Bodo Rufenach bleibt vor Martinique verschwunden

Suche nach deutschem Segler eingestellt

Bodo Rufenach auf seiner "Balu", mit der er acht Jahre lang um die Welt segeln wollte. © Rufenach

Der süddeutsche Segler Bodo Rufenach, der vor Martinique verschwunden ist, konnte bisher nicht gefunden werden. Erst hatte es kurzzeitig Hoffnung gegeben, ihn doch noch lebend retten zu können. Denn das Unglück war offenbar näher an der Küste von Martinique passiert ist, als anfangs von den Behörden angenommen.

Es wurde spekuliert, dass Rufenach möglicherweise das rettende Ufer schwimmend hätte erreichen können. Die Küstenwache hatte daraufhin ihre Bemühungen, den Segler zu finden, noch einmal intensiviert. Der Erfolg blieb allerdings aus.

Nach fünf Tagen wurde die Suche auf See offiziell eingestellt, weil man diese Zeit nicht ohne Trinkwasser überleben kann. Die Gendamerie hat nun die Untersuchung für abgeschlossen erklärt und das Schiff freigegeben. Der Bruder Thomas Rufenach ist von den Maßnahmen der Behörden vor Ort überzeugt.

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„Wir fühlen uns alle hilflos und würden gerne mithelfen. Die Seenotrettung und Küstenwache haben zwar nicht dieses tiefe und persönliche Interesse wie wir, aber sicherlich die berufliche Professionalität“, schreibt er auf der Balu-Homepage.

„Ein vermisster Segler passiert denen nicht zum ersten Mal, uns aber schon. Was Windrichtung, Strömung etc. angeht braucht man denen nicht zu erklären. Die brauchen nur zuverlässige Informationen, die Ihnen bei der Rekonstruktion des Unglücks helfen und somit den möglichen Aufenthaltsort zu bestimmen.“

Der Eigner der "Balu" war Segellehrer. © Rufenach

Rufenach ist nun nach Martinique gereist, um die „Balu“ einzulagern. Es ist immer noch nicht klar, wie genau das Unglück passieren konnte.

Der Balu-Skipper gilt als erfahrener und umsichtiger Segler. Auf seiner Website schreibt er über den Start seiner Einhand-Weltumsegelung: „Am 31. August 2008 begann für mich ein neuer Lebensabschnitt. Ich habe mit meiner Segelyacht BALU die Leinen vom Hafen des 1. Nürnberger Motoryachtclub’s zur Weltumsegelung gelöst.

Nach über 40 Jahren im Berufsleben ergab sich die Möglichkeit vorzeitig in Pension zu gehen. Nebenberuflich habe ich die letzten 20 Jahre in meiner Segelschule vielen angehenden Wassersportlern zu ihren Befähigungsnachweisen geholfen und ich möchte mich bei Ihnen für das Vertrauen danken. Ich hoffe wir sehen uns irgendwo auf oder am Wasser wieder.“

In einem Fernsehbeitrag wird sein Abschied zur Weltumsegelung 2008 dokumentiert.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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