Designstudie: Was nach den Foils kommen könnte – Superyacht für Aliens?

Fliegende Pyramide

Designstudie, Superyacht, Pyramide

Ist das die Zukunft der Superyachten? © Schwinge

Man nehme einen versenkten Trimaran (mit Mast), der wiederum ein „Schiff“ in Pyramidenform ab einer bestimmten Fahrtgeschwindigkeit anheben kann. Außerirdisch!

Der treue und geneigte SR-Leser weiß, dass wir hier schon reichlich irre Studien und Entwürfe der unterschiedlichsten Wasserfahrzeuge vorgestellt haben. Sind wir mit unserem zuletzt präsentierten „schwimmenden Autosalon“ noch einigermaßen auf dem „Teppich geblieben, wird es hier und heute deutlich durchgeknallter, pardon: visionärer.

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Eine Art Foil-Gestell aus Trimaran-Elementen hebt die Pyramide ab 15 kn Geschwindigkeit aus dem Wasser © Schwinge

Wir dürfen vorstellen: Die fliegende Pyramide.

Diese Studie des Londoner Designers Jonathan Schwinge schwingt förmlich zu den Tönen der Zukunftsmusik. Nicht nur dass Schwinge die meist erfolgreichen Formen jeglichen Bootsbaus mit seinem Projekt ad acta gelegt hat und erstmals einen Tetraeder, vulgo: eine Pyramide zu Wasser lassen will. Nein, die Superyacht mit den altägyptischen Formen soll sich bei Fahrt auch noch über die lästigen Wellen erheben.

Dazu schlägt der Designer ein abgesenktes Trimaran-Gestell vor, das die Superyacht als solche ab einer Fahrtgeschwindigkeit von 15 Knoten über die Wasser heben soll.
Siebzig Fuß soll diese Alien-Behausung lang (und natürlich auch breit) werden, 38 Knoten schnell und ca. 3.000 Seemeilen weit soll man damit kommen. Die zweistöckige Unterkunft soll genügend Raum für das Eignerpaar, dessen Nachkommen, den einen oder anderen Freund und natürlich die Crew bereitstellen.

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Wohnlich soll es natürlich auf und in der Pyramide auch zugehen © Schwinge

Doch das eigentlich irre an diesen Projekt kommt jetzt erst: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird es die Fliegende Pyramide zum Prototypen-Status schaffen!

Hierzu hat sich Jonathan Schwinge mit Marcel Müller vom Inmainco Visionary Marine Management zusammengetan. Müller arbeitete zuvor für Rolls Royce und für die Superyacht-Manufaktur Green Marine.

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Und die obligatorische Badeplattform darf natürlich auch nicht fehlen © Schwinge

Sein Wort scheint jedenfalls im Superyacht-Business Gewicht zu haben und dieser Herr Müller hat nun grünes Licht gegeben, um konkret mit der technischen und organisatorischen Planungsphase für den Bau eines Prototypen der Fliegenden Pyramide zu beginnen.

Fehlt letztendlich nur noch ein mutiger, gerne auch exzentrischer Eigner, der mit seiner Familie und seinen Lieben in Zukunft in einer Pyramide über den Solent schweben möchte. Aber von dieser Spezie soll es ja in London einige Exemplare geben.

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Michael Kunst

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3 Kommentare zu „Designstudie: Was nach den Foils kommen könnte – Superyacht für Aliens?“

  1. avatar Mantis sagt:

    Hallo Michael, kennst Du ein Swath? Das hat 2 getauchte Rümpfe. Das Überwasser steht auf Stelzen auf diesen getauchten Körpern. Es sieht annähernd aus wie ein normales Überwasserschiff. Also kein Grund die Leute für spinnert zu erklären. Nun stell Dir vor es gibt nur noch einen Rumpf unter Wasser und nur noch eine Stelze zum Überwasser, dann bist Du schon nahe an der “verrückten Vorstellung”. Versiehst Du nun diesen getauchten Körper mit Flügeln (richtigen großen Flügeln, ein wunderbarer Gedanke für einen FOILOMANEN wie Dich oder?) und natürlich seitlich zusätzlichen statischen Auftriebskörpern, damit das ganze Gerät ohne Fahrt nicht kentert, dann hast Du ein Flugzeug, ein Unterwasserflugzeug. Wieso begeistert Dich das nicht? Ach so, Du hast es nicht erkannt. Tröste Dich man erkennt immer nur die Dinge, die man schon im Kopf hat bzw. die man sehen will. Also einen Trimaran. Eine verkehrte Welt der Trimaran unter Wasser, eine Pyramide über dem Wasser. Ich verstehe deinen Stupor.
    Aber diese Flugzeug ist nicht neu. Wer hat s erdacht, ein Schweizer hat`s erdacht`, ein Aerodynamiker noch dazu. Vor mehr als einem Vierteljahrhundert hat er auf ein Unterwasserflugzeug ein normales Überwasserschiff auf, wenn ich mich nicht irre, 2 Stelzen gesetzt. Da war Überwasser die Welt noch in Ordnung. Dieses Fahrzeug war ja auch für kommerzielle Schiffe und für die Marine gedacht. Insofern muss ich Dir recht geben, für Milliardäre, die nicht wissen was sie mit dem Schotter anfangen sollen, muss es schon etwas Verrücktes “noch nie Dagewesenes” sein,oder? Aber die Schiffbauer nehmen ja nichts Süßes von Aerodynamikern igiigit, aber 30Jahre später, wenn keiner sich mehr erinnert, kann man ja mal damit Aufsehen erregen!
    Kopf hoch das Foilen wird immer großartiger und wunderbarer.

    Einen wunderschönen Tach auch noch.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 6 Daumen runter 4

    • avatar Swash sagt:

      Hallo Mantis, kennst du ein SWASH?
      Das Schiff oben sieht einem SWASH ähnlicher als einem SWATH.
      http://www.bluebird-electric.net/SWASH_Small_Waterplane_Area_Single_Hull.htm

      Like or Dislike: Daumen hoch 1 Daumen runter 3

      • avatar Mantis sagt:

        Hallo Swash,
        die Stabilität von SWASH und SWATH wird durch hydrostatischen Auftrieb gewährleistet,
        das “Schiff oben” ist in Fahrt nur dynamisch stabil, die Stabilität im Ruhezustand wird durch die Auftriebskörper unter der Pyramide erzielt. Ein Flugzeug kann unter Wasser bei entsprechender Auslegung dynamisch stabil fahren oder sollte mann besser fliegen sagen und braucht dann keine seitlichen hydrostatisch wirkenden Auftriebskörper wie die Schwimmer des SWASH.

        Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 0

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