Blauwasser

Es gibt keine Probleme!

Alessandro di Benedetto in seinem umgebauten, nur 6,50 Meter langen Mini. © alessandrodibenedetto.net

Seit dem 26. Oktober ist der Franko-Italiener Alessandro di Benedetto dabei, die Welt alleine und nonstop zu umsegeln – in einem nur 6,50 Meter langen Boot. Der Name seines Untersatzes spiegelt dabei die Einstellung des Seglers, aber auch seine Fähigkeiten wieder: „Hakuna Matata“. Die afrikanische Redewendung aus der Swahili-Sprache heißt übersetzt „es gibt keine Probleme“ – zumindest keine, die Benedetto nicht gedenkt, lösen zu können.

Noch nie zuvor hat ein Segelsportler die Welt einhand und nonstop mit einem so kleinen Boot umrundet, und so halten viele den Franko-Italiener für ein wenig verrückt. Er selbst sieht sich jedoch sehr gut vorbereitet. Denn di Benedetto ist keineswegs ein Verrückter, der mit seinem Leben spielt. Vielmehr hat er durch seine bisherigen Segelerfahrungen bewiesen, aus welchem Holz er geschnitzt ist.

So überquerte er im Dezember 2002 als erster Mensch mit einem nicht einmal 20 Fuß langen Sport-Katamaran (ohne Kajüte) den Atlantik einhand. Noch einen drauf setzte der heute 39-Jährige im Jahr 2006, als er mit dem gleichen Sportgerät den Pazifik ebenfalls alleine und nonstop von Yokohama nach San Francisco überquerte. Seit dem, so di Benedetto im Gespräch mit YachtPals.com, seien die Leute, die ihn als verrückt bezeichnen würden, immer weniger geworden.

Und so steuert der Extrem-Sportler, der seine Reise in Les Sables d’Olonne startete, seinen umgebauten Mini (Achtern hat er einen Kajüt-Aufbau angefertigt; der normale Mast eines Minis musste einem kürzeren, stabileren weichen) mittlerweile bereits südöstlich von Neuseeland, was bedeutet, dass er schon mehr als die Hälfte seiner Weltumrundung im Kielwasser hat.

Keine 5000 Seemeilen trennen den unternehmungslustigen di Benedetto also noch von Kap Hoorn. Und viele der Kopfschüttler und Zweifler sind mittlerweile ins Lager der Daumendrücker und Bewunderer gewechselt.

Hier ein ausführliches Interview, welches Alessandro di Benedetto den Kollegen von YachtPals.com gab.
Mathias Müller

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