Container-Verluste: WSC-Bericht über den Anstieg der Unfälle

Mehr schwimmende Hindernisse

Laut der aktuellen Untersuchung des World Shipping Council (WSC) sind zwischen 2008 und 2013 pro Jahr durchschnittlich 733 Container über Bord gegangen und können Hindernisse darstellen. Die Entwicklung ist ansteigend.

Container Verlust

Mega Unglück 2013. “MOL Comfort” verlor 4300 Container als sie auseinander brach.

Dabei sind die einzelnen großen Unfälle aus der Statistik heraus gerechnet. So gingen alleine beim Auseinanderbrechen des Containerriesen “MOL Comfort” 2013 vor dem Jemen  gut 4300 Behälter über Bord. Und die “MV Rena” verlor 2011 auf einem Riff vor Neuseeland 900 Container.

Das WSC weist darauf hin, dass die aktuellen Zahlen extrem von den im Internet kursieren Angaben über Containerverluste abweichen. Dort werde von bis zu 10.000 Verlusten pro Jahr gesprochen. Die Dunkelziffer dürfte allerdings tatsächlich sehr hoch sein, da nicht alle Reedereien an die WSC berichten.

2014 hatte besonders  der Unfall auf der “Svendborg Maersk” für Aufsehen gesorgt. Das Schiff hatte vor der spanischen Küste über 500 Container verloren, die später auch an der britischen Küsten gefunden wurden.

In dem Report heißt es, dass sich die Schifffahrtsindustrie der Gefahren bewusst sei und dass alle getan werde, so wenig Fracht wie möglich zu verlieren. Für die 120 Millionen Container, die jährlich über die Meere verfrachtet werden, seien die aktuellen Zahlen aber auch nicht so extrem schlecht. Niemand könne das schlechte Wetter und die Unfälle vollkommen verhindern, man werde aber alles für eine erhöhte Sicherheit tun.

WSC Report

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Carsten Kemmling

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4 Kommentare zu „Container-Verluste: WSC-Bericht über den Anstieg der Unfälle“

  1. avatar M.H. sagt:

    Die Zahlen sind etwas widersprüchlich. Wenn 2013 ein Schiff schon 4300 Behälter und 2011 ein anderes 900 verloren hat, komme ich für den Zeitraum 2008 bis 2013 schon nur mit den beiden Ereignissen auf mehr als 733 Container/Jahr. (5200/6=867).

    Irgendwie alles komisch mit den Zahlen.

    Viele Grüße

    Michael

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

    • avatar meiko sagt:

      In den letzten 20 Jahren gingen rund 200 Schiffe mit einer Länge von mehr als 200 Metern
      unter. Die Ursache konnte oft nicht rekonstruiert werden. Ein möglicher Grund: Riesenwellen.
      Wenn die Ladung ins rutschen kommt, laufen ebenso große Schiffe Gefahr zu kentern.
      Die meisten der 50.000 Container, die jährlich auf den Weltmeeren verloren gehen, fallen
      Stürmen zum Opfer. Die obersten Container-Lagen sind darum so befestigt, dass sie automatisch
      über Bord gehen, sollte das Sciff zu starke Sclagseite bekommen.
      DARUM STIMMEN DIE ANGABEN AUF DIESER SEITE NICHT IM GERINGSTEN UND
      BESCHÖNIGEN DIE STATISTIK. JÄHRLICH SIND ES ca. 50.000 Container, und ich frage mich,
      was da alles so drin ist, was auf den Weltweiten Meeresböden so vor sich hin gammelt. 🙁

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  2. avatar C.K. sagt:

    Hallo M.H.,
    der gleiche Gedanke schoß mir auch durch den Kopf, so daß ich mir den Originalbericht zu Gemüte geführt habe.
    http://www.worldshipping.org/industry-issues/safety/Containers_Lost_at_Sea_-_2014_Update_Final_for_Dist.pdf

    Die Zahl von 733 verlorenen Containern pro Jahr schließt anscheinend Großereignisse mit 50 oder mehr verlorenen Einheiten explizit aus und bezieht sich auf deb Zeitraum 2011-2013. In diesem Zeitraum gingen laut Bericht durchschnittlich 2683 Container pro Jahr over board (1679 für die Jahre 2008-2013). Ob diese 2683 per annum nur auf die gemeldeten oder schon auf die extrapolierten (auf die Gesamttonnage) Zahlen bezieht, ist mir noch nicht klar geworden.

    Passt besser mit Deiner Rechnung, oder?
    ck

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  3. avatar M.H. sagt:

    So passt es besser. Wieso man so rechnet, verstehe ich allerdings nicht.

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