“Pink Gin VI”: Rolf Vrolijk berichtet über die deutsche 54 Meter Baltic-Edelyacht

Segeln mit Balkon

Baltic Yachts baut demnächst für einen niedersächsischen Fabrikanten wieder eine „Pink Gin“ nach Plänen von Judel/Vrolijk. Diesmal eine 55 Meter lange Slup mit Balkon und senkrechtem Vorsteven.

"Pink Gin VI"

Mit dem eleganten Heck im Stil klassischer Yachten des 19. Jahrhunderts, den Luken und weiteren modernen Lösungen zeitgemäßen Luxusyachtbaues wird Pink Gin VI ästhetisch zwischen gestern und morgen unterwegs sein © Judel/Vrolijk & Co.

Wenn man aus dem Gröbsten raus ist und mit dem Komfort eines gediegenen Eigenheims segeln geht, erinnert man sich gern an vergangene Zeiten. An jenen Lebensabschnitt, als die sogenannten kleinen Dinge noch zählten. Als der Schritt durch die geöffnete Tür nach draußen hinaus nach Balkonien eine Art Glück war, das (vorerst) völlig langte. Man konnte da im Schlafanzug oder Bademantel ungestört wach werden und in die Sonne blinzeln.

Deshalb bietet die Luxusgüterindustrie des Yachtbaues dem sogenannten „Best Ager“ , der nicht vergessen hat, wie das Leben früher mit wenigen kostbaren Quadratmetern vor der Tür war, Boote mit Balkon. Bei Motoryachten wird seit einer Weile schon ein Teil der Bordwand wie eine Zugbrücke heraus geklappt. Eine temporäre Reling und eine Leiter bieten den Zugang zur schönsten Badeanstalt der Welt, dem Meer.

"Pink Gin VI"

Mit dem senkrechten Vorsteven, dem neutal gehaltenen Aufbau und dem achtern Überhang mit klassischem Yachtheck wollte Rolf Vrolijk die Anmutung einer zeitlosen Slup schaffen © Judel/Vrolijk & Co

Man kann da draußen ungestört von der Besatzung oder mitreisenden (Geschäfts)freunden, wach werden, baden, am Kaffee nippen. Es ist beinahe wie früher, nur viel schöner, weil an Bord und am Wasser.

Bei großen Pötten im Kreuzfahrtschiff-Format sind mittschiffs oder achtern carportgroße Öffnungen zum Aussetzen und Einräumen der Wassermotorräder und Beiboote eingelassen. Die seitlich neben der Bordwand schwebenden Rampen haben sich auch als diskrete Dienstboteneingänge und zum Bunkern bewährt.

Druckdicht verriegelt

"Pink Gin VI"

Der Blick aus dem Rigg des Renderings zeigt außer den beiden geöffneten Klappen die drei Cockpits zum Essen, Sonnenbaden und ganz achtern zum Segeln der 55 m Slup © Judel/Vrolijk & Co

Da diese Boote alle noch nicht untergegangen sind, entfällt das übliche Schiffermützen- und Bedenkenträgerargument, solche Luken wären gefährlich. Schotten, Luken von U-Booten und Türen von Flugzeugen können schon seit einer Weile sehr zuverlässig druckdicht verriegelt werden.

Natürlich ist der Aufwand bei einer flächigen Luke größer. Das Gefache der die Bordwand von innen aussteifenden Spanten und Stringer muss etwas anders gebaut werden. „Man kriegt sowas klassifiziert, wenn ein gewisser Abstand der Lukenunterkante zur Wasserlinie auch im beladenen Zustand eingehalten wird“ berichtet der Konstrukteur Rolf Vrolijk gegenüber SR. „Brutto wird das Boot 10 Zentimeter tiefer schwimmen. Die diagonalen Kräfte des 2 x 1,80 m großen Luks lassen sich problemlos mit entsprechenden Stempeln abfangen.“

“Pink Gin” mit Balkon

So einen Balkon bekommt der niedersächisische Fabrikant bei seiner nächsten „Pink Gin“ auch. Er ist seit einigen Jahren mit großen Judel/Vrolijk Booten, von den finnischen Komposit-Gurus der Baltic Werft gebaut, im Thema. 1999 vemittelte die knapp 30 Meter lange „Pink Gin“ mit ihrem Mahagoni-verkleideten Aufbau ziemlich gekonnt die Illusion, sich an Bord einer Yacht mit klassisch getischlertem Deckshaus zu befinden.

"Pink Gin VI"

Das hat bei einer Segelyacht bislang noch keiner gemacht: Der Balkon klappt wie eine Zugbrücke aus der Flanke des Vorschiffs. Sie soll 2 m breit und 1,80 m hoch werden © Judel Vrolijk & Co.

Sie wurde dann 2006 durch einen 46 Meter Schlitten gleichen Namens ersetzt. Und nun ist es erneut Zeit für ein neues, etwas größeres Boot mit gestreckten Linien, senkrechtem Vorsteven und Privatbalkon im Eignerbereich vorn. Das hat meines Wissens bisher bei einem Segelboot im Vorschiff noch niemand gemacht. Eine weitere Luke zum Einsteigen und Reinreichen des Proviants ist weiter achtern auf der backbord Seite vorgesehen.

Noch ist das Projekt ein in mehreren Gesprächsrunden zu finalisierender Entwurf. Er wurde soeben in Hamburg mit einer weiteren Konkretisierung vorangetrieben. „Pink Gin VI“ soll ein zeitloses Boot mit zweckmäßigen und traditionellen Elemente wie dem senkrechten Vorsteven und dem achteren Überhang werden, bewusst kein Retrosegler, wie sie gerade Mode sind“ berichtet Vrolijk.

Baubeginn Ende 2013

"Pink Gin VI"

Der Balkon mittschiffs an Backbord eignet sich zur Versorgung der 55 m Slup, wenn sie auf Reede liegt © Judel/Vrolijk & Co.

Ende des Jahres wird mit dem Bau begonnen. 2017 soll die neue „Pink Gin“ in Finnland aus der Halle geschoben werden. Eine Slup mit glattem Deck, konventionellem Deckshaus, Gästecockpit und zusätzlicher Faulenzerplicht zum Sonnenbaden oder an Deck schlafen in südlichen Revieren.

Weiter achtern für ehrgeizige Jungs eine separate Seglerplicht. Ein Hingucker wird das gestreckt wie bei Klassikern aus dem Wasser gehobene Heck mit traditionell positiv geneigtem Spiegel. Und natürlich die beiden zugbrückenartig aus der Bordwand geklappten Balkone.

 

Technische Daten “Pink Gin VI”

Konstruktion Judel/Vrolijk & Co
Interieur Design: Unlimited
Werft: Baltic Yachts
Bauweise: Komposit aus Schaum und Epoxydharz-imprägnierter Kohlefaser
Länge: 53,70 m
Wasserlinie: 44,80 m
Breite: 9,55 m
Tiefgang 4,10 bis 6,30 oder 6,50 m
Verdrängung: vermutlich 240 bis 250 t
Ballast: 78 t
Brückendurchfahrtshöhe: circa 67 m

Die Werft Baltic Yachts

40 Jahre Baltic Yachts

Baltic Yachts,Nautor,Yachtbau in Finnland

In dieser Nissenhütte schlugen fünf ehemalige Nautor-Mitarbeiter vor 40 Jahren ein neues Kapitel im Yachtbau auf © Baltic Yachts

1973 machen sich fünf Mitarbeiter der finnischen Nautor Werft selbstständig. Sie halten damals bereits die Verarbeitung von Glasfaserschnipseln und Rowings (grob gewebter Glasfasertextilien) unter generöser Zugabe üblicher, minderwertiger Harze für überholt. Vergeblich haben sie sich bei ihrem vorigen Arbeitgeber anläßlich der Swan 65 für eine leichtere und fortschrittlichere Bauweise eingesetzt. Die Nautor-Renegaten meinen, Boote müssten mit besserem Leistungsgewicht, intelligenter, in Sandwichbauweise und mit Laminaten aus reduzierten Harzanteilen bei gleicher oder größerer Festigkeit, wesentlich leichter gebaut werden.

Die kühne Werftgründung in einer Nissenhütte im Wald von Jakobstad geht angesichts der damaligen Ölkrise beinahe schief. Dennoch wird im Oktober 1974 zur „Hanseboot“ die „Baltic 46“ ein Entwurf der Kanadier Cuthbertson & Cassian gezeigt. Das Boot wird elf Mal gebaut.

1975 entsteht mit dem C&C Zweitonner „Tina I-Punkt“ für den Hamburger Modekaufmann Thomas Friese der erste Baltic-Einzelbau, ein Sandwichboot mit einem Laminat aus unidirektionalen Fasern. Baltic setzt zunächst auf Balsahirnholz, quer zwischen dem inneren und äußeren Laminat stehendes Kernmaterial. Es folgen Schaum und Waben.

Baltic Zentrale im finnischen Bosund.

Der Zentrale im finnischen Bosund. Das ist aus der Werftgründung 1973 geworden. © Baltic Yachts

Bis heute hat die Werft über 500 Serienboote zwischen 33 und 66 Fuß gebaut, macht aber überwiegend mit ihren bislang 45 Sonderanfertigungen von sich reden: darunter der Doug Peterson Maxi „Midnight Sun“ oder die Mini-Maxis „Saudade“ und „Sisisi“ von Judel/Vrolijk. Ein Meisterstück liefern die Finnen im Jahr 2000 mit ihrem 78 Fuß Reichel Pugh Neigekieler ab. Dessen Kielhebel steckt komplett unter den Fußboden des Salons. Damit demonstrieren die Finnen gegenüber dem Newcomer Wally technologische Führung bei jenen, die hingucken.

Gleiches gilt zwei Jahre später mit dem ultraleichten 45 m Reichel Pugh Renner „Visione“ für den Softwarekaufmann Hasso Plattner. Mit diesem Boot beweist Baltic, dass sich ein großer Cruiser-Racer im Prinzip wie ein FD bauen lässt.

Neben weiteren großen High Tech Fahrtenyachten für seglerisch anspruchsvolle Eigner entsteht 2010 der 65-Füßer „Stig“, der im vergangenen Jahr durch einen etwas längeren Neubau, ebenfalls von Judel/Vrolijk, ersetzt wird. 2011 liefert Baltic Yachts „Hetairos“ einen yachtbaulichen Meilenstein, der in SR facettenreich beschrieben wurde.

Ungeachtet des abgerissenen Kiels des Baltic Werftbaues „Martela“ im Februar 1990 beim Whitbread Race und dem Fall eines delaminierten Unterwasserschiffs infolge nachträglich gasender Schäume – ein Problem, wie es jeder High Tech Bootsbauer kennt –  ist das Konzept der Nautor-Renegaten in den vergangenen 40 Jahren aufgegangen.

Baltic fertigt Rumpf, Struktur und Deck in abgefahrener Cupper Technologie und baut die Boote in einem sehenswerten Finish gediegen und so leicht wie möglich aus. Der den Mitarbeitern gehörende Betrieb ist heute die erste Adresse für sehr solvente Eigner, die yachtbauliche und seglerische High Fidelity erwarten.

Baltic Website

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Erdmann Braschos

Sein Spezialgebiet umfasst Mega-Yachten, Klassiker, Daysailor und Schärenkreuzer. Mehr über Erdmann findest Du hier.
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16 Kommentare zu „“Pink Gin VI”: Rolf Vrolijk berichtet über die deutsche 54 Meter Baltic-Edelyacht“

  1. avatar Heini sagt:

    Naja, hat dann ja immerhin 10 Jahre gehalten, die alte Pink Gin. Oder besser gesagt, der Eigner hat es dann ja schon 10 Jahre mit der Bootslänge ausgehalten.

    Warum baut der eigentlich nicht gleich in 70 oder 80 Meter Länge? Darauf läuft es doch eh hinaus.

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  2. avatar Fastnetwinner sagt:

    Tolles Boot, schöne Linien! Schön gezeichnet! Was auf der Baltic-Homepage zur Gesellschafter-Struktur steht ist übrigens seit letzter Woche nicht mehr richtig. Die Firma gehört nicht mehr den Mitarbeitern, sondern der Eigner der Pink Gin hat 80% der Anteile an Baltic gekauft. So gesehen kauft er bei sich selbst.

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  3. avatar user@test.com sagt:

    Hier die dazugehörige Pressemeldung: http://www.ottobock.de/cps/rde/xchg/ob_de_de/hs.xsl/51724.html

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  4. avatar snob sagt:

    Schönes Boot, aber gibt es nicht schon genug von diesen protzkarren. Der soll mal lieber den Jugendsport unterstützen. Der Unterschied zwischen so einem Boot und einer Mafiosi superyacht ist verschwindend gering. Irgendwie beschämend.

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    • avatar Christian sagt:

      Um es noch deutlicher zu sagen: Solche Megayachten sind im wahrsten Sinne des Wortes asozial. Sie entziehen der Menschheit Ressourcen, die für andere Dinge viel besser eingesetzt wären.

      Was für ein armseliges Würstchen muss man sein, um mit solch einem Protzschlitten ein Selbstwertgefühl zu erzeugen.

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  5. avatar Fördestädter sagt:

    Nicht zu fassen, wie der Sozialneid hier schon wieder durchscheint.

    Toller Bericht und interessantes Schiff. Bin gespannt, wie die Finnen das umsetzen.

    Viel Erfolg!

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    • avatar Christian sagt:

      neidisch bin ich ganz gewiss nicht…. würde mich schämen an Stelle des Auftraggebers und hätte auch keinen Spaß daran, mich von bezahlten Speichelleckern verachten zu lassen.

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  6. avatar Manfred sagt:

    @ Heini, Christian & Snob:
    Sagt mal : Geht´s noch??? Warum soviel Neid und keine Freude an so einem schönen Objekt.

    PS: Neidisch bin ich auch. Auf alle die, die jetzt in der Wärme segeln, aber doch nicht missgünstig.

    Smooth sailing!
    _/) _/) _/)

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    • avatar Christian sagt:

      Manfred, es geht nicht um Neid oder Missgunst.

      Es geht z.B. darum, dass die Herstellung und Verarbeitung von Kohlefaser und Epoxy ohnehin schon eine gewaltige Umweltbelastung darstellt. Für diese Megayacht werden Unmengen Ressourcen verbraucht, nur damit einer sein Ego pflegen kann. Ist das in Ordnung, nur weil er sich es finanziell leisten kann?

      Die Menschheit kann sich solche irrwitzigen Projekte jedenfalls nicht leisten, will sie auch in zweihundert Jahren noch vernünftig leben können. Mich kotzt dieser grenzenlose Egoismus an. Es gibt nicht nur ein Armustproblem, es gibt auch zunehmend ein Problem mit dem obszönen Reichtum einiger weniger (auf wessen Kosten die sich bereichert haben, will ich lieber gar nicht wissen).

      Falls du dass jetzt zu moralisch findest, dann denk mal daran: Wieviel tolle Foiler-Motten könnte man mit all der guten Kohlefaser bauen….

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      • avatar GER sagt:

        Und sind Foiler-Motten wirklich moralisch vertretbar? Carbon für ein wenig segelspaß verbrauchen? Vielleicht sollten wir doch aufhören Schiff zu bauen und in Afrika Carbon Häuser bauen!
        Aber ist das dann wirklich moralisch vertretbar? Dann müssen wir in Asien auch noch Carbon Häuser bauen!

        Ja es ist in Ordung, dass er sich sein (Traum)boot baut, weil er es sich leisten kann.
        Und wieso ist es in Ordnung sich aus dem Carbon eine Moth zu bauen, aber einen Maxi darf man sich nicht bauen.
        Gibt auch Leute die es sich nicht leisten können eine Moth zu bauen/bauen zu lassen.

        Also halt mal den Ball flach. Von der Entwicklung von solchen Yachten profetiert der normal Segler auch. System oder Verfahren werden neu entwickelt oder optimiert. Dadurch kann dein Schiff günstiger oder besser werden.

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        • avatar Christian sagt:

          Meine Jolle wird günstiger, weil sich ein Superreicher eine Megayacht bauen lässt? Interessante Logik.

          So ein Balkon seitlich im Rumpf würde sich aber in der Tat auch bei der Jolle gut machen, dann könnte ich ein Modellsegelboot aufnehmen.

          Ja, hast schon Recht, die Inspiration durch Pink Gin ist ein Segen für die Menschheit.

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  7. avatar Heini sagt:

    @Manfred
    Mein Beitrag hatte überhaupt nichts mit Neid und Mißgunst zu tun, im Gegenteil. Lies einfach nochmal nach, ob Du da etwas findest. Warum habe ich wohl geschrieben, dass er besser gleich GRÖSSER gebaut hätte?

    Ich verstehe nämlich die Eigner nicht, die meist schon, kaum dass der letzte Bau das Wasser berührt hat, unmittelbar mit dem nächsten (ein paar Meter längeren) beginnen.

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  8. avatar Sven sagt:

    Ganz ehrlich,

    ich finde es besser, wenn finanziell sehr gut ausgestattete Menschen Ihr Geld in Schiffe investieren, als es auf der Bank lagern oder noch besser mit ökonomisch bedenklichen Bankgeschäften noch weiter vermehren zu versuchen.
    Dieses Schiff (und andere) gibt auf der Baltic Werft vielen Leuten Arbeit und Lohn. Genauso wie im Büro Judel Vrolijk und anderen Dienstleistern. Ist das Schiff in Betrieb sorgt es für Arbeit und Lohn einer Crew. Dieser “reiche” Fabrikant gibt sein Geld weiter an andere.
    Zur Frage der Umweltbelastung müsste man mal die Belastung in der Produktion von vielleicht 100 Hanse Yachten mit dem Bau der Pink Gin vergleichen.

    @Christian: glaubst Du wriklich, Jemand hat sich hingesetz und Vakuum, Waben oder Prepreg Bauweise entwickelt, um den Rumpf einer Motte zu bauen? Eher in solch großen Projekten VOR, Megayacht, Americas Cup sind das Budget und die Rescourcen da, um solche Techniken zu entwickeln. Die kleinen Skiff- und Mottenbauer sind Nutznießer dieser Entwicklungen.

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    • avatar Christian sagt:

      Hi Sven, right, es gibt sicherlich viele andere bedenkliche ökonomische Aktivitäten jenseits von Megayachtbau. Aber die machen letzteren auch nicht besser. Und allzu oft besteht sogar ein kausaler Zusammenhang zwische kritikwürdigen ökonomischen Aktivitäten und extremem Reichtum. Man muss da nicht nur an Abramowitsch denken.

      Segeln ist eigentlich eine verträgliche und auch umweltverträgliche Sportart – wenn vernünftige Dimensionen gewahrt bleiben. Das ist bei Megayachten nicht mehr der Fall. Eine einzige Einzelperson verbraucht mehr an Geld und Ressourcen als hunderte Familien mit ihrer Hanse.

      Aber das scheint den meisten hier ja egal zu sein, wenn massiv Emissionen für Carbon und Epoxy-Herstellung in die Luft geblasen werden und zum Klimawandel beitragen. Wenn’s dann mal wieder extreme Wetterphänomene gibt, dann hat das ja gar nichts mit menschengemachten Klimawandel zu tun, sondern mit… ach, ist doch sch…egal. Nach mir die Sintflut.

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  9. avatar Erdmann sagt:

    Christian,

    über die Umweltbilanz der Carbon und Epoxidharzherstellung habe ich mir bisher – sträflicherweise ? – keine Gedanken gemacht. Du scheinst Dich da auszukennen. Kläre doch mal auf …

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