Big Picture: Segeln auf ungewohnt grünem Untergrund – Wie kann das sein?

Segeln auf der Wiese

Zwei Snipes auf der grünen Wiese im Hafen bei Buenos Aires. © Catalán Benarós

Zwei Snipes auf der grünen Wiese im Hafen bei Buenos Aires. © Catalán Benarós

Das Segelrevier vor Buenos Aires ist eigentlich bekannt für seine braunen Fluten. Nun gibt sich das Gewässer ziemlich grün. Was dahinter steckt.

SR Leser Catalán Benarós aus Argentinien hat ein Bild geschickt, auf dem sich zwei Snipe Jollen auf grüner Wiese fortbewegen. Das Vorankommen sieht mühsam aus. Ein Photoshop-Kunstwerk?

Von wegen. Die Bedingungen sind gerade Realität auf dem Revier im Paraná Delta vor Buenos Aires. Der grüne Teppich besteht aus Calamote Wasserpflanzen sogenannten dickstieligen Wasserhyazinthen, die sich massenhaft vermehren können und besonders Binnengewässer zuwuchern.

Seit Mitte Dezember ist Südamerika von den extremsten Regenfällen überhaupt heimgesucht worden verursacht durch das Wetterphänomen El Nino. Dadurch wurden die Pflanzen weiter aus dem Fluss geschwemmt als üblich.

Schlangen im Schlepptau

Ein Nebeneffekt des massiven Wachstums ist eine Häufung von Schlangen, Echsen und Ottern im Ballungsgebiet, weil sie sich über die Pflanzenteppiche weiter fortbewegen können als sonst. Strände wurden geschlossen, um die Gefahr für den Menschen zu verringern.

Auch in Afrika gibt es Probleme mit den Hyazinthen. Durch den Lichtmangel sterben die Wasserpflanzen darunter ab und in der Folge auch die Fische. In Nigeria rückt man dem Problem mit Maschinen zuleibe. Im Sudan setzt man einen Rüsselkäfer ein, der ausschließlich diese Pflanzen frisst.

 

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Carsten Kemmling

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4 Kommentare zu „Big Picture: Segeln auf ungewohnt grünem Untergrund – Wie kann das sein?“

  1. avatar pl_ferdinand_gerz sagt:

    Ja gut dass wir da unsere WM in drei Wochen haben!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

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