Anders leben: Skipper Guirec und Huhn Monique zur Nordwest-Passage gestartet – erste Eisbarriere

Mauer aus Eis

Voyage d'Yvinec, Huhn. Skipper

Monique und Guirec kurz vor dem Start Richtung Alaska © yvinec

Nach einem Jahr auf und vor Grönland nimmt das skurille Abenteuer-Duo nun die Nordwest-Passage in Angriff. Doch erste Hindernisse zwingen zu radikalem Kurswechsel.

Guirec und sein Huhn „Monique“ sind SR-Lesern längst keine Unbekannten mehr. Skipper und Huhn haben bereits den Atlantik bezwungen, die Karibik verflucht, die US-Ostküste verzaubert und letzten Winter 130 Tage lang alleine im Packeis verbracht. Eine Zeit, in der Monique über 100 Eier legte und Guirec ihr mit der Flinte „den Rücken frei hielt“, wenn sich die Henne mal die Krallen auf dem Eis vertreten wollte. Eisbären lauern schließlich überall!

Wie angekündigt machen die beiden sich nun an die Nordwest-Passage unter Segeln. Keine leichte Aufgabe, zumal sich Guirec mehr auf die Aussagen von Inuit-Jägern verlassen will, als auf Satelliten-Aufnahmen, um eine geeignete Passage durchs Eis zu finden.

Am 31. Juli startete das Abenteuer-Duo in Grönland bei bestem Segelwetter und zunächst eisfreien Wasserflächen.

Nach 40 Stunden postete Guirec, dass er durch eine Traumlandschaft aus kleinen und großen Eisbergen segle, bei 15 Knoten Wind unter voller Beseglung. „Es ist wie in einem Traum: Halluzigene Eisformen glitzern unter einer Sonne, die nie untergeht. Aber ich bin wachsam: Das Wetter kann sich hier innerhalb einer Stunde ändern – von feinstem Segelwind, zu aufgewühlter See bei ruppigen Böen. Ihr könnt Euch selbst ausmalen, was das inmitten von Eisbergen und Eisschollen ergibt!“

Voyage d'Yvinec, Huhn. Skipper

Hier befinden sich Guirec und Monique gerade – vor einer dicken Mauer aus Eis © yvinec

Vorgestern stießen Guirec und Monique auf eine massive Eisbarriere: „Meterhohes Packeis, das keine Durchfahrt möglich macht. Ich musste wenden und nach meinem westlichen Kurs nun in Richtung Norden weitersegeln, um die Barriere gegebenenfalls zu umfahren,“ schreibt Guirec. Und fügt hinzu: „Monique geht es bestens, sie hilft mir, wo es nur geht, hält Ausguck und steuert (aber nur wenn es sein muss)! Heute gab es mein erstes warmes Essen seit dem Ablegen: Spiegeleier! Ratet mal, wer mir die gelegt hat!“

Seitdem herrscht „Funkstille“ von Bord der „Yvinec“. Bleibt abzuwarten, ob die beiden Abenteurer ihre ganz persönliche Passage durchs Eis finden werden…

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Michael Kunst

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