Abenteuer: Sebastien Roubinet ist besessen vom Segeln – in der Arktis

Zum Nordpol segeln

Teaser zu einem Dokumentarstreifen, der in Kürze im französischen TV gezeigt wird. Die Bilder sprechen „Bände“ über die Plackerei und harte Arbeit auf dem Eis, im Wasser…

Auf Katamaranen, die segelnd über Eis und Wasser gleiten, schaffte Roubinet die Nordwest-Passage und scheiterte zwei Mal am Nordpol. Teaser zur TV-Reportage.

Dieser Mann denkt nur an das Eine – Segeln! Und das bitteschön unter extremsten Bedingungen: Gerne im hohen Norden, sehr gerne auf Eis, Schnee und zwischendurch auch mal auf dem Wasser und noch lieber in Regionen, wo sich höchstens Eisbären hin wagen.

Das Ganze auf möglichst kleinen Booten, die selbstredend ohne jegliche Motorhilfe, ausschließlich mit Hilfe von Segeln und Manneskraft bewegt werden. Kurz, der 36 jährige Franzose Sebastian Roubinet ist ein Abenteurer par excellence, der seine Expeditionen mit unglaublichem „Biss“ durchführt… der aber auch weiß, wann das Abenteuer aufhört und der Irrsinn anfängt.

Nordpol, Katamaran, Eis, Segeln

Von wegen locker übers Eis segeln © roubinet

Als Jugendlicher auf dem Hobie

Erste Erfahrungen mit eher längeren Törns auf Katamaranen sammelt Roubinet als 14 jähriger, als er auf einem Hobie-Cat zwei Monate lang die norwegische, schwedische und dänische Küste unsicher macht. Alleine, wohlgemerkt.

Ein paar Jahre später baute er sich monatelang einen Mini 6.50, mit dem er an der Minitransat teilnahm. Es folgten einige Engagements als Co-Skipper und Trimmer auf Hochseeregattaschiffen, bis Sebastien Roubinet erstmals in Gefilde kam, die fortan sein Leben bestimmen sollten: Der hohe Norden.

Als zweiter Steuermann fuhr er auf der berühmten „Tara“ (Ex-Antarktika), ein Expeditionssegler, der speziell für die schwierigen Bedingungen in den Eismeeren konstruiert wurde, nach Grönland und schipperte wochenlang an den Küsten der größten Insel der Welt entlang. „Als ich zum ersten Mal diese unendlich erscheinenden Eiswelten sah, war es um mich geschehen!“ erzählt er immer wieder in seinen Interviews. „Dort fühle ich mich rundum wohl, weil jeder Tag eine neue Herausforderung ist!“

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Nach stundenlanger Plackerei, endlich wieder Segelwasser © roubinet

Es dauerte nicht lange, bis sich Roubinet für eine ganz spezielle Expedition auf Sponsorensuche machte: Die „Nordwestpassage“ unter Segeln.

Die Idee als solche ist nun nicht gerade ein Novum, doch es kam Roubinet eben auf die „Feinheiten“ an: Im Prinzip wollte er die Strecke auf einem Strandkat bewältigen, wobei es ihm ziemlich egal war, ob die berühmt-berüchtigte Nordwestpassage eisfrei sei wird oder nicht. Denn der Katamaran sollte auf jeder Form des Wassers segeln – flüssig oder gefroren.

Zwitter aus Schlitten und Boot

Dazu konstruierte und baute Sebastien Roubinet im Jahre 2006 den Katamaran „Babouche“, einen Zwitter aus Schlitten und Boot. Das 7,50 m lange und 5, 00 m breite Boot bestand zu größten Teilen aus Kevlar und Karbon; selbst beladen ließ es über größere Strecken ziehen und schieben, mit  gesetzten Segeln und einem moderaten Lüftchen segelte der „Bootschlitten“ tatsächlich auch über Eis und Schnee.

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Roubinet, hier mit dem Vorgänger-Katamaran “Babouche” ist Abenteurer par excellence © roubinet

Am 19. Mai 2007 startete Sebastien Roubinet, gemeinsam mit einem Begleiter (die später wechselten) in Anchorage/ Alaska und am 9. September legte die „Babouche“ nach drei Monaten und 21 Tagen an der Küste Grönlands an. Die erste Durchfahrt der Nordwestpassage ausschließlich unter Segeln und ohne Motorhilfe war geschafft.

„Das war zwar ein hartes Stück Arbeit, aber irgendwie fühlte ich, dass man dem noch eines draufsetzen könnte,“ berichtete Roubinet in zahlreichen Vorträgen, mit denen er sich nach der Nordwestpassage das nötige Kleingeld für die nächste Expedition verdiente: Roubinet wollte, gemeinsam mit einem weiteren Abenteurer, zum Nordpol „segeln“.

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Michael Kunst

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6 Kommentare zu „Abenteuer: Sebastien Roubinet ist besessen vom Segeln – in der Arktis“

  1. avatar dubblebubble sagt:

    Die NW-Passage haben weit vorher, glaube Anfang 80er, schon zwei Amis mit einem Hobie 18 gepackt.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 7 Daumen runter 1

    • avatar dubblebubble sagt:

      Da gab es ein Buch von DK dazu “Eher friert die Hölle zu”.

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 8 Daumen runter 0

  2. avatar Girdler-Sulfid-Prozess sagt:

    Steuer doch bitte mal Fakten bei, anstatt zu glauben.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 3 Daumen runter 18

  3. avatar Alexander Lang sagt:

    ist zwar ein bisschen off topic, aber egal: warum habt ihr eigentlich euren eigenen videoplayer? in der vergangenheit war es nur nervig, dass ich z.b. bei youtube videos de qualität nicht verstellen konnte. jetzt geht er gar nicht mehr (kommt nur der spinner) und ich muss mir die youtube url aus dem html popeln.

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