Kollision: Wenn die Sache aus dem Ruder läuft

Erschreckender Moment

So müssen sich Ritter im Turnier fühlen, wenn sie im vollen Galopp mit gezückten Lanzen aufeinander zupreschen. Die Variante der Segler ist überraschender.

Was für ein Schock, wenn man plötzlich die Spitze eines Bugspriets auf sich zuhalten sieht. Die Italienerin Claudia Rossi, J/70 Europameisterin in Kiel, hat dieses Szenario beim Training zum ersten Melges 32 World League Event in Porto Venere erlebt.

Sie kreuzte mit ihrer Crew auf dem gecharterten norwegischen Schiff “Pippa” auf, als die deutsche “Homanit Junior” mit ex 49er Segler Kilian Holzapfel am Steuer und 470er Spitzensegler Jan Jasper Wagner an Bord aus dem Ruder lief.

Die achtköpfige Crew krängte in einer Böe unter dem großen Gennaker zu stark, so dass Holzapfel die Kontrolle verlor. Die Melges 32 schoss unkontrolliert in den Wind. Rossi schaffte es noch, im letzten Moment zu reagieren und eine schnelle Wende einzuleiten. So konnte Schlimmeres verhindert werden.

Das deutsche Junioren-Team dürfte den Vorfall schnell verkraftet haben. Er wird ihnen verziehen, auch weil sie in der Flotte von 15 Yachten zu den einzigen drei Amateur-Teams zählen.

Landsmann Christian Schwoerer dagegen hat auf seiner “La Pericolosa” drei Profis eingekauft und besonders der dänische America’s Cup-Taktiker Jesper Radich soll als Taktiker den richtigen Weg weisen. Mit an Bord ist auch Fabian Gielen, einer der starken Segler beim erfolgreichen Bundesliga-Team vom Lindauer Segel-Club.

Als drittes deutsches Boot unter deutscher Flagge startet Fritz Homann mit “Wilma”. Er vertraut für die Rennen in einer der qualitativ anspruchsvollsten Flotten der Welt auf die Hilfe einer überwiegend italienischen Profi-Crew.

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