Konstruktion: Wavepiercer-Katamaran von Glider Yachts soll 96 Knoten erreichen

"Paparazzi und Piraten davon brausen"

Während heutzutage innovative Ingenieure ihre Designs auf Tragflächen stellen, haben die Briten von Glider Yachts für ihre neue Superyacht-Range ein altes System neu entdeckt und optimiert.

Glider Yachts

Ob die Besatzung mitgeliefert wird? © Glider Yachts

Wavepiercer nennen sich die Katamarane, die so schmale Rümpfe besitzen, dass sie die Wellen durchschneiden anstatt über sie zu holpern. Die Wasserlage ist stabiler und der Widerstand geringer als bei herkömmlichen Rümpfen.

Der revolutionäre britische Segel-Katamaran “Philips” gilt als einer der Protagonisten dieses Systems. Pete Goss wollte mit dem 2000 gebauten 120 Fuß Multihull den Rekord um die Erde brechen. Stattdessen zerbrach das Schiff beim Training in einem Sturm. Die mögliche Überlegenheit des Designs konnte nie bewiesen werden.

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Wenn Mobos präsentiert werden braucht man hübsches Ambiente. © Glider Yachts

Nun hat die britische Firma Glieder Yachts dieses Prinzip als Basis für ihre neuen Luxus- Motorboot-Konstruktionen auserkoren. Dieser Tage werden die ersten Testfahrten für die Super Sports 18 absolviert. Das 18 Meter lange Schiff soll mit den Jet-Antrieben 56 Knoten erreichen. Die folgende Version Hyper Sports wird gar mit 3400 PS ausgerüstet und soll dann mehr als 96 Knoten schnell sein.

Dabei gibt es Platz für den Kapitän und vier Gäste. Klar, dass die Macher bei den Promo-Fahrten vier Bikini-Mädels auf die Gästeplätze setzte. Es geht schließlich um die Mobo-Szene. Da muss das Feld klassisch bereitet werden für weitere Luxus-Katamaran-Hingucker, die zwischen 100 und 265 Fuß lang sein sollen.

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SS18 soll über 50 Knoten erreichen. © Glider Yachts

Glider Yachts will nach eigener Aussage den Markt für luxuriöse Highspeed Schiffe revolutionieren. Dabei vertrauen sie Briten insbesondere auf ihr Stability Control System (SCS), dass die Schiffsbewegungen deutlich reduziert im Vergleich zu herkömmlichen Angeboten in der Superyacht-Welt.

Die bei Burgess Marine gebauten Gefährte aus Aluminium sollen den Markt mächtig aufmischen. Dafür haben die Ingenieure sieben Jahre lang getüftelt. Wenn wirklich die großen Modelle mit einer Reichweite von 2400 Meilen für die Grand Touring Reihe gebaut werden, ist das Ziel wohl erreicht.

Möglich ist aber auch, dass sich das angepeilte Klientel mit seinen Yachten dann schon längst nicht mehr durch und auf dem Wasser bewegen sondern auf Foils darüber. Denn Speed ist immer ein wichtiges Argument für die Statussymbole. Das äußert sich auch in dem folgenden Argument: “Das hohe Deck und der hohe Speed bringt sie und ihre Gäste außer Reichweite von Paparazzi und Piraten.”

Website Glider Yachts

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Nette Kulisse. © Glider Yachts

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Der Jet-Antrieb. © Glider Yachts

 

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Carsten Kemmling

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