Martin Fischer: Physiker-Promi in der Highspeed-Szene entwickelt Flügel-Strandkat

Deutscher bringt die Kats zum Fliegen

A-Cat auf Flügeln. Martin Fischer optimiert die Foils für den Hausgebrauch. © M. Fischer

Martin Fischer schrieb bisher Geschichte hinter den Kulissen. Nun tritt er mit seinem Spaß-Projekt ins Rampenlicht, einem fliegenden A-Cat. Er hat Ruder und Schwerter entwickelt, die auch kleine Kats kontrolliert aus dem Wasser heben sollen.

Das hat schon der Italiener Edoardo Bianchi geschafft. Aber Martin Fischer spielt in einer höheren Liga. Er ist ein Spezialist für Strömungslehre und ein echter Promi in der technisch bewanderten Segelszene. Was er anfasst, hat große Dimensionen.

Sein Name mag unscheinbar sein, aber er hat Gewicht bei den großen Profi-Teams. Fischers Thema sind die Rumpfanhänge. Er arbeitete für den ORMA 60 Tri „Groupama-2“ und den 150 Fuß Maxi „Groupama-3“, wie auch für den Mega Multi „Sodebo“.

The Brain. Der deutsche Physiker Martin Fischer spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der großen Maxi Trimarane. © M. Fischer

Außerdem entwickelte er die ersten Anänge für den BMW Oracle Tri und revolutionierte nebenbei die Formel 18 Klasse mit dem Capricorn-Design, der 2006 die Weltmeisterschaft gewann. Sein jüngstes Baby ist der Hobie Wild-Cat. Und aktuell ist der Deutsche Mitglied im Design-Team für das favorisierte Volvo Ocean Race  Team Groupama.

Fischer wurde in der Nähe von Bremen geboren und lebte dann lange in Hamburg, wo er Physik studierte. Sein Spezialgebiet ist eigentlich das Klima. 2000 machte er sich in Neu Kaledonien mit einer Firma selbstständig, die Energieversorgern bei der Wetterberechnung hilft.

„Das Segeln ist wohl eher sein Hobby“, meint Sven Lindstädt, der 1996 zusammen mit Fischer einen A-Cat entwickelt und gebaut hatte. So ist auch sein A-Cat auf Flügeln zu sehen, an dem er schon seit einigen Jahren bastelt.

Auch vor dem Wind im Trapez. Der hohe Speed erfordert auch auf diesem Kurs das Ausreiten. © M. Fischer

Fischer sagte dem Blog Catsailingnews, dass sich das Boot bei 16 bis 20 Knoten (Fotos) gut anfühle und er auch auf dem Vorwindkurs trapezen könne. Er ist auch überzeugt, dass für die olympischen Spiele ein F18 Katamaran mit Flügeln (hier gebogenen Schwertern) die Wahl sein sollte. Das sei die Zukunft.

Für ihn ist es nicht nur ein Spruch. Er hat auch zusammen mit dem französischen F18 Weltmeister Olivier Backes einen neuen F18 Katamaran entworfen, den er in das Rennen um den Olympiaplatz schicken will.

Der Phantom 18 soll mit seinen gebogenen Schwertern sehr stabil im Wasser liegen und auch bei Leichtwind konkurrenzfähig sein. „Wir sind davon überzeugt, dass fliegende Kats die Zukunft unseres Sports sind“, heißt es in der Pressemitteilung.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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Ein Kommentar „Martin Fischer: Physiker-Promi in der Highspeed-Szene entwickelt Flügel-Strandkat“

  1. avatar Kai Steinhagen sagt:

    Hallo Martin melde dich mal!0172 -4040083

    Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

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