Globalsailing-Projekt: Wolfgang Guelfenburg 1234 Tage auf See

Dreieinhalb Jahre nonstop

Wolfgang Guelfenburg bereitet einen dreieinhalbjährigen Nonstop-Törn vor. © EWA

Der Österreicher Wolfgang Guelfenburg will im September zu einem 1234 Tage Törn aufbrechen und damit den Rekord brechen, den der Amerikaner Read Stowe 2010 mit 1152 Tagen aufgestellt hatte. Während Stowe manchmal etwas durchgeknallt wirken mochte, betont der Neukirchener den wissenschaftlichen Hintergrund seines Globalsailing-Projektes.

Der 49-Jährige will während der dreieinhalb Jahre auf See die Welt mindestens zweimal umrunden, und dabei unter anderem ökologische Belastungen und Strömungen  untersuchen. Wissenschaftler von verschiedenen Universitäten aus Europa, Asien und Amerika sollen per Schiff zu seinem jeweiligen Standort auf See gebracht werden.

Der 25 Meter Schoner-Katamaran soll mindestens zweimal nonstop um die Welt segeln. © EWA

Prinzipiell will er aber alleine segeln. Dabei geht es ihm nicht um Geschwindigkeit. Er schreibt in seiner Pressemitteilung: “Die Welt dreht sich nicht schneller, nur weil wir in einer schnellebeigen Gesellschaft leben. Wir haben verlernt mit den Elementen umzugehen! Das Projekt GLOBALSAILING soll uns zum Wesentlichen zurückführen.”

Gueldenburg hat schon zwei Herzinfarkte hinter sich. Auch deshalb ist Entschleunigung sein Thema. Er arbeitete als Wirt, Masseur, Journalist und hat ein Werbeunternehmen aufgebaut. Für sein Projekt vertraut er auf einen 25 Meter langen und 12 Meter breiten Zweimast-Katamaran, den er mit einer erfahrenen Crew schon ausgiebig getestet hat.

Plattform für eine Mini-Plantage und wissenschaftliche Forschungen. © EWA

Die Versorgung will er über eine Mini-Plantage an Bord gewährleisten. Sie soll den Dauersegler mit frischem Gemüse und vitamin- und mineralstoffhältigen Sprossen versorgen. Lebensmittel werden auf Langzeithaltbarkeit getestet, Fertigbackmischungen gewährleisten frisches Brot und Gebäck.

Guelfenburg wird sich auch mit der Käseherstellung aus Trockenmilchpulver beschäftigen und mit anderen Lebensmitteln experimentieren. Eine Meerwasser-Entsalzungsanlage sorgt für Frischwasser.

Guelfenburg ist guter Dinge. Er hat sein Schiff schon ausgiebig getestet. © EWA

Der Start soll im September in Venedig erfolgen. Rechtzeitig zu Beginn der Olympischen Sommerspiele am 5. April 2016 will der Österreicher im Hafen von Rio einlaufen.

Globalsailing Website

Tipp: SR-Leser hanseatic

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Carsten Kemmling

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2 Kommentare zu „Globalsailing-Projekt: Wolfgang Guelfenburg 1234 Tage auf See“

  1. avatar Steffen sagt:

    […] bereitet einen dreieinhalbjährigen Nonstop-Törn vor […]
    […] Wissenschaftler von verschiedenen Universitäten […] sollen ihn am jeweiligen Standort seines Schiffes besuchen […]

    Wie jetzt? Nonstop oder doch in Etappen?

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  2. hallo steffen,

    natürlich non-stop. die wissenschaftler journalisten und besucher werden mittels shuttle auf den GLOBALSAILOR gebracht. der skipper verbleibt die gesamte zeit am schiff. das schiff darf keinen landkontakt haben, nicht anlegen, keine grundberührung, kein festmachen an land!
    keine zusätzliche nahrungsversorgung des skippers, er muss autark leben.

    liebe grüße wolfgang
    http://www.globalsailing-1234-days-offshore.com

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