North Sails: US-Segelmacherei verkauft – Was es bedeutet

Bald unter einem Dach

North Sails, die weltweit größte Segelmacherei, wird an ein britisches Investment-Haus verkauft. Der geschätzte Preis für den US-Teil: 95 Millionen Euro. Insgesamt könnten es bis zu 400 Millionen werden. Für die Kunden soll sich nichts ändern – zunächst jedenfalls.

Oakley Capital Investment klingt irgendwie nach Heuschrecke, obwohl es nicht mit Oaktree verwechselt werde sollte, welches schon das eine oder andere Unternehmen filetiert hat. Doch in Peter Duben, Boss der britischen Beteiligungsgesellschaft, schlägt ein Seglerherz.

(Ab hier damals nur für SR Club-Mitglieder)

Der 44-Jährige kaufte jetzt zunächst die US-amerikanische North Technology Group, der neben der Marke North auch die 3DL-Schmiede in Nevada, die große Segelmacherei in Sri Lanka und das Tochterunternehmen Southern Spars (Riggs) gehören.

Taru setzt das North Logo nett in Szene. ©  sailingaroundtheglobe

Taru setzt das North Sails Logo nett in Szene. © sailingaroundtheglobe

North Sails Europa, das drei Viertel zum Gesamtumsatz beisteuert, und zu dem auch North Deutschland gehört, sollen demnächst folgen. Über den Kaufpreis wird spekuliert. Die Sunday Times nennt einen Betrag von 130 Millionen Dollar (95 Millionen Euro).

Der Deal wurde offenbar von langer Hand vorbereitet. Der bisherige Eigentümer Terry Kohler (83) wollte das Erfolgsunternehmen „in gute Hände“ übergeben. “Das ist aus unser Sicht gelungen”, sagt Deutschland-Chef Stefan Matschuck gegenüber SegelReporter. “Wir erwarten keine gravierenden Veränderungen.” Die Situation sei so, dass sein Zulieferer einen neuen Besitzer habe. Bald jedoch wird North erstmals in seiner 57-jährigen Geschichte in allen Kontinenten unter einem Dach firmieren.

Ob der neue Eigentümer letztlich doch die Renditeschrauben anziehen wird, und gar die Segler künftig für Groß, Fock und Spi einen Schein drauflegen müssen, muss die Zukunft zeigen. Einige Insider rechnen durch Kosteneinsparungspotential aber auch mit sinkenden Preisen.

Die Segelexperten Tom Whidden und Ken Read sollen im Vorstand verbleiben, dem Peter Duben künftig vorsitzt. Über eine andere Gesellschaft hatte er jüngst das englische Superyacht-Magazin Boat International gekauft. Mit Sir Charles Dunstone, Megayachteigner (Wally Cento „Hamilton“) und CEO von Carphone Warehouse, holt der Angler und Mobo-Fahrer (43 Fuß) Duben zumindest einen weiteren Segler in die Führungsetage.

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