Knarrblog Volvo Ocean Race: Mit der Meute in die Flaute

Das tut gerade richtig weh. Beim virtuellen Volvo Ocean Race hänge ich viel zu nahe am St. Helena Hoch und verliere gerade Meile um Meile, Platz um Platz. Es war auch zu verlockend, die Abkürzung zu nehmen.

Der direktere Weg brachte bei jedem Reload der Seite die frohe Botschaft, über hunderte eingesackte Gegner. Von irgendwann so um die 5000 bis auf zuletzt 950. Am Anfang lief es etwas blöd, als im Mittelmeer die geplante Halse in der Nacht nicht funktionierte.

Habe wohl die Eingabe des Timers nicht richtig gespeichert. Jedenfalls bin ich mit “Nessie-1” fast auf die afrikanische Küste gebrummt. Danach lief es besser. In Luv an den Kap Verden vorbei, wo auch Brunel und Abu Dhabi gepunktet haben und dann stetig weiter nach vorne.

Packendes Spiel

Es hat einen schon wieder gepackt das Spiel. Um acht Uhr abends und morgens ändert sich jeweils der Wind für 12 Stunden und der Kurs kann entsprechend vorgeplant werden mit Wegpunkten, falls die Zeit ein direktes Eingreifen nicht zulässt.

Ne Menge Kumpels aus deutschen Landen sind inzwischen auch dabei. Der beste ist die Berliner Trainer Legende Lutz Patrunky, der seit Wochen elegant unter den Top 100 navigiert. Er scheint schon wieder raus aus der Flaute. Jetzt ist es wirklich spannend zu sehen, ob sich der kürzere Weg oder der schnellere auszahlt.

Schnellere Außenkurve?

So geht es ja auch den echten Helden da draußen, die Bord an Bord segeln. Dongfeng Skipper Charles Caudrelier hat die Optionen treffend beschrieben. “Es ist wie wenn man mit dem Auto durch Paris will. Entweder man fährt auf der Autobahn außen rum oder quetscht sich langsamer auf direktem Weg durch den Verkehr.”

Brunel hat die kürzere, langsamere Innenroute gewählt, Vestas macht auf dem schnelleren Weg in der Außenkurve gerade viel Boden gut. Längst ist nicht klar, welcher Kurs am Ende zum Etappensieg führt.

Man kann an dem Rennen immer noch teilnehmen und auch nur einzelne Etappen segeln. Am Ende gibt es eine Gesamtwertung mit zwei Streichern. Es können Uhren, Reisen und T-Shirts gewonnen werden. Login

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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2 Kommentare zu „Knarrblog Volvo Ocean Race: Mit der Meute in die Flaute“

  1. avatar C.H. sagt:

    Etwas weiter außen rum ist auch nicht wirklich schneller merke ich gerade…
    Aber Du hast es doch schon wieder auf 990 geschafft!

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  2. avatar alikatze sagt:

    … ja, weiter westlich kann man auch verhungern. Dieses Hoch ist aber diesmal auch echt n büschen zappelig 🙂
    Ich glaube und hoffe auch, dass sich das Feld noch etwas durcheinander würfelt die nächsten Tage.
    Dich habe ich jetzt zumindest auch im vituellen Fernglas (na ja eher noch hinter der Kimm) und hangel mich weiter nach Süden. Spaß machts auf jeden Fall und man bekommt auch etwa eine Ahnung von dem, was die Navigatoren auf den echten Schiffen da draußen leisten und erleiden müssen.

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