Anders leben: Zirkuszelt unter freiem Himmel – Franzosen-Paar hangelt sich durchs Rigg

Mast-Akrobaten

Delphine Lechifflart und Franck Rabilier und ihre Kinder Loéva und Ondja verdienen sich das nötige Geld für ihre Weltumseglung als Akrobaten. So sieht eine Vorführung im Video aus.

„Im Prinzip machen wir nichts anderes, als unsere Arbeit,“ schreibt Delphine auf ihrem Blog. „Luftakrobatik, also artistische Darbietungen auf und am Seil und Tuch, ist das, was wir gelernt haben und richtig gut können. Also versuchen wir, damit unseren Lebensunterhalt zu verdienen.“ (SR stellte vor)

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Echte Akrobatik am Mast © voilierspectacle

Ihr „Zirkuszelt“ ist der freie Himmel über den Häfen oder Buchten, wo sie anlegen und vor Anker liegen. Ihr Arbeitsgerät sind Seile und Stoffe, mit denen sie im klassischen Stil der Luftakrobatik „poetische und alle Sinne anregende“ Darbietungen am Mast ihrer Yacht „La Loupiote“ feilbieten.

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Eine akrobatische Parodie auf die Arbeit im Rigg © voilierspectacle

Seit 2004 sind Delphine, Franck und Loéva unterwegs, um als „Gaukler der Meere“ und „Artisten im Rigg“ um die Welt zu segeln. Mal mit längeren, mal mit kürzeren Aufenthalten in den Häfen, in die sie das Leben bzw. der Wind treibt. Ondja, das Nesthäkchen der Familie, wurde 2007 während der Reise geboren.

In den zehn Jahren, die sie bis jetzt auf ihre Yacht verbracht haben, leben sie ausschließlich von den Einnahmen aus ihren Spektakeln am Mast.

300 bis 1.500 Euro im Monat

In den großen Marinas der Karibik, USA, Kanada, Hawaii und Australien wurde die französische Familie und die Akrobatik von Delphine und Franck von Hunderten, mitunter sogar Tausenden Zuschauern frenetisch gefeiert. „Entsprechend stimmte unsere Kasse,“ schreibt Franck auf Facebook.

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Eine akrobatische Parodie auf die Arbeit im Rigg © voilierspectacle

Bei anderen Darbietungen, wie etwa vor den kleineren Inseln Polynesiens, schauten manchmal nur eine handvoll Einheimische zu. „Für diese Menschen war unsere Vorstellung manchmal das Spektakel des Jahres, sie konnten uns aber „nur“ zum Abendessen einladen, Geld hatten sie schlicht keines für uns übrig“, sagt der Skipper. Aber das seien die sympathischsten Vorstellungen gewesen

Zwischen 300 (in Polynesien und Asien) und 1.500 Euro (z.B. New York) im Monat verbraucht die Familie. Dabei erhalten sie meistens den Liegeplatz gratis bei den Marinas, in denen sie auftreten.

Das funktionierte so lange ihre 42 Jahre alte Yacht keine größeren Zicken machte. Aber in den vergangenen Monaten war das nicht mehr der Fall. „Loupiote“ benötigte ein Refit, und dafür mussten die Rabiliers vermehrt auftreten. Nun aber zeigen sie die Akrobaten mit ihrem Programm wieder in Bestform, wie das Video zeigt.

Weltumseglung, Artisten, Akrobatik, Wie beim richtigen Segeln: eine kalte Dusche ist immer dabei © voilierspectacle

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