Streiflicht: Uwe Röttgering ärgert sich über eine Internet-Falle

Dumm gesurft beim Ankern. "Nur kurz nach den Emails sehen..."

Von Uwe Röttgering

Uwe Röttgering ankert mit seiner "FanFan" vor Ahlbeck auf Usedom. © U. Röttgering

Es war eines der letzten schönen Segelwochenenden in diesem Jahr. Mein Boot lag in Sichtweite der Seebrücke von Ahlbeck vor Anker (Foto). Man liegt dort vor der offenen Küste und ich hielt es für eine gute Idee, vor Einbruch der Dunkelheit noch einmal den Wetterbericht zu checken. Und noch mal kurz bei Spiegel Online vorbei zu schauen. Und noch mal kurz nach E-Mails zu sehen.

Dank datenfähigem Handy, einem Netbook und einem Handytarif, bei dem ich 30 Freiminuten im Monat versurfen kann, ist das kein Problem. Eigentlich. Als ich Wochen später einen Blick auf meine Mobilfunkrechnung warf, hat mich fast der Schlag getroffen.

Für 20 Minuten Internetsurfen hat man mir bei Vodafone 166 Euro berechnet. Ein Anruf bei der Hotline brachte Klarheit. Ich hatte mich wohl versehentlich nicht über die Option „Websessions“ mit meinen 30 Freiminuten, sondern über ein anderes Abrechnungsmodell bei Vodafone eingewählt. Und da wird ordentlich zugelangt.

Immerhin war man bei Vodafone so kulant und hat mir eine 50 Euro Gutschrift gegeben, als ich meine Verwunderung darüber zum Ausdruck gebracht habe, dass ich wegen eines falsch gesetzten Häkchens bei der Anmeldung für eine an sich kostenlose Leistung nun 166 Euro zahlen soll.

Zusätzlich ärgerlich war, dass mein Ausflug ins Internet an diesem Tag völlig überflüssig war. Bei Spiegel Online gab es nichts Wichtiges, mein Postfach war leer und das Wetter sollte weiter so ruhig bleiben, wie seit Tagen vorher gesagt.

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Carsten Kemmling

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5 Kommentare zu „Streiflicht: Uwe Röttgering ärgert sich über eine Internet-Falle“

  1. avatar Carsten sagt:

    Der gleiche Mist ist mir auch mit dem O2 Prepaid Surfstick passiert. Zweimal falscher Tarif, schwupps ist die aufgeladene Kohle weg. Ich halte mich bei solchen Sachen nicht für überdurchschnittlich intelligent, aber für so blöd nun auch wieder nicht. Deshalb bin ich überzeugt, dass es in der Gebühren Anbieter Branche die Tätigkeit eines “Tarif-Fallenstellers” gibt. Das kommt nur nicht raus, weil man immer selber denkt, man war zu doof. Habe auch per Kulanz zweimal 5 von 20 Euro zurückbekommen. Aber die reden mit einem, als wäre man ein Volltrottel oder ein krankes Pferd. Den Tonfall lernt man sicher beim Tarif-Fallensteller-Volontariat.

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  2. avatar Manfred sagt:

    Überall lauern diese Fallen: Bei der Motten Euro in der Schweiz hatte ich SR über den T-mobil Stick mit Fotos und Kurzberichten versorgt. Das Ende vom Lied: 890,- Euronen für die Monatsabrechnung. Der Wert eines neuen Segels. Klar, da waren auch ein paar Anrufe in/aus der Heimat dabei aber eine Rechnung in der Höhe hatte ich noch nie. Könnte koxxen.

    Ich glaube Carsten hat es richtig erkannt: Das “Tarif-Fallensteller-Volontariat” legt uns laufend rein. Irgendwie sollte das alles billiger werden aber wenn ich hier so die Firmenabrechnungen sehe, werde ich immer blaß. Schönes Wochenende.

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  3. avatar Andreas Ju. sagt:

    In der EU sind die Kosten gesetzlich geregelt und insofern überschaubar. Schweiz allerdings ist nicht EU und da langen die dann so richtig zu. Ich habe bei T-Mobile eine Funktion eingestellt, die mich über jede 20 € neu aufgelaufene Kosten informiert. Sehr hilfreich. Außerdem empfehlenswert fürs iPhone die kostenlose App Mibile Butler light. Bietet stets eine genaue Kostenübersicht: Ansonsten: Im Ausland immer alles abstellen: Datenroaming, Lokalisierung, etc. Ud dann anstellen, wenn man was braucht. Sonst bleibt das Handy eingeloggt und verursacht Datenkosten, auch wenn man nichts macht. weil es etwa über Iternet & GPS ständig checkt, wo man ist.

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  4. avatar Joachim sagt:

    Hallo! Wo bleibt Uwe Röttgering als Segel Reporter ?

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