Volvo Ocean Race: Hammer Bilder vom Drama im Southern Ocean

Wasser marsch

Die Volvo Ocean Race Flotte segelt unter härtesten Bedingungen und liefert spektakuläre Bilder. Sie hat sich ungewöhnlich weit über 60 Meilen aufgefächert. Gerade Brunel segelt sehr aggressiv.

Mal eben am Schothorn rumfummeln. © Amory Ross / Team Alvimedica / Volvo Ocean Race

Mal eben am Schothorn rumfummeln. © Amory Ross / Team Alvimedica / Volvo Ocean Race

“Nass, laut, brutal aber Gott sei Dank schnell”, beschreibt Dongfeng onboard Reporter Yacnn Riou den zweiten Tag auf See. “Wenn man dazu noch Seekrankheit zählt und die Schwierigkeiten, normal zu essen, könnte man wirklich auf diesen Tag verzichten.”

Sprung ins nächste Wellental. © Ainhoa Sanchez / Volvo Ocean Race

Sprung ins nächste Wellental. © Ainhoa Sanchez / Volvo Ocean Race

Kurz danach dürfte sich die Befindlichkeit bei Dongfeng noch weiter verschlechtert haben als sie das Speed-Duell gegen die punktgleichen Abu Dhabi Mannen bisher klar verloren.

Ian Walker hatte den ersten Nadelstich gesetzt, als er die Initiative ergriff und von Dongfeng weghalste. Schon vor der Etappe hatte er gesagt, dass er die bisherige Strategie überdenken müsse. Es reiche möglicherweise nicht mehr aus, allein auf einen Top-drei-Platz in den verbleibenden Etappen zu zielen, um die Gesamtwertung zu gewinnen.

Damit bezog er sich auf die Situation, der gemeinsamen Führung mit Dongfeng und dem inzwischen ziemlich abgeschlagenen Rest der Flotte. Brunel hat sich vorerst aus dem Dreikampf an der Spitze verabschiedet. Nun ist das Duell zwischen Abu Dhabi und Dongfeng eröffnet. Die beiden Teams belauern sich.

Die erste Initiative ergreift Mapfre (weiß). Abu Dhabi folgt und Dongfeng (rot) deckt sofort.

Die erste Initiative ergreift Mapfre (weiß). Abu Dhabi folgt und Dongfeng (rot) deckt sofort.

Das ist schon bei den ersten wichtigen Entscheidungen für dei fünfte Etappe zu sehen. Nach der ersten Initiative von Mapfre mit einer Halse weg vom Feld folgte Abu Dhabi und Dongfeng reagierte unmittelbar darauf. Caudrelier nahm eine Deckungsposition zu Walker ein und hätte nach dem bisherigen Verlauf der Etappen wohl auch eine gute Kontrolle ausüben können. Aber auf direktem Kurs in unmittelbarer Nähe zog Abu Dhabi davon.

Die beiden punktgleich führenden Dongfeng und Abu Dhabi belauern sich.

Die beiden punktgleich führenden Dongfeng und Abu Dhabi belauern sich.

In gut acht Stunden verlor Dongfeng mehr als acht Meilen auf die großen Konkurrenten. Ob es ein Problem gab, ist nicht bekannt. Abu Dhabi war für den Moment einfach schneller.

Es muss extrem schwierig sein da draußen bei gut 30 Knoten Wind. Rund 22 Knoten schnell rasen die VO65 dem Wirbelsturm Pam hinterher, der in seinem Kielwasser eine konfuse See hinterlässt.

Abu Dhabi gewinnt das Speed-Duell klar gegen Dongfeng.

Abu Dhabi gewinnt das Speed-Duell klar gegen Dongfeng.

Die Crews segeln am Limit. Es ist von vielen Booten zu hören, dass der Kampf mit der Seekrankheit extrem ist. Das Problem an der Etappe ist, dass schon so schnell nach dem Start in Neuseeland die extremen Bewegungen beginnen. Der Körper kann sich nicht langsam daran gewöhnen.

Das Feld ist 60 Meilen aufgefächert. Eine Vorentscheidung ist möglich.

Das Feld ist 60 Meilen aufgefächert. Eine Vorentscheidung ist möglich.

 

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Volvo Ocean Race: Hammer Bilder vom Drama im Southern Ocean“

  1. avatar Sven 14Footer sagt:

    sehr schöne Fotos in der Bilderstory!

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