Abenteuer: Kojencharter auf dem Zweimaster „Infinity“ – Erlebnis-Törns im Süd-Pazifik

Hippies auf dem Meer

Eine Lebensgemeinschaft zur See, an der man wochen- oder monatelang teilhaben kann: Segeln zu fernab gelegenen Spots, tauchen, surfen… mit Kind, Kegel und internationaler Crew.

Die Bilder zeugen von einem gelebten Traum. Die Videos sowieso. Wer das ultimative Abenteuer auf den Meeren sucht, wer Abenteuer-hungrig und wirklich unternehmungslustig ist, wer für einen mehr oder weniger langen Zeitraum als Teil einer Nomaden-Gemeinschaft zur See leben will… wird hier bestens bedient.

Der 38 Meter lange Stahl-Zweimaster „Infinity“ trägt seine Crew respektive Lebensgemeinschaft seit mehr als 10 Jahren über die lieblich wie wilden Wasser des Pazifiks und Southern Oceans. Mehr als 100.000 Seemeilen haben Schiff und Stammcrew in diesem Zeitraum zurückgelegt und als „Sea Gypsies“ oder „Meeres-Hippies“ unzählige Abenteuer ins Kielwasser gebracht.

„Wir wollen Brücken schlagen“ schreibt der Deutsche Clemens Oestreich (46), der 2003 die „Infinity“ erwarb und das 120-Fuß-Schiff zu einem Heim für sich und eine Multi-Kulti-Crew zu restaurieren. Oestreich hatte zuvor bereits ein Jahrzehnt lang Segelschiffe in Europa, Westafrika, USA und Zentralamerika geskippert. „Andere Völker, andere Sitten, aber auch die Ozeane als unglaubliches Naturspektakel stehen in unserem Fokus.“

Preis eines Mittelklasse-Hotelzimmers

Unter dem Motto „Genießen auf eigenes Risiko“ umwerben die Macher von „Infinity-Expedition“ seitdem Kurztörn-Chartergäste und Langzeit-Mitsegler, die zuvor ausgeschriebene Törns der etwas anderen Art online buchen können. Kostenpunkt: 59 $ pro Tag, inkl. Verpflegung (bei Törns ab 30 Tagen).

Für den Preis eines Mittelklasse-Hotelzimmers werden so Abenteuer, Spirit, Emotionen und reichlich Lebensfreude geboten. „Wir sind immer in Bewegung. Ob auf dem Schiff beim Segeltrimm, beim Tauchen, Surfen, Wandern, Klettern…“ heißt es auf der Website. Eine Gemeinschaft, die das Leben liebt. Ganz offensichtlich.

Mittlerweile sind über 300 Mitsegler zu mehr als 120 Inseln in zwei Dutzend Ländern gesegelt. Der Pazifik wurde mehrfach fernab der Touristenrouten umsegelt. Von Ifalik (Mikronesien) bis zum Antarktartischen Kontinent war so ziemlich alles dabei, was Nomaden zur See spannend finden könnten.

Gemeinschaftsfähig sollte man sein

Doch Vorsicht ist geboten. Eine Reise auf der „Infinity“ hat nichts mit einem Charter-Törn auf einer Bavaria in der kroatischen Inselwelt zu tun. Wer in eine Südsee-Kommune einsteigt, sollte tatsächlich gemeinschaftsfähig sein. Neben reichlich begeisterten Posts in Foren, auf Websites oder Blogs gibt es auch durchaus Kritisches zu lesen (Please read this before joining Infinity Expedition) Wenn es sich dabei auch hauptsächlich um Generationen-„Konflikte“ handeln dürfte.

Wer also den (fast schon klassischen) Ausstieg auf Zeit plant, wer sein Sabbatical auf dem Pazifik absegeln möchte und dabei kein Muffensausen vor alternativen Lebensgemeinschaften hat… der sollte sich jetzt zurücklehnen, die Filme und Fotos im Artikel anschauen, später auf die Website der „Infinity-Expedition“ surfen, um dort weiteres Film- und Fotomaterial zu sichten und die ellenlangen Blogs zu studieren. Achtung: Suchtgefahr! Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie das Orakel Ihres Vertrauens.

Website

Facebook

Spenden

Ein Kommentar „Abenteuer: Kojencharter auf dem Zweimaster „Infinity“ – Erlebnis-Törns im Süd-Pazifik“

  1. Ahoi Wasserratten,
    richtig erkannt!! .. am Äquator sind halt alle Äsche braun.
    Wer Lust hat auf entsprechenden Farbwechsel und mit Neptun und anderen Exoten Unvergessliches auf See erleben möchte, ist willkommen uns unter http://www.infinityexpedition.org/ anzufunken…

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *