Hanseboot: Das Aus für die Traditionsmesse in Hamburg – Eintritt zum Abschied: 3 Euro

"Können uns nicht von Emotionen leiten lassen"

Das ist wohl eine traurige Nachricht für alle Wassersport-Fans im Norden. Die nächste hanseboot wird die Letzte sein. Aussteller- und Besucherzahlen sind zu sehr gesunken.

Die Pressemitteilung:

Die Hamburg Messe und Congress GmbH (HMC) stellt ihre Wassersportmesse hanseboot nach der Veranstaltung 2017 ein und plant ein neues Format auf der Elbe. „Der Konzentrationsprozess im Wassersportmarkt, ausgelöst durch die Finanzkrise im Jahr 2008, hat sich auf der hanseboot negativ bemerkbar gemacht und zu sinkenden Aussteller- und Besucherzahlen geführt“, sagt Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress GmbH.

„Dennoch bleibt Hamburg ein attraktiver Standort für eine Wassersportausstellung. Die HMC arbeitet gemeinsam mit der Stadt und dem Deutschen Boots- und Schiffbauer-Verband, dem ideellen Träger der hanseboot, an einer In-Water Boat Show in der Hansestadt.“

Die Entscheidung, die Hallenmesse hanseboot einzustellen, ist von der HMC nach sorgfältiger Prüfung unter unternehmerischen Gesichtspunkten getroffen worden. „Dabei haben wir uns auch intensiv mit Vertretern der Branche ausgetauscht“, so Bernd Aufderheide. „Selbstverständlich möchte man so eine Traditionsmesse erhalten, wir können uns aber nicht von Emotionen leiten lassen.“

Das neue maritime Event wird Hamburg um eine weitere Attraktion bereichern. „Wir blicken bei der Arbeit an dem Konzept sehr genau auf den Markt“, erklärt Aufderheide. „In-Water Boat Shows finden europaweit sehr großen Zuspruch bei Ausstellern und Besuchern.“ Darunter auch die von der Hamburg Messe und Congress GmbH veranstaltete hanseboot ancora boat show in der ancora Marina in Neustadt/Schleswig-Holstein.

„Es ist natürlich bedauerlich, dass die hanseboot nicht fortgeführt werden kann“, sagt Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch. „Die Idee, eine In-Water Boat Show auszurichten, begrüße ich sehr. Es ist ein zeitgemäßes Format und passt sehr gut zu Hamburg. Schließlich haben wir schon einige erfolgreiche Veranstaltungen auf dem Wasser, wie den Hafengeburtstag. Ich unterstütze die Idee einer neuen Wassersportveranstaltung in unserer Hansestadt.“

Zum Abschied von der hanseboot bietet die Hamburg Messe und Congress allen Besuchern eine besondere Vergünstigung an: Zur ersten Veranstaltung im Jahr 1961 zahlten die Besucher sechs D-Mark für eine Eintrittskarte. 2017 kostet das Ticket pro Person drei Euro.

 Quelle: Katrin von der Linde /hanseboot

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Carsten Kemmling

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8 Kommentare zu „Hanseboot: Das Aus für die Traditionsmesse in Hamburg – Eintritt zum Abschied: 3 Euro“

  1. avatar Fastnetwinner sagt:

    Krass! Bevor die Hanseboot in hanseboot umgetauft wurde hatte Sie noch das Wort “International” im Namen. Am Ende war es dann ja leider nur noch ein kleine nette Regionalmesse. Schade um die schönen Messeparties. Jetzt bekommt die Alsterglocke für Meet&Greet&Drink eine ganz andere Rolle….

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  2. avatar tyske Amatør sagt:

    …o hauahauaha, werd ich dieses Jahr nach der Fabrik-Party `nen Schädel haben….
    In Hamburch sagt man Tschüss…

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  3. avatar Beobachter sagt:

    Endlich ! Ein Tod auf Raten. Die hanseboot war unattraktiv geworden für Besucher und Aussteller und zudem hochdezifizitär für die Messegellschaft. Nun zum Abschluß droht die endgültige Verramschung mit nur symbolischem Eintrittspreis. Bleribt die Hoffnung, daß auch die anderen regionalen Bootsmessen diesem mutigen Beispiel folgen, kann der Branche insgesamt nur gut tun

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    • avatar tyske Amatør sagt:

      Aha. Woher hast Du denn die “hochdefizitären” Zahlen? Quelle? Leerstand ist besser? Und Du sagst es für uns Alle, für alle Besucher und Aussteller, dass die hanseboot unattraktiv ist? Danke das du das übernimmst.

      Und nebenbei, an mein Hamburg: sieht so Wirtschaftsförderung aus? Goolge wird die Lücke schon schliessen und Amazon liefert.
      Das tut der Branche richtig gut…..

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  4. avatar Beobachter sagt:

    Quelle : Messe Hamburg, Bernd Aufderheide, “seit 2009 schreibt die hanseboot rote Zahlen”. Für Besucher unattraktiv, da immer weniger Boote und Yachten zu sehen sind, zudem kaum internationalen Premieren etc. Für Aussteller unattraktiv, da Kosten und Nutzen im Missverhältnis stehen. Für einen Bootshändler kostet alleine das Hin- und Herbringen und Ausstellen einer 35′ Yacht min k€10, da sind Personal und Unterbringung etc noch nicht drin enthalten. Seit die großen Hersteller sich zurückgezogen haben von der hanseboot (warum wohl), haben sie das Feld alleine den Händlern überlassen. Immer weniger können das finanziell stemmen, müssen aber wohl oder übel mit den Wölfen heulen.
    Wer sagt denn eigentlich, daß ich für Euch alle (Dich) rede ? Habe lediglich meine Meinung und die etlicher Mitaussteller preisgegeben. Ausserdem habe ich bisher noch nicht gewusst, daß Amazon auch ein Marktplatz für den Yachthandel ist.

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  5. avatar icke sagt:

    Schickt die Messeleitung nach Hause wenn die das nicht schaffen sind auch andere Messen in Gefahr bzw. es drohen Verluste.
    Steuerzahler werden zur Kasse gebeten

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