Bootsbau: Klaus Schmidt entwickelt “komfortablen” Offshore-Racer

Kieler Ansatz für 40 Fußer

Als Basis seiner Überlegungen greift Schmidt auf die Rogers 46 zurück © K.Schmidt

Der Kieler Yachtdesigner Klaus Schmidt hat sich mit Simon Rogers in Verbindung gesetzt und auf der Basis einer Rogers 46 ein alternatives Deckshaus-, Cockpit-Layout entwickelt und damit einen menschlicheren Innenausbau ermöglicht. Schmidt’s Ziel war es, einen Racer zu entwickeln, der einen Mindestest-Komfort für die sportliche Crew bietet und trotzdem mit kleinen Abstrichen das Leistungspotential der gleitenden Racer erreicht.

In seinem Offshore Racer schenkt Schmidt den Menschen und ihren Bedürfnissen an Bord Aufmerksamkeit © K.Schmidt

Bei der Schmidt-Entwicklung steht außer Frage, dass die Funktionalität des neue verkleinerten Cockpits besonders für große Crews auf Kurzstreckenrennen eingeschränkt wird. Das Schiff wird auch etwas schwerer ausfallen, aber immer noch unter 7 Tonnen liegen. Die kompromisslose Rogers 46 wiegt 6,2 t. Trotzdem wird die Regattayacht die grundsätzlichen sehr guten Segeleigenschaften des “Schwesterschiffes” bewahren können. In der Vermessung wird das größere Gewicht auch berücksichtigt.

Klaus Schmidt hat mit seinem Konzept jedoch besonders die Langstrecken-Regattasegler im Auge, die gelegentlich mit kleiner Crew auch zum Vergnügen segeln und das Schiff „komfortabel“ überführen wollen. Der Schwerpunkt bleibt aber eindeutig bei den Regatten, insofern unterscheidet sich die Konzeption vom bekannten Cruiser-Racer.

Im Vergleich zu den klassischen Cruiser Racern werden die Cockpitbänke für mehr Platz für Manöver weggelassen © K.Schmidt

Schmidts „Offshore-Racer“ verzichtet an Deck auf die Cockpitbänke, um mit dem gewonnenen Platz bessere Manöver und schnelleres Trimmen zu ermöglichen. Offshore Racing definiert er auch nicht so, dass nachts die Wache an Deck ausharrt, einen Sherry trinkt und den Sternenhimmel bewundert. Vielmehr ist es heute auch bei Regatten über mehrere Tage selbstverständlich, dass ständig die Segel nachgeführt werden und an der Kreuz im Zweifel die gesamte Crew auf der Kante sitzt, auch nachts.

Bei Schmidt gibt zwei Niedergänge aber nur ein großes Steuerrad, dessen Steuersäule nach luv gekippt wird © K.Schmidt

Als Alternative zu den mittlerweile lieb gewordenen Doppelsteuerrädern bietet Schmidt eine Einradsteuerung an, wobei das große Rad mit der Carbon-Steuersäule nach Luv gekippt wird, um dem Steuermann eine optimale Sitzposition zu ermöglichen. So wird der Nachteil der Doppelräder vermieden, die mechanisch ausgesprochen schwergängig sind.

 

 

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2 Kommentare zu „Bootsbau: Klaus Schmidt entwickelt “komfortablen” Offshore-Racer“

  1. avatar 123 sagt:

    Wurde das Schiff nich schon vor Längerem auf der German Offshore Owner website vorgestellt??

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  2. avatar Nord sagt:

    Ein echt ineterresantes Projekt, hoffentlich wird man ein paar von denen auch in GER sehen können!

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