Lake Racer à la America’s Cup: Schnellster auf den Seen? – Monofoil vom Match-Race-Champ

Heißer Renner für die Seen

Sehen so ähnlich die nächsten America’s Cupper beim Segeln aus? Stapellauf vom Gonet Monofoil. Er hebt sich am Wind aus dem Wasser und will die großen Langstrecken auf den Seen gewinnen.

Der schweizer Match Race Spezialist Eric Monnin feiert mit seinem Team die ersten Flüge auf dem Gonet Monofoil am Genfer See. Dabei handelt es sich um einen spektakulären, fliegenden Monohull, der bei seiner Jungfernfahrt schon 25 Knoten Speed erreicht hat.

Gonet Monofoil

Starke Krümmung der Tragfläche. © Loris von Siebenthal

Kommt die neue Konstruktion schon der nächsten Generation der America’s Cupper nahe, die erstmals foilende Monhulls sein werden? Dem Video ist zu entnehmen, dass der Gonet Monofoil nicht die für den AC75 geplanten charakteristischen krakenartigen Arme aufweist. Aber dennoch steckt viel Cup-Know-How in dem Projekt.

Gonet Monofoil

Weltklasse Match-Racer und Projekt-Leiter Eric Monnin in der Bauphase. © Loris von Siebenthal

Denn neben den Projektleitern Eric Monnin und Bootsbauer Damian Weiss, der viel Erfahrung im Bootsbauteam von Alinghi gesammelt hat, ist Jean-Claude Monnin involviert. Der Design-Spezialist hat bei seiner zweiten Kampagne mit dem Emirates Team New Zealand die Kanne gewonnen und stellt inzwischen eine wichtige Säulen des Kiwi-Konstruktion-Teams dar (SR-Interview in Bermuda).

Gonet Monofoil

Kohle-Konstruktion für den Foil-Trimm. © Loris von Siebenthal

Der Gonet Monofoil wurde in aller Heimlichkeit in den vergangenen zwei Jahren entwickelt noch lange bevor klar war, dass der nächste Cup auf fliegenden Monohulls ausgesegelt wird. Das Schiff zielt auch eher auf die Langstrecken-Regatten auf den großen Seen. Nach dem Stapellauf beginnt jetzt eine intensive Testphase, um sich auf die heiße Phase der Saison vorzubereiten.

Gonet Monofoil

Der innovative Foiler vor dem Stapellauf. © Loris von Siebenthal

Eric Monnin erklärt: “Ich habe seit langer Zeit die unglaubliche Leistungsfähigkeit der Foiler verfolgt. Seit dem Erfolg der Moth sind einige beeindruckende Monohull-Projekte gestartet worden wie zum Beispiel die Quant 23. Aber die Entwicklung geht immer noch weiter. Und ich habe immer das Gefühl gehabt, dass noch etwas fehlt.”

Gonet Monofoil

Monnin und und der Schweizer Mini Transat Segler Simon Koster beim Check der Ruderanlage. © Loris von Siebenthal

So sei der Gonet Monofoil mit zahlreichen Innovationen versehen. Dabei hält er sich noch bedeckt, wie diese genau aussehen. Offenbar setzen die Schweizer auf ein zentrales schwenkbares Foil unter dem Rumpf. Die Abdrift wird über ein zusätzliches Schwert im Vorschiff reguliert.

Gonet Monofoil

Marc, einer der drei Monnin-Brüder beim Aufriggen des Monofoil Gonet. © Loris von Siebenthal

Die Pionierarbeit mit den Foils sei spektakulär, aber der Teufel liege noch mehr im Detail. Es sei manchmal erschütternd, von wie vielen Einzelheiten es abhängt, ob das Schiff in der Lage ist, bei verschiedenen Geschwindigkeiten zu foilen.

Gonet Monofoil

Monnin mit Bootsbauer Damian Weiss. © Loris von Siebenthal

“Das Boot weist mit nur acht Metern eine bescheidene Größe auf. Es hat aber das Potenzial, die Bol d’Or zu gewinnen, wenn die Bedingungen es erlauben.” Die ersten Testfahrten hätten ein erstaunliches Potenzial offenbart. Stabil auf den Foils werden bis zu 25 Knoten Speed erreicht. Dabei sei das Handling des 850 Kilo leichten Schiffes mit 80 Quadratmetern Segelfläche von der vierköpfigen Crew relativ einfach zu bewältigen.

Die Monnin-Brüder haben schon viel Erfahrung mit dem schnellen Segeln auf den Décision 35 Katamaranen gesammelt. In den vergangenen Jahren waren sie auch regelmäßig bei der mit M32-Kats ausgesegelten Match Race Tour im Einsatz.

Gonet Monofoil

25 Knoten Speed und stabiles Am-Wind Foiling: Der Gonet Monofoiler auf dem Genfer See bei einer der ersten Testfahrten.

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Carsten Kemmling

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2 Kommentare zu „Lake Racer à la America’s Cup: Schnellster auf den Seen? – Monofoil vom Match-Race-Champ“

  1. avatar Björn Hacht sagt:

    Langweilig, da hat man ja gar nichts von wenn das Ding am Fenster vorbeidüßt.
    Ein FinnDinghy kann man stundenlang beobachten und wenn eine neue Flasche Wein aus dem Keller fehlt dann ist der Finn immer noch da, genau da wo er vorher auch schon war.
    Bei dem Foiler hilft ja nichtmal ein Drehstuhl statt Sessel das man ihn kurz sieht.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 10 Daumen runter 4

  2. avatar Nils kaiser sagt:

    kann man die Facebook Links/Videos auch für nicht Facebook Nutzer zugänglich machen?

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