Mini 6.50 Strandung: Schiff per Helikopter geborgen

Kommt ein Mini geflogen

Der französische Mini Class Segler Yannick Le Clech ließ seine Pogo 2 “Diaoulic” nach einer Strandung in England von einem Hubschrauber bergen.

Hubschrauber Mini 6.50

Ein Hubschrauber birgt den gestrandeten Mini 6.50. © Le Clech

Ein Mini 6.50 ist nicht besonders groß für eine Hochsee-Yacht. Sagt ja schon der Name. Da mag es ja manchmal ungemütlich eng sein und auf See ruppig zugehen. Aber die fehlende Größe hat auch ihre Vorteile, wie der Franzose Yannick Le Clech feststellen durfte. Es kann von einem Helikopter auf den Haken genommen werden.

Der Teilnehmer an der 290 Meilen Regatta Solent 650 von Lymington nach Plymouth war nachts in der Crownhill Bay gestrandet. “Es war dunkel. Dann sah ich plötzlich diese große Klippe vor mir”, erzählt Le Clech. “Ich startete den Motor gab Vollgas rückwärts, aber es war schon zu spät. Das Boot vom Typ Pogo 2 war in den Wellen gefangen. Ich barg die Segel und funkte Mayday.”

Yannik Le Clech

Hoch und trocken. Yannik Le Clech strandete durch fehlerhafte GPS Angaben. © Le Clech

Die Strandung verlief sanft. Le Clech traf in der Brandung genau ein Stück Sandstrand. Das Schiff wurde wie durch ein Wunder kaum beschädigt. Die Coastguard hatte Schwierigkeiten, ihn zu finden. Offenbar zeigte sein GPS eine fehlerhafte Position an, und das dürfte auch der Grund für die Havarie gewesen sein. Der Franzose wurde erst gefunden, nachem er sich mit Fackeln bemerkbar gemacht hatte.

Die Freude über das Glück im Unglück angesichts der Unversehrtheit des Minis wich, als klar wurde, dass die Bergung schwierig werden würde. Zu hoch war das das Schiff auf den Strand geworfen worden. Dann stahlen Strandräuber in der Nacht auch noch elektronische Geräte.

Mini 6.50 gestrandet

Neben dem gestrandeten Mini ist auch das gekenterte Motorboot angespült worden, das die Yacht vom Strand ziehen sollte. © Le Clech

Zudem ging der erste Versuch der Bergung fatal daneben. Das Gummiboot, das den Mini vom Strand ziehen sollte, kenterte in der Brandung, nachdem offenbar ein Tampen in die Schraube geraten war.

So kam es schließlich zur spektakulären Helikopter-Rettung, die auf diese Weise mit kaum einer anderen Renyacht hätte stattfinden können. Rund 1000 Kilogramm wiegt ein Mini und das war für den Hubschrauber locker beherrschbar. Es scheint allerdings noch unklar zu sein, wer die Operation bezahlt.

Die Kenterung des Motorbootes, das den Pogo 2 vom Strand ziehen wollte:

Tipp: SR-Leser Chris Lükermann

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Carsten Kemmling

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7 Kommentare zu „Mini 6.50 Strandung: Schiff per Helikopter geborgen“

  1. avatar Segler sagt:

    Ist ja krass, dass einige Leute die Strandung eiskalt ausnutzen und direkt erstmal elektronische Geräte klauen.

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  2. avatar historiker sagt:

    ..strandraub ist in dieser gegend seit jahrhunderten tradition und lebensgrundlage ;-)..strukturarme gegend

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

  3. avatar Luke sagt:

    never trust your GPS…. Es hat schon seine Gründe, weshalb auf einer Karte mitgekoppelt werden muss. Interessant wäre natürlich der tatsächliche Versatz GPS tatsächliche Position

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    • Er ist – an 2. Stelle in der Regatta liegend – gestrandet. Da dürfte also kein Motor an Bord gewesen sein.

      Und – für all die Mitkoppler – es handelt sich um ClasseMini – da ist man einhand unterwegs und ich nehme an, dass er nach mehr als 3 Tagen auf See und mit der Ziellinie anliegend wohl kurz weggenickt ist und erst kurz vor dem Strand seinen Fehler bemerkt hat. Und mit mittlerem Wind und Welle von hinten (und Spi oben ? ) sind die Optiionen dann sehr gering …

      Die Bergung ist natürlich echt spektakulär.

      VG, Frank

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 9 Daumen runter 0

  4. avatar Marc sagt:

    Kann der Heli ja auch noch das Mobo abbergen 😉

    Zum Glück ist wohl keinem etwas passiert, kann auch ins Auge gehen.

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  5. avatar GER1692 sagt:

    Hydrofoils pfff…
    Alles was man zum Abheben braucht ist ein Heli und ein Mini

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