Meinung Bootsbau: Segeln statt motoren – Wer richtig segeln will, soll sich bücken, basta!

Zischen muss es

Erdmann Braschos macht sich Gedanken über die Entwicklung im Serienbootsbau. Müssen moderne Cruiser-Pötte immer höher und breitärschiger werden? “Scheußlichkeiten”, die den Trend zum Nichtsegeln verstärken.

Vorhang hoch für den üblichen Blick auf die Ostsee an einem Segelwochenende. Der Segler ist allein © Swedesail

Vorhang hoch für den üblichen Blick auf die Ostsee an einem Segelwochenende. Der Segler ist allein © Swedesail

Im Sommer war ich ein paar Tage Segeln. Es war trotz wackeliger Bedingungen wunderbar. Welcher Genuss, welches Privileg, sich mal auszuklinken, an Bord zu sein. Das übliche Gejammer der Sommer-Dauerlieger (meist Senioren) über das Wetter, über zu wenig, zu viel Wind, die falsche Richtung, Welle und Regenschauer finde ich seltsam. Segeln findet bekanntlich draußen statt. Da ist von Sonne über schwarze Wolken mit Böen, Regen und Gewitter alles drin. Wenn ich das nicht möchte oder damit nicht klar komme, erspare ich mir den erheblichen Aufwand ein Boot zu betreiben oder zu chartern. Da mach ich was anderes. Und wenn „Muddi“ nicht mitkommt, um das lebensnahe Schmiddl-Kriterium zu zitieren, bleibt „Muddi“ eben zuhause, und es wird während ausgesuchter Segelwochenenden kurz und schmerzlos gebrettert. Jedes Wochenende kann ich das eh nicht machen. Zu viel Segeln macht blöd. Das Bild in den Häfen und draußen auf dem Wasser war vertraut. Die Stege der Vereine und Marinas sind wie gehabt mit Raumwundern belegt. Mit breiten, voluminösen, erschütternd breitärschigen Booten.

Aufgepumpte Scheußlichkeiten

Nur werden die Pötte immer höher. Neulich sah ich in der Marina Weiße Wiek in Boltenhagen eine Art Eisberg, eine Film-Requisite oder Fata Morgana. Ich ging an den Steg, sah es mir aus der Nähe an, um es zu glauben. Es handelte sich um eine Hanse 575.

Sehenswert: Die ‘Omega 42', eine betagte Konstruktion von Peter Norlin © Archiv Braschos

Sehenswert: Die ‘Omega 42′, eine betagte Konstruktion von Peter Norlin © Archiv Braschos

Von den Dingern aus Giebelstadt erst gar nicht zu reden. Solche Scheußlichkeiten kann man nur als Blinder kaufen. Der Lübecker Segelmacher Arnd Deutsch, er segelt gemeinsam mit seiner Freundin Inke Paulsen einen hinreißenden Johan Anker-Klassiker, hat die Flotte der in Grömitz liegenden Boote vor zwei Jahren mal auf seine lakonische Art so zusammen gefasst: „Die sehen aus wie mit 2 Bar aufgepumpt.“ Ich fürchte, wir sind jetzt bei 3 Bar angekommen und der Druck lässt nicht nach.

Steilmarkisentechnik

Draußen auf dem Wasser waren meine Segelfreunde und ich praktisch allein. Zwar sah man an schönen Tagen bei idealen Bedingungen (Sonne und moderater Wind aus der passenden Richtung) einige weiße Dreiecke. Meist begegnete ich Booten, die in sämtliche Richtungen gedieselt wurden. Bei Flaute, traumhaftem Wind und etwas mehr bis deftig von achtern, raumschots oder von vorn. Selten war ein Vorsegel teilweise oder sogar ganz ausgewickelt. Dabei ist ja praktisch jedes Fahrtenboot heute mit moderner Steilmarkisentechnik (Rollanlagen) unterwegs. Da muss 1 x an der Vorschot und 1 x am Großfall oder Ausholer des Rollgroß gezogen werden. Fertig. Ich möchte hier gar nicht weiter auf der sagenhaften Faulheit vieler Fahrtensegler rumkloppen und fragen, ob diese Art Bummeldieseln noch eine Sportart ist. Nur fürchte ich, es gibt einen Zusammenhang zwischen dem ganzen Gejökel und den Booten. Denn eigentlich get es nicht bequemer, als moderne Rollanlagen das Segeln heute machen.

Wer ein gescheites Boot wie die Luffe 37 hat und segeln kann, kreuzt sogar aus der Hafen von Anholt © Uwe Baykowski

Wer ein gescheites Boot wie die Luffe 37 hat und segeln kann, kreuzt sogar aus der Hafen von Anholt © Uwe Baykowski

Es macht keinen Spaß, die modernen Volumenmodelle zu segeln. Sie vermitteln bei leichtem Wind kein Feeling. Sie bieten zu wenig Segelgenuss. Den Kontakt zum Wasser haben diese schwimmenden Bollwerke abgeschafft. Sie fahren aber zischen nicht. Das ist, ich gebe es zu, eine Gefühlsangelegenheit. Das Zisch-Erlebnis stellt sich entweder ein oder eben nicht. Man kann das nicht messen und schwer beschreiben. Mich macht es süchtig. Dafür gebe ich mir das Ganze. Sonst würde ich es lassen.

Viel Platz für Kaffeekapselhalter

Man kann dieses Gefühl auf dem Stand der Bootsmesse nicht erleben. Dort aber werden die Boote angesehen und gekauft. Sehen kann man den enormen Platz, beeindruckenden Komfort und Gadgets wie Kaffeemaschinen und Kaffeekapselhalter moderner Volumenmodelle. Es wird angenommen, behauptet und auch geglaubt, dass die Boote segeln. Finde ich irre, wie sich hunderte, tausende von Bootskäufern etwas vorgaukeln lassen und damit zufrieden geben. Jeder würde ein Auto, das zugesagte Eigenschaften nicht hat, beispielsweise auf der Autobahn die Spur nicht hält, zurück geben. Boote die bei wenig Wind erst gar nicht in die Gänge kommen,  deren Handhabung durch schlecht stehende, teils aufgewickelte Steilmarkisen oder zum richtigen Segeln kaum geeignete Großschotführungen erschwert ist, haben ein verdammt enges Spektrum. Da müssen Windrichtung (halber Wind) und Stärke (um die vier) schon perfekt passen. Leider kommt das etwa zweimal in der Saison vor. Das ist wenig, oder?

Es muß Spaß machen und zischen. Sonst lohnt der kostspielige Betrieb eines Bootes nicht © Picturecoast/Stephan Röpke

Es muß Spaß machen und zischen. Sonst lohnt der kostspielige Betrieb eines Bootes nicht © Picturecoast/Stephan Röpke

Großserienwerften wie Bavaria, Beneteau oder Hanse entwickeln und bauen zwar vordergründig für den Markt, eigentlich aber für die Stückzahlen, die Rendite, also für sich. Deshalb ist das moderne Großserien Boot ein sogenannter Alleskönner. Erst die multioptionale Nutzwertdatsche erreicht Stückzahlen, gibt es günstig. Ein Strudel dem anscheinend nicht zu entrinnen ist. Dabei sind Segler doch eigentlich Individualisten. Un die lassen sich mit 0815 Konfektionsware abspeisen?

Kompromisse machen

Was kann der Interessent nun in dieser Situation tun? Er muss Kompromisse machen. Lassen wir uns nicht verschaukeln. Alles in einem Boot klappt nicht. Super Bordleben mit maximalem Platz und gut segeln passt in der üblichen 10 m Kompaktklasse nicht zusammen. Das geht auch auf 14 bis 16 m nicht, wenn das Boot sexy sein soll. Auch da gibt es, beispielsweise bei meiner Swede 55 Einschränkungen. Wenig Tiefgang und überzeugende am Wind Segelleistung gehen mit konventionellen Lösungen (dem gestutzten Festkiel) auch nicht zusammen. Da gibt es nur ein Entweder Oder. Und eben den schön geredeten Kompromiss. Wer bei vertretbarer Länge ein Boot haben möchte, das aussieht und fährt, muss sich bücken. Basta.

Alternative Daysailer

Er kann sich für einen der neuerdings zahlreich angebotenen Daysailer entscheiden. Es gibt längst eine Gegenströmung zur konfektionierten Massenware. Viele sehenswerte Exemplare habe ich hier auf SR  vorgestellt. Leider lassen sich die Werften die Designerstücker teuer bezahlen. Diesen Effekt kennt man aus dem sonstigen Leben auch. Dinge (Autos oder Handys) die einfach mal ihren Zweck erfüllen, Spaß machen und dabei auch noch gut aussehen, sind teuer. Leider bleiben diese Boote für die meisten Segler unerschwinglich. Es bleibt die Frage, warum ein unter Deck weitgehend leerer und leichter Daysailer eigentlich so teuer sein muss.

Alternative Gebrauchtboot

Swede 55 ist ein 16 m langer Kompromiß der 70er Jahre aus Optik, Segeleigenschaften und Stehhöhe (mittschiffs) © Swedesail

Swede 55 ist ein 16 m langer Kompromiß der 70er Jahre aus Optik, Segeleigenschaften und Stehhöhe (mittschiffs) © Swedesail

Er kann ein gebrauchtes Boot kaufen, das aussieht und segelt. Der Markt ist groß und es gibt viele interessante Angebote. Das erfordert Zugeständnisse an den Komfort. Siehe das hübsche pflegeleichte Internationale Folkeboot aus Kunststoff, das H-Boot, seine größere Schwester H 35, die BB 10, Ylva, Luffe 37, Molich X Meter, Aphrodite IOI, Omega oder Helmsman. Das sind Boote, keine Datschen. Die sehen gut aus und gehen auch mal an den Wind. Die machen Spaß. Da wird man gescheit nass. Vielleicht ist es aber auch an er Zeit, dass sich Gleichgesinnten zusammentun und eine der in Skandinavien auf den Hinterhöfen herumstehenden Formen mieten oder kaufen. Einfach mal den Bootsbau der Siebziger und Achtziger Jahre scannen und mit den Klassenvereinigungen reden. Zu dritt oder fünft wird es interessant. Das macht Arbeit, frisst Zeit, kostet etwas und ein Risiko, das es nicht klappt, gibt es leider auch. Zur Erinnerung: Hanse Yachts Gründer Michael Schmidt hat in den Neunziger Jahren mit der gebrauchten Form einer Finngulf 33 so angefangen. Der Mann ist vom Fach, ist Profi und hatte ein kommerzielles Ziel, klar. Dennoch zeigt das Beispiel, wie viel sich mit Phantasie und dem richtigen Ansatz machen lässt.

Selber machen

Für extreme Enthusiasten mag auch die Möglichkeit bestehen, sich gemeinsam mit Freunden ein Boot zeichnen und eine Kleinserie von drei bis fünf Booten auflegen zu lassen. In Schweden entstehen so alle paar Jahre einige 22er oder 30er Schärenkreuzer. Die Schalen werden dann individuell ausgebaut.

Die BB 10 ist kein Raumwunder aber ein interessantes Boot mit pfiffigen Lösungen © Flensburger Segelclub

Die BB 10 ist kein Raumwunder aber ein interessantes Boot mit pfiffigen Lösungen © Flensburger Segelclub

Konstrukteure und Bootsbauer, die so etwas hierzulande können, gibt es. Vielleicht mal mit Juliane Hempel reden. Die zeichnet nachweislich schöne Boote die erstens segeln und in denen sich zweitens auch wohnen lässt. So kriegt man ein individuelles Boot und die Kirche bleibt im Dorf. Viele Werften haben Kapazitäten frei. Deren Fünfachsfräsen sind nicht ausgelastet. Wer da mal vorbereitet, mit einem gescheiten (nicht halbgaren) Konzept vorbei schaut, nutzt die Effizienz und Präzision heutigen Formenbaues. Diese Bootsbau-Syndikatslösung wäre auch für Clubs interessant. Namhafte Vereine wie beispielsweise der New York Yacht Club haben im Lauf der Jahrzehnte immer wieder mal eigene Bootsklassen ins Leben gerufen. Zuletzt die Club Swan 42, eine abgespeckte, vergleichsweise günstige kleine Swan ohne unnötig schweres, teures und pflegeintensives Teakdeck. Heutige Kommunikationsmöglichkeiten (Internet, Social Media) machen es leicht. Segler, die ähnliche Vorstellungen haben, können sich beispielsweise auch über SegelReporter – etwa die Kommentarspalte dieses Beitrags – finden und sich für den Relaunch eines bewährten, schönen Kunststoffbootes oder die Entwicklung eines neuen, individuellen Bootes zusammen tun.

Gesichtslose Datschen

Es könnte sogar eine kleine feine Serie, als Neben- und Nischenprodukt einer etablierten Werft draus werden. Günstig wird es, wenn der Betrieb ruhige Zeiten mit der Weiterarbeit am Projekt auslasten kann. Nur sollte nicht der Fehler gemacht werden, den alle machen. Die Pumpe muss weggelassen werden. Auch das Konzept ursprünglich schlanker sportlicher skandinavischer Boote wurde mit kompromisslerischen Zugeständnissen an den Komfort verwässert. Siehe die Luffe, Faurby oder Wasa Yachten. Denn aufgeblasene Raumwunder bauen mittlerweile alle. Die gesichtslosen Datschen sind derzeit nur noch durch das Logo zu unterscheiden.Würde heute ein bezahlbar schönes 12 – 14 m Boot entwickelt, das in zwei oder drei Jahren aus der Halle geschoben wird, ist der Großserienbootsbau bei 6 bar. Kann eigentlich nicht schief gehen, oder? Die kostbare Freizeit auf dem Wasser ist zu schade, um sie mit breitärschigen Booten ohne sex appeal, Wochenendhäusern die weder fahren noch aussehen, zu vergeuden. Wenn es mehr Segel- statt Wohnboote gibt, wird auch wieder gesegelt. Man sieht es heute schon an den wenigen verbliebenen Segelbooten unserer Gewässer. Die werden selten motort.

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Erdmann Braschos

Sein Spezialgebiet umfasst Mega-Yachten, Klassiker, Daysailor und Schärenkreuzer. Mehr über Erdmann findest Du hier.
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73 Kommentare zu „Bootsbau: Segeln statt motoren – Wer richtig segeln will, soll sich bücken, basta!“

  1. avatar Ole H. sagt:

    Das, was den derzeitigen Serienbootsbau bestimmt, ist der Chartermarkt und die Synergieeffekte von Mehrmarkenstrategien (Hanse, Bavaria, Beneteau). Heißt: Wohnplattformen mit hoher Kojenzahl pro Laufmeter, optisch nicht mehr unterscheidbar.
    Siehe die beiden Interviews der Cheffes von Hanse und Bavaria aus diesem Jahr.
    Siehe die Diskussion hier in SR über das “Nachwuchsproblem” – Generation FB kauft nicht mehr, sondern chartert. Charter ist: Kohle für Schiff umlegbar auf Anzahl der Kojen. MIt Stehhöhe für die langwachsenden Nachfolgegenerationen und wegen der Schamhaftigkeit mit möglichst viel DuschWC’s. Lounge an Deck.
    Fertig ist das VolumenSerienboot.
    Es wird weiterhin einen Nischenmarkt für richtig segelnde OneOffs geben, denn diese sind mit modernen Produktionsverfahren günstiger produzierbar als noch vor 10 Jahren. Aber Marken im herkömmlichen Sinne sind das nicht mehr.

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  2. avatar Ulli von Coler sagt:

    Toller Artikel!

    Das fragte ich mich im letzten Sommer auch- warum nur motoren sie alle bei idealen Windbedingungen? Nun weiß ich es.
    Aber in einem Punkt muss ich widersprechen : viel Segeln macht nicht dumm sondern es macht schlau! Ganz bestimmt-ich fühle es jedesmal 🙂
    Mein Neffe ist jahrelang um die Welt gesegelt und Professor, von dem habe ich diese Weisheit

    Gruß an den lieben Erdmann mit seinem wunderschönen Boot

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  3. avatar JD sagt:

    Gegen den Volumentrend, neulich gesehen in Kiel Schilksee.

    http://imgur.com/a/SqDsG

    Weiß jemand, worum es sich handelt?

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    • avatar Kluchschieter sagt:

      Jip, dieser blaue Wasserbohrer ist ein Eigenbau. Der Eigner hat vor ca 15 Jahren angefangen das Teil (aus Carbon) zu bauen und nun ist er fertig.

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      • avatar Wilfried sagt:

        is aber nicht blau sondern grau und da frag ich mich ob sowas auch segelt. Auf jeden Fall ziemich schräg

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  4. avatar Alex sagt:

    „Großserienwerften wie Bavaria, Beneteau oder Hanse entwickeln und bauen zwar vordergründig für den Markt, eigentlich aber für die Stückzahlen, die Rendite, also für sich.“

    Rendite habe ich nur, wenn ich mit Gewinn auch verkaufe was ich baue. Nur hohe Stückzahlen entwickeln und bauen reicht leider nicht für einen Gewinn.
    Gekauft werden hohe Stückzahlen aber nun mal vom Markt, also den Verbrauchern und die kaufen was sie gerne hätten.
    Fazit, es wird gebaut was der Markt verlangt.

    Offensichtlich sind wir, die ein Boot auch zum Segeln verwende, eine sich reduzierende Minderheit.
    Ob wir deshalb aber gleich Bessermenschen sind?
    Ich habe jedenfalls keine Probleme mit Motorbootfahrenden Segler, wo es wahrscheinlich bei den Meisten sicher auch besser ist, wenn sie die Segel unten lassen.

    Aber zum Glück hat es auch noch einige Werften, die Boote zum Segeln und auch im klassischen Stil bauen. Sicher weit mehr, als die Produzenten von abgerundeten Wohncontainern mit Stange.

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  5. avatar Erdmann sagt:

    Die Frage, ob die segelnden Segler Bessermenschen sind, ist mir ziemlich Wurst. Eigentlich ist es sogar gut, wenn beispielsweise die Lübecker Bucht bei passablen Bedingungen so gut wie leer ist. Da muß ich nicht so aufpassen.

    Mich beschäftgt eher das Großserienwerften mit ihren Erzeugnissen den Segelspaß, den Charme, den Genuß abschaffen und Fahrten- und Wochenendbummelsegeln endgültig zum Camping machen. Es macht keinen Spaß sich das anzusehen. Stichwort Kreidefelsen. Ich sehe in den Häfen selten intereressante schöne Boote. Ich guck mir eigentlich gerne Boote an.

    Ich finde es schade, wie der Serienbootsbau mit seinen Erzeugnissen über den Preis dem individuellen Bootsbau das Wasser abgräbt. Eine nach der anderen skandinavischen Werft geht kaputt.

    Deshalb habe ich über Antworten nachgedacht und Vorschläge gemacht.

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    • avatar Alex sagt:

      Ich bezweifle, dass dieser Wandel von den großen Werften gemacht wird.
      Die reagieren doch nur auf den Markt, also uns.
      Und hast du mal bei den Leute nachgefragt, die auf solchen Kisten tuckern?
      Möglicherweise ist das ja ihre Interpretation von Segelspaß, Charm und Genuß. Offensichtlich wollen sie ja genau das.

      Das Problem fängt doch schon in den Vereinen an. Die Meisten haben ein Überalterungsproblem weil der Nachwuchs fehlt. Bei den Regatten kommen immer weniger Boote zusammen, um sich zu messen. Die Freizeitindustrie lässt sich immer abgefahrenere Zeitvertreibe einfallen, die eine Konkurrenz zum Segeln sind. Viele haben gleich mehrere feste Hobbys und leihen sich daher aus Kostengründen die Ausrüstung.
      Auch der Carterbetrieb hat auf diese Trends reagiert und bietet Flottillensegeln mit abendlicher Sa.. Party.

      Ich war in meinem früheren Leben das was man ein Rocker nennt. Da gab´s genau die gleiche Diskussion. Nur wer Harley fährt ist auch ein echter Biker. Die Jogurtbecher mit ihren Papageienkombi sind nix. Eine Goldwing? Pfui und dann auch noch mit Rückwärtsgang, geht gar nicht. Und die Trickes? Die haben Platzverbot.

      Ist halt der Zeitgeist. Das wirst du ertragen müssen oder in die andere Richtung schauen, wenn da nicht auch gerade ein Wohnboot dampfert.

      Übrigens, alle Billigprojekte, graben dem individuellen Bootsbau das Wasser ab. Nicht nur die von Großwerften. 😉

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    • avatar Rainer sagt:

      Also inhaltlich kann ich dem Artikel voll zustimmen – viele neue Boote sind für den SEGELspaß nicht so toll. Aber wir haben auch grad unsere Boström 37 verkauft und chartern jetzt – zuletzt eine breitärschige, langsame 38ft Elan. Vom segelerischem Standpunkt ein Trauerspiel. ABER – und das schätze ich trifft für viele zu: Das segeln ist das eine, das leben am Wasser (als ÖSI mehr als 300 Tage im Jahr kein Meer) ist das, was für mich das Tolle an der Sache ist. Segeln ist das Sahnehäubchen drauf, aber das wichtige ist das am Meer (am Boot) sein. Wegen der Kinder gerne auch mit einer zweiten Familie – und dann ist man schon wieder bei so einem Ferienhausverschnitt mit Mast. Statistisch trifft das wahrscheinlich viele – wenig Geld, viel lust auf Meer.

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  6. avatar Friedrich sagt:

    Wie gut, dass sich das mal jemand öffentlich von der Seele schreibt. Diese schwimmenden Wohnkartons mit Alibimast sind erbärmlich. Und alles, was einigermaßen hübsch aussieht und gut segelt, kostet gleich das doppelte.

    Schlimm ist, dass das der angeblichen Generation FB als Abenteuer und Segelspaß verkauft wird. Was ist daran toll mit so einem Kasten zwischen überfüllten Marinas oder Trendbuchten herumzumotoren und abends sein Essen in der Mikrowelle heiß machen zu können? Viele Leute wissen einfach gar nicht, wie toll Segeln wirklich sein kann, wenn es “zischt”. Die wissen nicht, wie toll es sich anfühlt, mal unter Segeln in den Hafen oder morgens auf See rausgefahren zu sein. So erleben sie auch nicht, was gute Ergonomie und Funktion für ein SEGELboot ausmachen und wann ein Innenausbau nur Show für den Hafen oder tatsächlich seetauglich ist. So denken vielleicht viele, Segelboot ist zum Chillen, Spaß und Sport ist Kitesurfen.

    Leider schafft auch das Regattasegeln keine Impulse in die richtige Richtung. Unterhalb der Hightech-Dimensionen weisen die ORC und IRC-Formeln auch eher den gepimpten Wohnkartons den Weg. Schwer, breit und hoch hilft beim Handycap. Siehe ORC-WM in Kiel, wenngleich ein tolles Event. Aber hübsche, gar schlanke Boote vom alten Schlag, Fehlanzeige. Kann aber auch daran liegen, dass sich die Luffe, Swede- und Omega- etc. -Fans aus welchen Gründen auch immer mit ihren schnellen Booten nicht zu solchen “schnellen” Events bewegen? Aber auch innovative heiße Rennziegen sind bei den kleineren Booten bis 12 m nach wie vor sehr selten und in der Regel nicht erfolgreich, wenn man ihnen nicht durch Ballast wieder die zischende Seele aushaucht.

    Im übrigen sei aber mal einem o.g. Punkt entgegnet: breite Ärsche segeln nicht schlecht, sondern durchaus schnell, sicher und bequem. Vor dem breiten A… sollte sich dabei nur nicht zu viel überflüssiges Gewicht befinden. Dann bieten diese Hecks Glitsch-Potential, viel Platz zum draußen Segeln, auch mal Lümmeln, Stabilität und Schutz vor unbeabsichtigten Sonnenschüssen. Demnach liegt das Glück nicht allein im Bewahren der alten Schönheiten, sondern darin, endlich wieder mehr gern auch moderne Boote am Markt zu finden, die richtig geil segeln und dabei aber in ihren jeweiligen Dimensionen bezahlbar bleiben.

    Wenn Hanse bei den Varianta 37 und 44 noch 30 cm Rumpfhöhe (im wahrsten Sinne des Wortes) gespart hätte….

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    • avatar Erdmann sagt:

      Du hast recht, Boote mit breitem Heck sind, wenn sie leicht sind oder anspruchsvoll gebaut, ausgezeichnete Segelplattformen, die lange viel Tuch tragen und ausgezeichnet laufen. Gar keine Frage!

      Deshalb braucht man mit einer Omega 42 oder ähnlichen Booten auch aus Vermessungsgründen erst gar nicht bei Events, die auf moderne Konstruktionen zugeschnitten sind, erscheinen. Moderne Regattaboote sind interessant.

      Aber diese Flotte ist die Minderheit im modernen Bootsbau.

      Es gibt m.E. moderne, formstabile Fahrtenboote, wie die Swans oder manche Baltic, die man angucken kann. Díe sind optisch nicht so brutal. Nicht so breit und hoch. Da gibt es irgendeine ästhetische Schwelle, die nicht überschritte wird.

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  7. avatar Alex Lang sagt:

    warten auf Bente 24?

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 6 Daumen runter 15

  8. avatar dubblebubble sagt:

    “Wer richtig segeln will soll sich bücken, basta!”

    Pfui!

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 7 Daumen runter 9

    • avatar Erdmann sagt:

      Zunächst lief die Diskussion zu meinem Kommentar über die Fehlentwicklung im Serienbootsbau hier in erfreulich fachlichen, seglerischen und sachlichen Bahnen.

      Bemerkenswert finde ich auch, welche Reaktionen mich auf anderen Kanälen erreichen. Da gibt es Profis (wahrlich Betroffene) die mich mal auf ganz gelassene, freundliche Weise „ins Gebet“ nehmen möchten und „den Braschos einnorden“.

      Ich hab schon zugesagt und werde gern zuhören. Mal gucken, ob die das hinkriegen.

      Es war natürlich nur eine Frage der Zeit, wie lange die Bemerkungen zu meinem Kommentar fachlich bleiben. Wenn pointiert und gegen den Trend geschrieben wird, kommen früher oder später die ersten Pöbler, die anscheinend nicht in Ruhe lesen können oder möchten:

      Dubblebubble: Wenn Du ein Boot in der üblichen Größe haben möchtest das aussieht, Segelgefühl und –spaß bringt, dann ist meines Erachtens bei 10 – 12 m keine oder nur mit ach und krach Stehhöhe unterzubringen. Auch nicht bei 14 m. Da muss man den Kopf einziehen. Was ist daran Pfui?

      Lies mal mein Plädoyer für schöne Boote anlässlich der Eagle 44:

      http://segelreporter.com/regatta/braschosblog-eagle-44-boote-muessen-schoen-anfangen-und-ebenso-aufhoeren/

      Das ist schön und hat Charme. Die Begegnung mit diesem Boot auf dem Wasser würde mich begeistern.

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      • avatar Karl sagt:

        Hi Erdmann,
        mir sprichst Du aus der Seele und formulierst es besser als ich es jemals könnte. Ich nahm bisher an, mit meiner Meinung zu einer Minderheit zu gehören und dass vermutlich deshalb mein Leserbrief mit dem Titel “Hässlich” in der “Yacht” nicht veröffentlicht wurde.
        Da ich Deinen Beitrag dort auch nie lesen konnte, vermute ich inzwischen kommerzielle Gründe …
        Viele Grüße!

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  9. avatar Johannes Bahnsen sagt:

    Ich kann den Link: http://imgur.com/a/SqDsG leider nicht öffnen.
    Wenn es dieses extrem flache uns schlanke Ding mit dem unendlich langen, unverstagten Mast handelt: Ein Eigenbau. Mit Hubkiel. Der kann angeblich sogar eine Achse durch den aufgeholten Hubkiel stecken und eine Deichsel am Bug montieren und dann trailern…

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  10. avatar Sven 14Footer sagt:

    Erdmann hat in vielen Dingen Recht. Ich habe vor 2 Jahren mal eine Beneteau gechartert und festgestellt, dieses Boot kann die Kurse nicht, die Spaß machen: Raumschots mit Gennacker bei 5 Bft = Sonnenschuß; Kreuz mit brutalem Wendewinkel. Dann muss man einfach motoren.
    Ich denke die Seglerschaft teilt sich weiter auf. Die Fans für sportlich, schicke Boote (da gibts viele neue Daysailer und Sportboote) und die Fans, welche den Komfort lieben und auf dem Wasser sein mögen aber Segelleistung und Ästetik nicht an vorderster Stelle stehen. Der Mix, den eine Swede 55, Omega oder ältere Luffes darstellen wird (und war) eine Nische.
    Friedrich hat übrigens auch Recht. Die mordernen Design segeln zum Teil sehr schnell. Ob das dann “zisch” macht kann ich nicht beurteilen.

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  11. avatar Andreas sagt:

    Uhhh, sauberer Artikel, interessantes Thema! In vielen Punkten stimme ich mit dem Inhalt voll überein. Aber nicht in punkto breite Ärsche. Denn die sind obergeil. Aber nur im Zusammenhang mit niedrigen Gewicht und einem niedrigen Schwerpunkt.

    Aber zunächst zu dem, was Braschos eigentlich vielleicht meint. Die vielen hässlichen Kähne, die statt zu segeln auch noch die Wasserqualität in den Marinas verschlechtern. Da stimme ich ihm zu. Lieber ein gut gesegeltes Folkeboot als so ein riesen Haufen schwimmendes Wohnzimmer. Die Segeleigenschaften dieser Kähne sind miserabel, auch wenn die Werften etwas anderes behaupten.

    Allerdings ist es schwierig hier Überzeugungsarbeit zu leisten. Ob man viele Menschen dazu bekommt einen Schären-Kreuzer zu kaufen, der ja nun das extreme Gegenstück zu einer Bavaria ist… eher wohl nicht…

    ABER, da ich jetzt diesen Sommer in den Genuss kam eine sehr sportliche große X-Yacht überführen zu dürfen, muss ich zu dem Thema mal etwas loswerden. Warum in Gottes Namen segeln so viel diese sauteuren, bleischweren, vollkommen veralteten Konzepte wie X-Yachten (und ähnliches) durch die Gegend?

    Als ausgewiesener POGO, Class40 und Konsorten-(Breitarsch) Fan, möchte ich gerne mal auf ein paar Sachen hinweisen, die anscheinend weitestgehend unbekannt geblieben zu sein scheinen.

    Ein schmales Schiff macht bei an der Kreuz bei wenig Welle und wenig Wind noch einigermaßen Sinn. Das war’s aber auch schon. (Nichts gegen Schären-Kreuzer & Ähnliches,… ich liebe die Dinger auch) aber mit der Super-X unterwegs stelle ich Folgende Details fest:

    Das Boot fährt ab schon 10-14 Kn. Wind mit einer extremen Schräglage durch die Gegend, dass man quasi einen Dauer-Drahtseil-Akt hinlegen muss. Leben an Bord wird zur Quälerei! Nach vorne aufs Vorschiff,… nee das macht Muddi nicht mit.

    Mit dem Tiefgang von 2,6 Metern komme ich in 85% der Häfen in der Ostsee NICHT rein. Ich fahre einen tollen Winkel zum Wind, aber ab 12 Kn. und etwas Welle ist es damit sowieso vorbei, denn mir fehlen die 8 Fettsäcke auf der Kante, um das Boot zu beschleunigen und aufrecht genug zu segeln.

    Das Boot steuert sich auch schlecht im Vergleich, man steht viel zu hoch voll exponiert an einem lächerlich großen Rad in Spray und Wind, nach ein paar Stunden schmerzt alles. Die Füße wissen nicht wo sie halt finden sollen. Das Boot ist in der Längsachse zudem noch sehr sensibel, denn über die schmale lange Kiel-Finne dreht es sich vor, auf und hinter jeder etwas größeren Welle (FANÖ-Bucht z.B) wie ein nervös gewordener Samba-Tänzer.

    Die Crew liegt lahm herum und kämpft gegen die Seekrankheit, der Steuermann wünscht sich seine Pogo zurück.

    Wozu das Alles?? Das Konzept ist aus dem letzten Jahrhundert, bzw. Jahrtausend. Die Yachten sind aber auch nicht wirklich schön. So schön wie vielleicht ein Schärenkreuzer oder eine S&S Yacht ist noch keine X-Yacht gewesen.

    Dazu kommt, dass die ehrenwerten X-Kunden einen Haufen Geld ausgeben, um dann an der Kreuz im Urlaub 7,00 Knoten, und abgefallen auf 90° WWW ganze 8,5 Kn. schnell zu segeln. Hmmm mit einer Pogo 12.50 oder auch schon mit der kleinen Pogo 30 segel ich hoch am Wind bei unter 12 Knoten vielleicht 2-3 Grad weniger Höhe, fahre aber exakt die gleiche Geschwindigkeit, denn mein Boot wiegt dann fast 1800 KG weniger als das gut möblierte Vergleichsfahrzeug, und wenn ich etwas vom Wind abgefallen bin, fällt die 9,0 Kn-Grenze und falle ich noch mal etwas ab fällt bereits bei wenig Wind die 10 Kn.Speed-Grenze.

    Der breite Arsch macht aber NUR Sinn, wenn das Boot leicht bleibt. Dann sorgt der Hintern aber für mehr Stabilität, das Boot segelt deutlich aufrechter, sein breiter Arsch macht meist 2 Ruder sinnvoll, eines davon ist dann nämlich immer senkrecht im Wasser und der Autopilot steuert das Schiff auch noch mühelos durch Wind und Seegang! Der Skipper kann runter gehen, Kaffee aufsetzen und etwas an den Segeln herum trimmen. Sonnenschüsse sind Vergangenheit. Das Boot fährt wie auf Schienen durch die See.

    Dann komme ich in einen kleinen Hafen oder eine seichte Bucht, und der bei der POGO (12.50 ,3 Meter lange Kiel) klappt unter den Rumpf und ich kann dem Hafenmeister, der mich eben noch davon jagen wollte, den Mittelfinger zeigen und mich gemütlich zu den Jollenkreuzern in der hintersten Reihe des Hafens gesellen.

    Das durch-gelattete Großsegel ließ sich vorher ohne Stress einholen und fest zurren. Kein Achterstag oder Backstagen sind mir im Wege, und ich sitze in einem für Segler und Hafenlieger gebauten Cockpit weit vorn an der Pinne, wenn ich will sogar easy im Schutze der Sprayhood. Da der Autopilot (mit Fernbedienung um den Hals) aber sowieso die meiste Steuerarbeit erledigt, brauche ich nur selten an der Pinne zu sitzen.

    Wenn ich Muddi dann noch überreden kann, mal den großen Spi über die Socke heraus zu holen, dann surfen wir schon bei 8-10 Kn. Wind mit 8-11 Knoten Fahrt über die Spiegelglatte Ostsee und trinken SCHON WIEDER Kaffe, hören laute Musik und jubeln still in uns hinein oder laut über den Teich.

    Also, WARUM geben alle diese netten Menschen so viel Kohle für ein asbachuraltes Konzept aus, das von je her niemals zum touren entwickelt wurde? Ich weiß es nicht, wahrscheinlich weil sie es nicht anders kennen. Schade..

    Zum Schluss bleibt mir noch zu sagen, dass diese Boote einen höheren Wiederverkaufswert haben als eine X-Yacht.

    Yo, also dann noch viel Spaß ihr elendigen VERDRÄNGER

    🙂

    P.S. Ich bekomme keinen Pfennig für diese Lobhudelei

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    • avatar Alex Lang sagt:

      sehr schön. jetzt freue ich mich gleich noch mehr auf meinen pogo 30 törn in 2 wochen 😀

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    • avatar Firsty sagt:

      Gute Feststellung. Gleiches wie für X-Yachten gilt mE übrigens auch für Luffe.

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    • avatar Erdmann sagt:

      Mit Deiner Popo 40 segelst Du in einer völlig anderen Kategorie Wassersportgerät: Leichter, flacher, agiler, gleitender Monomaran. Eine andere Welt.

      Viele betagte X-Yachten sind zu Fahrtenbooten modifizierte IOR-Schiffe, die mit reichlich Mannschaft auf der Kante funktionieren, sonst nicht (luvgierig etc).

      Dennoch sind diese Boote empfohlen und verkauft worden. Die sog. Fachpresse (meist in einem Boot mit den Werften) hat bei dieser Irreführung mitgemacht.

      Schlanke Boote sind zum Fahrtensegeln mit langen Am Wind Kursen auch nicht ideal weil sie mit viel Krängung, wenigstens ohne nennenswerten Ruderdruck, laufen. Wer gibt sich 25 Grad Krängung stundenlang in bewegtem Wasser?

      Elender Verdränger – altes Konzept. Du hast Recht. Aber an so einem Rumpf mit oben eingeschnürter Spantform, Deckssprung, flachem, übersichtlichem Aufbau, Löffelbug und apartem Heck kann ich mich Jahrzehnte freuen.

      Es ist genau dieser Charme, den der Großserienbau mit seinen 3 Bar Nutzwertbombern abschafft. Da wird in meinen Augen jetzt endgültig eine Kotzschwelle überschritten.

      Ein Segelboot muss für mich bei allen Zweckmäßigkeits-Gesichtspunkten (zischen, pflegeleicht, haltbar usw) schön sein.

      Ich trauere halt ästhetisch irgendwie den 70ern nach. Guck Dir Mal eine IW 31 an. Völlig obsoletes Konzept, wenig Platz. Aber ich freue mich jedes Mal, wenn ich dieses aparte S&S Boot sehe. Das fängt schön an und hört hübsch auf. Da fährst Du mit Deiner Pogo Kreise drum und um meine Tourenschäre bei passenden Bedingungen auch.

      Alles hat seinen Preis.

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      • Hmh, dass Du und viele andere ästhetisch den 70ern nachtrauern mag ja sein. Doch dass der moderne Bootsbau – auch der “Breitarsch” – da keinen Fortschritt bilden (auch ästhetisch) sehe ich nicht ein. Man kann sehr wohl schnelle, leichte Schiffe mit hohem Stabilitätätsumfang und entspr. Segeltragevermögen auch zum Fahrtensegeln bekommen und die Ästhetik einer Pogo-3 oder – bei nur 6,5m Länge – einer Django 760 oder einer ClasseMini sind zwar anders aber … in meinen Augen auch schön. Hinzu kommen Konzepte wie Esse – oder etwas älter meine Rommel 33 – etc., die ebenfalls und mit entsprechender Mannschaft auch funktionieren. Die mögen aber zugegeben nicht dem heutigen Chartermarkt entsprechen … was in meinen Augen schade ist …

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    • avatar flojo sagt:

      Also, Ich kann das Rumgehacke auf X-Yachts nicht ganz verstehen, besitze selber eine solche, die XP Reihe ist niederbordig, mit das schönste im Gross-Serienbau (Frers mit Nautor ist schöner, aber Oligarchenliga), und segelt gut bis sehr gut ohne jegliche Anstrengung, bei schönem wohnlichen Minimalismus unter Deck. Die Pogos sind seglerisch vermutlich eine andere Liga, aber formal so scheusslich, dass mir der Spass gleich wieder verdorben würde. Ich habe keine Lust auf eine Plastikschüssel auf der kalten Ostsee und freue ich mich über ein bisschen Gemütlichkeit mit Heizung, warmen Interieur und Qualität als Kontrast. Segeln ist nicht nur Bolzen, sondern auch eine Frage der Ästhetik, dazu noch die Seele baumeln lassen in einem schönen dänischen Hafen oder gepflegt abhängen in den Schären. Da freu’ ich mich, wenn mein Schiff mehr als nur Campingatmosphäre verströmt und zum Wohnschiff mutiert. Klar, ein lifting keel und etwas Wasserballast wären schöne Extras, da geb’ Ich Dir Recht.

      Grüsse, Flojo

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    • avatar Erdmann sagt:

      Sorry Andreas für den freud’schen Verschreiber „Popo“ statt „Pogo 40“

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    • avatar Hans-Jürgen sagt:

      Sehr gut beschrieben – vielen Dank dafür. Kann es nicht sein, dass weite Teile der Werft-Industrie (auch der Cruiser-Racer wie x-yachts etc) die technische Entwicklung hin zum Leichtbau und ebenso die Design Entwicklung verschlafen haben und heute Unternehmen aus Frankreich und Italien einfach “vor der Kurve” sind?

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  12. avatar Skiffi sagt:

    Gott, was ist das denn für ein Gutmenschenartikel a la: Ich bin gut und die anderen die Bösen. Kann einem doch völlig egal sein, ob es bei denen auch zischt! Jeder Jeck ist halt anders!

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    • avatar Detlef Andreovits sagt:

      “Gutmenschenartikel” ist sehr milde ausgedrückt.
      Sich selbst derart über alle anderen zu stellen ist schon dreist und der Gipfel der Intoleranz (wird normalerweise nur Motorbootfahrern zugeschrieben). Wenn die heutigen Käufer eine Swede 55 (noch) haben wollten und nicht neu bekämen, würde der Gebrauchtbootpreis exorbitant sein – ist er aber nicht. Woran mag DAS denn nur liegen??? Jetzt fehlt nur noch eine Verschwörungstheorie…

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      • avatar Super-Spät-Segler sagt:

        “Gipfel der Intoleranz” bringt es auf den Punkt! Genau das habe ich empfunden, als ich den Artikel las.

        Aus Sicht eines Seglers ohne Kiel und Kajüte stellt sich mir sowieso die Frage: Warum regt sich der Fahrer eines schwedischen Wohnwagens denn schon wieder über einen hanseatischen Wohnwagen auf?

        Daran, daß er hoch ist und einen breiten Arsch hat, kann es nicht liegen:

        http://segelreporter.com/blogs/finnische-nautor-werft-auf-erfolgskurs-im-megayachtbau/

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        • avatar Erdmann sagt:

          Vielleicht einfach mal: 1. Hirn einschalten, 2. Augen öffnen, 3. Lesen, 4. Hirn eingeschaltet lassen und 5. die Unterschiede erkennen

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          • avatar Firsty sagt:

            Es scheint, Du kannst auf jeden Fall gut mit Kritik umgehen! 🙂 Daumen hoch und Punkt 1 nicht vergessen 😉

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          • avatar seilor sagt:

            So zwischen den Teilen liest sich der Artikel eher, dass es störend ist, dass mitlerweile auch Otto-Normal-Familien aufs Wasser gehen … denn das Motto scheint ja zu sein, wenn keine Schäre, dann wenigstens eine SWAN.

            Die hat zwar genausoeinen breiten Arsch und hohes Freibord wie ne Hanse (Rumpffenster und Co haben übrigens auch beide … ), die Swan ist aber elitärer.

            Mein Hirn ist übrigens eingeschaltet und mein Boot hat nur Kriechhöhe … trotzdem fahr ich auch gern mit ner Hanse in den Urlaub. Swede 55 ist für mich ganz klar ein Konzept von gestern, warum soll ich beim Liegeplatz viel Länge bezahlen, dann aber “dank” kurzer Wasserlinie langsam segeln.

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          • avatar Alex sagt:

            Na dann schreibe doch einfach so, dass der Leser auch ohne nachdenken versteht, was du sagen möchtest.

            Ich jedenfalls lese in deinem Artikel auch ein Einhacken auf Menschen, die Bootfahren anders interpretieren als du.

            Oder bevor du veröffentlichst, versuch doch mal 1. Hirn einschalten, 2. Augen öffnen, 3. Lesen, 4. Hirn eingeschaltet lassen und 5. mögliche Verständnisprobleme von Lesern erkennen.

            Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 13 Daumen runter 5

          • avatar Detlef Andreovits sagt:

            welch unqualifizierte Pöbelei. Als wenn es nicht reichen würde sich -in gnadenloser Arroganz- selbst als Allwissender zu inszenieren. Diese Antwort eines Redaktionsmitgliedes disqualifiziert leider das gesamte SegelReporter-Team

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          • avatar dubblebubble sagt:

            @Detlef Andreovits:

            Lass mal die Kirche im Dorf! Der Text ist als M E I N U N G markiert und die kann man haben.

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          • avatar Detlef Andreovits sagt:

            @dubblebubble:
            stimmt genau, Meinung ist gut – gilt halt auch für Gegenmeinungen. Ich kritisiere nicht die Meinung, sondern den Stil

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      • avatar Schärenkreuzer sagt:

        Naja, 16m sind für Viele einfach eine Nr. zu groß, da muss man nämlich richtig gut manövrieren können, was ohne Elektroschubse im Bug gekonnt sein will…

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        • avatar Erdmann sagt:

          Das 16 m Boot reduziert sich durch 4 m Überhang auf 12 m Wasserlinie in langsamer Fahrt. Die drehen auch dank der 8 ½ t (also eigentlich gar kein großes Boot) und Flossenkiel mit achtern frei stehendem, skeglosen Spatenruder ausgezeichnet. Dazu ein Drehflügelpropeller der gut greift, ab und zu ein entschlossener Schub mit Freiund Volvo, ein Blick auf den Verklicker woher der Wind kommt und wie der mir beim Boot drehen im Hafenbecken helfen könnte. Ein wenig Übung …

          Es gab bisher wenige Situationen, wo selbst bei diesem Boot mit schlechten Manövriereigenschaften bei viel Seitenwind wegen des weit vorn stehenden Masts und langsamer Fahrt im Hafen ein Bugstrahlruder nötig gewesen wäre.

          Manchmal lasse ich bestimmte Dinge auch und sage, sorry, der Liegeplatz geht heute nicht. Nehmen wir einen anderen. Oder ich setze 2 x an (Thema Üben).

          Außerdem sind es m. E. gerade diese Spielereien wie Bugstrahlruder, die ein Boot teuer, kompliziert und wartungsintensiv machen und einen auf Dauer vom Segeln abhalten.

          Aber das wäre mal ein anderes Thema. Wie man sich durch Überausrüstung handicapt. Ich kenne Segler, die kleiden sich vor jedem Segelwechsel ein, als ginge es rund Kap Hoorn. Ich geh einfach nach vorn, hol die Wäsche runter, fädle die neue ins Profilstag und weiter geht’s. Allein schon dieses Gedöns mit den Lifebelts, wenn ich doch eh zwischen der Reling an Deck sitze.

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          • avatar Alex sagt:

            Mann bist du ein toller Typ.
            Und wer braucht auch schon so einen depperten Lifebelt, ist doch nichts für echte Männer.

            Ich unterstelle mal, du willst und hier einen verspäteten Aprilscherz unterjubeln.
            Weil so einen Müll kann ja nicht ernst gemeint sein.

            Wenn doch, dann hast du dich mit diesen Äuserungen als absolut arrogant und inkompetent geouted.

            Danke Segelreporter, für so einen Blödsinn bezahle ich nicht.

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          • avatar BSU? sagt:

            Schöner Artikel.

            Aber die Aussage bzgl. Lifebelts ist nur eins: Dumm. Stolperst Du nie? Fährst Du nie eine Patenthalse?

            Wer über Bord geht ist mit locker 50% Wahrscheinlichkeit tot.

            Ist obiger Autor topfit? Gut trainiert bei nicht zuviel Bauchumfang? Wenn dann eine geistesgegenwärtige Mannschaft an Bord ist kann es vielleicht klappen mit dem Rausfischen des Skippers.

            Wenn an Bord nur eine sonntagnachmittagliche, ob des plötzlichen Verlustes des Skippers abgedrehte und des Segelns ungeübte Begleitung verbleibt dann wünsche ich fröhliches Abbuddeln. Wieviel Freibord hat das Boot? Wie kommst Du über die Reling? Schaffst Du es nach 10 Minuten in 15° Wasser noch aus eigener Kaft im Seegang mit nassen Klamotten die Badeleiter hochzukrabbeln?

            Erdmann Braschos empfehle ich für heute Abend, sich eine gute Flasche Rotwein aufzumachen, die Seite des BSU zu besuchen und mal die Kausalitäten der diversen Sportbootunfälle der letzten Jahre zu goutieren.

            Gelinde gesagt erschrickt man, wenn man dort liest, was für gut ausgebildete Besatzungen bei welch profanen Wetterlagen nicht in der Lage sind einen über Bord Gefallenen lebend an Bord zu bekommen.

            Prost.

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        • avatar Erdmann sagt:

          Firsty: ich mache mir die Mühe einigermaßen durchdachte Sachen zu veröffentlichen. Im Artikel über die große Swan hatte ich erklärt wo der Unterschied ist. Ich wiederhole es hier nochmal: Diese Boote sind auch modern, formstabil breit und hochbordig, wahren aber gewisse Proportionen. Das ist eine Gratwanderung.

          Vielleicht ist es einfach so, das der Argentinier und Ästhet German Frers das kann und es eine Art stiller Übereinkunft mit Leonardo Ferragamo gibt, wie hoch und breit die Boote werden dürfen. Vielleicht können das andere nicht oder sie dürfen nicht.

          Das ist weit entfernt von der Schwimmpanzern deutscher Serienproduktion. Deshalb vielleicht erst mal meinen Beitrag in Ruhe lesen, sich die Boote/Renderings angucken und das Thema durchdenken. Das meinte ich mit 1 – 5.

          Hätte ich 1,5 bis 2 Millionen für Segelspielzeug übrig, würde ich mir eher diesen Zossen hier angucken: http://classicyachts.se/de/aktuelle-renderings-der-neuen-superyacht-swede-68/

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          • avatar Erdmann sagt:

            Genau so ist es Alex: Bei üblichen Bedingungen gehen nur Memmen, Simulanten und Warmduscher mit Lifebelt los, klötern ewig mit dem Karabiner da vorne rum, pieken sich endlos oft um und kommen nicht zu Potte. Das sieht zwar professionell und wichtig wie beim Whitbread Rennen aus, wechselt aber leider das Segel nicht. Das bremst.

            Da kriegen alle achtern den Föhn. Nächstes mal macht’s ein anderer in einem Bruchteil der Zeit. Solche harten Burschen sind wir.

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    • avatar Erdmann sagt:

      Skiffi: Ich habe in meinem Kommentar den Zusammenhang zwischen Nichtsegeln und dem seit Jahren üblichen Angebot erklärt. Die Beobachtung ist ein statistischer, nicht wegzudiskutierender Wert. Richtige Boote mit denen Segeln, Aufkreuzen Spaß macht, werden gesegelt. Die anderen gedieselt.

      Also muss man die Boote wieder anders, so bauen, das sie gern, nämlich lohnend gesegelt werden. Dazu habe ich 4 Vorschläge gemacht. Denn das entscheidende Problem bei Kleinserien-erzeugnissen für die Nische sportlicher Segler ist der Preis. Teure Boote sind für junge Familien nicht drin.

      Außerdem finde ich es schlimm, wenn ich mir in den Häfen immer diese Wurstwagen angucken muss. Immer nur Frittenbuden tun auf Dauer weh.

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      • avatar Vorschiffer sagt:

        Wurstwagen…schöne Wortschöpfung aus den end 80ern. Sagte damals schon mein Bootsbau Altgeselle zu mir als Stift. Kann ich bis heute unterschreiben. Danke Erdmann!

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  13. avatar Schärenkreuzer sagt:

    Lieber Herr Braschos, ich mag Ihre pointierte Schreibe (und Ihr Schiff ist sehr schön, nur eben auch sehr groß…)
    Die von Ihnen angedeutete schöne klassische schmalärschige Tourenyacht mit tollen AmWind Eigenschaften und 12-14m hätten Sie noch deutlicher benennen können: Omega 42! Selten schön, Stehhöhe für die Menschen bis knapp 1,90 (!) und gebraucht bezahlbar und für Individualisten sogar noch neu zu bekommen, wird meines Wissens nach auf Bestellung auch weiterhin angeboten, und das zu X Yacht Preisen… Viele Grüße

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    • avatar Erdmann sagt:

      Habe die neue „Omega 42“ mal in Dänemark gesehen. Ein wunderschönes, edel ausgebautes Schiff. Hat mir gut gefallen. War glaube ich etwas teuer. Erinnere den Preis nicht mehr.

      Ich weiß nicht, warum es nach meinen Informationen bei diesem einen Boot geblieben ist.

      Gebaut von der Lidköpings Batsnikeri, das ist der Betrieb, der jetzt seine “Swedestar” Volumenboote als Najad verkaufen möchte.

      Diese Omega 42 hatte ich im Artikel erwähnt. Vielleicht sollten Bootsbauer (nicht die Träumer und Junkies, sondern Profis die etwas wollen und dennoch denken und rechnen können) einmal prüfen, wie das mit heutigen Methoden günstig, marktkompatibel geht. Ginge gut als Nebenlinie einer rund laufenden Werft.

      Solche sportlich schlanken Boote werden von jungen Leuten gekauft, die haben andere Prioritäten (Beruf, Familie). Da darf das Boot nicht zu teuer sein. Oder nehmen wir Swede 55. Da sind fünf der 16 m für die Vor- und Achterpiek reserviert, also leer. 11 m müssen ausgebaut werden. Darf und kann nicht so teuer sein.

      Oder nehmen wir die kleinere Schwester S 40. Auch ein hübsches Boot. Vielleicht muss jemand das nur mal richtig machen. In Deutschland bauen und auch als Kasko anbieten. Dann gibt es wieder mehr charmante Boote. Der Platz für ein Ehepaar, eine Familie oder zwei Ehepaare reicht für die übliche Nutzung völlig.

      In Süddeutschland versucht es Rolf Winterhalter gerade mit einem Tourenschärenrelauch. Ganz hübsche Boot: Ist eine modifiziete 22er Tourenschäre: http://www.bootswerft-beck.de/1140er.html

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    • avatar Erdmann sagt:

      Detlef Andreovits: Mein Kommentar erklärt den Zusammenhang zwischen den Erzeugnissen des aktuellen Großserienbootsbaues und der Tatsache, dass die Boote, wenn sie überhaupt bewegt werden, in sämtlichen Windrichtungen durch die Gegend dieseln.

      Mein Heimatrevier Lübecker Bucht ist praktisch immer leer, obwohl in den Clubs und Marinas vermutlich Tausende von Booten liegen. Wieviele Boote da wohl liegen. Sind es 3 oder 5 Tausend? Sind das alles Rentner wo „Muddi“ sagt: „Ne Schatz heute nicht?“ Heute hat der DWD mit 5 gedroht. Der DWD lügt ja immer 1 Bft dazu.

      Wenn ich nun gegen einen Trend schreibe oder jemanden aus der Branche störe muss ich natürlich damit rechnen, unfreundliche, beleidigende, unsachliche Bemerkungen zu bekommen. Das hat es bei anderen Beiträgen hier auf SR auch schon gegeben. Schon klar.

      Aber Leute, strengt Euch bitte mal an: flüchtig drübergelesen, nichts Selbst- und Dazugedachtes hier abgelaicht. Das alles in blöd & fad. Das ist sacklangweilig.

      Ich hab mir Gedanken über Alternativen, habe Vorschläge gemacht. Da möchte ich ungern so einen Stuß von wegen „unter Swede 55 und ner fetten Swan geht beim Braschos nix“. Bööh ist das blöd! Guckt Euch doch mal meine Vorschläge an. Die spielen alle im realen Leben. Wie der Betrieb meines Bootes übrigens auch.

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      • avatar Detlef Andreovits sagt:

        In der Sache teile ich sogar das Bedauern über verschiedene Entwicklungen im Bootsmarkt. So ist auch gegen eine pointierte Meinungsäußerung ebenfalls nichts einzuwenden. Der Beitrag hat nur -in seiner Wortwahl- die Grenzen des respektvollen Umgangs ganz deutlich überschritten. Und der einzig ernsthaft beleidigende aller Kommentare war die Bedienungsanleitung zum Hirn.

        Ich halte es übrigens für irrig anzunehmen, dass es bei der Entwicklung um eine Art Komplott der Bootshersteller handelt, die die unbedarften Käufer vorsätzlich falsch beraten. Für die Rendite ist es Wurscht, ob das Boot lang, breit oder hochbordig ist. Allein die Stückzahl zählt, also die Nachfrage. Ich bin sicher, dass die meisten Bootsdesigner gern andere, spektakulärere Boote entwerfen würden. Wenn man aber etwas verkaufen will, gilt: Der Wurm muss dem Fisch schmecken – nicht dem Angler. Missionarischen Ehrgeiz kann man sich als Unternehmer nicht (lange) leisten. Die BILD wäre auch schon lange eingestellt, wenn sie keiner lesen, besser: kaufen würde…

        Der Trend ist halt “mehr Komfort”. Das kann man bedauern/beklagen, aber nicht ändern. Na und, wo ist das Problem? Wenn niemand aus seinem Hafen raus fährt, kann er auch nicht den schicken Gastliegeplatz im nächsten Hafen belegt haben (Randfrage: warum ankert eigentlich kaum jemand??).

        Daher: einfach entspannt bleiben und niemanden dafür beschimpfen, dass er womöglich gern mit “Muddi” unterwegs ist und dafür Rücksicht nimmt. Segeln ist halt in jedem Aspekt ein Optimierungsproblem – nicht nur beim Trimm 😉

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  14. avatar Torsten sagt:

    Tja, über Geschmack und Design lässt sich schlecht streiten.

    Allerdings finde auch ich die Masse der neuen Segelyachten hässlich. Zum Einen werden die Boote einander immer ähnlicher. Zum anderen werden immer größere dieser weißen Kisten gebaut – oder kleine mit hohen Bordwänden. Ich empfinde das auch als Problem für Häfen und Küsten, die vom Tourismus leben. Da möchte der Urlauber etwas Romantik, schöne Landschaft und schöne Dinge sehen. Statt dessen liegen in den Häfen Plastik-Quader und Senkrecht-Markisen. Der Gang durch den Hafen langweilt, wenn alle Boote gleich aussehen. Zum Glück ist das noch nicht überall so.

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  15. avatar Segler sagt:

    Warum fahren eigentlich so viele häßliche Pampasbomber auf den Straßen herum, wenn man das echte Fahrgefühl nur in einem 911er auf ner kurvigen Landstraße spürt? Das ist ungefähr das Niveau des Artikels.

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    • avatar Erdmann sagt:

      Ist Dir schon mal in den Sinn gekommen das Stil und Haltung weniger eine Frage des Geldes ist? Es ist eine Entscheidung, zum Beispiel scheußliche Dinge (Gurken) beim Händler zu lassen.

      Ich würde auch gern Porsche fahren. Es gibt bestimmte Modelle, die guck ich mir gerne und neidlos an. Wenns irgendwie geht, nicht regnet, fahre ich Fahrrad,

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    • avatar Schärenkreuzer sagt:

      Naja, nix gegen 911, aber Deine Kritik springt zu kurz, es geht nicht um Klassenkampf…. Die schönen schnellen, gut segelnden Schiffe sind nicht teurer als Hanse und Bavaria, sondern idR eh nur noch gebraucht, bei derzeitigen Gebrauchtbootpreisen sogar erschreckend billig zu haben. Eine 42ft Omega mit sechs sehr üppigen Kojen kostet WENIGER als 30ft Bavaria!! Man muss es nur machen…. 911 kosten dagegen in aller Regel 2-3x soviel wie klassische Familien-Vans…
      Und wie immer gilt eh: money can’t buy style…

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    • avatar Baltic-wulf sagt:

      Falsch, der 911 ist nicht gemeint, der hat Klimaautomatik, Leder etc… Viel zu komfortabel. Und viel zu neu. Der Hersteller ist auch och noch nicht pleite… Hier geht es wohl eher um uralt Käfer mit getuntem Motor, a la Herbie.

      Der Ateikel ist erschreckend arrogant!

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  16. avatar Carsten Kemmling sagt:

    Ich denke nicht, dass es Erdmann darum geht, anders segelnde Menschen zu verunglimpfen. Schließlich haben wir unseren Neapel Urlaub auch auf einem breiten, schweren Sun Odyssee Hausboot verbracht 🙂 Es geht um das Angebot der Werften, die eher Motor- und Wohnboote mit Stützsegeln anbieten. Ob das wirklich allein der Abbildung des Marktes geschuldet ist? Vielleicht gibt es viel mehr Menschen, die mehr segeln wollen aber nicht das passende Angebot bekommen. Das wäre doch schade.

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  17. avatar Hans von Sonntag sagt:

    Leicht extreme Einstellung. Und mit Scheuklappen geschrieben. Im Kern natürlich richtig. Die Volumenhersteller haben den Segler zum Glück nicht ganz aus den Augen verloren:

    Angebot von Benetau: First 30, First 35, First 40 und drüber

    Angebot von Hanse: Dehler 32, Dehler 35, Dehler 38, Dehler 41

    Angebot von Bavaria: Äh. Ok. Nur Boote für Wassertouristen.

    Aber immerhin, der VW aus F und der VW aus D bieten der interessierten Kundschaft richtige Segalboote an. Dass sie nicht so häufig zu sehen sind, liegt am Markt. Die 1000senden von Quereinsteiger machen am liebsten Hafenhopping oder eine kleine Ankerung. Und weil ein Motor politisch inkorrekt, Motorboote entweder rentnerisch oder prollig sind und Segeln so schön romantisch und kontemplativ ist, wird eine “Segelyacht” gebucht/gekauft. Dass so ein Gefährt unter 2-3 Bar steht und eher weiter wächst als zu einem vernünftigen Segelboot zurück zu schrumpfen ist unabwendbar.

    Aber es gibt auch weiterhin Vollathleten, echte Segelboote zu kaufen. Teilweise mit ganz viel Silber im Regal und es muss nicht X sein.

    —-

    Früher als die Segelboote noch schlank und schön waren und so schön zischten, gabs aber auch schon Enten en masse. Wibos, HRs, Najads und viele mehr, die weder damals noch heute zischen, sondern genauso wie die Hansarias bei wenige Wind blöde verhungern und im Grunde Motorsegler sind.

    Früher und heute sind also kaum weit auseinander und keins war/ist besser. Nur haben Enten eine größere Fertilität. Wie man kürzlich raus fand, werden blonde Haare wohl doch nicht aussterben. Rezessiv bedeutet also nicht notwendigerweise Untergang, sondern ist eher eine Dominanz in der Minderheit. Gute Zeiten für Segler und schöne Boote.

    Hans

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  18. avatar Friedrich sagt:

    Herrliche Worte, Hans!

    Ich bin kein Neoliberaler, sondern ordoliberal und darf mich mit diesem schönsten Ordnungsprinzip, das die Menscheit entdeckt hat, zum Glück alltäglich beschäftigen. Dennoch, leider gibt es auch Marktversagen, und wenn der Markt auch nur ästhetisch versagt.

    Das hat auch die Autos getroffen. In den 70ern nach der ersten Ölkrise glaubten die Marktstrategen der Autoindustrie, Autos dürften nur noch funktional, einfach zu fertigen, sicher, sparsam, m.a.W. langweilig sein. Autouninteressierte Frauen pflegten seitdem zu sagen, dass alle Autos gleich aussehen (fand ich nie, aber der Trend zählt). Haben wir das nicht oben schon mal gelesen zu Booten?

    Und dann kamen irgendwann mal VW mit dem Golf GTI, Mazda mit dem MX 5, Fiat mit dem Barchetta, später dem 500 und BMW mit dem Mini um die Ecke und plötzlich wurde klar, mit Identität, Pfiff, Retro, was auch immer, jedenfalls mit SPASS am Auto, den man spüren und sehen kann, kann man auch Autos verkaufen, auf eine Marke einschwören, Identität schaffen. Siehe da, Sex sells eben doch. Heute gibts von fast jedem Hersteller, zumindest jedem erfolgreichen neben den sog. Volumenmodellen “schöne” Autos, skurrile Autos (nicht zu glauben, aber der Nissan Juke ist ein Erfolg!), Supersportwagen, Exklusivmarken, you name it. Und jeder, auch die mit klammen Beutel, darf entscheiden, ob er sich einen Zweckpolo kauft (und den vielleicht auch schön findet) oder einen Fiat 500 oder Mini, bei den alle Mädesl süß oder so ähnlich rufen. Das war früher nicht so, denn da gabs nur Polo, Corsa oder Fiesta und die alikes, aber keiner davon war irgendwie süß oder richtig schön oder fuhr sich geil.

    Woran das bei den Autos liegt? Ich glaube (weiß es nicht), es liegt an der rationellen Fertigung und Entwicklung, dass ich auf einer Panda-Plattform ohne großen Entwicklungs- und Fertigungsaufwand eben eine tolle Kiste, einen Geländewagen, einen 500, einen Minivan etc. bauen kann. Nischenprodukte müssen kein Vermögen kosten, die Großserie bleibt. Und die Leute haben eben auch Spaß daran gefunden, weil es das gibt und weil man es ausprobieren kann etc.

    Und bei Segelbooten? Da beschränkt man sich bei der Indiviualität des Produkts bei den großen Werften zumeist auf die Länge des Mastes und dessen Material, entsprechend die Größe der Segel und die Tiefe des Kiels. Und im Wohnwagen-Bereich auf das Kajütlayout. Hammer, damit kann man sich echt identifizieren ;-). Seien wir ehrlich, die Hansevarianeteaus, also alles im Normalbürgerbereich sieht nahezu gleich aus. Gibt es ernsthaft Leute, die sagen, sie kaufen sich eine Bavaria, weil die so toll oder interessant oder knauffig oder sportlich oder was auch immer aussieht, wie keine andere?

    Ich glaube, die Industrie verpasst die Chance, Boote für den Massenmarkt (also im Segelbootsinne) anzubieten und zu entwickeln, die die Menschen emotional ansprechen und diesen Habenwollen, weil sieht so toll aus oder fährt so klasse–Instinkt wecken. Boote werden derzeit verkauft wie Wohnwagen: außen funktional, innen toller Platz. Und man wagt wenig, weil die olle Produktionsmethode für GFK-Yachten seit 40 Jahren kaum eine echte Evolution erfahren hat. Klar, es gibt Fräsen, man muss nicht mehr alle Hölzer mit der Hand Sägen und Hobeln. Aber dieser dumme Rumpf kommt immer aus so einer unflexiblen teuren Form, bei der sich Veränderungen, Varianten etc erst lohnen, wenn man min. sounsoviele Boote daraus backen konnte.

    Und die Kunden? Wollen die wirklich alle nur schwimmende Wohnwagen, einen dicken Volvo unten drin und chillen am Betonsteg? Ich fürchte, viele glauben, darum gehe es, weil sie es nicht besser wissen und lernen. So wie in den 70er, wo man Ford Granada oder Opel Rekord kaufte, weil es was anderes nicht gab für Otto Normalverbraucher.

    Ich weiß, ich bin genausowenig repäsentativ wie Erdmann-Braschos, aber ich hab mir vor ein paar Jahren für einen Appel und ein Ei einen abgerockten Minderheits-Kleinserien-Hobel gekauft, der vielleicht nicht schön, aber geil ist, weil leicht und abartig schnell, wenn der Wind aus richtigen Richtung bläst. Über inzwischen viele Jahre sind viele erfahrene und unerfahrene Segler durch die Crew gegangen, aber ganz viele bekamen das Grinsen nicht mehr aus dem gesicht, als sie gesehen haben, was mit einem Segelboot mit Kiel unten dran ohne zu viel Stress geht, wenn es gleiten kann. Das sind, um einen langjährigen Segelfreund zu zitieren, magic moments, wenn der Mond in den Spi scheint und die Logge zwischen 12 und 20 kn pendelt.

    Das Glas Rotwein auf Achterdeck und das kühle Bier aus dem (bei mir fehlenden) Kühlschrank bei leise gurgelndem Diesel mögen manchen genauso glücklich machen. Aber er weiß nicht, dass es die anderen Magic Moments auch gibt, die vielleicht noch magischer sind.

    Nach diesem endlosen text: Braschos, wir bekommen wieder mehr Segel auf die Bucht und mehr zischende Schiffe, die auch so aussehen, wenn wir den Seglern und den potentiellen zeigen, wie geil das ist, auf dem Wasser nur mit dem Wind Fiat 500 oder MX 5 oder sowas zu fahren, weil es mehr ist, als nur die Prospektwahrheit. Und, liebe Werften, denkt Euch was aus, damit ihr wieder mehr magisch gute Segelboote und spannende Ästhetik zu guten Preisen auf den Markt bringt (Swan kann jeder, wenn er könnte…). Sex sells, ganz sicher.

    F.

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    • avatar Super-Spät-Segler sagt:

      Sehr schön geschrieben, Friedrich, das macht große Lust auf mehr!

      Willst Du nicht ein paar Törnberichte für SR verfassen?

      A propos Magic Moments. Vorletztes Wochenende, Lübecker Bucht, ablandiger Wind, abwechselnd Schauer und Sonne, Samstag teilweise 8er Böen und Hagel, sind wir Sonntag erst nachmittags spät gestartet… Rechts und links zogen weiter die Regenfronten durch.
      Beim Zurückkreuzen im Trapez stehend dann der Magic Moment: Hinter dem Groß: eine Regenwolke über Pelzerhaken mit einem Stück Regenbogen drunter. Vor der Fock: eine Regenwolke über dem Radarturm bei Boltenhagen mit einem Stück Regenbogen drunter und dazu noch ein eigener kleiner Regenbogen in der leeseitigen Gischt. Herrliches Licht zum Segeln, wenn die Sonne etwas tiefer steht…

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  19. avatar Friedrich sagt:

    Danke für die Blumen und immer gern, Super-Spät-Segler (was auch immer das für ein Name ist…).

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    • avatar Super-Spät-Segler sagt:

      In einem Forumsbeitrag hatte sich eine Seglerin, die erst mit 24 angefangen hat, als Spät-Seglerin bezeichnet.
      Ich habe erst mit 44 angefangen :).

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  20. avatar Klaus sagt:

    ja – aber – bei mir hat es zB nicht für eine Swede 55 oder Luffe 37 oder xxx 44 etc. gereicht sondern NUR für eine 2bar Bav 30+ mit der ich auch bei 5+ segle, Regatten fahre und insg. sehr happy bin auch wenn sie nicht so schnell läuft wie ich es mir wünschen würde …. oder sind das alles Segler 2. Klasse für Dich ?

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    • Das sind sicher (ach für Friedrich) nicht Segler 2. Klasse. Aber für das gleiche Geld wie die Bav 30+ hättest Du auch ein Boot kaufen können, was wirklich schnell ist, auch wenn es (vlt. wie bei dem Boot von Friedrich) auf den ersten Moment nicht so aussieht.

      Aber so (wie vlt. Du) entscheiden sich viele für einen “Wohnwagen”, weil sie von der Industrie gesagt bekommen, dass es nichts/kaum Besseres/Schnelleres gibt. Und solange die Referenz die X oder Swan oder … ist, haben sie (die Verkäufer von BavHanse/…) noch nicht mal groß Unrecht, da die Differenz nur 1..2 Knoten sind. Spannend wird es dagegen, wenn man durch Abfallen (und Spi setzen) nicht um 2 Knoten sondern um 4..6..10 Knoten beschleunigen kann.

      Auf meiner Ostseerunde (knapp 1000sm solo) hatte ich mit meinem 6,5m Schiffchen trotz stundenlangen Flauten und diversen Tagen hoch am Wind einen Schnitt von fast 6kn – sprich, wenn ich unterwegs war, dann war das sehr oft mit >7..8kn und fast einen ganzen Tag auch mit >10kn.

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  21. avatar Marc sagt:

    Yep. Ich unterstreiche das erlebte. Mit unserem alten und schlanken Königskreuzer 29 waren wir oft als einzige unter Segeln unterwegs – und fühlten uns in einigen Häfen wie ein Tretboot unter Tankern.

    Lieben Gruß
    Marc

    http://www.elternzeitquerab.de

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  22. avatar Erdmann sagt:

    Hallo Marc,

    hab mir gleich Deine Website angesehen. So hätte ich meine Elternzeit auch gern verbracht (Hätte – hätte – Fahrradkette, ich weiß). Och und nach Christianshavn wollte ich dieses Jahr eigentlich auch …

    Toll.

    Schönen Törn Euch noch

    Erdmann

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  23. avatar Andreas sagt:

    Also wenn das nicht sexy ist,…

    sicher, schön, preisstabil, leicht, easy to handle, schnell, sexy

    http://www.andreaslindlahr.com/pogo/Bildschirmfoto%202014-09-10%20um%2007.29.27.jpg
    http://www.andreaslindlahr.com/pogo/Bildschirmfoto%202014-09-10%20um%2007.28.50.jpg

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  24. avatar Baltic-wulf sagt:

    Wieder mal so ein Artikel, der eigentlich als Kommentar gekennzeichnet sein müsste. Diese Seite arbeitet journalistisch unsauber.

    Dieser Artikel ist anmasend, arrogant und DUMM!

    Das der Autor dann auch noch Leser und Kommentatoren seiner Artikel beleidigt, nur weil sie anderer Meinung sind zeigt auf welcher intellektuellen Stufe der Autor steht.

    Ich vermute Sie sind auch der Meinung, dass nur Leute mit einem Käfer aus den tollen 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gute Autofahrer sein können!?
    Pfui!

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    • avatar Fielmann sagt:

      Komm doch Montag gleich mal vorbei.

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    • avatar Baltic-wulf sagt:

      Sorry – Den ersten Teil nehme ich zurück, der Artikel ist als “Meinung” gekennzeichnet. Insofern komme ich Montag nicht vorbei…

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  25. avatar Gnlpfths sagt:

    Warum erscheint so ein Artikel nicht auch einmal in der “Yacht”?

    Vielen Dank an den Verfasser.

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  26. avatar Baltic wulf sagt:

    Solange hier solche “Experten” Ihre beleidigenden und völlig weltfremden Meinungen in die Welt posaunen, kriegt diese Seite keinen cent Unterstützung oder gar Abo Gebühren von mir!

    Die Welt dreht sich und die Märkte entwickeln sich – wachen Sie auf Herr Braschos!

    Alt = gut, neu = hässlich und nicht segelbar? Ist ja wohl ein wenig zu einfach…

    wieso denken Sie eigentlich, dass Sie der einzige Mensch sind, der Geschmack und gutes Segeln definieren kann?

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 4 Daumen runter 5

  27. avatar Kennedy sagt:

    Baltic wulf, genauso sehe ich das auch.

    Diese “Artikel” dieses selbsternannten “Experten” sind unerträglich, arrogant und deshalb unprofessionell. Es gibt mehr als nur die Wahrheit des Herrn Braschos!
    Jeder hat sein eigenes Lastenheft und mir zum Beispiel ist es viel wichtiger, die Wochenenden mit meiner Frau und den Kindern verbringen zu können, als den letzten 1/10 kn Fährt aus dem Boot zu trimmen… Das soll doch jeder entscheiden, wie er es für richtig hält. Und: wer sagt denn, dass jeder die modernen Boote hässlich findet? Ach ja, der “Experte” der SR Redaktion… Na, dann…

    vielleicht gibt es hier irgendwann ja mal richtigen Journalismus!?
    Grüße
    Kennedy

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