Dumm gelaufen: Pole bleibt an Untiefentonne hängen

Sportliche Tonnenrundung

Wenn Regattayachten um Untiefentonnen segeln, ist Vorsicht angesagt. Die Marken sind eigentlich dafür gedacht, Abstand zu halten. Aber Racern geht es darum, möglichst keinen Weg zu verschenken. Das kann aber auch nach hinten losgehen.

Die polnische Crew wollte am Wochenende der Konkurrenz in der Bucht von Danzig mal so richtig zeigen, wo bei der Regatta um das Blaue Band, der Hammer hängt. Bei ordentlich Druck in der Luft lag sie in dem gemischten Feld ganz vorne mit dabei.

Jetzt schön sportlich um die Luvtonne rauschen, den Spi hochreißen und pünktlich im Hafen sein, um der Konkurrenz mit ihren eher gemäßigteren Segelgeräten beim Einparken zuzusehen.

Dumm gelaufen. Mit dem Backstag an der Tonne Nord vor Danzig eingehakt.

Dumm gelaufen. Mit dem Backstag an der Tonne Nord vor Danzig eingehakt.

Denkste. Beim Abfallen hakt das in Lee baumelnde Backbord-Backstag am Seezeichen der Kardinaltonne Nord ein. Ein Ruck und plötzlich steht die Kiste auf der Stelle. Wie ärgerlich. Wie peinlich.

Das Rennen ist dahin. Ein Strafkreis ist fällig. Aber erst einmal können. Es wird noch schlimmer als eine banale Tonenbrührung. Das Stag lässt sich nicht lösen. Das Großsegel reißt ein. Dazu passiert eine Yacht nach der anderen den Schauplatz.

Helfen ist schwer möglich. Die Situation scheint überschaubar. Aber der eine oder andere gut gemeinte und eher verzichtbare Tipp wird durchaus herüber gerufen worden sein. Schön, dass alles noch auf Video gebannt wurde 🙂

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https://northsails.com/sailing/de/

12 Kommentare zu „Dumm gelaufen: Pole bleibt an Untiefentonne hängen“

  1. avatar SR-Fan sagt:

    Wie ist das denn so mit dem Recht aufs eigene Bild? Gilt das nur für sich selber oder auch für die anderen?

    Wie schön waren doch die alten Zeiten, in denen man(n) Missgeschicke verklären bzw. schlimmstenfalls vergessen konnte. Heute kann man auch Jahre später wieder dran erinnert werden.

    VG

    PS: Ich kenne die Crew nicht, möchte so was ggfs. aber nicht (über mich) im Netz finden.

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    • avatar Stefan sagt:

      …kann man jemanden auf dem Photo erkennen? nein!

      …wurde das Photo Inder Öffentlichkeit auf einer öffentlichen Veranstaltung gemacht? ja!

      …im vielen Fällen beinhaltet die Anmeldung zu einer Regatta den Passus, das der eigner mit der Anmeldung dem Veranstalter sogar ein sog. Model Release gibt, was dann sogar eine werbliche Nutzung der im Rahmen der Regatta erstellten Photos ermöglicht. Eine redaktionelle Nutzung ist in jedem Fall immer möglich, aus den o.g. Gründen. Ein sog. “Recht am eignen Bild” kommt hier nicht zum Zuge.

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    • avatar Stefan sagt:

      …allerdings stellt sich hier, wie in vielen Berichten hier auf SR eine andere rechtliche Frage: ob es SR gestattet ist screenshots von dem Videomaterial zu erstellen? Denn nur weil ein Video bei Youtube & Co. eingestellt ist, heißt es noch lange nicht das das Material frei von Urheberrechten ist. Eine redaktionelle Nutzung des Videos müsst okay sein (dazu kenn ich mich mit den AGBs von Youtube zu wenig aus), das aber ein Recht zur Erstellung von Photos aus diesem Videomaterial vorliegt, wage ich zu bezweifeln.

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      • avatar Alex sagt:

        Das Problem mit dem Urheber wird wohl schon damit anfangen, welches Recht zur Anwendung kommt. Deutsches, polnisches oder das wo der Surfer steht. Der wo den Video ins Netz gestellt hat, scheint ja ein polnischer TV-Sender zu sein.

        Ich jedenfalls frage vorher immer um Erlaubnis und das wird SR sicher auch so halten.

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    • avatar Gernot sagt:

      Sportler werden während eines Wettkampfes üblicherweise als “Personen der Zeitgeschichte” angesehen, so dass keine Einwilligung für die Veröffentlichung von Aufnahmen eingeholt werden muß.

      http://www.rechtambild.de/2012/04/fotorecht-in-der-praxis-sportveranstaltungen-und-vereine/

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    • avatar Skiffy sagt:

      Über sich selbst lachen können, ist etwas Schönes! Kann ich nur empfehlen 🙂

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      • avatar SR-Fan sagt:

        Ja, der Unterschied ist aber ob ich selber darüber entscheiden kann, ob ich über mein Missgeschick lache (und es vielleicht auch “weitertrage”) oder ob das meine Konkurrenten oder die ach so schadenfrohe Presse macht!

        VG

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    • avatar Sailing4Ever sagt:

      Die Idee hinter dem Recht am eigenen Bild ist ja schon, dass niemand öffentlich blossgestellt respektive Privates von dritten öffentlich gemacht wird. Zwar sind keine Gesichter erkennbar, aber das Boot ist alles andere als anonym, man beachte nur die Aufkleber der Unglücksraben. Insofern sind die Bedenken von SR-Fan doch angebracht. Wir wissen natuerlich nicht, ob die Einwilligung des Bootseigentuemers in irgendeiner Form vorlag.

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  2. avatar Ulli sagt:

    Das Beste ist die ausgewählte Musik , und ich hätte kein Problem damit, wenn ich bei irgendeinem
    Mißgeschick gefilmt werden würde. Erstens passiert uns irgend so etwas auch mal selber , und … !
    HUMOR IST WENN MAN TROTZDEM LACHT !

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  3. avatar T.K. sagt:

    Das könnte auch noch teuer werden für den Havaristen. Die Reparatur eines Seezeichens ist extrem teuer!
    Dazu muss ein Tonnenleger rausfahren, die Tonne abbergen, eine Ersatztonne setzen, die Tonne mitnehmen, An Land reparieren (jaja sowas muss an Land gemacht werden ;)), wieder rausfahren und Tonne wieder setzten…..
    Ich hoffe der hat das seiner Versicherung gemeldet, sonst wirds schmerzhaft!

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  4. avatar Tommy sagt:

    wir haben das Mitte der 80er zur Nordsee-Woche vor Helgoland gespielt !
    Die große rote vor Hegoland mit stehenden Ovationen der vorbeisegelnden Teilnehmern.
    Zusätzlich haben wir einen Kuselkopp rückwärts auf die Tonne gemacht welches uns einen
    schönen roten Streifen im Groß bescherte und eine ganze Saison daran erinnerte !
    Ich hätte gerne Bilder davon und viele Mitsegler aus der Sprinta-Sport Zeit erinnern sich immer wieder
    gerne daran was wir doch für Seehelden waren !

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  5. avatar Sven sagt:

    Da geht ein heftiger Ruck durchs Schiff, wenn man so einfädelt. Und die Mannschaft schaut verduzt.
    Ich habs mal geschafft, die Spibergeleine beim Gegener im Heck, beim knappen passieren, zu verhaken. Das gab auch ein Fullstopp. Glücklicherweise gabs in dem Moment nicht soviele Zuschauer.

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