Abenteuer: Olympionikin will im Laser auf Langfahrt – danach Vendée Globe

Laser Tortour

Die Mexikanerin Tania Elias Calles, ehemalige Weltranglisten Erste im Laser Radial, will im Laser mehr als 2000 Meilen von Kalifornien nach Hawaii segeln. Als Training für die Vendée Globe.

Tania Elias Calles

Tania Elias Calles bei ihrem ersten Laser-Langstrecken-Rekord. © Calles

Tania Elias Calles (36) aus Mexiko hat an vier Olympischen Spielen in Europe und Laser teilgenommen. Sie war 2007 Weltranglisten-Erste und holte 2005 und 06 jeweils WM Bronze. Nun will sie aber in ganz andere Gefilde vorstoßen.

Calles hat vor, 2020 bei der  Vendée Globe zu starten. Dabei geht sie für die Finanzierung ihres ehrgeizigen Plans neue Wege. Sie will Aufmerksamkeit durch einen Laser-Extrem-Törn erreichen wie schon 2010, als sie mit 282,78 Nonstop Meilen per Laser einen Guinness-Buch-Eintrag bekam. Die Tour sollte bei der Finanzierung der Laser-Olympia-Kampagne für 2012 helfen. Der Amerikaner Suhay brach den Rekord vier Jahre später knapp um eine Meile.

Tania Elias Calles

Calles segelte viermal im Laser bei Olympia. © Calles

Diesmal wird es noch teurer, da sie für einen IMOCA 60 mit einem Budget zwischen drei und sechs Millionen Dollar rechnet. Entsprechend extrem soll ihr nächster Laser-Törn werden. Calles segelt im Sommer 2016 die gut 2300 Meilen von San Francisco nach Hawaii.

Belastungstraining für die Vendée

Zwei bis drei Wochen sind geplant. Dabei will sie nicht nur den Rekord verbessern, sondern auch beweisen, dass sie das Zeug dazu hat, die extreme Belastung bei der Vendée zu überstehen. Das erste Ziel der Mexikanerin ist aber die Teilnahme am Barcelona World Race 2018.

Es wird ein Begleitboot für die Sicherheit geben. Aber Calles will über die gesamte Strecke auf dem Laser bleiben. Dabei wird besonders das Schlafen zum Problem. Aber schon auf der ersten Tour hat sie die entsprechende Technik entwickelt. Am Heck wirft sie einen Treibanker aus, lässt Baum und Segel nach vorne schwingen und macht es sich im Mini Cockpit gemütlich. Das Problem bei 18 Knoten Wind waren hohe Wellen, die ins Cockpit schlugen.

Tania Elias Calles

Calles bei den Olympischen Spielen 2012 Weymouth. © EFE/Jorge Zapata

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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