Flutkatastrophe in Australien zerstört viele Yachten

Hoch und trocken

Yacht Flutopfer im australischen Bundaberg. © BSC

Angesicht der großen Zerstörung, die Stürme und Wassermassen im Nordosten Australiens angerichtet haben, sind die Opfer unter den Schiffen der Yachting-Community geradezu banal. Aber allein in Bundaberg nördlich von Brisbane wurde eine Marina vollkommen zerstört. Mehr als 30 Yachten gingen verloren.

Einige sanken im angeschwollenen Burnett River, der 15 Knoten schnell dem Meer entgegen strömt. Andere wurden in die Mangroven gespült, in die offene See oder sie verschwanden einfach.

Der Eigner der 43 Fuß Stahlyacht „Maranatha“ beschreibt in seinem Blog wie er seinen Selbstbau im letzten Moment retten konnte. Nachdem der Wasserspiegel um bis zu sechs Meter angestiegen war, driftete das Schiff samt Anker und Mooringboje den Fluss herunter, bis es sich mit seinen Davit Halterungen am Heck an einigen Bäumen verfing.

Der Stahl-Zweimaster "Maranatha" auf seinem Lieblingsligeplatz bei Papua Neuguinea. Das Schiff konnte nur knapp vor der Flut gerettet werden. © P. Bailey

Es blieb nur wenige Stunden Zeit, das Schiff wieder zu befreien, bevor der Wasserspiegel wieder sank. Die Ankerkette musste gekappt werden, nachdem sie sich unter Wasser verklemmt hatte. Danach konnte die Yacht, die Eigner Phil Bailey 16 Jahre lang selbst gebaut hatte, mit einem Gummiboot frei geschleppt werden.

„Wir sind so dankbar, dass wir noch eine Yacht haben“, sagt Bailey. Er segelt regelmäßig im Gebiet der Louisiades Inseln bei Papua Neuguinea im Norden von Australien.

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Carsten Kemmling

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