DGzRS rettet Segler: Brennende Yacht in der Hohwachter Bucht

Ausgebrannt

Feuer auf einer Segelyacht in der Hohwachter Bucht: Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben den Skipper am Montag, 10. Juni 2013, in Sicherheit gebracht. Anschließend löschten sie die brennende Yacht.

Der Seenotkreuzer "Bremen" bei der Brandbekämpfung

Der Seenotkreuzer “Bremen” beim Einsatz in der Hohenwachter Bucht. © DGzRS

Gegen 13 Uhr hörte die Seenotküstenfunkstelle BREMEN RESCUE RADIO der DGzRS auf dem internationalen Sprechfunknot- und Anrufkanal 16 den Notruf. Nachdem eine elfeinhalb Meter lange Segelyacht etwa zehn Seemeilen westlich des Flügger Leuchtturms in Brand geraten war, hatte der Skipper seine Rettungsinsel bestiegen.

Offenbar mit einem Handfunkgerät machte er sich bemerkbar. Eine zweite Yacht in der Nähe hörte den Notruf mit. Sie nahm den Schiffbrüchigen aus der Rettungsinsel zunächst auf. Weitere Menschen waren nicht an Bord des Havaristen.

Die Yacht brennt

Die Yacht brennt völlig aus. Das Rigg hängt an Backbord im Wasser. © DGzRS

Die Seenotleitung Bremen der DGzRS alarmierte unverzüglich die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes “Heiligenhafen” der gleichnamigen Station und den Seenotkreuzer “Berlin”/Station Laboe. Ganz in der Nähe des Unglücksortes befand sich ein Schießgebiet-Sicherungsboot der Marine. Es traf als erstes beim Havaristen ein und begann mit der Brandbekämpfung.

Kurze Zeit später war die “Heiligenhafen” der DGzRS vor Ort. Die freiwilligen Seenotretter nahmen den Skipper der havarierten Yacht an Bord. Ein Besatzungsmitglied, selbst ausgebildeter Rettungssanitäter, versorgte den 66-Jährigen. Die Seenotretter brachten den Mann nach Heiligenhafen und übergaben ihn an einen Rettungstransportwagen, der ihn zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus fuhr.

Die Löschmonitore der "Berlin"

Die Löschmonitore der “Berlin” können mit Wasser oder Schaum betrieben werden. © DGzRS

Unterdessen übernahm die “Berlin” mittels ihrer leistungsstarken Feuerlöschanlage die Brandbekämpfung. Vor Ort waren ferner noch ein Zoll- und ein Wasserschutzpolizeiboot sowie ein Tonnenleger der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung.

Das Tochterboot “Steppke” der “Berlin” nahm die Segelyacht zunächst auf den Haken, musste die Schleppreise aber unterbrechen, weil der Brand an Bord wieder aufflammte. Der Seenotkreuzer löschte entsprechend nach. Die Yacht soll nach Heiligenhafen gebracht werden. Die dortige Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Brandbekämpfung DGzRS

Die elf Meter lange Segelyacht wird gelöscht. Der Mast ist schon umgefallen. © DGzRS

Zur Unfallzeit herrschten in der Hohwachter Bucht schwache nordwestliche Winde um drei Beaufort und gute Sicht.

Tipp: Thorsten Paech, Quelle: DGzRS

 

 


Spenden
http://nouveda.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *