Größtes Wikingerschiff: „Draken Harald“ in Kanada gelandet – Replik aus dem 8.Jahrhundert

Norwegens Stolz

„Keine größeren Zwischenfälle“ meldet Kapitän Björn Ahlander von den Überfahrten nach Grönland und Kanada. Neue „Eroberungen“ im St. Lorenz Strom .

Vor ca. 1.000 Jahren landeten die Wikinger in Nordamerika und Neufundland. Am 1. Juni 2016 beendeten die „modernen Wikingernachfahren“ auf der „Draken Harald“ ihre historische Überfahrt ebenfalls im heutigen Kanada. Die wilde Crew auf der Replik eines 115 Fuß langen Wikingerschiffes aus dem 8. Jahrhundert segelte unter nahezu gleichen Bedingungen wie ihre Vorfahren vor zehn Jahrhunderten über den Nordatlantik. Zwar hat die „Draken Harald“ einen Motor und moderne Sicherheitseinrichtungen an Bord, alle Manöver werden jedoch auf die alte Art und Weise durchgeführt – mit schierer Muskelkraft.

Wikinger, Draken Harald, Nordatlantik, Grönland, Neufundland

Gesegelt wird (fast) wie anno dazumals © draken harald

„Ich bin sehr, sehr stolz auf die Draken-Harald-Crew, dass sie alle Wetterprobleme, einige kleinere Schwieirigkeiten mit dem Schiff und schließlich sogar die gefährlichen Fahrten zwischen Eisbergen so tapfer überstanden hat. Ihr seid der Stolz Norwegens!“ berichtet ergriffen „Draken Harald“-Kapitän Björn Ahlander von Bord. „Wir haben erneut einen Beweis erbracht, dass es mit den großen “Draken“-Booten durchaus möglich war, lange Strecken auf dem Nordatlantik zu bewältigen.”

Wikinger, Draken Harald, Nordatlantik, Grönland, Neufundland

Die “Draken Harald” auf ihrem Weg gen Westen © draken harald

Segelten die Wikinger zu den Großen Seen?

Es gibt bis heute keine archäologischen Beweise, dass die Wikinger von der nordamerikanischen Küste aus auch ins Landesinnere vorgedrungen sind. „Andrerseits kann aber auch keiner die These widerlegen,“ meint Kapitän Ahlander verschmitzt. Tatsächlich gehen viele Archäologen und Historiker davon aus, dass die Wikinger (ähnlich wie auf ihren Handels-, Raub- und Eroberungszügen in Europa) auch weit ins Innere des heutigen Kanada vorgedrungen sind. Um dort unter den Ureinwohner Angst und Schrecken zu verbreiten oder aber um von den zahlenmäßig weit überlegenen Indianerstämmen, die in den riesigen Urwälder lebten, gehörig eins „auf die Mütze zu bekommen“.

Wikinger, Draken Harald, Nordatlantik, Grönland, Neufundland

Den St. Lorenz Strom hinauf © Draken Harald

Wie auch immer es ihren Vorfahren bei ihren Nordamerika-Fahrten ergangen sein mag, Kapitän Ahlander und seine modere Wikingercrew wollen sich die Gelegenheit eines sympathischen „Eroberungszuges“ bis hin zu den „Great Lakes“ nicht entgehen lassen. Dafür segeln sie den St. Lorenz-Strom hinauf, wurden bereits in der franko-kanadischen Metropole Quebec stürmisch gefeiert und werden wohl heute in Montreal festmachen.

Danach geht es über Toronto weiter in die „Great Lakes“, wo die „Draken Harald“ an den Tall Ship-Events als Ehrengast teilnehmen wird. Einen „Eroberungszug der Herzen“ nennt das die kanadische Presse und Kapitän Ahlander meint dazu nur verschmitzt: „Wir zeigen nur, was Norweger so drauf hatten und haben. Gestern wie heute!“

Website “Draken Harald H.” 

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Michael Kunst

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Ein Kommentar „Größtes Wikingerschiff: „Draken Harald“ in Kanada gelandet – Replik aus dem 8.Jahrhundert“

  1. avatar Addi sagt:

    Mannomann, was haben wir es heute gut!
    Setzen Wegpunkte, manche fahren auch Routen ab, oder wir stellen den Windwinkel für den Windpilot ein.
    Respekt vor diesem Projekt!

    Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 0

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