Knarrblog Virtual Volvo: Französin düpiert 174.000 virtuelle Skipper

Im Kielwasser von Loréleï


#VVOR “Sirene du Zephyr” Champion in Sanya… von virtualregatta

Das SCA Frauenteam hatte beim Volvo Ocean Race noch kein glückliches Händchen. Dafür gewann die Französon Loréleï Rosen die dritte Volvo Ocean Race Etappe gegen 174.000 Skipper. Auch ein Deutscher war ganz vorne.

Die Siegerin der 3. Virtual Volvo Etappe Loréleï Rosen aus Frankreich darf nach Auckland fliegen

Die Siegerin der 3. Virtual Volvo Etappe Loréleï Rosen aus Frankreich darf nach Auckland fliegen

“Was ist denn jetzt?” ruft die Liebste. “Ja doch, eben noch das Schiff einstellen…” Es ist acht Uhr Morgens. Da dreht immer der Wind. So langsam muss sie das doch wissen. Aber es ist Wochendende und wir wollen nach Düsseldorf zur boot. 400 Kilometer im Auto. Ich höre das genervte Fingertrommeln auf dem Tisch. Wie soll man sich da konzentrieren?

Die Straße von Malakka liegt vor dem virtuellen Bug von “Nessie”. Sie hat sich bisher gar nicht so schlecht geschlagen. Lag so ein paar mal unter 1000 und muss jetzt schnell durch dieses Nadelöhr. Verdammt, wie soll das gehen unter Zeitdruck? Nördlich halten oder südlich? Mist.

Es kommt, wie es kommen muss. Samstag Abend am Messestand bei Bente den Wind-Wechsel verpasst. Autopilot falsch eingestellt, später dann noch aufgelaufen und 4000 Boote verloren. Und irgendwie wird es in der Woche auch nicht besser auf der boot. Niemand nimmt Rücksicht, dass man ein hartes Hochseerennen zu segeln hat. Immerhin reicht es nach 23 Tagen und 10 Stunden gerade noch so, um vor Dongfeng ins Ziel zu kommen.

Dabei segelte die Berliner Trainer Legende Lutz Patrunky mit seiner “layline” lange in Reichweite. Bis ihm dann am Eingang zur Malakka Straße ein genialer Sahne-Schlag gelang nördlich an den Nikobaren Inseln vorbei anstatt den direkten Weg nach Sumatra zu wählen. Er kam schließlich in Sanya sogar auf Platz neun an!

So machte es auch der Sieger. Loréleï Rosen aus Frankreich! Meine Güte, da denkt man gegen allerlei verschrobener Nerds zu segeln, die den ganzen Tag vor dem Bildschirm hängen und dann so etwas. Frau Rosen heißt nicht nur Loréleï, sie sieht auch noch so aus.

Der gemeine virtuelle Segler mag noch auf den ersten Blick denken, dass es sich um einen PR Gag handelt. So wie bei der Kontaktanzeigen-Werbung, wo immer die tollsten Frauen über den Bildschirm hüpfen. Aber Loréleï, deren Schiff auch noch “Sirene du Zephy” heißt, bekommt für ihren Etappensieg auch noch einen ganz realen Trip zum Start nach Auckland geschenkt. Da würde sich eine Fake Identität wohl schnell auffliegen.

Am Sonntag geht es jedenfalls weiter. Diesmal muss “Nessie” die Top 1000 endlich mal knacken. Und das Rennen macht umso mehr Spaß, wenn man sich vorstellt, dass auf den anderen Booten alles solche Sirenen sitzen.

Der Einstieg in das Rennen ist übrigens immer noch möglich. Volvo Ocean Race Game kann man kostenfrei spielen. Aber einige bezahlte Autopilot-Zusatzfunktionen machen das Leben leichter.

Die rosa Wolke der 174.000 virtuellen Volvo Skipper auf dem Weg nach Sanya:

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Carsten Kemmling

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