Jugend-Förderung: KV vergibt Cadet-Jollen für eine Saison

Cadet Casting

Ein schönes Angebot zur Förderung der Jugendarbeit macht die German Cadet Class Association. Sie stellt Vereinen kostenfrei regattataugliche und vollausgerüstete Boote zur Verfügung. Wie sich Vereine bewerben können.

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Die kleinste Zweimannjolle mit Spi in action © GerCCA

Der Cadet ist neben dem Optimisten die einzige von der ISAF anerkannte reine Jugendbootsklasse. (SR-Porträt) In Deutschland ist die 3,22 Meter lange, eckige Jolle, die mit 2-Mann-Besatzung gesegelt wird, besonders stark in den neuen Bundesländern vertreten. Sie gehört offiziell zu den Jugendmeisterschaftsklassen des DSV.

Die German Cadet Class Association hat nun zur Unterstützung der Jugendarbeit in den Vereinen neuwertige Cadets zu vergeben. Gleich mehrere dieser Boote werden interessierten Vereinen durch die nationale Klassenvereinigung für eine Segelsaison kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese Cadets sind voll konkurrenzfähig und komplett segelfertig ausgerüstet (inklusive Segel, Sliptrailer, Persenning).

Interessierte Vereine schicken bis zum 20. Februar 2014 eine formlose Bewerbung an die German Cadet Class Association. Diese sollte eine kurze Beschreibung des Vereins enthalten, sowie eine Begründung, warum gerade euer Verein einen Cadet kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen sollte. Nicht die Länge der Bewerbung oder professionelle Aufmachung, sondern eine kreative und inhaltlich überzeugende Darstellung sind dabei wichtig!

Kompletter Ausschreibungstext für die Bewerbung.

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Großer Steuermann und kleiner Vorschoter in einem Boot © GerCCA

Das kleine Zweihandboot mit Spinnaker eignet sich für breitensportorientierte und leistungsorientierte Segler und fördert vor allem Teamgeist. Die Mannschaft setzt sich oft aus einem Steuermann im Alter bis 17 Jahren und einem Vorschoter im Alter ab ca. 7 Jahren zusammen. Der Steuermann ist dabei nicht nur für die Führung und den Trimm zuständig, er kümmert  sich auch um die Ausbildung des Mitseglers.
 

 

Der CADET ist …

… ein 2-Mann-Boot
… neben dem Optimist die einzige weitere, von der ISAF anerkannte, reine Jugendbootsklasse laut Klassenvorschriften!
… unter voller Beseglung mit einer Segelfläche von 9,41m² (davon 3,9m² Großsegel, 1,26m² Vorsegel, 4,25m² Spinnaker) am Wind
… im Neuzustand 54kg schwer, 3,22m lang und 1,27m breit
… mit einen Tiefgang von 15,5cm unterwegs
… für Segler, die nicht älter als 17 Jahre sind

Video von der Cadet-WM 2013:  

Spenden
http://nouveda.com

7 Kommentare zu „Jugend-Förderung: KV vergibt Cadet-Jollen für eine Saison“

  1. avatar <°((( ~~< sagt:

    Wie finanziert sich das? Hat das mal jemand investigativ recherchiert?

    Ist ja auch eine Idee für jede andere Klasse: Einfach den interessierten Seglern ein paar neue und komplette Regattaboote zur Verfügung stellen.

    (muss ich hier einen Smiley oder versteht Ihr die Ironie auch ohne?)

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 4 Daumen runter 8

    • avatar Alexander sagt:

      Die Frage finde ich eigentlich auch interessant. Ich weiß nicht warum man für diese Frage ein Dislike vergibt.
      Wie finanzieren die das? Haben die einen Sponsor?

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  2. avatar Pirat Segler sagt:

    Dieses Konzept wurde bereits vor einigen Jahren in anderen Klassen eingeführt, z.B.

    http://www.piraten-kv.de/images/downloads/ausschreibungen/Bewerbung_JUGENDBOOT_2014.pdf

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    • avatar <°((( ~~< sagt:

      Jaa-haa, das Konzept ist nicht ganz unbekannt!

      Die Frage sollte korrekt ausformuliert lauten: Wer bezahlt die gleich mehreren Boote? Sponsoren? Die KV? Oder sollen die Segler die nach dem einem Jahr kaufen? Solche Konzepte gibts ja auch.

      Für andere Klassen ist sicher interessant, wie man sowas macht.

      Damit keiner jammert: Leihbootprogramme
      Korsare

      Contender

      505er (sorry, neues Boot 2014 ließ sich nicht verlinken)

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      • avatar Backe sagt:

        Die Frage, wie sich das organisieren und finanzieren lässt, kann ich für das CONTENDER-Leih- und Testbootprogramm beantworten:

        Die Contender-KV hat sich jahrelang darüber geärgert, dass ältere aber noch gut regattafähige Boote vom Markt (und damit aus der Regattaszene) verschwanden, weil sie von Nicht-Regattaseglern gekauft wurden und oftmals final auf irgendwelchen Campingplätzen oder in feuchten Scheunen vergammelten.

        Um einige dieser Boote dennoch für Neueinsteiger und Interessenten zur Verfügung zu haben, hat unser langjähriger 1. Vorsitzender Andreas Voigt angefangen, solche Boote für kleines Geld aus der Kasse der KV (und mit Segen der Jahreshauptversammlung) anzukaufen, ggf. durch von Mitgliedern gespendetes Zubehör wie Segel, Masten, Schwerter und Ruder zu komplettieren, und auf unsere jeweiligen Regionen (Nord, Mitte, Ost, Südost und Bayern) zu verteilen. Dort kümmern sich i.d.R. die Regionalobleute um die Boote, da sie sowieso auch die Interessenten für Einsteiger sind, oder Einsteigertrainings und Probesegeln organisieren.

        Im Laufe der Zeit sind da eine Menge Boote zusammengekommen, die auch längerfristig (1/2 Jahr) verliehen werden, und so i.d.R. auch weiter die Regattafelder stärken.

        Der einzige Nachteil dieses Modells ist, dass es hin und wieder ziemlich alte Möhren sind, die da segeln. Daher gehört es bei den Contendern auch dazu, dass Newcomer oder Segler solcher Demo-Boote nach einer Wettfahrt zu hören bekommen: “Lass uns mal Boote tauschen. Du musst jetzt unbedingt mal ein richtig geiles Schiff fahren!”

        Fazit: Die Finanzierung ist in einer Klassenvereinigung mit 200 Mitgliedern (und ausreichend guter Zahlungsmoral für die 5o € Beitrag ;.) eigentlich weniger das Problem. Viel wichtiger ist, Leute zu haben, die das organisieren … Das ist in meiner Bootsklasse zum Glück der Fall. Danke Jungs!

        Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

  3. avatar ThBunte sagt:

    Die Teeny KV hat drei Leihboote die Vereinen zur Verfügung gestellt werden können.
    Hier ist der Ansatz also nicht eine einzelne Mannschaft zu “beglücken”, sondern Vereinen die drei Teenys (inkl. 3fach-Trailer) zum Testen zu übergeben.

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  4. avatar Boggasch sagt:

    Moin,
    Finanzierung der Fördermaßnahme über Beiträge KV, Sponsoring, eben so wie Jugendsegelsport heute funktioniert.
    Mein Verein hatte 2012 die zwei KV Boote nach unserer Bewerbung erhalten.
    Die Boote waren 2012 neu, inzwischen etwas gealtert aber top.
    Durch diese Förderung war unserem Verein der Wiedereinstieg in diese Bootsklasse möglich.
    Hatten seit der Wende keine Cadets mehr und segeln inzwischen wieder mit 3 Booten auf dem märkischen Meer.
    Wir konnten die Boote nach dem Förderjahr leider nicht kaufen, haben aber auf dem Bootsmarkt geeignete Boote gefunden.
    Übrigens, als alter Regattasegler, finde ich das Leistungsniveau in der Cadetklasse durchaus beachtlich, obwohl ja immer behauptet wird das der Cadet “nur” Breitensport ist, übrigens ist die Cadetflotte noch nicht so überzüchtet da auch ältere Boote noch Leistungsfähig sind (einige baulichen Anpassungen sind natürlich auch nötig).
    Gruß

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

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