Video-Fundstück: Mastbruch beim RS 400

System-Kollaps

Der Moment eines Mastbruchs gehört zu den seltenen Filmdokumenten. Das Ereignis passiert im Bruchteil einer Sekunde. Normalerweise ist keine Kamera in der Nähe. Deshalb ist das Video-Fundstück von dem RS 400 bemerkenswert.

Die Jolle ohne Trapez rast bei sieben Beaufort über einen See in der Nähe von Lincoln im Nordwesten Englands als plötzlich das Rigg nachgibt. Der Gennaker und der verbliebene Teil der Segelfläche sorgen immer noch für Vortrieb, bis das Tuch im Wasser stoppt.

Mastbruch beim RS 400. Der Gennaker reißt das Topp nach vorne.

Es ist unklar, warum der Aluminium-Mast nachgibt ist unklar. Normalerweise sorgt eine Welle für den Impuls. Der Bug taucht ein, das Schiff stoppt ab und der Druck im Rigg erhöht sich extrem. Auf dem See hält sich der Wellengang aber sehr in Grenzen und die Jolle surft sauber mit erhobenem Vorschiff über das Wasser.

Häufig ist die Ursache eine Schwachstelle im Mastprofil nach vorheriger Kenterung. Eine harte Böe kann das System zum Kollaps bringen.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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8 Kommentare zu „Video-Fundstück: Mastbruch beim RS 400“

  1. avatar Kristof sagt:

    Besonders geschockt sehen die Jungs aber nicht aus … :-/

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  2. avatar Backe sagt:

    Auch nach dem Knick noch ziemlich fix! :.)

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  3. avatar Christian sagt:

    das Verderben begann erst als ein Motorboot in der Nähe war… das kann doch kein Zufall sein 😉

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 8 Daumen runter 0

  4. avatar Stefan Z sagt:

    Ist RS nicht auch bei der Olympiabootauswahl dabei? Ist das etwa ein böses Video der bösen Konkurrenz?

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  5. avatar Captain Ahab sagt:

    das Ding hat ein Selden Rigg…
    aber ist schon älteres Boot denn diese RS400 gabs schon vor über 10 Jahren
    und Mast scheint am Wantenansatz gebrochen
    wahrscheinlich gerissen vom Wantenanssatz aus um die Backplates drumherum
    schön windig.. aber glattes Wasser da passiert normal nix

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    • avatar Christian sagt:

      was solche Boote bzw. Riggs bei Ballermann gar nicht mögen, ist ein zu weit aufgefiertes Groß. Es muss als Ersatz-Achterstag fungieren, sonst wird am Masttopp das vorwärts gerichte Moment zu groß, was dann im Salingbereich ein Knicken des Mastes nach hinten zur Folge hat. Danach sieht es hier aus.

      Habe selber schon mal bei zwei verschiedenen Bootstypen auf diese Weise einen Mast geschrottet, seitdem fiere ich das Groß gerade bei Starkwind kaum noch auf. Ist ohnehin eher schneller, man heizt ja nur dem Gennaker hinterher.

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 1

    • avatar Lasse sagt:

      Also ich weiß ja nicht wo der Wantenansatz bei dem RS400 ist. Aber es sieht mir eher danach aus, als würde der mast deutlich darunter abbrechen.
      Es ist zwar auf den Bildern wo er abbricht nicht gut zu erkennen wo er wirklich abbricht aber dafür spricht, dass die Fock sofort im großen Bogen nach vorne ausweht, also muss der bruchstelle schon ein ganzes stück darunter liegen.
      Auch zum schluss sieht man deutlich das Top im Wasser daher muss der Bruch ca. in der Mitte des Mastes sein. Der Mast sieht auch ncith so aus als wäre er ein zweites mal gebrochen.

      Von daher würde ich als Ursache hier eher vermuten, dass sich das Luvwant gelöst hat oder gebrochen ist.

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      • avatar Christian sagt:

        @Lasse: Wäre das Luvwant gebrochen, wäre der Mast als Ganzes umgefallen (da es beim RS 400 keine Unterwanten gibt). Das Wahrscheinlichste ist zuviel Druck im Masttopp durch zu weit aufgefiertes Groß. Die von Carsten angeführte mögliche Schwächung des Mastprofils mag ihr übriges dazu getan haben.

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