so schreiben es alle.

In einem fallenden Markt reagiert man also. Mit Freizeitgegenständen, für die man sich auch eine Eigentumswohnung kaufen könnte.

Gleichzeitig gibt es in einer schwächelnden Branche ein Segment, das wächst. Boote bis 7 m. Die im Preis erschwinglich sind. Und was kommt da Neues? Keine Ahnung. Man erfährt nichts. Bis auf die Scangaard 26 – ein schönes Schiff von Alex Berg’s Degerö Werft. Man hört immer nur, dass sich mit kleinen Booten nichts verdienen lässt. Jedenfalls sagen das die Großwerften.

Es wird also das gemacht, was in den letzten Jahren (seitdem es abwärts geht) immer gemacht wurde: der Markt fällt – die Boote wachsen. Leute, die nicht viel Geld haben, sollen was Gebrauchtes kaufen oder bei der Jolle bleiben.

Dass es eine Menge Kiter, Strandsegler, Surfer, Jollensegler und andere gibt, die eigentlich mit den Hufen scharren, sogar Geld haben und wenn sie über 35 sind, abgeholt werden wollen, interessiert wohl keinen. Nur wollen die sich nicht verschulden. Die haben mehrere Hobbies. Und deshalb sind denen 150.000 Euro – ja selbst 89.000 bestimmt zu viel Geld. Die wollen aber nicht alle gebrauchte Boote kaufen, in denen Messingbarometer hängen und Ankersymbole in den Polstern zu sehen sind.

Nun geht ja die Messesaison los. Ich bin gespannt. Ich befürchte aber, dass Usain Bolt allein 10 Sekunden braucht, um an den “NEUHEITEN”-Aufklebern auf den Rümpfen entlang zu sprinten. Getreu dem Motto: “Wir entwerfen zunächst eine große Wohnung und packen sie danach in Plastik ein.”

Hab ich auch mal vor ‘ner Zeit gemacht. Bootsbau ist gar nicht so schwer, glaube ich …

38 Fuß Daysailer:

38-Fuß Daysailor

32 Fuß Performance Cruiser:

32 Fuß Performance Cruiser:

Varianta 18:

Varianta 18

Digger Hamburg
Digger Hamburg: Kleiner segeln, größer leben.

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Digger Hamburg

Kleiner segeln - größer leben. Filmemacher und Autor Stephan Boden verbringt jeden Sommer auf dem Wasser. Früher auf seiner VA18 "Digger" jetzt auf der Bente24, die er selbst initiiert hat. "Auf See habe ich Zeit, das schärft den Blick für Details." Zu seinem Blog geht es hier
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66 Kommentare zu „Digger Hamburg: Auf der Suche nach Lösungen für die Bootbau Branche“

  1. avatar SB sagt:

    Digger, die 9,58 Sekunden hat Bolt bei einem 100m Lauf aufgestellt. Das sind 328 Fuß.
    38 Fuß sind 11,5 meter, dass schaff sogar ich in weniger als 9,58 Sekunden 😉

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  2. avatar Digger sagt:

    Ich weiß, war doch nur Spaß.

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    • avatar stefan sagt:

      …ist aber nicht lustig 😉 naja, hauptsache man kann über seine eigenen Witze lache 😀

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      • avatar <°((( ~~< sagt:

        Neinnein, es ist ja auch ganz umgekehrt! Usain Bolt braucht für 100 Fuß genau so lang wie der Red Bull im Sebastian Vettel für 38 Meter!

        Aber Limburgsitzwitze verbitte ich mir!

        (“…treten ein Kathole und ein Protestik im 100m-Limburgsitzen gegeinander an…”)

        Gibt das furchtbare CAD-Programm für Selbstarchitekten eigentlich nicht auch die Inneneinrichtung von Vettels RedBull-Dayracer her?

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  3. avatar Heini sagt:

    Wieso läßt sich denn mit kleinen Booten kein Geld verdienen?

    Ich denke, die Lütje-Werft wird bei ihrem 33 Fuss Daysailer, der knapp 337.000 EUR kostet, nicht draufzahlen müssen…. 😉

    PS: Ne Scangaard 26 liegt auch schon bei 60.000 EUR

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  4. avatar Piet sagt:

    Repost!

    das hatten wir doch schonmal!

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  5. avatar werftbesitzer sagt:

    Tja, Digger, is ja nett und lustig, was Du schreibst, aber Ideen hast Du leider gar keine. Wenn einer so schlau ist und ein Bauverfahren für eine 7m-Yacht erfindet, dass ich bei 15.000 € Verkaufpreis 1. die Kosten decken kann und 2. auch noch etwas daran verdiene, geht’s sofort los. Also Digger, denn denk mal nach….

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    • avatar Alex sagt:

      und wer bitte soll die Entwicklung bezahlen?

      Für ein Boot wie die Saphire 27 sind 0,5 Mio. nur für die Entwicklungskosten sicher realistisch.
      Was auch das Argument von den großen Werften ist. Die Entwicklungskosten für 27 Fuß sind nur unwesentlich geringer als für 45 Fuß. Bei den Großen kommen halt noch die Entwicklungskosten vom Innenausbau dazu. Daher ist der Anteil der Entwicklungskosten im VK bei den Großen prozentual geringer als bei den Kleinen, weshalb die Kleinen verhältnismäßig teuer sind. Varianta und Bavaria versuchen die Umlage über die Masse zu erreichen. Nur gefällt nicht jedem was die bauen.

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    • avatar Digger sagt:

      Also, von 15.000 Euro schrob ich auch nicht. Und Ideen gibt’s viele.

      Dehler hat jetzt so ca. 250 VA18 vertickert. Plus Zubehör und Trailer von den Händler. Kaum eine VA ist nackt.
      Seascape 18 ist ständig ausverkauft, so hört man.

      Das VA18 Konzept ist eigentlich nicht schlecht. Und ich denke es ist auch skalierbar. Wenn heute schon 38 Fuß als Daysailor angeboten werden, kann man auch 24 Fuß ohne Wohnung drin anbieten. Die Wohnung kann sich ja jeder selbst reinzimmern oder dazu kaufen, Stück für Stück. Nicht jeder braucht ‘nen teuren Sanitärraum.

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  6. avatar Michael sagt:

    Wundert mich auch etwas. Schlecht reden kann jeder. Grundsätzlich gebe ich dir völlig recht, Digger. Aber bei den Stückzahlen ist es hat nich einfach den Preis weiter zu drücken und die Qualität dennoch vernünftig zu halten (schon dies schaffen ja die wenigsten…).

    Die Tatsache ist aber klar, die Leute wollen mehrere Hobbies und haben kein/e Lust/Zeit/Geld für 50.000 € aufwärts einen Freizeitartikel zu kaufen. Da unser Hobbie allerdings so aufwändig ist (und daran lässt sich auch mit einem Hamburger Blog nichts ändern), wird es m.E. auf Eignergemeinschaften oder Chartergeschäfte hinauslaufen. Wer segelt denn mehr als 10 Mal im Jahr?

    Die andere Möglichkeit ist die Abwanderung in ähnlich spannende und nicht so aufwändige Sportarten wie Surfen, Kitesurfen oder Stand-up Paddeln. Letzteres wächst zur Zeit nicht ohne Grund so stark, da es kaum eine Alternative gibt, die chillen (neudeutsch für entspannen) und Sport so gut miteinander verbindet. Dass man diese Sportart (die ich zunächst auch belächelt habe, bis ich selbst auf einem Board stand) dann auch noch auf Flüssen, Seen, in der Atlantikwelle und auf der Ostsee durchführen kann, erhöht den Reiz zusätzlich. Und nun kommt es, die Dinger sind überteuert wie Segelyachten und kosten trotzdem nur 1000 € plus 300 € für ein Paddel – und dann hast du schon richtig gutes Material!

    Das soll hier kein Kommentar werden, der das Abwandern von unser wunderbaren Sportart erleichtern soll, hilft jedoch vielleicht einmal klar zu machen, dass wir ein vielschichtiges Problem haben.

    Jugendlicher Nachwuchs müsste durch Erwachsene Segler (die eh keine Zeit haben und wenn, dann lieber selbst segeln gehen – mich eingeschlossen) an den Sport herangeführt werden. Ansonsten locken Alternativen wie Playstation – XBox – Nintendo Wii oder (man glaubt es kaum) andere Sportarten, die sich binnen 2 Wochen lernen lassen und in 60 Minuten beendet sind.

    Erwachsene haben immer weniger zusammenhängende und planbare Freizeit. Trotz mehr Arbeit aber auch nicht zwangsläufig soviel mehr Geld, dass sie sich für den Service und die Vorbereitung des eigenen Yacht einen Yachtservice oder Bootsmann leisten könnten. Also?

    Kitesurfen – Kosten: 1200 € – Zeitaufwand: 1,5 Std.
    Stand up Paddeln – Kosten: 1300 € – Zeitaufwand: 1 Std.
    Joggen – Kosten: 150 € – Zeitaufwand: 1 Std.

    Segeln – Kosten mind. 5000 € – Zeitaufwand: mind. 2 Std

    Vielleicht ist dies einfach der Gang der Zeit oder die persönlichen Prioritäten müssen sich von Statusobjekten die wir uns leisten, um Nachbarn zu beeindrucken, die uns eigentlich Scheiss egal sind wandeln zu den Dingen, die uns selbst RICHTIG Spaß machen!

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  7. avatar Kielschwein sagt:

    “Bis auf die Scangaard 26 – ein schönes Schiff von Alex Berg’s Degerö Werft. Man hört immer nur, dass sich mit kleinen Booten nichts verdienen lässt”

    Ja genau so ist es leider….auch Degerö(Dynamic elements) war in den letzten 5Jahren auch 2 mal pleite gegangen….schlechtes beispiel ,Digger!!

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  8. avatar Christian1968 sagt:

    Es ist nicht besonders schwierig, ein geiles Auto mit 500 PS für + 150.000 € zu bauen, deswegen gibt’s die auch von allem großen Firmen.
    Es ist nicht besonders schwierig, luxuriöse Häuser/Eigentumswohnungen für Phantasiepreise zu bauen und dann auch zu verkaufen, deswegen machen das auch gerade ganz viele.
    Es ist nicht schwierig, teure ………… herzustellen und zu vertreiben, deswegen gibt es auch davon eine ganze Menge.

    Aber ist das die Lösung für uns alle ? Verdienen hier wirklich alle so viel Geld, dass 90.000 € für eine Einsteigeryacht kein Problem sind ?
    Wir waren dieses Jahr 2x segeln mit der Varianta 18 (gechartert) und selten hatte ich so viel Spaß. Ich bin 45, kein Einsteiger, segel seit 20 Jahren und war durchaus auch schon auf 20 m Schiffen unterwegs.

    Hey, es müssen keine 18 Fuß sein, ein paar mehr wären durchaus wünschenswert. Aber liegt das Problem nicht vielleicht auch ein kleines bißchen darin, dass es niemand versucht ?
    @ Werftbesitzer: Es wäre sicher eher dein Job, darüber nachzudenken, wie das gehen könnte, aber es kann doch nicht sein, dass es unmöglich ist. Schließlich hat niemand gesagt, dass das Schiffchen 15.000 @ kosten muss.

    Mann, es ist doch so, dass es einfach praktisch NIX gibt, zwischen 10.000 und 60.000. Jedenfalls nix, was irgendwie sexy ist.
    Ich bin gespannt, wann die Werftbranche diese Zielgruppe entdeckt.
    Wir sind da draussen.
    Ahoi!

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    • avatar Alex sagt:

      10-60k Werftpreis oder segelfertig. Beim Werftpreis haste bis 27 Fuß schon richtig Auswahl. Von gemütlich bis sexy Sportboot.

      Ich hab gerade eine Bestellliste für ein paar Ronstan-Blöcke Serie40 und 50 und Fallentaschen zusammen gestellt. Sind nur mal schnell knapp 2k EUR. Dann kommt noch ein Deckel für ne neue Backskiste mit ca. 400 EUR. Die neuen Wanten weiß ich noch nicht, die Fallen sind sicher auch so 800 EUR und das Boot ist auch nur 9,5m lang.
      Für die Tagesleisten von einem Arbeitnehmer sollte man ca. 500 EUR rechnen. Und wer von Euch hat schon mal Epoxi gekauft?

      Solche Preisvorstellungen sind möglicherweise schon realisierbar, wie bei der Varianta über die Masse und spartanische Ausrüstung, aber sicher nicht allgemein in Deutschland für einen Mindestlohn von 8,50 EUR.

      Und ich kann mir die Varianta nicht schönreden. Sie ist eine Jolle mit Kiel und Dach.

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      • avatar Digger sagt:

        Alex. Ja – das ist die Varianta. Meine nicht mehr.

        Ein VW Bus ist auch nur ein Transporter. Wird trotzdem als Reisemobil gekauft. Muss nicht immer ein 13m Hymer sein. Is’ auch billiger.

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        • avatar Alex sagt:

          @Digger, wohl eher ein Dacia Dokker als ein VW Multivan.
          Wobei der sicher für seinen Zweck nicht schlecht fährt. 😉

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    • avatar Klaus sagt:

      Moin Moin alle zusammen !

      Ja ich suche auch etwas das irgendwo zwischen Varianta 18 und 60.000 liegt. Dazu Spaß macht einhandtauglich und sicherer eingestuft ist als Kat. C.

      Wie wäre es mit der Django 6.70 ?

      Ist die nicht sexy ? Was kostet die Django 6.70 ?

      Bin auf den kommenden Test in der Yacht gespannt.

      Grüßle

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  9. avatar werftbesitzer sagt:

    @Christian1986: Wir arbeiten dran, aber Ihr müsst dann auch kaufen und nicht nur schnacken 😉

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    • avatar Digger sagt:

      Ich bin gespannt. Bisher kann man ja nur schnacken, und nicht kaufen. Das mal umdrehen, wäre toll.

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    • avatar <°((( ~~< sagt:

      Da lese ich den Einwand vom “Werftbesitzer” und konstatiere: Es ist wie immer. “So kauft mir doch endlich meine Boote ab!”

      Die Ansprüche sind in den letzten Jahren rasant gestiegen und sie steigen immer weiter. Die Einkommen steigen allerdings nicht in der gleichen Geschwindigkeit. Das betrifft Boote genauso wie Autos oder Häuser. Rein subjektiv: Das durchschnittliche Neuboot ist heute über 9m lang. Als ich vor vielen Jahren in die Segelei einstieg waren es vielleicht 7m.

      Dabei treffen die Wünsche von Werftbesitzern und Bootserwerbern aufeinander und ergänzen sich aufs herrlichste: Die Werftbesitzer sehen den Umsatz, der ihnen lachen könnte, wenn sie nur mal so ein paar 38ft-Geräte an den Mann bringen. Und die Segler sehen den Komfort, der ihnen lachen würde, wenn sie sich nur mal so ein 38ft-Gerät kaufen.

      Können. Würden. Die Käufer müssen sich nämlich meist eingestehen, dass sie das Geld für 38Füße doch nicht haben. Oder zeitgemäß: Zuerst *müssen* ja das Auto mit Klima und Elchhilfe und das freistehende Einfamilienhaus mit Garten her. Boot kommt dann direkt danach.

      Aber die Werftbesitzer sind verwundert, warum ihnen keiner ihre liebevoll ausgestatteten >38ft-Geräte abkauft. Gibt es denn noch ein anderes Argument außer “Ihr müsst dann aber auch kaufen und nicht nur schnacken”?

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  10. avatar steehl sagt:

    Es geht ja noch weiter: Wenn es gelingen würde, den Altersschnitt zu senken, würde auch der Komfort-Anspruch an die Schiffchen sinken und der Fokus wieder mehr auf die Segeleigenschaften schwenken. Damit würde es entweder billiger werden oder die Segel besser oder womöglich sogar beides.

    Ich versuche gerade, in Kroatien ein Boot zu finden, auf dem mein Sohn und ich (48+16 Jahre) einen lustigen Segelurlaub verbringen können. Dazu brauche ich keine Bavaria 32. Da füllen wir eine Schrankklappe mit Anziehsachen, ein Schrankfach mit Nudeln und die unteren 15 cm der Kühlbox mit Getränken. Aber im Cockpit können wir nicht anständig in der Sonne liegen und Segeln tut das Ding höchstwahrscheinlich wie ein Schlafzimmerschrank, aus dem ein Laken raushängt. Ich hätte aber lieber so etwas wie einen Mini: Platz für 2 Matratzen, kleiner Kocher, Kühlbox und ein großes Cockpit. Und dafür etwas mehr Wumms im Rigg (nun gut, dass darf etwas abgespeckt sein). Gibt’s aber nicht. Nichtmal ne VA 18 oder ne Sun Fast 25 oder so.

    Ich war selber lange Surfer, und wenn ich vom Segeln träume, dann will ich Abenteuer, Wasser, Aufregung und Aktion. Und nicht einen Backofen größer als zu Hause und 2 Klos, und die Wasseroberfläche 2 m unter mir. Aber eben nicht auf der Jolle für 2 Stunden, sondern einen Urlaub lang – wie früher im VW Bus.

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    • avatar Werner sagt:

      “… und Segeln tut das Ding höchstwahrscheinlich wie ein Schlafzimmerschrank, aus dem ein Laken raushängt”.

      Knaller!! Die Umschreibung merke ich mir;)

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    • avatar SR-Fan sagt:

      Sehr gut zusammengefasst. Ist ja schon schwer ein Boot ohne Rollgroß zu finden. Wenn man dann sein Schiff im Hafen wiederfinden möchte (sprich: keine Bav oder SO), wirds richtig eng.

      VG

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  11. avatar werftbesitzer sagt:

    @Fisch mit Gräten: Wertbesitzer und fette Renditen: das ist ein Widerspruch. Guck Dir nur mal an, wie das so läuft und wer alles pleite ist. Ich hab gar keine Boote >38 ft im Programm, btw.

    @steehl: solche Boote gibt, es, dass es die nicht im Charterprogramm gibt, dafür können die Bootsbauer nichts.

    Ihr habt ja alle recht, aber es ist sehr sehr schwer in diesem geschäft was senkrechtes auf die beine zu stellen. Dennoch, jammern ist natürlich falsch.

    Klickt doch mal auf like, wenn Ihr meint, folgende zwei Angebote haben eine Chance:

    1) 8m, 1,3 t, Hubkiel, ordentlich Segelfläche, Genacker und maximal tiefer Kiel, als Basis leerer Innenraum, kein Klo, keine Küche, großes Cockpit, tauglich für kleine Crew, Preis nackt ca. 50 TEURO

    2) 10m, 2,4 t, Hubkiel, viel Tiefgang, viel Segel, genacker, als basis leerer Innenraum, Carbonmast, schnell und cooles Aussehen, großes Cockpit, trailerbar, tauglich für kleine Crew, Preis nackt ca. 99 TEURO, vielleicht sogar etwas weniger.

    Bin neugierig und warte mit der Werftbesitzerzigarre ….

    VG

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    • avatar Sven sagt:

      Das Schiff gibts mE. Es ist die Pogo 30. 83 TEUR + MwSt. Eine einfache aber funktionelle Einrichtung ist drin. Carbonmast gibts als extra. Wie einige andere Dinge auch. Schwenkkiel usw.

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    • avatar Ing. sagt:

      Aus was willste diese boot denn bauen…Federn??? Deine Gewichtsangaben hauen im Leben nicht hin wenn die Boote eine einigermaßen vernünftige Stabiliät haben sollen. Vor allem wenn du da tüchtig Tuch drauf hauen willst.

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      • avatar Alex sagt:

        @Ing, die Seascpe27 passt z. B. in 1)

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        • avatar Henk sagt:

          Wollte ich auch erwähnt haben. ich passe denke ich mit 38 und zwei kids in die von Digger angedachte Zielgruppe, segle aber schon seit ich fünf bin und habe mich trotz der nicht ganz einfachen Finanzbeschaffung nach langem Warten mangels moderner Alternativen für die Seascape 27 entschieden. Boot kommt im Fr. Es sind wohl schon über 40 verkauft. Könnte sogar bald für attraktive Onedesign-Felder reichen, ein bisschen Reisebereitschaft voraus gesetzt.

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    • avatar Christian1968 sagt:

      Ich denke, die gehen beide an den Bedürfnissen vorbei, jedenfalls an meinen.

      Bei der Länge kann vorne ruhig eine 7 stehen und klar, man will nicht der langsamste weit und breit sein, aber es soll auch kein Rennboot sein. Meine Family segelt genauso gerne wie ich, aber es soll entspannt zugehen und wir wollen kein Regattaboot sein.
      Leerer Innenraun is nix. Ich bin Handwerksmeister und durchaus geschickt, aber auf eine komplett leere Schale habe ich keine Lust. Es sollte schon rudimentär nach Schiff aussehen, ich denke, dann kaufen es auch mehr Menschen. Ganz kleiner Kocher und vielleicht auch ein ganz kleines Waschbecken.
      Keine “Nasszelle”, maximal ein kleines Klo. Einfache Beschläge, nicht das ganz teure Zeug.
      Trailerbar, Hubkiel als Option, Cockpit lang genug, um sich darauf auszustrecken und zu chillen 🙂
      Preis maximal 50.000

      Das wäre mal mein Steckbrief.

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      • avatar Alex sagt:

        Dann schau die an http://de.saphireboats.com/

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        • avatar Henk sagt:

          Jo, wie die Seascape 27 segelfertig (laut Yacht) ca. 70.000, dafür innen nix, nur Cat C statt B, in vielen Details das m.E. schlechtere Konzept und wer die Bauqualität mal verglichen hat… NA macht mal selbst auf den Messen 😉

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          • avatar Salona sagt:

            Habe die beiden Boote auch mal verglichen am Gardasee und kann Henk nur zustimmen.

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  12. avatar dubblebubble sagt:

    Es ist wie mit den Lebkuchen. Überpünktlich zum Saisonausklang werden die ersten Winterartikel angeboten. Der geübte SR-Leser ahnt, worüber Digger im kommenden Deprihalbjahr noch alles jammern wird.

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    • avatar Stefan sagt:

      ..naja wahrscheinlich ist er seinen Verpflichtungen der Werft gegenüber in Sachen product placement noch nicht ausreichend nachgekommen.

      …schon bemerkenswert wie hier immer wieder Artikel um ein bestimmtes Produkt herum geschrieben werden.

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  13. avatar ac pro sagt:

    wenn auch nicht alle Werften den Nerv der Zeit (oder Kaufwillen) treffen – der Autor dieses Artikels tut es scheinbar. 25 Kommentare sind nicht schlecht oder.
    Gratulation zu den Grafiken!!

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  14. avatar pjotr sagt:

    tja der digger, produktstratege, selbstvermarkter und so. geiler, d.h. billger machen, so die idee. wozu? guckt doch mal aufs wasser: algenblüte, quallen bis hoch nach norwegen. na, dämmerts? boote am steg seh ich mehr als genug. das problem liegt woanders (wie meistens).

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    • avatar Digger sagt:

      Lies noch mal den Text und dann kommste noch mal rein.

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      • avatar Jan-X sagt:

        Ne, wir machen das anders.
        Du machst deine Hausaufgaben und kommst dann noch mal rein.
        Ich hab nämlich die Nase voll von diesen “Meine VA 18 is soooo toll aber warum hat keiner ein großes Boot für Fast-Umsonst im Angebot?” Aber wie das gehen soll schreibst du nicht. Wie Waldi am Spielfeldrand: Ne, i red nur. (Damit sind deine Beiträge zum Bootsbau, nicht zum Segeln gemeint! 🙂

        Also, machen wir’s mal konkret:

        Far East 26: 35.000 EUR
        Maxus 24: 27.000 EUR
        Make 25: 35.000 EUR
        Samba 235: 34.900 EUR
        Baycruiser 23 (Sweet!): um 35.000 EUR
        Comet 26: ca. 40.000 EUR

        So, und jetzt kommst du: Ist das noch zu hoch? Ich meine nein. Das ist immer noch ein absoluter Luxus, keiner BRAUCHT so ein Ding wirklich. Ich verstehe, wenn man mault, weil die Mieten, Kita-Gebühren oder Brotpreise zu hoch sind. Aber sich über hohe Bootspreise empören: Nana, das scheint mir ein recht hohes Pferd zu sein…

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        • avatar Digger sagt:

          Zitat “Meine VA 18 is soooo toll aber warum hat keiner ein großes Boot für Fast-Umsonst im Angebot?”
          Das steht da gar nicht. Schöne Interpretation aber.

          Und ich gebe Dir recht. Erste Welt Probleme. Sollen wir die deshalb lassen? Dann können wir auch diese Seite hier einstampfen. Gibt wichtigeres als Segeln.

          Zum Spielfeldrand: Was soll ich anders machen? Wenn Dir Kita Preise zu hoch sind, machst Du dann ne Kita auf?

          Deine aufgelisteten Boote kenne ich. ich bezog das eher auf die Leithammel, nämlich die Großwerften. Bavaria 24 z.b. – gibts nix, nicht mal was mit ner 2 vorne. Hanse 240? Auch nicht. Das sind aber die Werften, die es preiswerter könnten. Die könnten manchem Charterer oder Neueinsteiger eine Tür aufmachen. Aber schnelles Geld ist wichtiger.

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          • avatar Jan-X sagt:

            Ne, die Platzhirsche können es eben nicht.
            Hanse ist eine AG, schau dir mal den letzten Geschäftsbericht an: Konzernumsatz 73 Mio, Konzernergebnis: MINUS 12! Negativer Cashflow, Eigenkapitalquote von nur noch 37%. Da sind in Greifswald, einer Region in Deutschland die es wirklich braucht (!) 700 Mitarbeiter jeden Tag dabei sich krumm zu machen und ihre Arbeitsplätze zu erhalten, das hat mit schnellem Geld überhaupt nichts zu tun! Beneteau geht’s ähnlich (und die haben mit der First 20 sogar den Gegenbeweis für deine These im Angebot > ca. 30.000 EUR). Nur: Geld verdienen, so dass es für diese Firmen (und damit auch zur Versorgung der Arbeitnehmer reicht) tun diese großen Firmen damit nicht. Wie im Autobau: Großes Auto, große Marge, kleines Auto, kleine Marge.
            Freu dich doch eher, dass es vor allem die kleinen Werften sind, die fast im Hinterhof werkeln und nicht noch einen Riesenapparat durchfüttern müssen, die kommen mit tollen Ideen. Du hattest dich doch beschwert, dass sonst nur Einheitsbrei rauskommt: http://tinyurl.com/digger-sq25. Und nun schau dir mal an, was eine kleine französische Werft bspw. macht: Ne Mini zum cruisen: http://tinyurl.com/django670 . Hat sogar Cat B. Kann man also mit durchs Kattegat 🙂

            Ne Digger, das Angebot ist groß, aber die Großwerften haben gerade andere Sorgen… Vielleicht wird ja aus den Hinterhofwerklern in 20 Jahren die neue Beneteau. X-Yachts und Hanse haben ja auch so angefangen.

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          • avatar Peter der Zwote sagt:

            Die B/one ist unter 30 Fuß und bietet alles, was Du willst. Rudimentäre Camping-Möglichkeit inklusive. Unter 30k, wenn man es nackt mag.

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          • avatar Alex sagt:

            @Digger, “aber schnelles Geld ist wichtiger”

            Eine Werft will Geld verdienen wie alle Unternehmen. Das sind keine sozialen Institutionen. Dennoch finde ich auf dem Bootsmarkt viele günstige, kleine Boote. Wem das nicht reicht oder wer den Werften keinen Gewinn gönnt, der kann sich ja einen Bausatz oder nur die Pläne kaufen und selber bauen.

            Und überlegt alle mal, würdet Ihr losziehen um ein Segelboot zu kaufen wenn Euer Arbeitgeber bei seinen Aufträgen keine Gewinne macht oder würdet Ihr dann nicht lieber was auf der Kante haben, falls der Arbeitsplatz wegen Konkurs weg ist.

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  15. avatar RVK sagt:

    Wenn ich bei 37 Fuss für 89.000 noch ne Marge von 10.000 habe und bei nem 18-Füßer ne Marge von 1000, muss ich 10 mal mehr von den 18ern verkaufen. Ob das aufgeht bezweifeln wohl einige Werftheinis..

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  16. avatar Werner sagt:

    Wassersporttypen:

    1.: Leute, die das Segeln auf Heller und Pfennig auf Effizienz hin abklopfen. Das sind dann die, die “gechillt am Woe was am Wasser machen wollen” und dann mangels Bereitschaft zur Investition von Zeit & Geld dann doch bei Kite , SUP & Co. landen. Hingabe ans Hobby? Mau…

    2.: Leute, die das Segeln als Lebensform sehen. Da geht es darum, überhaupt irgendwie auf dem Wasser unterwegs zu sein. Und zwar nicht mal eben zwischendurch sondern so viel wie möglich und leider auch zwischendurch mal arbeiten… Geheule wegen zu teuren Booten unbekannt, da mit 20-30k freie Auswahl auf dem Gebrauchtmarkt.

    3.: Leute, die im weitesten Sine was mit Wasser zu tun haben, und nach der Anschaffung von Eigenheims & Golden Retriever noch mal ne Bavaria kaufen. Aber bitte neu. Basteln ist irgendwie doof. Preis egal. Oder, weil zu faul zum Antifouling malen dann doch chartern.

    Das sind so die Klassen von Wassersportlern die ich in den letzten 20 Jahren auf Ost- und Nordsee zu unterscheiden gelernt habe.

    Liebe Werftheinis: Wen davon wollt ihr wie ansprechen??

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    • avatar Olaf sagt:

      Werner, du hast meine volle Zustimmung genau so ist es. Wo ein Wille da ein Weg!

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  17. Vielleicht sollten die Yachtwerften ähnlich denken wie die Autohersteller. Es muss immer ein Einsteiger-Modell da sein! Den Kunden an die Angel bekommen! Erst fährt er Lupo, später T5. So verdient man Geld. Aber den Quatsch den z.B. X-Yachts machen, kann ich nicht verstehen. Ihr ganzer Erfolg basiert auf schnellen Booten a la X-79/X-99. Wenn man jetzt eine XP-33 ausstattet, kann man tatsächlich bei 240 TEUR landen. Das ist krank. Die Regatta-Reviere auf Küstengewässern leeren sich zunehmend. Herbstwoche war ein Trauerspiel. Nur noch Millionäre und deren Söhne unterwegs. Ich finde es bedauerlich, dass Einige hier im Forum blöde Rechenexempel aufmachen und damit suggerieren wollen, es ginge nicht kostengünstig ein 27 Fuß Boot zu bauen. Das ist zu kurz gedacht.

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  18. avatar SZV 2576 sagt:

    Recht hat er!

    Ich gehöre genau zur Zielgruppe und frage mich, was das noch größer noch mehr und noch luxuriöser soll! Was da in Heiligenhafen rumliegt sind doch eigentlich nur Campingwagen fürs Wasser.

    Wohnst Du noch oder segelst Du schon?

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    • avatar SR-Fan sagt:

      anders rum wird ein Schuh draus:

      Segelst Du noch oder wohnst Du schon? 😉

      VG

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  19. avatar Olaf sagt:

    Noch mal zur Erklärung warum Großserienwerften leider kein Interesse an kleinen Booten haben.

    Wenn eine Großserienwerft 10x 9m Boote für a 35.000€ verkauft, dann sind das eben nur 350.000€ am Ende des Tages. Für das gleiche Geld können diese Werften aber auch nur ein einziges 15m Boot verkaufen, Hanse 545 etc…. nur ist der Verwaltungsaufwand für den Verkauf des 15m Bootes 1/10 im Verhältnis zu den 10x 9m Booten.
    Dann Rest kann sich jeder selber denken.

    Außerdem, wenn Bavaria oder Hanse was Kleines bauen würden, dann wird das wieder ein Raumwunder… was dir dann wieder nicht puristisch genug ist.

    Lieber Digger, so lange Großserienwerften von Aktienfonds gemanaged werden, wie es bei den beiden großen Deutschen Werften der Fall ist, geht es bei der Neuentwicklung von Booten in erst Line um Stärkung der Markposition, Maximierung der Absatzzahlen und des Gewinns. Denn schließlich wollen die Aktionäre auch ein bisschen Dividende sehen und nicht einfach nur das Geld verleihen, damit davon gut segelnde puristische Boote gebaut werden. Ein nach maximalen Absatzzahlen konstruiertes Boot wird leider in den seltensten Fällen ein Boot sein das puristisch und essenziell ist. Es wird eher eine Eierlegende-Woll-Milch-Sau sein die für alle was taugt.

    Wenn du ein kleines puristisches Boot haben willst, dann bekommst du das eher bei kleinen Werften, die Boote aus Leidenschaft bauen und vom Gewinn nicht auch noch die Aktionäre gnädig stimmen müssen. Und Leidenschaft heißt in diesem Fall tüchtig Leiden und viel schaffen. Die verdiene daran nichts aber Hautsache du hast dann dein puristischen preiswertes Boot. Und wo soll denn dein 8-10m Boot für 35-50.000 gefertigt werden….wohl eher nicht in Deutschland, schade!

    Segeln ist und war immer ein Luxus. Wer das Geld nicht hat, und ich gehöre auch dazu, der bleibt leider bei neuen Booten auch der Strecke oder findet andere Wege.

    Mein Tipp an dich Digger; Lass dir für kleines Geld etwas nach deinen Vorstellungen konstruieren und baue es dann in Eigenregie oder vergib Teile davon. Denn genau so bekommst du für schmales Geld was du willst. Vielleicht findest du mit deinem blog ja auch noch ein paar Jünger die dir folgen und ihr bekommt eine Kleinserie zustande. Das wäre doch mal ein schöner Erfolg, satt immer nur zu meckern.

    Wenn ich so darüber nachdenke, hat unsere Generation leider auch das Problem, dass wir im absoluten Wohlstand aufgewachsen sind. Zu einer Zeit in der alles Erdenkliche jederzeit und überall zur Verfügung stand. Dies begründet natürlich irgendwann eine gewisse Erwatungshaltung, wenn nicht sogar die Forderung, dass das was man unbedingt will auch am Markt verfügbar sein muss.
    Früher hat man sich Luxus erarbeitet für den man eigentlich nicht die finanziellen Mittel hatte und nicht gewartet bis einem alles nach seinem Wünschen und zu seinen Preisvorstellungen vorgesetzt wird. Was meist du wo die ganzen Waarships, Hiddensees, Jollenkreuzer etc herkommen….

    Also Digger jetzt bist du dran, mach mal und schnack nicht immer nur drüber……

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  20. avatar Werner sagt:

    Digger, du hast dein Boot gefunden und scheinst seit 2 Jahren mit Spaß damit unterwegs zu sein. Ein Boot, das eher klein ist und im neupreis eine sehr überschaubare finanzielle Investition erfordert hat.

    Andere, die was neues, größeres wollen finden das auch am Markt.

    Noch andere, die nicht neukaufen wollen (warum auch?), finden auf dem gebrauchtmarkt ALLES.

    Was ist deine Intention? Du sprichst ab und zu davon, daß der Einstieg in den Segelsport zu schwer sei. Aber das liegt doch weiß Gott nicht am aktuellen neubaumarkt.

    Wer bitte sehr kauft sich z. B. einen neuen VW Bus wenn er Lust auf Reisen, campen, Sonne hat? Niemand!

    Und es beschwert sich auch niemand ernsthaft das es keine low Budget Busse am Markt gibt.

    Wer will der kann und macht…!

    Was ist dein Ziel? Wenn es Dirdarum geht, Leute ans segeln zu bringen, dann engagiere dich mal in den segelvereinen bei Jugendarbeit und nachwuchsförderung. Das bringt mehr als für ein halbes Jahr mit kohlefaserpinne, ipad, kühlbox und SUP Camping in der dänischen Südsee zu machen. Das auf einem kleinen, bezahlbaren Neubau einer deutschen Werft. Und dann Zuhause wie das lamentieren anfangen das es keine kleinen, bezahlbaren Neubauten gibt.

    Irgendwie passt deine ganze Story nicht zusammen…

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    • avatar Werner sagt:

      Ich vergaß die fancy black-line Segel zu erwähnen… Passt null zu deinem klein und einfach credo. Im Detail dann doch sehr aufgerüstet.

      Bitte nimm das nicht zu persönlich. Die VA18 mit ihrer potentiellen Performance brauchst du für deinen wassersportstil doch garnicht. Da würde es auch ganz wunderbar eine Etap machen.

      Bevor man sich Gedanken über ein super neuen kleinboot Entwurf macht, sollte man sich mal überlegen was der Querschnitt der Segler mit Ambitionen kleiner 8 Meter Länge mit einem Boot anzustellen gedenkt.

      Mit einer VA18 bei westlich 4 Bis 5 von vordingborg nach Omø? Neue, danke. Da nimmt man lieber einen sinnvollen, klassischen riss. Klar, da sagst du, ich Segel nur wenn Richtung, Stärke und sonne stimmen. Realistisch betrachtet schränkst du dich damit selbst auf der Ostsee tierisch ein. Da hängt man dann halt ein halbes Jahr in der dänischen Südsee.

      Mein Fazit: die Diskussion ist in meinen Augen quatsch. Hier wird über leichte, breitärschige Schüsseln mit unglaublich flachem unterwasserschiff philosophiert. Regattatauglich. In meinen Augen tourenuntauglich.

      Meiner Meinung nach gibt es sicherlich ne menge Leute die mit kleiner 8m liebäugeln, aber die suchen nicht alle das gleiche.

      Also was? Gleich 2, 3, 4 Entwürfe um dem geneigten kleinboot Kunden entgegen zu kommen. Nun wirds teuer…

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    • avatar pjotr sagt:

      stimmt, irgendwie passt die ganze diggergeschichte nicht zusammen, der gute sollte mal ne auszeit unter segeln nehmen…

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  21. avatar Robert sagt:

    Nunja, die Polen bauen tolle Boote für kleines Geld. Ich warte sehnlichst auf einen Performance Cruiser um 36ft, aber leider gibt es nur unendlich viele Boote von dem Typ, den es laut diesem Artikel gar nicht gibt…

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  22. avatar Tim sagt:

    26ft 50.000US$ http://www.wraceboats.com/ oder ist das jetzt wieder zu sportlich?

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  23. avatar Tim sagt:

    und noch eine 28ft für 75.000US$ http://bwsailing.com/bw/2013/07/25/blue-water-boats-catalina-275/

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  24. avatar Piet sagt:

    Das bild für die Varianta ist aber auch nicht ganz genau oder?

    Eigentlich sollten es 2 Feldbetten sein die als “T” angeordnet sind.

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  25. avatar Ralf sagt:

    Schöne Diskussion. Die Problematik ist aber viel complexer als es hier diskutiert wird. Meiner Meinung nach sind die Preise für Boote so günstig wie nie. Nur sind es ja eben nicht nur die Preise. Die laufenden.Kosten.machen das Treiben verückt. Liegeplatz, Versicherung ect. Und ganz nebenbei gibt es immer mehr Leute die zwar haben wollen aber gar nicht die Kohle dafür haben. Ist jetzt nicht so daher gesagt, ich bin seit 15 Jahren in der Branche. Zur VA18. Sei gesagt, mit Ausstattung geht die auch ganz schnell über 25k. Nur nicht wenn man sich sponsoren lässt. Insofern ein Boot wie jedes andere.

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  26. avatar Lindlahr Andreas sagt:

    Also, so eine Diskussion ist sehr gut. Sie ist auch interessant und berechtigt. Gut, dass Digger mal solche Fragen stellt. Sich wegen fehlender Lösung dazu zu versteigen den Autoren zu bepöbeln ist schon echt armselig. Wenn der X-Jan vorrechnet, dass Hanse 12 Mio Miese macht, dann bestätigt er ja genau die angeführte Problematik. Denn dann läge Hanse ja wohl mit der momentan Politik 100%ig daneben. Zum Nachdenken anregen kann er damit nicht. Man kann auch noch weiter gehen. Wenn ein Grossteil der Knete und der Arbeitstunden dafür drauf gehen, das Gelsenkirchener Barock in die segelnden Blei-Enten zu stecken, sollte man es einfach weglassen oder? VA ist der richtige Ansatz und es sollte einfach mehr Werften geben, die einfach mal auf andere hören. und neue Wege einzuschlagen bereit sind. Sonst können sie auch gerne vom Markt verschwinden. Kopf schütteln.

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