Antifouling-Alternative: Putz-Roboter für den Rumpf

Ist das die Lösung?

Die Notwendigkeit zur Unterwasserschiff-Behandlung ist eines der größten Ärgernisse beim Segeln. Haben die Italiener das perfekte Gegenmittel gefunden?

Was hat es nicht alles für Versuche gegeben, Pflanzen und Getier von einer Verbindung mit dem Schiffsrumpf abzuhalten. Und seitdem klar ist, wie schädlich die früher verwendeten extrem giftigen Antifouling-Substanzen für die Umwelt sind, ist die Suche nach funktionierenden Alternativen seit vielen Jahren ein Thema.

keelcrab

Keelcrab soll das Unterwasserschiff sauber halten.

Ultraschall, Silikon-Anstriche, Nano-Technologie oder Folien am Rumpf gelten als mögliche Alternativen, haben sich aber längst nicht durchgesetzt. Immer wieder gab es auch Versuche, Waschanlagen für den Bootsrumpf zu installieren. In Deutschland waren sie nicht erfolgreich, aber besonders in Schweden gibt es Anlagen mit rotierenden Bürsten, die funktionieren sollen.

Der Bedarf ist definitiv vorhanden, und deshalb sehen sich die Erfinder eines neuen Gerätes auf dem richtigen Weg, das sie “Keelcrab”. Nennen dabei handelt es sich um einen mobilen Roboter, der per Fernsteuerung über das Unterwasserschiff dirigiert wird und dabei die Säuberung vornimmt.

Keelcrab

Keelcrab in der Anwendung.

Das Gerät funktioniert schon, und wird für 3500 Euro angeboten. Aber die Macher haben den ganz großen Markt im Visier. Deshalb sammeln sie nun über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter Geld ein, um eine größere Produktionskapazität zu erreichen. Das Finanzierungsziel beträgt 75.000 Euro.

Kickstarter Vorstellung von Keelcrab

Spenden

3 Kommentare zu „Antifouling-Alternative: Putz-Roboter für den Rumpf“

  1. avatar Steffen sagt:

    Ist heute der 1. April?

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  2. avatar Marc sagt:

    Als ich den letzten Bericht über diesen komischen halben Hula Hoop Reifen mit Bürsten gelesen habe dachte ich, Hey es gibt so viele Poolroboter. Fast jeder mit einem größeren Pool hat einen zum Putzen und die Dinger gibt es ab 800€. Wieso entwickelt keiner so ein Ding weiter und reinigt damit Boote. Im Pool fallen die Dinger auch nicht runter und saugen sich an den Wänden fest, schrubben Algen und Dreck weg. Warum also nicht einfach an einen Schiffs Rumpf dran pappen. Nun scheint ja jemand die gleiche Idee gehabt zu haben und mein Patent kann ich vergessen 🙂

    Ich denke schon das da ein Markt ist. Alleine was auskranen und Boot pflegen lassen kostet. Ab 30 Fuß ist so ein Ding sicher interessant. Bein segeln haften keine neuen Algen an und im Hafen kommt dann ein 12 Volt Putzroboter zum Einsatz, der täglich automatisch den Rumpf abschrubbt. Nie mehr Chemie Keule.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

  3. avatar Friedrich sagt:

    Warum nicht. In meinem Pool funktioniert ein Maschinchen, dass fast genauso aussieht, ganz prima. Und den muss ich nicht steuern, der macht das ganz von alleine. Dem Roboter ist es unter Wasser total egal, ob das Wasser innen oder außen ist. Spannend wird das, wenn der Roboter das Schiff “lernt” und ein bis zweimal wöchentlich von allein losdüst.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 0

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