iPad-Navigation Teil 1: Tipps zu Hardware und Systemen

Mobil navigieren

Stefan Boden alias Digger Hamburg teilt seine Erfahrungen mit der iPad-Navigation. Nach zwei Saisons auf seiner Varianta 18 kennt er die Probleme und beantwortet die am häufigsten gestellten Fragen.

iPad Navigation

iPad und iPhone wasserdicht verpackt neben dem Niedergang. © Digger Hamburg

Smartphones und Tablet-PCs sind aus dem Bordalltag fast nicht mehr wegzudenken. Das einfache Handling und die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten solcher Geräte hat mittlerweile viele der doch eher als konservativ anzusehenden Segler überzeugt. Und so trifft man in den Häfen immer mehr Skipper, die an iPads und Co. arbeiten, Mails schreiben, Törns planen, mit der Heimat per Skype kommunizieren, Fotos knipsen und die Wetteraussichten abfragen.

Da diese Geräte fast alle über einen GPS Empfänger verfügen, liegt es natürlich nahe, damit auch zu navigieren und zu plotten. Allerdings herrscht in diesem Punkt oftmals noch Unsicherheit. Da ich bereits seit 2 Jahren mit dem iPad im Cockpit hantiere, will ich mal die häufigsten Fragen beantworten.

1. Welche Plattform eignet sich am besten?

Im Prinzip ist es egal, ob man auf Android Geräten oder mit Apple arbeiten möchte. Die Funktionalität ist nahezu die gleiche. Und auf beiden Plattformen kann man alle gängigen Navi-Apps laufen lassen. Man sollte die Wahl des Betriebssystems davon abhängig machen, mit welchem Rechner man arbeitet. Apple Geräte verstehen sich am besten mit Apple Geräten. Und Android mag z.B. Windows lieber als MacOSX. Aber letztlich ist es Geschmackssache. Oder Religion.

2. Smartphone oder Tablet?

Auf kleinen Binnenseen reicht mit Sicherheit der kleine Bildschirm des Smartphones. Wenn man dort überhaupt einen Plotter braucht. Ansonsten ist ein Tablet wegen der Größe des Displays natürlich immer die bessere Wahl. Wer nun denkt, ein Smartphone lässt sich aber unterwegs besser mal in der Ölzeugbrusttasche verstauen und dann bei Bedarf rausholen, der sei eines Besseren belehrt.

iPad Navigation

Auch in der Schutzhülle kann das iPad per Touch bedient werden. © Digger Hamburg

Wenn man nasse Hände hat, ist es mit der einfachen Bedienung des Touchscrens schnell vorbei. Die Dinger funktionieren einfach schlecht, wenn Feuchtigkeit im Spiel ist. Daher ist es besser, wenn man das Gerät z.B. unter der Sprayhood trocken stehen hat und es auch dort von der Pinne aus ablesen kann. Das dürfte mit einem großen Tablet-PC besser gehen.

3. Wie verpacke ich das Teil?

Es gibt verschiedene Lösungen. Und alle haben ihre kleinen Fehler. Smartphones werden in der Regel wohl einfach in wasserdichte Hüllen gepackt – entweder zum Umhängen oder in der Jackentasche. Das ist simpel. Man kann sie dann nur nicht laden. Also ist mit der Navigation Schluss, sobald der Akku sich verabschiedet. Es gibt auch Schutzhüllen, in denen ein Zusatzakku verbaut ist, diese Hüllen sind meistens aber nicht wasserdicht. Und sie haben einen weiteres Manko – dazu später mehr.

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Digger Hamburg

Kleiner segeln - größer leben. Filmemacher und Autor Stephan Boden verbringt jeden Sommer auf dem Wasser. Früher auf seiner VA18 "Digger" jetzt auf der Bente24, die er selbst initiiert hat. "Auf See habe ich Zeit, das schärft den Blick für Details." Zu seinem Blog geht es hier
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32 Kommentare zu „iPad-Navigation Teil 1: Tipps zu Hardware und Systemen“

  1. avatar Özgül sagt:

    Voll die Neuigkeiten

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  2. avatar Luke sagt:

    “Apple ändert gerne mal den Stecker” ??? Der Dock-Connector wurde von 2003 (iPod 3. Gen) bis 2012 (iPhone 4S) verbaut… Jetzt möcht ich mal wissen, bei welchem anderen Hersteller 10 Jahre lang der selbe Connector verwendet wurde…

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    • avatar digger.hamburg sagt:

      Luke, ich arbeite seit etwa 15 Jahren mit Apple. Nicht erst seit dem Hype. Ich glaube, ich kann Apple ganz gut beurteilen, und das ohne religiöse Verehrung.

      Fakt ist: das iPhone gibt es seit 2007. Also gab es 5 Jahre lang den 30 Pin Dock Connector. Ab dem 5er baut Apple nicht wie fast alle anderen USB oder USB Mini, sondern Lightning Anschlüsse ein. Wo die – so dachte ich – geltende EU Richtlinie mit den USB Anschlüssen bleibt, frage ich mich schon länger. Der Lightning ist weder eine Zauberwaffe, noch ist er besonders stabil. Er biegt sich gern mal um.

      Das iPad gibt es seit 2010. Zunächst auch mit Dock Connector, nun auch mit Lightning.

      Alle Samsung/Android User um mich herum benutzen USB Mini. Die brauchen keine Extra Ladegeräte oder Anschlüsse, sondern nehmen einfach das, was auch an Kameras, Kindles, Festplatten und Co. hängt. Idt eigentlich kein Nachteil.

      Ich hatte um mein iPhone und iPad herum ein wenig Peripherie aufgebaut:

      Camera Connection Kit
      HDMI Adapter
      Docking Station
      Akku Ladeschale
      Docking Station für das Soundsystem zuhause
      Und so weiter.

      Funktioniert alles nicht mehr. Hat alles mal ordentlich Kohle gekostet. Vor der Berliner Messe musste ich sogar einen neuen HDMI Adapter kaufen, den alten kann man nicht auf 30pin adaptieren, weil Apple das ausdrücklich gesperrt hat. 50 Euro.

      Ich frage mich: warum? War 30pin so schlecht? Warum dann nicht gleich einen Standard wie USB nutzen? Handy Anschlüsse sind ja kein Hexenwerk.

      Übrigens hat Apple auch bei den Retina Rechnern neue Ladegeräte mit neuen magnetischen Steckern verbaut. Die alten gehen nicht mehr. Auch nicht mein 12V Adapter fürs Boot.

      Von dem Rest ganz zu schweigen. Firewire? Nicht mehr. Firewire 800? Auch nicht. Statt dessen Thunderbolt, dessen Sinn sich in USB Zeiten mir nicht wirklich erschliesst und dessen Peripherie-Angebot in den letzten 3 Jahren seit Einführung sehr schleppend anläuft.

      Nein, ich bin weder Hasser noch Fanboy noch Jünger. Aber kritisch. Sogar bei Apple.

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      • avatar stefan sagt:

        …was an dem 30pin schlecht war? Nichts, daher hat es ihn 10 Jahre gegeben. Allerdings war das ein analoger Anschluss, über den sich nicht mehr genug Funktionen übertragen lassen. Und das ist auch genau der Grund, warum auch USB keine alternative ist, Im Unterschied zu Android-Geräten gibt es für iPhone & Co. eine sehr große Vielzahl von Geräten die Vielfältig mit diesen Geräten kommunizieren.

        ….Firewire, USB3, Thunderbolt? Nun, sicherlich ist USB3 bei einer ganzen Reihe von Anwendungen heute eine Verbesserung zu Firewire (800). Firewire 3200 ist zwar schon lange als Standard beschlossen, findet aber keine Anwendungen. Beides würde ich allerdings nicht mit Thunderbolt vergleichen wollen, das es sich dabei um etwas hardwaretechnisch grundsätzlich anderes handelt (Stichwörter: Northbridge, Southbridge). Thunderbolt ist letztlich nichts anderes als PCI. Das bedeutet auch, dass es natürlich auch noch Firewire für die neusten Macs gibt. Allerdings ist der dazu nötige Chipsatz aus dem Computer in einen Adapter gewandert. Was den großen Charme hat, dass wenn man an seinem Mac auf Jahre nicht festgelegt ist, was man für ein Firewire hat. Ändert sich nach ein paar Jahren der Standard, so kann man seine Hardware mit einem neuen Adapter auf die dann neue Technik aktualisieren kann.

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        • avatar digger.hamburg sagt:

          Du hast in vielem recht.

          Aber es ist dennoch nicht so, dass ein Samsung Tablet oder Smartphone mit Mini USB weniger kommunizieren kann als ein iPhone mit Lightning. der Sinn von Lightning hat sich mir noch nicht erschlossen. Das ist eine typische Apple Extrawurst.

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        • avatar Lasse sagt:

          Du hast technisch sicherlich recht, thunderbolt ist USB technisch überlegen, wobei deine NB,SB argumentation dann hinfällig wird, wenn die Herrsteller beginnen beides zu integrieren. Nur gibt es kein Gerät, dass das nutzt. Alles was du beschreibst, geht eben auch über USB. Ich kann mir genauso Firewire, Ethernet oder Grafikcontroller für USB holen. Die laufen dann natürlich nur etwas langsamer als die maximale USB Geschwindikeit. Nur gibt es eben kein Gerät das mehr braucht. Und soltle es in Zukunft dann irgendwann doch gebraucht werden, gibt es nen neuen USB standard.
          Der wie das bisherige USB abwärtskompatibel ist.
          Ich brauche mir also nur neue Peripherie kaufen, wenn ich auch wirklich leistungsstärkere Peripherie brauche, und kann aber ansonsten auch 10 jahre alte geräte weiternutzen.
          Einzig einen Treiber brauche ich, hier ist Apple dem offenen Standard tatsächlich deutlich voraus, was aber wenig mit der Schnittstelle zu tun hat, sondern vielmehr am Betriebssystem liegt.

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  3. avatar Simon sagt:

    Wann kommt denn Teil 2?? Ich will weiterlesen 🙂

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    • avatar digger.hamburg sagt:

      Ich schreibe ihn derzeit, wenn ich Zeit habe. Kommt noch diese Woche.

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  4. avatar Kluchschieter sagt:

    Ach Gott, jetzt hört doch mal auf!

    Ja – der eine kennt sich genauso aus wie Digger, der andere findet dann sofort die einzige Steckverbindung die Apple über längere Zeit nicht verändert hat. Vielleicht mit Ausnahme des Kopfhöer Ausgangs. Trotzdem ist Digger bekennender Applefan. Man könnte das also selbstkritisch nenen.

    Es gibt aber reichlich Leute die sich nicht jeden Tag mit der Verkopplung von Smartphones, Tablets und Yachtnavigation beschäftigen.

    Ich habe erst seit letzer Woche ein Smartphone.
    Danke Digger, der Beitrag hätte besser nicht passen können!

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  5. avatar Olperer sagt:

    “Das stimmt aber nicht. Apple verbaut nur in den 3G und LTE Modellen mit Simkartenslot einen GPS Empfänger. Grund: A-GPS (Assisted GPS) Das macht auch Sinn: immer wenn man mit seinem Auto oder zu Fuß in einer Stadt navigiert, verliert ein GPS Empfänger gerne mal den Kontakt zu den Satelliten, weil das ein oder andere Haus im Weg steht. In diesem Falle greift das Navigationsprogramm auf Mobilfunknavigation zurück. Und „assistiert“ somit dem GPS.”

    Richtig ist, dass man einen GPS-Fix bei Abdeckung im Sueden schlechter bekommt. Aber dass Mobilfunk oder Wlan – Coordinaten in irgendeiner Weise einer laufenden GPS-Navigation helfen koennen, das stimmt einfach nicht. Dazu sind diese Welten ungenauer als selbst die schlechteste GPS-Coordination.

    Anders sieht es in Gebaeuden aus, dann kommt sogut wie kein GPS-Signal mehr durch.

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    • avatar digger.hamburg sagt:

      Olperer, manchmal schreibt man besser nichts. Vor allem, wenn es Unsinn ist.

      Sobald man 3 Funkzellen in Reichweite hat, kann die Position ziemlich genau festgestellt werden. A-GPS macht nichts anderes als das.

      Sogar anhand WLAN Netzen kann geortet werden. Mit dem ersten IPhone ging nur diese Art der Ortung. Das ist allerdings nur in Ballungszentren genau.

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      • avatar mika sagt:

        soweit ich mich erinnere gabs zuletzt im palstek ein für den laien sehr aufschlussreichen artikel über gps…

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      • avatar Olperer sagt:

        Das A-GPS ist nur noetig um einen Fix schneller zu bekommen. Genau dazu ist es gemacht wurden. Danach bringt Assistet keinen Mehrwert. Das Du eine andere Meinung hast liegt an Deiner iphone-Historie. Wie du schon richtig sagst, hatten die ersten nix anderes, als Mobilfunkzellen- und Wirelessortung. Spaeter haben sie aber doch einen GPS-Empfaenger eingebaut, warum wohl.

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        • avatar digger.hamburg sagt:

          Warum? Weil man dafür eine Mobilfunkverbindung braucht. Und man im Ausland fürs Navigieren bezahlen muss. Und weil sie beim ersten iPhone das fehlende GPS um die Ohren gehaut bekamen. Darum.

          Mach mal Dein GPS aus. Und stell Dich mal in die Stadt. Du wirst Dich wundern, wie genau das geht. Das ist übrigens das gleiche wie die “Find my iPhone” Funktion. Da ist nix mit GPS. Das ist auf 3 Meter genau – nur nach Funkzellen berechnet.

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          • avatar Olperer sagt:

            Na, eher nach gespeicherten Wireless-Netzen. Funkzellen sind dann doch zu ungenau. Aber das ist keine verlaessliche Funktion, da es ja von der Existenz solcher Koordinatien abhaengt, die dann per Datenverbindung uebermittelt werden.

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  6. avatar ZW_nr2 sagt:

    Navionics ist auf der Nordsee und Elbe meiner Erfahrung nach nur als grobe Orientierungshilfe nutzbar:

    Die lokalen Begebenheiten ändern sich stark, Fahrwasser ändern sich, Tonnen werden verlegt. Ich habe in der Navionics Mobilversion keine Möglichkeit zu erkennen

    1. Wo die Daten herkommen
    2. Wie aktuell sie sind.

    In der Elb- und Wesermündung sind tlws. Pricken und Tonnen eingezeichnet die dort seit ca. zwei Jahren nicht mehr existieren.

    Das mag für die Plottervariante der Navionicskarten anders sein. Keine Ahnung. Die Apple/Android Versionen werden explizit mit dem Hinweis “die Karten nicht zur Navigation zu verwenden” verkauft.

    Mein Fazit zu Navionics in der Mobilversion:
    Auf der Ostsee nutzbar bei öfterem Abgleich mit den Papierkarten.
    Auf Elbe & Nordsee nur nutzbar für Navigation in Relation zu unveränderlichen Marken (Hafeneinfahrten, Helgoland und ähnliches). Alles andere ist meiner Erfahrung nach grob fahrlässig.

    Mich würde sehr interessieren wie andere SR-Leser in der Praxis mit der Problematik der komplett intransparenten Karten-Updates von Navionics umgehen!

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    • avatar digger.hamburg sagt:

      Diesen Hinweis bekommst Du von jeder App. Jedenfalls die, die ich bisher probiert habe.

      Ich habe das mit der Elbe schon mal gehört. Kann ich nichts zu sagen, weil ich bisher nur Ostsee damit gefahren bin. Bist Du sicher, dass Du die neuesten Karten drauf hast? Wenn das Icon Deiner App keine Welle unten hat, ist das die alte Software. Die konnte man noch nicht updaten. Und ist nun mir glaube ich 3 Jahren sehr betagt.Und das ist sehr genau und aktuell. Navionics bietet nun ja auch Navionics Plus an, bei dem Du jedes Jahr aktuelle Karten bekommst. Meiner Info nach genau die, die Du auch auf den Einbauplottern hast.

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      • avatar ggt sagt:

        Ich habe die App inkl. “Welle”. Das ist die App mit dem gebietsweisen Download des Kartenmaterials. Bei der alten App lud man ja einmal alles.

        Ab und zu gibt es über GooglePlay ein Update. Dabei ist es für mich als User nicht ersichtlich welcher Kartenbereich betroffen ist bzw. was aktualisiert wurde. Die einzige Information zur installierten Version aus den “Informationen” der App: Version 2.9, Geocore Version 01.01.26.

        Was fange ich damit an? Kann ich irgendwo gegenlesen, was diese Version beeinhaltet?

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        • avatar digger.hamburg sagt:

          Bei Android ist die App etwas abgespeckter. So kann man auch keine Wegpunktnavigation machen. Habs selbst nicht auf meinem Android Handy, aber das wurde mir von Nutzern bestätigt. Ob das die Karten betrifft, weiss ich nicht. Ich versuche mal in Erfahrung zu bringen, ob sich Kartenversionen und Daten nachsehen lassen.

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          • avatar ggt sagt:

            Das mit den abgespeckten Navigationsmöglichkeiten finde ich verschmerzbar.

            Mehr über die Aktualität des dargestellten Materials zu wissen wäre dagegen ein massiver Mehrwert!

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    • avatar x-claim sagt:

      In Gebieten mit starken Strömungen ändern sich die Fahrwasser/Betonnungen/Pricken etc. sehr häufig. Zu Zeiten der Seekarte aus Papier gab es eigentlich nur “nicht aktuelle Karten”. Daran hat sich durch e-maps und dergleichen nicht viel bis garnix geändert – freut Euch! es bleibt ein kleines Abenteuer in diesen Gegenden zu segeln. 🙂

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      • avatar ggt sagt:

        Klar, aber bei Papierkarten weiß ich zumindest wie alt die Karten sind und ob sie berichtigt sind oder nicht.

        Bei Navionics weiß ich (bisher) nicht woher ich das Wissen nehmen soll.

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  7. avatar USO sagt:

    Ich stimme den meisten Aussagen zu, auch A-GPS ist richtig dargestellt, allerdings auf einem Schiff ist A-GPS weniger wichtig weil es keine Himmelsasbdeckungen gibt.
    Nach dem Test von diversen Gehäusevarianten denke ich das es einen klaren Sieger gibt, das Lifeprood Nüüd Gehäuse, weil es ohne eine Folie vor dem Display auskommt. Ich finde die Bedienung eines Tablets durch eine Folie vor dem Display wie bei fast allen anderen Lösungen nicht gut wegen Bedienungsproblemen. Aus meiner Sicht ist die zweitbeste Wahl nach dem Nüüd ist eine Tasche mit Vacumpumpe, was zumindest besser ist als mit loser Folie.

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  8. avatar Konservativer Segler sagt:

    Ehm, was spricht eigentlich gegen eine einfache Seekarte und einen Plotter? Ich navigiere damit seit Jahren sicher und absolut bequem. Die, die IPhone und IPad nutzen, klotzen die ganze Zeit auf den Schirm und wenn man dann mal gerade was wissen möchte, dann schaut sich irgendeiner Bilder damit an….für mich kommt das garantiert nie auf’s Boot.
    Nebeneffekt: Der Ärger mit Steckerverbindungen etc. bleibt mir erspart. Wenn es auf Regatta geht schließe ich ein Toguhbook an. Dank NMEA nichts leichter als das!

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    • avatar digger.hamburg sagt:

      Ich hatte vorher einen Plotter. Garmin Handheld (GPS Map). Da kostet allein ein Kartensatz Ostsee rund 300 Euro. Plus Gerät. Bei verschiedenen Zoomstufen flog hier und da mal eine Kardinaltonne aus dem Sichtfeld. Auf dem Foto aus dem letzten Jahr siehst Du noch beide Geräte. Das Garmin habe ich nicht mehr.

      Mein iPad plottet beim Segeln. Da schaut sich niemand Bilder an. Kann man ja später machen. Ich starre da aiuch nicht mehr drauf, als wenn ich einen fest eingebauten 9 Zoll Plotter hätte.

      Steckverbindungen sind kein Problem, wenn man ein paar Dinge beachtet. Ist ja nur ein Stromanschluss. Den braucht ein Handheld Plotter auch. Und ein eingebauter erst recht. Plus festen Einbau.

      Ich habe auch gar nichts gegen Plotter oder Toughbooks. Ich wollte hier nur einen Weg erklären, wie man es auch machen kann. Z.B. wenn man eh ein iPad besitzt.

      Merke: wenn man etwas gut findet, findet man anderes nicht automatisch schlecht.

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  9. avatar Reinhard aus MeckPom sagt:

    Vielen Dank Digger für Deinen Bericht. Bin an dem Thema gerade dran. Gab mir einige Anregungen zum Kauf der Hardware. Freu mich auf Teil 2.

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  10. avatar eku sagt:

    Einige Anmerkungen/Tipps meinerseits:
    Updates1: Ich kenne eigentlich niemanden, der sich die Mühe macht im Sportbootbereich regelmäßige Updates der Papierkarten zu machen. Bei Sportbootsätzen kann man das auch nicht machen lassen. Selbst wenn diese gemacht sind, ist es keineswegs sicher, dass alle Veränderungen der Tonnung korrekt sind.
    Wenn man es ganz genau nimmt, muss man eigentlich regelmäßig die Veröffentlichungen des BSH einarbeiten und sich unterwegs die zusätzlichen aktuelleren Informationen über Navtex verschaffen. Und auch dann: Die Tiefenangaben in der Nordsee beziehen sich jeweils auf die letzten Vermessungen, welche in Teilbereichen aber auch gut mal 20 Jahre alt sein können.
    Also es gilt : “Die Wahrheit ist irgendwo da draußen”.
    Updates2: Ich verwende seit 2 Jahren den Transas Isailor als App auf dem IPhone. Mal davon ausgehend, dass das Telefon aus anderen Gründen eh da ist, erhält man eine komplette und extrem preiswerte (Hilfs)Navigation. Hilfs- deshalb, weil die Elektronische Navigation iA nie die traditionelle ersetzen darf- deshalb auch bei allen der Hinweis beim Starten der App. Transas vekauft die App für 4,95 und die unterschiedlichen Kartensätze für 19.95 (Navionics soll da wohl zunächst mal preiswerter sein) dafür gibt es dann allerdings alle 3 Monate ein automatisches Update. 5 Kartensätze reichen von A-Dam über Oslo bis Bornholm. Ich habe noch nie so aktuelle Karten gehabt.
    Die mE recht geringen Preise für die Kartensätze (im Gegensatz zu “Festen” Systemen) ergaben sich vermutlich einfach über den durch die Apps riesieg erweiterten Kundenkreis. Autoteile sind auch billiger als Teile die nur für Boote gebaut werden.
    Vergleich: Das Boot auf dem ich regelmäßig fahre hat einen Bordrechner mit einer etwas älteren Transas Software: Das Kartenmaterial wird aber recht selten upgedatet.
    Die Funktionen sind wesentlich komfortabler zu erreichen. Auch gibt es Funktionen, wie Replay/Ais/Tide/Logbook/… die in der App nicht vorhanden sind. Dennoch: Im Herbst habe ich bei leicht diesigem Wetter in der Tegeler Rinne den Bordrechner nur noch für die Übersicht und fürs Protokoll verwendet, Das Iphon (der Hersteller ist mir dabei echt wurscht) war im Detail dank der Autoupdates eine echte Navigationshilfe.
    Das einzige was man noch zusätzlich braucht ist ein wasserdichtes Gehäuse und eine externe Stromversorgung.
    Wenn man dann noch eine (zumeist freie) Software zum Laden und Darstellen von Grip-Daten hat und sich ein kleines Progrämmchen für die Offlineberechnung von Tiden besorgt ist die Hilfs bzw Notnaviecke eigentlich komplett!
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass in 5 Jahren noch spezialisierte Geräte auf den Markt kommen, die nur navigieren können.
    Davon dass sich die Realität an die Seekarte anpasst darf man aber in Tidengewässern nie ausgehen

    Ein Letztes noch zu diesem “Roman”: Bitte nicht als Werbung für Transas verstehen – nur als Plädoyer für eine vernünftige Elektronische Navigationshilfe – gerne auch von anderen Herstellern.

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  11. avatar Honey sagt:

    Mmmh. Irgendwie enttäuschender Artikel. Mal sehen wie die “Informationen” zu den Apps werden..
    Das fängt bei den Aussagen zu Cases an, wo der Markt doch schon lange einiges mehr bietet, über dürftige Aussagen zu A-GPS (Assisted steht für vieles, das reicht von Korrektursendern, über WLAN oder GSM Ortung bis hin zu der üblichsten und häufigsten Art des A-GPS: dem Download von Satellitenalmanachen über Internet/WLAN/GSM Netz. Hier stammt auch das Gerücht her, dass ein Ipad ein GSM Netz zur GPS Ortung braucht. Ohne wird der Almanach sehr langsam von den GPS Satelliten bezogen und die Ortung dauert (beim ersten mal).
    Bei der Hardware könnte man einen Blick auf für den Zweck von vornherein geeignete Tablets wie Panasonic Toughpads werfen (obwohl der Artikel weniger ein Produkttest, sondern eher ein Erfahrungsbericht werden soll).
    Die schon aufgebrachte Frage nach dem Berichtigungsstand der Karten dürfte elementar sein, wenn die Apps aus der Spielecke heraus wollen. Wäre toll, darüber etwas zu erfahren.
    Geballte Information zu Wassernavisoft erhält man unter anderem hier: http://i-marineapps.blogspot.de/. Zur Hardware informiert dieser Händler http://digitalyacht.net/2013/01/22/getting-nmea-data-to-an-ipad-or-iphone/ ordentlich.
    Bin gespannt auf die Fortsetzung!

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    • avatar digger.hamburg sagt:

      Tut mir leid, wenn Dich das enttäuscht. Du scheinst aber ein echter Experte zu sein, von daher werde ich es Dir auch in Teil 2 nicht recht machen können. Du weisst das ja eh schon alles.

      Ich kann aber sicherlich keine komplette Marktübersicht geben, nur ein paar Erfahrungen weitergeben. Subjektiv.

      Zu den Cases: ich weiss – es gibt eine Menge. Allein darüber kann man schon Seiten füllen. Aber das ändert sich ja auch ständig. Die von mir angesprochenen Probleme betreffen aber alle. Wenn Du Dir jetzt das neue iPad Air kaufst, kannst Du eventuell vorhandene Cases nicht mehr nutzen, neue gibt es noch nicht. Und wasserdichte, die einen Ladestecker zulassen, kenne ich auch nicht.

      Und zu den Toughpads: ich habe keines. Kann also auch nichts drüber schreiben. Mit über 2500 Euro sind die Dinger auch nicht gerade günstig.

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      • avatar Honey sagt:

        Sollte nicht moserig klingen 😉 Tuts aber, stimmt schon. Sorry.

        Bei den Preisen für Outdoor Tabletts hast Du dich etwas vertan. Die beginnen bei ~160€ (7″, IP57). Sonys “Spitzenmodell” ist glaube ich mit rund 600€ gelistet. Teurer geht aber auch noch.

        Kenne mich mit ipads nicht aus, aber googlefriend scheint “waterproof cases” mit Stromanschluß zu kennen, bspw. lifeproof…

        Wenns um subjektive Erfahrungen geht würde mich interessieren, wanns mit dem Pad warum Spaß gemacht hat und wann ein mulmiges Gefühl im Bauch entstand. DAs wäre doch die Ebene “Erfahrung”. Wie siehts aus bei etwas Welle die Route umzuplanen (VS Plotter oder Papier), wie ist mit Törnplanung usw. Immerhin kann man viel zusätzliches installieren/aufrufen (Hafeninfos, Revierbeschreibungen usw.) ABer bringts das, alles auf einem Fensterchen zu haben?

        Bei meiner Nutzung von Smartphones/Tabletts zur Outdoornavigation seit mittlerweile 10 Jahren ist es bspw. nach wie vor paradox: Einerseits hat man viel Detailinformationen im Gerät, andereseits muss ich mir viel mehr merken, um den Überblick zu behalten, Alternativrouten abzuschätzen usw. als mit einer Papierkarte. Im Grunde ist es mehr abstraktes Navigieren im Kopf als vorher.
        güße,

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        • avatar digger.hamburg sagt:

          Also, die billgen kenne ich nicht. Mir sind lediglich die Toughpads bekannt. Und die kosten soviel (Panasonic)

          Bis Du sicher, dass bei 170 Euro Outdoor Tablet ein GPS installiert ist? Haste mal nen beispielhaften Link?

          Ja, die Erfahrungen kommen in Teil 2.

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  12. avatar Itsme 85 sagt:

    Ich benutze auch seit geraumer Zeit das iPad mit der Navionics Software.

    a) ich habe die LifeProof nüüd Hülle. Die Möglichkeit den iPad mit Hülle zu laden ist vorhanden. Zusätzlich Vorteil: durch die gummierte Rückseite wird das iPad nicht permanent zum Geschoss. Für mich die ideale Ergänzung. Hatte vorher ein Teil mit Folie über dem Display, das war kein Spass.

    b) die Steckerdiskussion kann ich nicht nachvollziehen. Bei mir kommt ein USB-12V Ladegerät in die entsprechende Dose, dazu gibt es dann verschiedene USB Kabel (für Foto/Video habe ich wahrscheinlich schon drei verschiedene Stecker) plus ein Apple Alt-Stecker für mein iPad und ein Apple Neu-Stecker Kabel für das iPhone. Vier oder fünf, wo ist da das Problem? Auch bei USB kann man sicher wohl nicht auf eine Bauform einigen. Bei mir hält der Akku sicher 8h, dauert es mal länger kommt das iPad halt mit Hülle an das Ladegeät.

    c) Zur Software: ich benutze als Charterer die Navionics Software auch als Ergänzung zum vorhandenen Plotter. So muss ich nicht jedes mal unter Deck. Trackdaten habe ich danach auf MEINEM Gerät, finde ich auch besser als auf dem fremden Plotter. Ärgerlich finde ich den Kartenupdateprozess. Keine Ahnung wie das einfach geht, vielleicht jetzt mit der neuen Plus Version. Ich lösche immer die ganze App, installiere sie dann neu und lade zuhause vor der Reise die entsprechenden Karten runter. Keine Ahnung wie alt die dann sind, ich vermute dann aber die aktuellsten verfügbaren Daten zu haben.

    d) Verbesserungswunsch iPad. Display entspiegeln. Je nach Sonnenstand ist es oft eher ein Spiegel.

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