Hafen-Kino: Echte Herausforderung beim Anlegen mit Sturm von hinten

Vom Wind in den Hafen gepresst

Es ist immer wieder interessant, anderen beim Anlegen zuzusehen. In diesem Fall geht einiges schief. Aber das Manöver ist auch anspruchsvoll.

Wenn der Sturm von achtern drückt und der Hafen nur wenig Platz zum Manövrieren lässt, bleiben nicht viele Möglichkeiten für zweite Versuche. Die Crew verursacht bei zünftigen Bedingungen auf den Kanaren einige Schäden.

Dabei schafft sie es sogar, eine Leinenverbindung vom Heck zum Land herzustellen. Aber sie kommt zu spät auf Zug, der Abstand zur Pier ist zu groß, und das Schiff treibt dennoch quer. Die schiere Kraft des seitlich auftreffenden Windes ist zu stark.

In den Foren wird schwer diskutiert, was man hätte besser machen können. Mit der Maschine im Rückwärtsgang wäre es vielleicht möglich gewesen, den Speed aus dem Manöver zu nehmen, sich vom Wind in das Becken treiben zu lassen und das Heck im Wind zu halten.

Aber vom Schreibtisch aus sagt es sich immer so leicht…

 

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5 Kommentare zu „Hafen-Kino: Echte Herausforderung beim Anlegen mit Sturm von hinten“

  1. avatar Marc sagt:

    Der Typ im weißen Hemd schlägt auf jeden Fall die Hände über dem Kopf zusammen. Der Vercharterer? 🙂

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  2. avatar Harrie Jasses sagt:

    Als erstes hätte ich auf alle Fälle noch ein größeres Sonnensegel gesetzt…

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 0

  3. avatar Sven 14Footer sagt:

    Es ist möglich. Allerdings nicht mit dem Wind sondern gegen den Wind anlegen. Genauso wie man nicht mit der Strömung sondern gegen die Strömung anlegt.
    Ein Stück am Liegeplatz vorbeilaufen, das Boot genau in Windrichtung steuern und Boot mit Maschine rückwärts aufstoppen und in langsame Fahrt rückwärts gehen. Der Moment ohne Fahrt im Schiff ist kniffelig. Da muss das Heck genau im Wind liegen. Wenn der Segler mit Kurzkiel und großen Spatenruder rückwärts Fahrt macht kann er sehr gut, auch schräg zum Wind, an die Pier gesteuert werden. Die erste Leine muss die Heckleine sein. Der Bug klappt dann von alleine ran.
    Habe ich selber bei starkem Wind öfters ausprobiert. Funktioniert gut.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 8 Daumen runter 12

  4. avatar o.h. sagt:

    ich vermisse jemandem am Heck der eine Leine wurfbereit hält ,auf der Klampe bereits belegt.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 0

  5. avatar Bee sagt:

    Warum glauben Cartercrews eigentlich IMMER, bei solchen See- und Wetterverhältnissen Festmacherleinen aus der Hand fahren zu können? Und wer verbreitet, dass die Vorleine immer die wichtigste ist?

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