Dilong Drachen: Per Gaffelrigg zum Klassiker mit doppelter Segelfläche

Pimp your Dragon

Eine französische Werft bietet die Umwandlung eines Drachen in einen Gaffelrigger namens Dilong an. Ziel ist die Entwicklung einer klassischen Einheitsklasse.

Dilong Drachen mit Gaffelrigg.

Dilong Drachen mit Gaffelrigg. © Patricia Lascabannes

Der Yacht Designer Jacques Fauroux, sein Freund Jacques Lalanne und der zweimalige französische Drachen-Meister Christian Boillot entwickelten 2010 den Plan, auf den Zug des Klassik- und Spirit-of-tradition-Trends aufzuspringen. Dabei kamen sie auf die erstaunliche Idee, Drachen mit einem Gaffelrigg auszurüsten.

Ihr Augenmerk richtete sich insbesondere auf die Beobachtung, dass es hunderte ungenutzter Holz-Drachen gibt, die im Wettkampf der Einheitsklasse kaum noch konkurrenzfähig sind. Das klassische Design wird seit 1929 gebaut und hat mehr als 5000 Rümpfe hervorgebracht.

Dilong Drachen J-Class

Die Leichtwind Performance soll verbessert sein, aber für eine J-Class reicht es dann doch noch nicht. © Dilong

“Wir wollten eigentlich nur eine günstige Einheitsklasse für den prestigereichen Klassiker Zirkus schaffen”, sagt Christian Boillot. “Dann entdeckten wir, dass der ideale Rumpf dafür ja schon existiert. Das Gaffelrigg erzeugt einen typischen Klassik-Look, und die Verdopplung der Segelfläche verbessert die Leistung besonders bei wenig Wind enorm.” Die Kosten für das Pimp-your-Dragon-Paket will die Werft auf Nachfrage übermitteln.

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Drachen Dilong

Das Drachen-Pimp-Paket beinhaltet Karbon-Spieren. © Dilong

Dilong Drachen

Der Dilong Drachen ist für Auftritte bei den Klassiker Events gedacht. © Yves Suinat

Dilong Drachen

Für das Gaffelrigg muss ein Bugspriet montiert werden. © Dilong

Dilong Drachen

Gennaker und Gaffel verdoppeln die Segelfläche des Dilongs im Vergleich zum Bermuda Rigg Drachen. © Patricia Lascabannes

Technische Daten Dilong Drachen

Länge über alles: 9,75 m
Rumpflänge: 8,90 m
Breite : 1,96 m
Tiefgang : 1,20 m
Gewicht : 1.700 kgs
Ballast : 1.000 kgs
Großsegel : 22,8 m2
Topsegel : 6,3 m2
Genua : 19,6 m2
Fock : 7,7 m2
Gennaker : 50 m2

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Carsten Kemmling

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5 Kommentare zu „Dilong Drachen: Per Gaffelrigg zum Klassiker mit doppelter Segelfläche“

  1. avatar kritiker sagt:

    Und wie ist das mit den höheren Lasten? Halten die Rümpfe das aus?

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  2. avatar Sven sagt:

    Kohle Spieren auf einem Klassiker und dann so offentsichtlich. Ist das wiklich hübsch? Für meine Augen nicht.

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  3. avatar Wilfried sagt:

    ne klassische Einheitsklasse wird das auf jeden Fall nicht mit Kohlerigg und vielleicht noch GFK-Rumpf. Der Segelplan sieht ja ganz nett aus. Auf jeden Fall werden die Kosten des Riggs die Kosten eines alten Drachen überschreiten

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  4. avatar ganesha sagt:

    wer schon einmal im drachen saß, weiß, daß das mit soviel quadratmetern mehr nicht funktioniert -die ganze show ist ab 3 bft vorbei und dann sieht das rigg ohne topsegel und klüver echt scheiße aus! …kohlefaser-rigg erstrecht, nee danke! ganesha

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  5. avatar Pifke sagt:

    @ganesha

    Wenn du etwas mehr Drachen segeln würdest und das International, wüstest du aber auch das Christian Boillot sehr aktiv im Drachen ist und schon etwas Ahnung von der Materie hat.

    Was die Optik angeht ist das jedenfalls eine Geschmacks Frage. Aber mit einem Schönen Holzrumpf und das Rick mit Furnier beschichtet schaut es schon ein bisschen wie die alten Klassiker aus.

    Ich finde die Idee nicht schlecht, aber glaube kaum, dass viele Drachen gibt, die ihre Boote umrüsten.

    MFG

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