Ostsee-Unfall: Surfer von 38 Knoten schnellem Motorboot überfahren – selber Schuld

"Nicht nachvollziehbar"

Im August 2011 verlor ein 61-Jähriger Surfer vor Pelzerhaken sein Bein als er von einer 22 Meter langen Sunseeker Motoryacht mit 38 Knoten überfahren wurde. Er soll dennoch selber Schuld haben. Nach der Veröffentlichung des aktuellen Berichtes der Bundsstelle für Seeunfalluntersuchunge (BSU)  hat die ZEIT dem Unglück einen hochklassigen sechsseitigen Report  gewidmet.

Das zerstörte Surfbrett

Das zerstörte Surfbrett. Das Heck wurde nicht gefunden. © BSU

Dabei geht es um den Fall des millionenschweren Besitzers der Sunseeker Predator 74 “Seewind”, der in der Lübecker Bucht einen Surfer überfuhr. Der 71-Jährige Unternehmer beschleunigte seine 22 Meter lange 47 Tonnen Motoryacht mit seinen 3.600 PS auf 38 Knoten und kollidierte mit Reinhard Fahlbusch (61).

Die 2,3 Millionen teuere Yacht vom Typ Sunseeker riss dem Surfer und langjährigen Katamaran-Segler ein Bein ab. Er wurde dreimal wiederbelebt.

Die Motoryacht vom Typ Sunseeker Predator

Die Motoryacht vom Typ Sunseeker Predator. © BSU

Aber der vom Motoboot-Skipper beauftragte Sachverständige kommt laut ZEIT zu dem Schluss, Fahlbusch sei gar nicht überfahren worden. “Vielmehr habe sich der Surfer der Jacht mit hoher Geschwindigkeit von hinten genähert.” Er sei bei dem missglückten Versuch, die Motoryacht zu überholen oder auf deren Heckwelle zu surfen gegen den Rumpf geprallt und in die Schiffsschraube geraten.

Diese Aussage ist wichtig, weil seit einer Änderung der Vorfahrtsbestimmungen durch das  Bundesverkehrsministerium von 1998 in der Dreimeilenzone Surfer Motorbooten ausweichen müssen.

Der Unfallort in der Lübecker Bucht. © BSU

Der Unfallort in der Lübecker Bucht vor Pelzerhaken. © BSU

Dazu sagt die ZEIT: “Die Anwälte beider Seiten streiten sich mittlerweile über Kursangaben. Schoss das Schiff von hinten auf Fahlbusch zu? Dann hätte der Überholer ausweichen müssen. Kam Fahlbusch der Jacht eher entgegen? Dann wäre er, wegen der neuen Gesetzeslage, selbst schuld an seinem Unglück. Egal, wie ungleich die Geschwindigkeiten waren.

Hamburger Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) hat in ihrem 40 Seitigen Bericht zu der die Analyse des Gutachters Stellung bezogen. “Die anwaltliche Vertretung des Eigners der Motoryacht gibt schriftlich zu Protokoll, dass die MY SEEWIND lediglich mit ca. 22 kn fuhr und dass für den Surfer eine Geschwindigkeit `von 30 kn und mehr ohne Weiteres bei dem benutzten Material, den Windverhältnissen und Surfkurs möglich´ wäre.

Die Schraube der Sunseeker, die den Surfer erwischt hat.

Die Schraube der Sunseeker, die den Surfer erwischt hat. © BSU

Weiterhin wird erklärt, dass `der Anprall des Surfbrettes mit dessen Steuerbordbug auf der Backbordseite der Motoryacht schräg von achtern, also achterlicher als querab´ erfolgte. `Das Sichtfeld der Motoryacht kann deshalb keinen wie auch immer gearteten Einfluss auf den Unfallhergang gehabt haben´. Diese Behauptungen sind für die BSU nicht bestätigt und nachvollziehbar.”

Für das BSU ist das baulich eingeschränkte Sichtfeld des Motorbootes einer der wichtigsten Gründe für den Unfall. Die Anordnung des Steuerstandes soll laut BSU Gutachten nicht notwendigen DIN Norm entsprochen haben. Deshalb heißt es in der Abschluss-Empfehlung, dass die Sunseeker Werft auch die anderen Bautypen der Yachten überprüfen soll. Eine teure Rückrufaktion droht.

Zum Verhalten des Motorboot-Skippers wird gesagt: “Der schwere Seeunfall der MY SEEWIND wäre bei angepasster Geschwindigkeit wahrscheinlich nicht passiert. Der § 26 der SeeSchStrO weist auf die Regel 6 der KVR hin, nach der `jedes Fahrzeug jederzeit mit einer sicheren Geschwindigkeit fahren muss, so dass es geeignete Maßnahmen treffen kann, um einen Zusammenstoß zu vermeiden, und innerhalb einer Entfernung zum Stehen gebracht werden kann, die den gegebenen Umständen und Bedingungen entspricht´. Bei einer Geschwindigkeit von zeitweise über 38 kn, in einer Entfernung von ca. 1⁄2 Seemeile vom Ufer, darf bezweifelt werden, ob diese Geschwindigkeit angebracht war.

Tipp: SR-Leser Chrish Bräuer, Thomas Schneider, Ulli Sommerlatt

Eingeschränktes Sichtfeld der Sunseeker

Das baulich eingeschränkte Sichtfeld der Sunseeker laut der BSU Untersuchung. © BSU

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Carsten Kemmling

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121 Kommentare zu „Ostsee-Unfall: Surfer von 38 Knoten schnellem Motorboot überfahren – selber Schuld“

  1. avatar TBC sagt:

    Es ist mal wieder so traurig, dass sich eine millionenschwere Mobobratze mit Hilfe trickreicher Anwälte aus der Schlinge ziehen kann.
    Hoffentlich fällt der Typ mal zwischen Kai und Boardwand und wird von den 47 Tonnen platt gemacht.

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  2. avatar Backe sagt:

    Man kann gar nicht soviel fressen, wie man kotzen möchte!

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    • avatar Backe sagt:

      P.S.: Unbedingt den verlinkten ZEIT-Artikel lesen … Da vergeht euch Hören und Sehen!

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  3. traurig, traurig, traurig!

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  4. avatar Marcus sagt:

    “Diese Aussage ist wichtig, weil seit einer Änderung der Vorfahrtsbestimmungen durch das Bundesverkehrsministerium von 1998 in der Dreimeilenzone Segelfahrzeuge Motorbooten ausweichen müssen.”

    => Wo steht das denn?

    => Da haben meine Prüfer zum SpoBo Führerschein und zum Yachtmaster aber ziemliche Fehler in meiner Theorieprüfung durchgehen lassen.

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  5. avatar Super-Spät-Segler sagt:

    Furchtbare Sache! Passierte kurz bevor ich in das Revier gezogen bin.

    Eine Frage zur Änderung der Vorfahrtsbestimmungen durch das Bundesverkehrsministerium von 1998:

    Im SR-Artikel steht:
    “weil … in der Dreimeilenzone Segelfahrzeuge Motorbooten ausweichen müssen.”

    Im “Zeit”-Artikel steht:
    “Ausgerechnet hier müssen Surfer seitdem Motorjachten ausweichen.”

    Meines Wissens liegt der Segelreporter falsch, denn der Gesetzestext lautet:

    § 31 Wasserskilaufen, Schleppen von Wassersportanhängen, Wassermotorradfahren, Kite- und Segelsurfen

    (2) Die Führer von Zugbooten der Wasserskiläufer und von Wassersportanhängen sowie die Wassermotorradfahrer und Kite- und Segelsurfer haben allen Fahrzeugen auszuweichen;

    Siehe http://www.gesetze-im-internet.de/seeschstro_1971/__31.html

    Oder befinde ich mich im Irrtum?

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  6. avatar SB sagt:

    Sehe ich auch so. Das (Auweichgebot gegenüber MoBo-Fahrern) gilt nur für Surfer und die anderen in § 31 SeeSchStrO genannten Fahrzeuge, aber nicht generell für Segelfahrzeuge.

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    • avatar Carsten Kemmling sagt:

      hmm, habe irgendwo die verallgemeinerung von Surfer zu “segelfahrzeuge” gelesen, finde es aber jetzt auf die schnelle auch nicht mehr. ich nehms dann besser raus.

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  7. avatar Andreas Ju sagt:

    Unklar bleibt in dem Artikel, ob es sich um einen Unfall im Fahrwasser gehandelt hat.

    Dann hätte Super-Spät-Segler und der Zeit-Redakteur zu meiner eigenen Überraschung recht. Und es ist schon eine seltsame Vorschrift, die Surfern und Kitern mehr Ausweichrechte auferlegt als Seglern, obwohl sie ja nun deutlich weniger dazu in der Lage sind. Intention der VO kann ja wohl nur gewesen sein, beide Gruppen aus den Fahrrinnen rauszuhalten (was im Prinzip Sinn macht). Das traurige Ergebnis der Regelung lesen wir in der Zeit

    Es ist nicht zu fassen, was da passiert ist. Und erstaunlich, dass der MoBo-Fahrer es juristisch erfolgreich schafft, völlig anonym zu bleiben. Wäre doch ganz schön, wenn es in Zeiten von Social Media gelänge, den Namen des Herren öffentlich zu machen. Weiß da jemand was?

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    • avatar Backe sagt:

      Na ja, anonym ist relativ. Fahr nach Neustadt in die Ancora-Marina und du brauchst 5 Minuten, dann hast du den Namen. An Carstens Stelle würde ich den dann aber nicht auf SR veröffentlichen. Der Mensch scheint genug Geld für Anwälte zu haben …

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      • avatar Andreas Ju sagt:

        Vermutlich hast du recht, aber das ist dann ja leider schon ziemlich berlusconi-mäßig, wenn sich noch nicht einmal die Zeit mit einer veritablen Rechtsabteilung da rantraut.

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    • avatar Matze sagt:

      Ein öffentlicher Pranger im Internet ist unsittlich und unter Niveau für Segelreporter-Leser.

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      • avatar Backstagsbrise sagt:

        Ein öffentlicher Pranger ist in diesem Fall aber legitim um auf das Unrechtsbewusstsein (und die Absurdität des Ganzen) aufmerksam zu machen.

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    • avatar Super-Spät-Segler sagt:

      @Andreas Ju:
      Nach welcher Regel denn nur *innerhalb* des Fahrwassers?
      Die Seeschiffahrtsstraßen-Ordnung gilt doch in der Dreimeilenzone.

      § 1 Geltungsbereich:
      1. die Wasserflächen zwischen der Küstenlinie bei mittlerem Hochwasser oder der seewärtigen Begrenzung der Binnenwasserstraßen und einer Linie von drei Seemeilen Abstand seewärts der Basislinie,

      Siehe:http://www.gesetze-im-internet.de/seeschstro_1971/__1.html

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    • avatar Andreas Ju sagt:

      Ich meinte natürlich “mehr Ausweichpflichten”, nicht “mehr Ausweichrechte”.

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      • avatar Andreas Ju sagt:

        @Super-Spät-Segler: ich fürchte fast, du hast Recht und nachgewiesen deutlich regelkundiger als ich.

        Umso weniger ist diese VO ja zu fassen. Was soll denn etwa ein armer Surfer mit einem Sinker machen, wenn der Wind abkackt? Oder ein Kiter, dessen schirm bei abnehmendem Wind zu klein ist, um richtig wegzukommen.

        Wer ist denn da jetzt eigentlich gefordert, diesen Fall zum Anlass zu nehmen, die Regelung nue zu diskutieren und zu ändern? Kümmert sich der DSV auch um die Belange von Surfern? Kiter werden ihm wohl schnuppe sein – zumindest nach dem Olympia-Rausschmiss.

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        • avatar Super-Spät-Segler sagt:

          Eigentlich sollte für manövrierunfähige oder -behinderte Fahrzeuge Regel 18 gelten:

          Regel 18 Verantwortlichkeiten der Fahrzeuge untereinander
          a) Ein Maschinenfahrzeug in Fahrt muß ausweichen
          i) einen manövrierunfähigen Fahrzeug;
          ii) einem manövrierbehinderten Fahrzeug;

          http://www.gesetze-im-internet.de/seestro_1972/BJNR008160977.html

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          • avatar na_hoppla sagt:

            ..die Manövrierbehinderung eines Fahrzeugs wird durch seine Bauart bzw den Einsatzzweck festgelegt. Das könnte bei Sinkern gegeben sein, ist aber nicht amtlich festgestellt 😉
            Wird nur schwierig mit Sichtzeichenführung

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          • avatar Olperer sagt:

            Kein Wind, keine Fahrt, keine Ausweichmanoever, so einfach ist das bei einem Surfbrett.

            Mit 105l und 6,5er Segel und 80kg kommt man erst bei 16kn ins Gleiten.
            Mit 130l und 8er Segel und 70kg ab 11kn.
            Ohne Gleiten liegt die Geschwindigkeit bei 3kn etwa.

            Sichtzeichen haette eh nix genuetzt, der MoBo-Fahrer hat doch nicht mal den 4m hohen Mast mit rotem Segel gesehen. Aber die WaPo hat schonmal gefragt warum der Neo schwarz war 8/

            Mir ist auch nicht klar, zu welchem Zeitpunkt der Surfer im Wasser gelegen hat (zur letzten Wende laut seiner Aussage).

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    • avatar Ulli sagt:

      Das Unfallgebiet ist weit weg vom Fahrwasser, da gibt es nur eine Untiefentonne um die alle rum wollen…. so leider auch der Mobofahrer.

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      • avatar hurgahmann sagt:

        Genau, und an dieser Untiefentonne ist Grundsätzlich ordentlich was los. Somit kann man mit fug un recht sagen das Mr. Sunseeker mit nicht an die Verkehrslage angepasste Geschwindigkeit gefahren ist, darüber hinaus trotz des Unübersichtlichen Fahrzeuges ohne Ausguck. Das sollte mindestens für eine Teilschuld reichen.

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    • avatar dubblebubble sagt:

      “…Wäre doch ganz schön, wenn es in Zeiten von Social Media gelänge, den Namen des Herren öffentlich zu machen…”

      Aber sonst geht es Dir gut? Willst Du einen Facebook-Mob losschicken?

      Unglaubliches Statement von Dir.

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      • avatar Andreas Ju sagt:

        Gegenfrage: Du findest es okay, wenn sich der Herr dank seiner Anwälte einer öffentlichen Diskussion über sene Verantwortung entziehen kann?

        Man könnte ja auch darüber nachdenken, dass er mit offenbar ein paar Milliönchen auf der Kante und vielleicht auch Sunseeker als Veranstalter konstruktiv an einem außergerichtlichen Vergleich mitwirken, um dieses tragische Unglück zumindest finanziell ein wenig erträglicher für das Opfer zu machen.

        Und ja – ungeachtet aller juristischen Finessen und vielleicht sogar der rechtlich gesicherten Position des Motorbootfahrers, würde ich mich freuen, wenn öffentlicher Druck dazu beitragen könnte. Auch wenn das zugegeben völlig unkorrekt ist und dem Grundsatz des “in dubio pro reo” widerspricht.

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    • avatar Waldmeister sagt:

      @ Andreas Ju: Fahrwasser oder nicht ist egal. Lies mal den letzten Satz des Absatz 1 des Gesetzes.
      Im 1. Satz steht “im Fahrwasser haben die nix zu suchen!”. Im 2. Satz steht “außerhalb des Fahrwassers dürfen sie, müssen aber ausweichen”. Eingebaute Vorfahrt haben Stehsegler & co nur auf explizit freigegebenen Flächen.
      Auf der eventuellen Ausweichpflicht rumzureiten bringt nichts, der Spobofahrer war definitiv zu schnell für die Verhältnisse, man muß den Schwächeren auch die Chance zum Ausweichen geben. Das hat was mit Vorsicht und gegenseitiger Rücksichtnahme zu tun. Ich bretter auf dem Wasser auch nicht mit voller Fahrt an Kleinstwassersportlern vorbei.

      Interessant ist die Bemerkung, daß da noch andere Surfer/Segler im Rudel unterwegs waren. Entweder er hat die alle nicht gesehen oder keiner meinte ausweichen zu müssen, weils ja der Andere zu tun hat.

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  8. avatar Chrisch sagt:

    ….beachtet in dem Zusammenhang insbesondere die Windstärke und die Segelfläche des Surfers in Relation zur gefahrenen Geschwindigkeit der Sunseeker!! Soll er sich in Luft auflösen? Guckt Euch genau die AIS-Daten an – kurz vor seinem Heimathafen hat er die Geschwindigkeit quasi verdoppelt. Minuten später kam es zum Unfall. Und die meisten von Euch werden die Ecke um Pelzerhaken kennen – dort sind immer jede Menge Klein- und Kleinstfahrzeuge unterwegs…

    Der ganze Vorgang ist einfach unglaublich…

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  9. Gruselig. Besonders der Zeitartikel. Und was für ein Schwachsinn ist die geänderte Vorfahrtregel in der drei Meilen Zone? Wie soll man bei zu wenig Wind denn bitte einem rasenden Motorboot ausweichen?

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  10. avatar hansel sagt:

    Was der Mann der Motorbratze haben mag, ist Geld, was er nicht hat, ist Anstand.

    Vorfahrt haben bedeutet nicht vorfahrt erzwingen. Abgesehen davon muss ich als Motorbootfahrer davon ausgehen, dass nicht jeder Segelsurfer die SeeSchStrO kennt. Das ist mit Seglern gegenüber Ruderern doch das gleiche!

    Wer in einem so dicht befahrenen Gewässer ohne Rücksicht auf andere Wassersportler 38kn!!! fährt, und im Anschluss ohne ein Zeichen der Reue behauptet, der Surfer sei doch selber schuld, der hat nicht nur gegen mehrere Regeln der SeeSchStrO verstoßen und bewiesen, dass er zum Führen derartiger Fahrzeuge nicht fähig ist, der hat auch nicht mehr alle Tassen im Schrank. Sorry.

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  11. avatar David sagt:

    Gerade das Argument der Geschwindigkeit des Servers ist unfassbar. Wie soll bei 10 Knoten Wind ein Surfer auf 30Knoten beschleunigen. Die dreifache Windgeschwindigkeit, auf einem breiten Board ohne Kanal- das ist schlicht unmöglich. Selbst 20 Knoten wären zu hoch gegriffen. Ich will das Können des Opfers gar nicht herunter reden, aber die meisten Surfer am Strand, gerade im dem Alter surfen nicht, um Rekorde zu brechen. Außerdem ist sein Board mehrfach abgesunken, sodass er nicht fahren konnten, wobei solch ein Board schon ab wenigen Knoten gleitet und fährt. Ich halte eine Geschwindigkeit zwischen 8-13 Knoten realistisch.
    Außerdem ist das Heck des Brettes abgerissen. Aussagen mit Wahrheitsanspruch lassen sich aus dem Foto noch nicht ablesen, aber auch dieser Punkt sieht sehr nach Auffahren des Motorbootes aus.
    Meine Gedanken sind bei ihm, gerade bei der Travemünder Woche.

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  12. avatar Ketzer sagt:

    Stand in dem ZEIT Artikel nicht, dass die Staatsanwaltschaft den Fall immer noch untersucht und noch nicht entschieden hat, ob sie Anklage erhebt? Das finde ich den eigentlichen Skandal.

    Wenn es vor Gericht geht, wird dem BSU-Gutachten sicherlich auch Wert beigemessen und wird sich das von dem reichen MoBo-Fahrer wohl recht schnell in Luft auflösen. Das ist in sich einfach zu unlogisch.

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    • avatar Hartwig sagt:

      Eigentlich ist das ein Fall für Anwalt Johann Schwenn. Der hat damals in dem Fall des von Polizisten auf einer Lübecker Landstraße ausgesetzten und daraufhin überfahrenen 18-jährigen Abiturienten ein Klageerzwingungsverfahren gegen die Staatsanwaltschaft Lübeck durchgesetzt. Diese Staatsanwaltschaft hatte vorher sogar schon zweimal das Verfahren eingestellt…
      Zitat aus der Süddeutschen Zeitung:
      “Dass der Fall nicht in Lübeck, sondern in Kiel neu aufgerollt wird, ist nicht so ungewöhnlich. Das Verfahren müsse “aus der ihm ungünstigen örtlichen Atmosphäre herausgenommen werden”, hatte der Hamburger Anwalt Johann Schwenn im Auftrag der Eltern gefordert.”

      Scheint so, als wenn in der Lübecker Staatsanwaltschaft so einiges schief läuft.

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      • avatar Backe sagt:

        Prinzipiell hast Du recht, aber hier handelt es sich um die Staatsanwaltschaft in Kiel.
        Die scheinen allerdings auch nicht viel besser zu sein … wenn man z.B. an deren Desinteresse denkt, mit dem im Fall der über Bord gefallenen Gorch-Fock-OA Jenny Böken denkt. Deren Eltern haben insgesamt dreimal versucht, das Verfahren neu zu eröffnen.
        Selbst als herausgekommen ist, dass die Marine-Ärzte eine Stoffwechselerkrankung des Mädchens übersehen haben, die eine Bordverwendung hätte ausschließen müssen, sah man bei der Staatsanwaltschaft keinen Handlungsbedarf.

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        • avatar Torsten Graf sagt:

          Die Staatsanwaltschaft hat sicher nur auf den BSU-Bericht gewartet. Der ist vom 07.05.13 Den brauchen sie für eine Anklage um das völlig astruse Gutachten der Hamburger Rechtsanwälte “juristisch” auszumanövrieren. Ich glaube nicht, dass es einen deutschen Richter gibt, der in diesem Fall nicht eindeutig Position bezieht: Wer mit 38kn (der Knackpunkt ist die Beweisführung der Geschwindigkeit!) mit einem solchen Boot durch Gewässer fährt, in dem er mit (auch manövrierunfähigen) Surfern rechnen muss, handelt grob fahrlässig, wenn er einen trifft. Und bekommt die Schuld. Völlig egal, wie die Vorfahrtsregeln sind.

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          • avatar Backe sagt:

            Es ist alles andere als ausgemacht, dass der BSU-Bericht überhaupt vor Gericht verwendet werden kann … Die BSU ist ein Organ des Verkehrsministeriums und hat in ihren Statuten ausdrücklich formuliert, dass ihre Untersuchungen keine strafrechtlichen Zwecke verfolgen, sondern ausschließlich zur Vermeidung zukünftiger Unfälle dienen.

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          • avatar Torsten Graf sagt:

            @Backe
            Der freien Beweiswürdigung eines Richters sind Statuten völlig egal. Sollte die Verteidigung das bemängeln, gibt es am Ende noch einen extra drauf, weil sich ein Richter so etwas merkt. Kommt natürlich auf den Richter an. Das ist genauso, wie mit dem Gutachten der Hamburger Anwälte. Das ist so eine absurde Frechheit, dass es sich negativ für den Angeklagten auswirken wird. Wie in dem neuen Artikel zum rechtlichen Aspekt völlig richtig beschrieben: Ein Geständnis und Reue wirken sich positiv, und das Gegenteil eben negativ aus.

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  13. avatar kaffeesegler sagt:

    Wenn man in Neustadt seinen Liegeplatz für den Schwanzverlängerer hat, WEISS man, dass es vor Pelzerhaken an Kitern und Surfern wimmelt wie in einem Mückenschwarm, man sieht vor lauter Sportlern kaum noch das Wasser. Wer an der Region langknallt, handelt aus meiner Sicht per se fahrlässig.

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  14. avatar Ole sagt:

    Ich verweise auf die Geschwindigkeit. Um 15:58::56 Uhr ist der Typ laut BSU-Bericht 22,5 kn gefahren. Um 16:01:26 Uhr ist er 26,5 kn gefahren. Um 16:02:57 Uhr ist er 38 kn gefahren. Um 16:03:27 nur noch 22,7 kn. 30 Sekunden später nur noch 5,4 kn. Oder Anders: Der Typ hat 3,5 Minuten vor dem Unfall Vollstoff gegeben.

    Meine Thesen:

    1. Er hat den Surfer gesehen und war am Ruder
    2. Er hat Gas gegeben, um vorne um ihn rum zu kommen
    3. Er Gas weggenommen, weil er gemerkt hat, dass er es nicht mehr schafft.
    4. Der alte Sack war mit seiner Waffe völlig überfordert.
    5. Alternative: Er wollte angeben und war blind vor Geilheit, so viel “Macht” in seiner Hand zu haben.

    Eine kleine Rechnung: Er ist zwischen 16:01:26 und 16:03:27 mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 33,825 kn (62.64 km/h) gefahren. In den 2 Minuten vor dem Unfall hat er damit eine Wegstrecken von 2,088 km zurückgelegt.

    Wie zur Hölle soll man erkennen, dass man sich mit einem 2 km entfernten Boot auf Kollisionskurs befindet und dann auch noch rechtzeitig ausweichen?

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    • avatar Chrisch sagt:

      …ich finde, dass die Vorfahrtdiskussion im Gesamtzusammenhang nicht zielführend ist. Darüberhinaus meine ich zu erinnern, dass Surfer seit einigen Jahren verkehrsrechtlich als “Schwimmer mit Sportgerät” klassifiziert sind. Insofern handelt es sich nicht um “Fahrzeuge”.

      Was aus meiner Sicht bleibt: Wo sollte der Surfer denn hin, wenn drei extrem schnelle, große Motoryachten aufgefächert auf ihn zukommen??

      Auch die Bildung von Thesen ist so hilfreich nicht. Letztlich ist der BSU – Bericht etwas anstrengend zu lesen, aber ziemlich erschöpfend, was die Ursachen des Unfalls angeht.

      Spannend bleibt
      – das weitere Verhalten des Verursachers (wirklich blamabel für einen hanseatischen Kaufmann!)
      – das Verhalten von “Sunseeker” was die offenbar stark eingeschränkte Sicht und Bedienbarkeit aus dem fahrenden Fahrzeug angeht (3600 PS, aus denen man nicht richtig rauskieken kann?? Bitte?)
      – die offenbar wenig vorwärts gerichtete Tätigkeit der zuständigen Staatsanwaltschaft in dem Fall
      – neben der strafrechtlichen die zivilrechtliche Regulierung dieses dramatischen Unfalls

      Ich hoffe inständig, dass ich in einigen Monaten nicht zu der Erkenntnis gelange, in einer Bananenrepublik zu leben…

      Bitte den Fall unbedingt weiter begleiten!!

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      • avatar Backe sagt:

        Stimme voll zu: Dieser Fall ist zu beschissen, um ihn übermorgen wieder zu vergessen … Bitte unbedingt weiter in der Öffentlichkeit halten!

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  15. avatar RVK sagt:

    Ich rall das ja nicht. Im grünen Deutschland wird alles reguliert und gekürzt. Wir haben keinen Atomstrom mehr, recyclen uns dumm, dürfen die Unterseite unserer Segelboote nur noch mit homöpathischem Anstrich versehen, der Algen und Bewuchs höchsten noch ermahnt aber nicht abhält. Aber Emmisionsmaschinen, die Co2 und Krach ausspucken, die Stunde hunderte Liter Kraftstoff durchblasen und im schlimmsten Fall unsere Meere und Seen mit über tausenden Litern Diesel oder Super belasten, dann ist das ok?

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  16. avatar Käpt'n Blaubär sagt:

    Das Anprangern kann ich nicht nachvollziehen. Damit sind schon Andere auf die Schnauze geflogen. Was wirklich passierte, weiß keiner von uns. Der Artikel in “Die Zeit” ging mir sehr nah. Ebenso sollte man aber bedenken, dass es viele Sensationsjournalisten da draußen gibt, die nur darauf warten, sich an einem Klischee (Böser grausamer Luxusyachtbesitzer mit Herz aus Stein rammt Surfer) zu bedienen, was man hier und da noch “tunen” kann.

    Ich will niemanden in Schutz nehmen, aber man kann es sich nicht immer leicht machen und gleich alles vorverurteilen. Für die Klärung und ggf. Sanktionierung ist ein (hoffentlich) unparteiisches Gericht zuständig.

    Segler vs. MoBo-Fahrer: Beide Seiten sind nicht perfekt. MoBo-Fahrer verbrennen zwar eine Menge Sprit, aber ebenso gibt es die so tollen Segler, die ihre öligen Bilgen auf See auspumpen.

    Im Straßenverkehr sind die Audi-, BMW- und Mercedes-Fahrer auch immer die Bösen. Warum nicht dieses Stammtischniveau auch für die Wasserstraßen auf den Tisch legen?

    P.S.: Ich segle gegen den Strom, da mir dieses Bashing beider Seiten ordentlich auf den Zeiger geht.

    Noch einmal mein Appell: Lasst das Profis klären! Wer weiß, was noch alles für Fakten ans Tageslicht gelangen und was noch an Gegengutachten kommt.

    Ich wünsche dem Surfer das Beste. Hoffentlich verheilen wenigstens die seelischen Wunden 🙁

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 18 Daumen runter 21

    • avatar JC sagt:

      Fakt ist, der Typ ist mit 38 kn 1/2 sm vom Ufer entfernt unterwegs gewesen. Das reicht mir vollkommen für eine Verurteilung, da kann noch ans Tageslicht kommen was will. Kein blindes Vertrauen in die Justiz. Richter sind auch nur Menschen, auch wenn sie eine andere Sprache sprechen.

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    • avatar Backe sagt:

      Alleine die Tatsache, dass der Motorbootfahrer bereits am Tag nach dem Unfall eine hochspezialisierte Anwaltskanzlei im Anschlag hatte zeigt doch, dass er genau wusste, was er da getan hat. Und dass er sich verdammt anstrengen muss (finanziell gesehen), um aus der Nummer wieder rauszukommen.

      Seine “hervorragenden” Anwälte werden ihm dann alles genau in die Feder diktiert haben: Bloß keine Entschuldigung ans Opfer, zuvorkommende Kommunikation in Richtung Behörden, Beauftragung eines “völlig unvoreingenommenen” Gutachters, der das aggresive Geschwindigkeitspotential des Surfbrettes beurteilt … Meine Güte, man kennt das doch alles bis zum Erbrechen.
      Sorry, Blaubär, davon auszugehen, dass vor dem Gesetz alle gleich sind, ist erstaunlich naiv … Was einzig zählt ist die Frage, ob du einen Anwalt für 500 Tacken am Tag hast, oder drei für jeweils 5000.

      Und natürlich auch welche politischen Interessen dahinter stehen…
      Es sollen ja in Neustadt auch in Zukunft Motorbratzen für ein paar Millionen Tacken verschachert werden … Arbeitsplätze, Marinaauslastung, Gewerbesteuereinnahmen … Blablabla.

      Vermutlich wird die Fa. Sunseeker (in Person der sich bei dem Unfall durch außerordentlichen Mut ausgezeichneten Pressesprecherin) just an diesem Wochenende in Neustadt wieder mal dem Bürgermeister von Neustadt, dem Landrat und dem Marinabetreiber Kaviarhäppchen servieren und bei einem Schlückchen Veuf Clicquot verdeutlichen, dass man hier leider sofort die Zelte abbrechen müsste, wenn nun eventuell doch wieder ein Tempolimit auf dem Wasser diskutiert werden sollte.

      Das ist der eigentliche Skandal: Dass solche Dinge immer im lederbezogenen Hinterzimmer ausgekungelt werden!

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      • avatar Yuammy sagt:

        Ein Fall für die Küstenwache!

        …also weiter beobachten und dann geschwind ein Drehbuch schreiben 😉

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        • avatar Backe sagt:

          Sorry, aber das hier ist grausame Realität, kein Unterhaltungstöffchen.
          Eine Vorabendserie wie die Küstenwache könnte dem niemals gerecht werden.

          Wenn überhaupt müsste es eine journalistisch akkurate Reportage in einem ernstzunehmenden TV-Journal (z.B. Frontal24) abgeben, quasi die TV-Ausgabe des ZEIT-Artikels, die die moralischen Maßstäbe hinterfragt, die hier offensichtlich verbogen werden.

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      • avatar Torsten Graf sagt:

        Ich denke, dass die Anwälte sehr naiv waren, wenn sie so ein Gutachten aus der Tasche zaubern. Da waren ein paar Jungspunde unterwegs (oder der Mandant wollte es so – er zahlt ja!). Der Bericht der BSU ist die Antwort. Und dann noch ein Tatverdächtiger, der den Knall nicht gehört hat. Den Verweis auf seinen Stundenlohn ggü. dem Zeit-Journalisten wird er noch bereuen. Richter lesen so etwas. Auch wenn sie es nicht berücksichtigen dürften. Wir werden sehen. Ich vertraue der Justiz. Es wird zu einer Haftstrafe auf Bewährung kommen und dann ist der Weg für die Zivilklage frei. Macht das Opfer leider auch nicht wieder gesund…

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  17. avatar Hans B. sagt:

    Als ich den Bericht und auch den Artikel gelesen habe, dachte ich, ich bin im “falschen Film”. Dass es eine Gesetzesänderung gab, nach der nun die Surfer tonnenschweren Motorbooten, die mit überhöhter Geschwindigkeit an der Küste entlang rasen, ausweichen müssen, hat wahrscheinlich kaum jemand gewusst. Wahrscheinlich das Produkt einer starken Lobby der Motorboothersteller und skrupellosen Nutzer. Und da meine ich nicht den Motorbootfahrer, der gemütlich am Sonntag seine Runden dreht.

    Man fragt sich, was in diesem Menschen vorgeht, wenn er es nicht einmal für nötig hält, sich nach dem Befinden seines “Opfers” zu erkundigen. Wie viel Gefühlskälte und Egoismus muss solch einem Menschen innewohnen. Es zeigt aber auch, dass es eine Oberschicht gibt, die sich alles herausnehmen und die vor allem weiß, dass sie mit Geld sogar das Recht zu ihren Gunsten manipulieren kann. Wie ist es sonst zu erklären, dass im Gutachten ernsthaft nicht ausgeschlossen wurde, dass der Surfer bei mittleren Winden eine Yacht überholt hat, die mit 38 Knoten gefahren ist. Hier wird das Recht schlichtweg zugunsten eines Millionärs verbogen.

    Ich wünsche normalerweise keinem Menschen etwas Schlechtes, diesem Typen wünsche ich aber, dass auch er einmal am eigenen Leib oder in der Familie solch einen Schicksalsschlag erleidet.

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    • avatar na_hoppla sagt:

      Full Ack. Der Mobofahrer mag geschäftlich erfolgreich gewesen sein, aber moralisch ist er eine absolute Nullnummer!

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  18. avatar Bob Q sagt:

    An alle Bedenkenträger, Beschwichtiger und die Verständigen unter uns. Und auch die, die Schifffahrtsregeln im Schlaf beherrschen. Bei so einem Unfall ist es scheiß egal, wo letztlich die Schuld liegt. Moralisch bin ich als Motorbootfahrer immer verpflichtet, mich um eine Entschädigung zu bemühen. Und da dieser feiste Kerl eher noch das Gegenteil tut, muss ein Pranger her, an dem solche Leute hängen sollen – wenn auch nur via Social Media. Daher: Wer ist der Kerl? (der die Predator übrigens gerade versucht loszuwerden).

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  19. avatar sports78 sagt:

    mein mitgefühl gilt dem surfer und seiner familie. mit einer hexenjagd oder einem pranger
    für den mobofahrer ist denen aber nu wirklich nicht geholfen
    pranger ist mittelalter…und das ist gott sei dank vorbei.

    und wo du die immer vorhandene moralische verpflichtung von motorbootfahrern
    zur entschädigung hernimmst, ist mir unklar. gilt das im straßenverkehr auch für
    mercedes, bmw und audi oder sind nur porschefahrer moralisch verpflichtet, immer
    entschädigung zu leisten?

    und bevor mich hier irgendwer zerfleischt: ich habe kein motorboot und halte die
    generelle ausweichpflicht für surfer für hochgradigen unfug.
    wenn der mobotyp mit der nummer vom surfer im überholvorgang durchkommt, wäre
    das ein versagen der justiz auf ganzer linie.

    .

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    • avatar JC sagt:

      Für den Halter von KFZ und Hundehalter gibt es eine verschuldensunabhängige Gefährdungshaftung. Das sollte mE auch für Motorbootfahrer geben.

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  20. avatar AB sagt:

    Vorfahrtsregeln hin oder her, sobald ich mich mit einem Fahrzeug in einem öffentlichen Raum bewege geht von mir eine Gefahr aus und nur ich alleine als Fahrzeugführer trage dann die Verantwortung. Dabei ist es egal, ob ich einen kleinen Smart bewege oder eine 100 Fuß Yacht.

    Ungeachtet der Schuldfrage wäre das Geld, was der Herr Geschäftsmann darauf verwendet Schaden von sich abzuwenden, beim Geschädigten weitaus besser aufgehoben.

    Mein Tip wie die Angelegenheit juristisch ausgeht.

    Die StA erhebt keine Anklage mangels öffentlichem Interesse, falls doch wird daraus ein Strafbefehlsverfahren mit entsprechender monetärer Strafe.
    Zivilrechtlich wird der Geschädigte im Wege des Vergleichs eine geringe Entschädigung erhalten, die vielleicht gerade mal ausreichen wird, die Kosten des Verfahren zu kompensieren.
    Darüber hinaus wird er noch viel “Spass” mit seinen Versicherungsträgern bekommen.

    Ich hoffe, dass ich mich irre!

    Dem Geschädigten wünsche ich dennoch die Kraft sein Leben wieder genießen zu können und dem Geschäftsmann wünsche ich die Kraft sich seiner Verantwortung bewusst zu werden und zu ihr zu stehen.

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  21. avatar Hans B. sagt:

    Bei diesem geänderten Gesetz könnte ich lediglich den Sinn sehen, dass man dadurch Surfer und Segler aus offiziellen Fahrwassern raushalten will. Jeder weiß schließlich, dass eine große Fähre oder ein Frachtschiff, wenn es denn erst einmal in diesem Fahrwasser ist, kaum noch eine Chance hat, zu reagieren. Auf offener See ist solch eine Regelung, wonach die Surfer ausweichen müssen, aber Quatsch. Andererseits hatte die Berufsschifffahrt in der Regel ja ohnehin Vorfahrt. Warum das auch auf Sport- bzw. Privatboote ausgeweitet wurde, ist nicht nachvollziehbar.

    Man kann jetzt wirklich nur hoffen, dass das Gericht so viel Sachverstand zeigt bzw. sich unabhängige Gutachten einholt, die klarlegen, dass ein Surfer niemals dazu in der Lage ist, ein Motorboot, das 38 Knoten fährt, einzuholen und zu rammen. Zumal ja nur leichter Wind gewesen sein soll. Und wenn er tatsächlich sehr schnell gewesen sein sollte (was nicht anzunehmen ist), dann hält sich jeder Segler und Surfer schon aus Selbsterhaltungstrieb von solchen “Geschossen” fern.

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  22. avatar Andreas Lindlahr sagt:

    Ein 61-Jähriger, der 30 Knoten schnell surft, wäre allein schon ein schöner Hammer.. Haha. Ein so derartig fitter Surfer hätte sich bei 30 Knoten Surf-Speed vermutlich mühelos von dem Motorboot fern gehalten. Trotzdem würde ich sagen, dass meisten 2 (Idioten) zu so einem Unglück gehören. Aber wie im Straßenverkehr auch, eine Maschine die ein hohes “Tötungs-Potential” hat, wie z.B. ein Auto oder ein Motorboot trägt auch die höhere Verantwortung. Eine angemessene Geschwindigkeit ist immer die Geschwindigkeit die Unfälle ausschließt. Der Mobo-Fahrer wird mit oder ohne seine Millionen nicht an einer angemessenen Strafe vorbei kommen. In meiner Heimatstadt Wedel hat ein Mercedes-Fahrer vor ein paar Jahren einen Freund unserer Tochter vor deren Kindergarten in der 30 Zone überfahren und sehr schwer verletzt. Sein Anwalt hat sofort auf Schadenersatz geklagt. Denn der Mercedes war schließlich arg verbeult. Kein Witz!! Er ist aber nicht damit durch gekommen.

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  23. avatar Uli sagt:

    Ich glaube, dass es zwingend erforderlich ist, dass die Zusatzregelung durch die SeeSchStrO § 31 Abs. (2) wieder rückgängig gemacht wird, sodass wie vor 1998 einzig die internationalen Kollisionsverhütungsregeln (KVR) gilt. Maschinenfahrzeuge weichen Segelfahrzeugen aus, und Surfer sind nach den KVR Segelfahrzeuge.

    Durch die Zusatzregelung der SeeSchStrO § 31 Abs. (2) sind aktuell Wind- und Kitesurfer gegenüber Motorboten ausweichpflichtig innerhalb der 3 Meilenzone.

    Wenn man ausweichpflichtig ist, muss man dazu aber auch die technische Möglichkeit haben. Wind- und Kitesurfer sind, da sie bis max. ca. 70° zum Wind fahren können, nur als bedingt manövrierfähige Wasserfahrzeuge einzustufen. Ihnen sind die zum Ausweichen erforderlichen Voraussetzungen durch ihre Abhängigkeit von Windrichtung- und Stärke physikalisch einfach nur bedingt gegeben.

    Einem Motorboot hat, unabhängig davon aus welcher Richtung der Wind weht, zu jeder Zeit die Möglichkeit seinen Kurs zu ändern.

    Diesen Unfall hätte man durch diese Gesetzesänderung vermutlich nicht verhindern können, da der Surfer einfach nicht gesehen wurde. Aber zumindest wäre eine Verhältnismäßigkeit wiederhergestellt die der Realität entspricht.

    Wir Surfer haben zwar keine Lobby aber wir sind viele! Da muss doch was machbar sein.

    PS: Um die Surfzone in Pelzerhaken gehört eigentlich eh ein Sperrgebiet für Motorboote die schneller als 5kn fahren! Da wird seit über 40 Jahren gesurft und das mit zeitweise bis zu 150 Surfer auf dem Wasser.

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  24. avatar Jens der Andere sagt:

    Es gab ja eine Geschwindigkeitsbegrenzung an der Stelle – bis sie vor einiger Zeit aus unbekannten Gründen aufgehoben wurde. Der Untersuchungsbericht der BSU ist für mich aussagekräftig genug, der Sachverständige des der Tat verdächtigen ist von diesem bezahlt. Alles weitere zu klären wird Aufgabe der Gerichte sein – das Opfer ist (meines Wissens nach) selbst Volljurist.

    Natürlich habe ich eine Meinung und auch eine Vorstellung davon, was passiert ist und wer und was wahrscheinlich Schuld ist/hat. Ich wünsche dem Opfer alles erdenklich gute, hoffe aber auch, daß man nicht nur auf die BSU hört, sondern auch die minimalen Mittel, die wir als Steuerzahler dafür bereitstellen, aufgestockt werden. (Wenn alle staatlichen Stellen Arbeit dieser Qualität lieferten, wären wir deutlich weiter!)

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  25. avatar Uwe sagt:

    Die Kollisisionspuren an der Motoryacht und Surfbrett beweisen, dass der Surfer auf die Motoryacht zufuhr. Hatte er zuvor gewendet ?
    Musste sich der Surfer unbedingt vor dem gefährlichen Hook bei Pelzerhaken aufhalten, wo dicke, von Fehmarn kommende, Motorschiffe Richtung Neustadt abbiegen, zumal er dort ausweichpflichtig war.
    Fehler, die zu dem tragischen Unfall geführt haben, sind wohl beiden Parteien vorzuwerfen.

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    • avatar Backe sagt:

      Meinst du das ernst?

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      • avatar Uwe sagt:

        Klar. In der Deutschen Bucht muss ich als Segler die Zwangswege (VTG) rechtwinklig queren, um den grösseren Pötten ab 20 m möglichst aus dem Weg zu gehen.
        Analog dazu ist es ausweichpflichtigen Surfern zu raten, ihren Sport in möglichst verkehrarmen Gebieten auszuüben.

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        • avatar Ulli sagt:

          wie war das wem gehört das meer?

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        • avatar Andreas Ju sagt:

          Woran dachtest du denn so, Uwe, damit die MoBos weiter ungestört brettern können? Ruhrsee, Bigge oder Dümmer (wo die MoBos wegen Tiefgang eh’ nicht fahren können)? Strandbereiche < 0,5 sm von Küste entfernt (dahinter sind die Sunseekers & Co ja wieder unterwegs)?

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          • avatar Uwe sagt:

            Ich denke, dass es Sinn macht, Fahrräder nicht auf Autobahnen zuzulassen, weil es zu gefährlich für die Radler wäre.
            Sinnvoll ist es darüberhinaus. Zonen für Surfer einzurichten, die für Motor- und Segelboote gesperrt sind. Auf dem Steinhuder Meer gibt es bsw. eine bis zu 800m breite, 1800m lange Surf-Zone, wo sich die Surfer ungestört und ungefährdet tummeln können. Es gibt
            Dass Surfer aber unbedingt im Bereich der Verkehrsbrennpunkte surfen müssen, wo sie auf dichten Schiffsverkehr stossen, kann ich nicht nachvollziehen. Schliesslich berichtete der verunglückte Surfer, dass er während seiner letzten Wende ins Wasser gefallen sei, wobei Surfer ähnlich wie Schwimmer schon bei bei relativ geringer Welle erst aus kurzester Entfernung von anderen Fahrzeugen erkannt werden.

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          • avatar Super-Spät-Segler sagt:

            @Uwe: Sag mal, machst Du das absichtlich, um Rot zu sammeln?

            Es war eher so, daß ein Panzer mit 80 über den Fußweg neben einem Spielplatz gefahren ist und nicht wie Du es schreibst ein Fahrrad auf der Autobahn..

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          • avatar Andreas Ju sagt:

            Dann mal los Uwe, mit den Fahrradwegen fuer Surfr und Kiter. ielleicht koenntest du dich als erstes um die in Pelzerhaken kuemmern?

            Danach haetten wir dann in Kiel auch gerne noch welche. gerne noch in diesem Jahrzehnt. Du machst das schon!

            Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 7 Daumen runter 3

    • avatar Toter Kennedy sagt:

      “Die Kollisisionspuren an der Motoryacht und Surfbrett beweisen, dass der Surfer auf die Motoryacht zufuhr”

      Woher stammt diese Erkenntnis? Dabeigewesen, Ferndiagnose anhand der Bilder, unbekannte parapsychologische Fähigkeiten, oder einfach paid by motorboat driver?

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      • avatar Uwe sagt:

        Steht alles im BSU-bericht unter 4.2 etc. Dort findest Du auch eine Grafik mit den Kursen der Motoryacht und des Surfers !

        Also halte bitte mal den Ball flach !

        Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 11 Daumen runter 28

        • avatar Toter Kennedy sagt:

          Lesen will, ebenso wie Ball flach halten, gelernt sein, also bitte etwas üben.

          Ich habe lediglich Fragen gestellt, erkennbar an der Interpunktion. Sie dagegen haben Aussagen getätigt, deren Korrektheit m.E. zu bezweifeln sind

          Im BSU Bericht unter 4.2. ist vom Aufprallwinkel die Rede (S. 32), unter etc. (Punkt 4.3) über das Sichtfeld. Pkt 4.4. behandelt die Zulassung, Pkt 5 die Schlussfolgerungen. Die Aussage, daß ich das alles unter 4.2 etc finden könne ist also wohl als inkorrekt zurückzuweisen.

          Aufprallwinkel bedeutet übrigens in keiner Weise, daß der Surfer auf das Motorboot zugefahren ist. Das macht schon die zweite wohl nicht ganz korrekte Aussage.

          Die Absurdität der Aussage, daß der Surfer auf das Motorboot zugefahren sei, wird insbesondere dann deutlich, wenn die genannten Geschwindigkeiten (10 zu 38 kn) berücksichtigt werden.

          Sie schreiben von Spuren am Surfbrett die etwas beweisen würden. An den Fragmenten des Surfbrettes kann ich, zumindet anhand der Bilder, keine beweisfähigen Spuren erkennen. Daher die Frage, wie Sie darauf kommen, daß da Spuren sind, die etwas beweisen würden?
          Doch dabeigewesen, doch Ferndiagnose, oder die Spuren tatsächlich in Augenschein genommen, wenn ja, in wessen Auftrag, Fragen über Fragen?

          Der BSU Bericht stützt sich übrigens auch nicht auf irgendwelche Spuren an den Fragmenten der Surfausrüstung.

          Ferner einfach Pkt 5, Schlußfolgerungen, S. 35 lesen und, auch wenn es schwer fällt, die Grammatik beachten:
          “Die MY SEEWIND hatte bei der Kollision eine erheblich höhere Geschwindigkeit als
          der Surfer. Bei dem sehr hohen Fahrtüberschuss der MY SEEWIND ergibt sich die
          Frage, ob der verunglückte Surfer, wenn er denn die MY SEEWIND rechtzeitig
          wahrgenommen hätte, überhaupt eine Chance gehabt hätte, der Motoryacht
          auszuweichen. ”

          Ich gehe davon aus, daß der Fahrer des Motorbootes Anwälte bezahlt, die besser argumentieren können.

          Als Theaterinteressierter frage ich mich, erhalten Claqueure eigentlich Wochenendzulage?

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          • avatar Uwe sagt:

            Die Kurs-Skizze findet sich auf Seite 33 des BSU-Berichtes.
            Es wird dort gezeigt, dass sich der Surfer entweder per Nord-Kurs oder Nord-West-Kurs auf die Motoryacht zubewegte.
            Die Kollisionsspuren werden auf den Seiten 10 und 11 gezeigt.

            Selbstverständlich trägt der Motorbootfahrer die Hauptschuld.

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    • avatar Bob Q sagt:

      Sach ma Uwe, hast du noch alle Bojen beieinander? Du glaubst wohl auch, wer das Gesetz auf seiner Seite hat, kann rumprollen wie er will oder wie? Aber das ist ja gar nicht der Punkt. Die Schweinerei ist die mangelnde moralische Verantwortung, der der Sunseeker-Proll zeigt. Keine Entschädigung, dafür aber Anwälte von der Kette lassen. Und dat findest du OK. Naja.

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  26. avatar Uli sagt:

    klar war der Surfer vielleicht auch einfach nur am falschen Ort, zur falschen Zeit…… Aber mit nur ein bisschen weniger Geschwindigkeit und etwas mehr Umsicht währe dieser Unfall wohl vermeitbar gewesen. Wer nicht gerade das erste mal in der Lübeckerbucht ist, weiß eigentlich, dass im Bereich der Untiefentonne vor Pelzerhaken ein Wespennest von Windsurfer und Kitesurfern ist. Und wenn ich das erste Mal da bin, dann passe ich mein Fahrverhalten dementsprechend an. Leider kannte der Bootsführer die Lübeckerbucht aber sehr gut…..

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  27. avatar Chrisch sagt:

    Na Uwe? Ist Dir langweilig? Oder einfach nur so Bock auf`n bißchen Stunk..??
    Sicher ist der Surfer bei den Verhältnissen mit achterlichem Wind der Sunseeker entgegengefahren..

    Spielt sonst heute keiner mit Dir bei dem Regenwetter?

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    • avatar Holla der Uwe sagt:

      Uwe hat heut morgen schon sein Finn geputzt und wills nu nich mehr nass machen!

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  28. avatar seabonk sagt:

    Das war wirklich erschreckend zu lesen…. Schockierend, das jemand, der einen Menschen verstümmelt und fast getoetet hat, es für wichtiger haelt eine Anwaltskanzlei zu beauftragen, als sein Opfer im Krankenhaus zu besuchen. Na immerhin, hat er ihn ja aus dem Wasser gezogen… das reicht vielleicht für sein Gewissen.

    Vielleichht sollte man einen Mähdrescher vor der Villa des Predator-Fahrers aufstellen, und erst wieder abziehen, wenn sich dieser freiwillig in diesen begibt. Sorry, aber wie viel Arschloch kann man eigentlich sein ?

    Den Namen eines anderen Verbrechers, haben wir ja dank Zeit Aritkes kennengelernt. Gutachter Stephan Semmerling. (http://www.semmerling.de/).. Wie kann man so ein Tyo weiterhin “öffentlich bestelleter und vereidigter Sachverständiger” (allerdings für Sportbootschäden und Bewertung) sein ? Prostituierter wäre vielleicht treffender – aber kann auch nicht sein – die weiblichen Kollegen haben neben Fachkenntnis wenigstens Anstand.

    gruss,
    seabonk.

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  29. avatar andreas borrink sagt:

    Eigentlich wollte ich hier nichts mehr posten, aber nachdem ich nun alle bisher 62 Beiträge zu diesem Artikel gelesen habe, möchte ich doch noch einmal Stellung beziehen:

    1. Ich bin selbst 30 Jahre gesurft und mir hätte so etwas auch passieren können. Deshalb macht es mich sehr betroffen und ich wünsche dem Opfer die Kraft, mit diesem Schicksal fertig zu werden.
    2. Ich habe keine Ahnung, wie es zu diesem Unfall gekommen ist. Alle vorliegenden „Informationen“, Gutachten und Berichte erscheinen mit tendenziös und manipuliert. Darum nehme ich zur Schuldfrage keine Position ein und klage auch niemanden an.
    3. Ich mag auch keine Motorboote (jedenfalls keine rasenden PS-Monster), bin aber der Ansicht, dass jeder nach seiner Facon glücklich werden soll – sofern er niemand anderem dabei schadet.
    4. Die vorstehende Diskussion kotzt mich an und ich verstehe nicht, was all’ die polemischen und unsachlichen Autoren so umtreibt.
    5. Habt Ihr eigentlich keine richtigen Namen? Viele fordern ein namentliches “an den Pranger stellen” des Motorbootfahrers, verstecken sich aber selbst hinter zum Teil geschmacklosen Pseudonymen wie “toter Kennedy”.

    Fangt doch mal bei Euch selbst an und steht zu Eurem Standpunkt! (Sorry, Andreas Lindlahr – Dich nehme ich da natürlich aus.)

    Wartet doch einfach ‘mal ab, wie Recht gesprochen wird und regt Euch ggf. dann auf!

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  30. avatar Marianne sagt:

    Moin!
    Mich hat das Schicksal von Herrn Fahlbusch sehr erschüttert.
    Herr Fahlbusch hat nur mit viel Glück überlebt. Er muss für den Rest seines Lebens mit Schmerzen und der Behinderung leben. Das Leben welches er vorher geführt hat, wird er so nie wieder leben können.
    Und “nur” aufgrund der Tatsache das ein einzelner Mensch sich selbst schon gottesgleich sieht, und die alleinige Herrschaft über das Meer beansprucht.
    Der Unfall hätte vermieden werden können wenn ein umsichtiges denken anderen Menschen gegenüber da gewesen wäre. Sein Verhalten nach dem Unfall dem Opfer gegenüber finde ich absolut skrupellos und es ist eine moralisches Katastrophe für unsere Gesellschaft.
    In was für einem Land lebe ich hier eigentlich !!!!????
    Gruß, Marianne

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  31. avatar Segler sagt:

    Man muss meines Erachtens die Sache etwas juristisch begutachten. Sonst wird das nix. Die StA kann schnell ermitteln und anklagen. Kommt es dann mangels Beweisen zu einem Freispruch, dann gilt der Strafklageverbrauch und Ende. Strafrechtlich muss daher vor Anklageerhebung ausermittelt werden.

    Dann besteht eine Pflichthaftpflichtversicherung für Motorboote. Der Fahrer ist daher schon gegenüber der Versicherung faktisch verpflichtet sich auf die Vorfahrt zu berufen. Der Pflegekosten gehen ja in die Millionen. Da stehen auch Ansprüche der Sozialversicherungen hinter.

    Unabhängig von § 31 Abs. 2 SeeSchStrO gilt das allgemeine Rücksichtnahmegebot. Da hat der Motorbootfahrer wohl alles falsch gemacht was man falsch machen kann. Am Pelzerhaken sind bei gutem Wetter immer sehr viele Surfer, Kiter, Angler etc. unterwegs. Auch viele Ankerlieger… Das dürfte allgemein bekannt sein. An einer solchen Stelle 38 kn zu fahren muss schonzu einer Mithaftung führen. Das ist ja wie in einer Spielstraße 200km/h zu fahren.

    Auch kann sich jemand der im Recht ist für den Unfall entschuldigen. Aber das Schiff lässt schon auf den Charakter schließen…

    Hoffe nur, dass solche Boote und Typen nicht bald die Kieler Bucht oder Flensburgerförde für sich entdecken…

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  32. avatar Olperer sagt:

    @Segler
    Strafklageverbrauch gibt es nur bei einem rechtskraeftigen Urteil. Bevor es rechtskraeftig wird, kann es aber angefochten werden, gerade wenn neue Beweisumstaende auftauchen, und dann gegebenenfalls durch mehrere Instanzen gehen.

    Und auf die Vorfahrt beruft er sich ja auch nicht, sondern der MoBo-Fahrer sagt, dass er den Surfer nicht gesehen hat. Damit spielt dann Vorfahrt auch keine Rolle mehr, denn egal, was vor ihm waere (Schwimmer, Ruderer, Segler, Wal), er haette es nicht gesehen. Die Aufmerksamkeit auf seinem Boot galt den anderen 2 MoBos, moeglicherweise kann man sowas auch als Wettrennen sehen. Ausserdem hat der MoBo-Fahrer den Fehler gemacht, mit einem fuer schnelle Fahrt absolut untauglichen Boot der Marke Sunseeker zu Fahren. Dieser Umstand haette ihm bekannt sein muessen, er fuhr ja nicht das erste Mal so schnell, er wusste, dass man dann keine Blick nach vorn mehr hat.

    Positiv anrechnen muss man die erste Hilfe, was auch wieder ein Indiz ist, dass er nicht absichtlich den Surfer ueberfahren hat.

    Gruss
    Olperer

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    • avatar Andreas Ju sagt:

      “Positiv anrechnen muss man die erste Hilfe, was auch wieder ein Indiz ist, dass er nicht absichtlich den Surfer ueberfahren hat.”

      @ Olperer: Da hast du dich jetzt aber verschrieben, oder? Mit der verständisvollen Aussage i.S.v.: “Immerhin hat er keine Unfallflucht begangen und den Surfer offenbar auch nicht absichtlich überfahren.” Abeitest du bei Sunseeker?

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      • avatar Olperer sagt:

        Nein, wieso? Weil dir meine Meinung nicht angenehm ist?.

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        • avatar Andreas Ju sagt:

          Nein, Olperer, deine Meinung ist mir in der Tat ganz und gar nicht angenehm. Du honorierst damit eine Selbstverständlichkeit, nämlich dass der Fahrer möglicherweise gleich mehrere Straftatbestände NICHT begangen hat:

          – Unterlassene Hilfeleistung (§323 c StGB)
          – Schwere Körperverletzung (226 StGB – wobei man in diesem Fall über den bedingten Vorsatz sogar nachdenken kann)
          – Vielleicht gibt es zudem auch auf dem wasser eine Norm für unerlaubtes Entfernen vom Unfallort – wie im Straßenverkehr?

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          • avatar Backe sagt:

            Nu is ma gut.
            Haarspaltereien sind dem nicht angemessen, finde ich.

            Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 1

          • avatar Olperer sagt:

            @Andreas Ju,

            ok, da haben wir uns missverstanden. Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass das Handeln des Mobo-Fahrers nach dem Unfall respektive seiner Tochter zum Ueberleben des Opfers beigetragen hat und dies ist zumindest fuer mich angesichts der unfassbaren Verletzungen keine Selbstverstaendlichkeit. In solchen Situationen geht viel schief.

            Trotzdem solltest du auf den guten Ton achten. “Arbeitest Du bei Sunseeker?” gehoert nicht dazu. Ich frage dich ja auch nicht, ob du der Reichspropagandaminister bist.

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    • avatar Stefan Z sagt:

      Das wollen wir doch wirklich hoffen, dass der Mobo-Fahrer den Surfer nicht absichtlich überfahren hat, oder?

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  33. avatar Kluchschieter sagt:

    Lange gab es hier nicht mehr eine so heftige, emotionale und heftige Debatte. Mich hat die Geschichte auch wütend gemacht, in jedem Detail. Ich hatte sie vor 2 Jahren nur auf halbem Ohr mitbekommen, die ganzen Ausmaße werden mir jetzt erst klar.
    Dass hier nach 2 Jahren offensichtlich immer noch kein richtiges Verfahren angestrengt wurde hat für mich reichlich ‘Geschmäckle’ wie sie im Süden sagen. Der vielzitierte Pranger ist sicher etwas übertrieben, aber der mediale Druck sollte auf jeden Fall aufrecht erhalten werden damit das nicht (wie möglicherweise gewollt) nicht im Sande verläuft.

    Dranbleiben!

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  34. avatar stephan sagt:

    Ich will mich hier weder in technische noch in juristische Diskussionen einmischen, aber kann man – oder besser Mann – nicht einfach mal dazu stehen was man gemacht hat und für die Konsquenzen eigenen Verhaltens einstehen? Aussageverweigerung der Familie und zufälliges unter Deck sein aller anderen hat mit dem Übernehmen von Verantwortung jedenfalls nichts zu tun.

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  35. avatar Andreas Ju sagt:

    Wie das aussieht, wenn so eine Karre Gas gibt, seht ihr hier auf der Facebook-Seite von Sunseeker. Da bekommt man ja selbst bei diesem Mini-Video schon Schiss.

    https://www.facebook.com/photo.php?v=537532706282919&set=vb.175084899194370&type=3&theater

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  36. avatar Andreas Ju sagt:

    Und auf der Website von Sunseeker findet man dann auch gleich das Auto zum Boot, mit schlappen 555 PS, wenn ich das richtig sehe.

    http://www.sunseeker.de/news/local/newsitem.php?id=439&auth=640cc558bc6d1bc14092cc81b2a63187

    “Nach der erfolgreichen Premiere des Wiesmann Roadsters „Sunseeker Limited Edition“ auf den Open Days Anfang Mai auf Mallorca, zeigen sich die handgefertigten Sportwagen zudem auf der hanseboot ancora boat show in ihrer vollendeten Form.Zwei Wiesmann Sportwagen, die Sunseeker Kunden bei einer exklusiven Probefahrt erleben dürfen, machen die Begegnung zu einem unvergesslichen Erlebnis. Mit geballter PS-Stärke und leidenschaftlichem Fahrspaß versprechen diese außergewöhnlichen Fahrzeuge Individualisten und Motorsportliebhaber gleichermaßen zu begeistern.Die Kooperation mit Wiesmann, die in diesem Jahr erfolgreich fortgesetzt wird, findet mit der limitierten Auflage des Wiesmann Roadsters „Sunseeker Limited Edition“ ihren Höhepunkt.

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    • avatar Hobby-Regatteur sagt:

      Wenn Wiesmann nicht von Sunseeker übernommen wird gibts auch keine BeiAutos zum Predator mehr…

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  37. avatar Andreas Ju sagt:

    Und wo viele Autobauer ihre wagen freiwillig bei 250 km/h abriegeln, geht bei Sunseeker immer noch etwas. Etwa bei der Predator 80 mit einer stolz beworbenen Höchstgeschwindigkeit von 46 Knoten!

    http://www.sunseeker.de/showboat.php?bid=43

    Auf der Straße schafft es der ADAC seit Jahren erfolgreich, ein generelles Tempolimit zu verhindern. Kaum vorstellbar, dass die Motorbootfahrer eine ähnlich starke Lobby haben. Grund dürfte vielmehr sein, dass sich der Gesetzgeber um Raser auf dem Wasser “außerhalb geschlossener Ortschaften” einfach nicht kümmert.

    Das kann nur öffentlicher Druck ändern. Und eine WaPo, die auch in der Lage ist, dies zu kontrollieren und vor allem auch zu sanktionieren, etwa mit Führerscheinentzug. Denn über Geldbußen dürften sich die Fahrer/Halter nur amüsieren.

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  38. avatar Andreas Ju sagt:

    Mir geht die Veranwortung der Werft in dieser ganzen Dikskussion etwas unter. Die Empörung fokussiert sich (zu Recht) auf den Eigner. Aber sollte sie nicht erweitert werden auf den Hersteller solcher Waffen?

    Aktuell ist da von Shitstorm im Netz nichts zu spüren, noch nicht einmal ein Pipi-Lüftchen.

    Bei Sunseekers FB-Auftritt gibt es übrigens eine Online-Umfrage nach dem beliebtesten Charterrevier.

    https://www.facebook.com/questions/640772799270948/

    Meines wäre die Beringsee.

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  39. avatar Tim sagt:

    Auf Kuba trafen wir mal so eine Sunseeker-Quatze. Ihr Kapitän war ein fröhlicher Engländer, der sich laufend über seine Krücke lustig machte (er war ja nur der Kapitän). Drei Motoren mit je 2000 PS, Mindest(!)geschwindigkeit mit einem Motor im Leerlauf: 6 kn und auf dem Weg nach Havanna mußte er umdrehen, da sich das Boot bei den achterlichen Wellen nicht auf Kurs halten lies. Ach ja, die maximale Reichweite betrug 350 nm. Kann über sowas nur den Kopf schütteln.

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  40. avatar Andreas Ju sagt:

    Habe den Zeit-Beitrag gerade einmal auf der Sunseeker-FB-Seite geposted. Bin gespannt, wie lange der draufbleibt. Wir haben jetzt 12:30 Uhr am 27. Mai.

    Könnt ihr ja mal liken: https://www.facebook.com/Sunseeker.Germany?ref=ts&fref=ts

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    • avatar Andreas Ju sagt:

      Hat keine 5 Minuten gedauert, da war er wieder weg. Kann man aber ständig neu draufstellen, auch nachts: https://www.facebook.com/Sunseeker.Germany?fref=ts

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      • avatar Andreas Ju sagt:

        Korrigiere: Steht doch noch drauf und kann geliked werden! Oder erneut von anderen FB-Usern draufgestellt werden.

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        • avatar Ketzer sagt:

          Sehr geil! Kann man das auch automatisieren? So wie früher die Mailbomber? Oder am besten noch irgend einen Artikel: “Sunseeker-Yachten verfehlen EU-Richtlinien” verfassen und das BSU-Gutachten posten!

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          • avatar Andreas Ju sagt:

            Automaitisieren geht wohl nicht und wäre auch illegal. Aber hey: Ein paar tausend SR-Leser könnten sich beteiligen und bei Sunseeker posten – natürlich auch das BSU-Gutachten! Gute Idee, mach mal, Ketzer!

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  41. avatar Kluchschieter sagt:

    Offensichtlich schon gelöscht… 🙁

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    • avatar Andreas Ju sagt:

      Nee, musste rechts in der Spalte gucken bei “aktuelle Beiträge anderer Nutzer”.

      Hatte ich auch erst falsch gesehen.

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      • avatar Backe sagt:

        Gelöscht … Ich kanns auch nicht mehr sehen.
        Und es würde mich wundern, wenn sie dich nicht gleich mit gesperrt hätten, Andreas.
        Aber … hübsche Idee! :.)

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        • avatar Andreas Ju sagt:

          Ich jedenfalls kann jetzt gar nichts mehr an die Chronik posten. 2 Stunden hat’s gedauert. Ich könnte aber noch jeden beliebigen Beitrag kommentieren – auch mit Links 😉

          Macht aber wenig Sinn, weil die mich bald als Troll sperren würden. Aber sie können ja nicht jeden FB-User pauschal sperren. Wenn viele mitmachen, kann da was entstehen.

          P.S.:Die Sunseeker FB–Seite hat kein ordnungsgemäßes Impressum. Kostet mit entsprechender Abmahnung ein paar Hunderter. Falls sich da jemand drum kümmern will …

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  42. avatar Andreas Ju sagt:

    Nun haben sie es gemerkt und man kann nicht mehr posten auf der Sunseeker-Seite. Weniger als 2 Stunden hat es gedauert. Und alle anderen posts in der Sache wurden auch gelöscht.

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  43. avatar Andreas Ju sagt:

    Auch die “Yacht” hat sich jetzt der Sache mal angenommen. Sunseeker wird allerdings nicht erwähnt – schließlich gehört auch “Boote” zum Verlag.

    http://www.yacht.de/panorama/news/ein-unglueck-wirft-fragen-auf/a80411.html

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    • avatar Oliver Langen sagt:

      Welche Rolle spielt auch der Hersteller des Bootes, das am Unfall beteiligt war. Der Hersteller des Surfbretts wird auch nicht genannt.

      Der Unfall ist eine Tragödie, die aber auf dem Wasser ebenso passieren kann wie an Land und dort täglich auch tatsächlich mehrfach.

      Nur dieser “Klassenkampf” nach dem Motto “Reicher arroganter Mobobonze gg. armen Surfer” bringt doch überhaupt nichts und dient den Medien nur, das ganze Thema aufzuheizen. cui bono?

      Vergleichbares kann auch passieren (und passiert auch), wenn man mit nem Schlauchi für “nen paar Euro” über einen Schwimmer/Taucher drüber fährt. Und im Vergleich zu einem aktuellen Jetski ist so eine Sunseeker bei 38kts ne lahme Ente, auch für kleines Geld zu haben.

      Was bleibt, ist zunächst doch die recht triviale Erkenntnis, dass da, wo Menschen agieren, es eben auch zu Fehlern kommt zB in Form von Unachtsamkeit. Und das es wohl sinnvoll ist, in derartigen “Mischgebieten” mit einerseits schnellen Booten und quasi unbeweglichen Wassersportlern eine Geschwindigkeitsbegrenzung einzuführen.

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      • avatar Andreas Ju sagt:

        Och, so eine Heididei-Pressemitteilung, wie schoen doch alles wieder war, muss man nach so einem Unfall erstmal raushauen. Ich finde, die sagt einiges ueber den Hersteller.

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  44. avatar Backe sagt:

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  45. avatar Matze sagt:

    100!

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  46. avatar Schlaucher sagt:

    Hallo Leute,

    Ich bin 50 Jahre alt, segle seit 30 Jahren aktiv und international, habe 5 Jahre gesurft und fahre seit 10 Jahren regelmäßig Motorboot. Ich kenne irgendwie alle Seiten. Heute schreibe ich das erste mal einen Leserbrief.

    Wenn ich segle stelle ich fest das es MoBo Fahrer gibt die echte Idioten sind. Wenn ich MoBo fahre habe ich – speziell im Fahrwasser von Neustadt und Pelzerhaken – pro Tag i.M. 2 bis 3 x fast Zusammenstöße mit Seglern die keinerlei Ahnung von KVR haben. All diese Situationen werden i.d.R. von mir dahingehend beeinflußt das es zu keiner Kollission kommt. Mit meinem Schlauchboot habe ich schon mehrfach vor Pelzerhaken Surfer oder Kiter aus dem Wasser gezogen die nicht mehr konnten oder Materialbruch hatten.
    Dann war ich natürlich der “Gute Motorbootfahrer”. Oder sind vielleicht nur Motorbootfahrer mit kleinen Motorbooten gute Menschen und die anderen eben nicht.

    Es gibt nicht den guten Motorbootfahrer und den Bösen Segler, oder umgekehrt. Es ist auch nicht einer der bessere Mensch von beiden weil er zufällig an einer Pinne eines Segekbootes sitzt anstatt die Pinne eines Außenborders in der Hand zu haben. In welchem Zeitalter lebt ihr denn? Diese irrsinnige Sichtweise gibt es nur in Deutschland. In Dänemark liegen Mobo Fahrer und Segler im Päckchen. Nur in Deutschland geht das nicht.

    Nachdem ich fast alle Kommentare gelesen habe bin ich ziemlich fassungslos.

    Geht es euch nur darum den Klassenkampf loszutreten. Der Bericht in der Zeit ist doch Polemik pur und weit unter Bildzeitungs Niveau. Allein schon der Vergleich mit dem Kampfhund. Wie abstoßend.

    Hier ist ein schrecklicher Unfall passiert. Aufgrund der Kräfteverhältnisse hat der Surfer schweren körperlichen Schaden genommen während der MOBo Fahrer “körperlich” unversehrt ist.
    Hätte der “böse” Millionär auf dem Surfbrett gestanden wäre er heute schwer behindert. Wäret ihr dann zufrieden. Hätte es dann den “richtigen” getroffen?

    Ich kann mir nicht vorstellen das jemand so skrupellos ist und einen anderen Menschen absichtlich überfährt.

    Es war ein Unfall.

    Wie fast immer – im nachhinein betrachtet – wäre es so einfach zu vermeiden gewesen.

    Irgendjemanden zu schlachten, öffentlich und namentlich anzuprangern usw, hilft niemandem.

    Ich kenne den Mann nicht aber ich gehe davon aus das der MoBo Fahrer (aber nicht öffentlich) ebenfalls sehr darunter leidet was passiert ist.
    Der Mann ist , nachdem was man hört, erfolgreicher Unternehmer. Na und? Deswegen muss man ihm doch die Menschlichkeit nicht absprechen. Diesen schlimmen Unfall wird auch der Mobo Fahrer niemals vergessen.
    Da nützen ihm auch die hier schon oftmals angeprangerten Millionen nichts. Nicht mal wenn er sie hergäbe oder man ihm sie wegnehmen würde.
    Wer schon mal Ermittlungen zu einem Todesfall oder fast Todesfall nach Unfall oder dergl. mitwerlebt hat, der weiß das unser System dem Mobo Fahrer nahezu keine andere Chance lässt als sich rein formell zu verhalten und zu präsentieren. Ich gehe davon aus das es in ihm anders aussieht und hoffe das er noch seine Chance bekommt es zu beweisen.

    Was soll also dieses Rachegeheul.

    Ich denke das jeder von uns im Leben schon mal einen großen Fehler, eine große Dummheit und/oder eine große Unachtsamkeit begangen hat. Zum Glück bleibt es meistens ohne schwere Folgen.
    Wenn es dann doch – wie in diesem Fall – zu so unglaublichen schlimmen Folgen führt, ist man dann zwangsläufig ein schlechter Mensch?

    Ich hoffe für H. Fahlbusch das er sein schlimmes Schiksal irgendwie annehmen und ertragen kann.
    Das es Menschen gibt die ihm helfen und das die Zukunft noch ein Lachen für ihn betreit hält.

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  47. avatar Wabs sagt:

    Hallo Schlaucher,
    es ist nicht das Problem ob jemand reich oder arm ist. Oder Was er fährt. Eher was er damit macht und wie er damit umgeht.
    Es war niemand bei dem Unfall dabei – Was wir jedoch an Fakten haben spricht leider für einen sehr asozialen der Unterschicht.
    Asozial hier im eigentlichen Sinne – nämlich UNsozial.
    Unterschicht deshalb, weil es mir darauf ankommt wie sich jemand verhält, nicht wie viel Geld er hat. Das unterscheidet für mich ober und unterschicht.
    1. Wenn ich 800m vor einem belebten Strand meine Sunseeker Predator auf 38Knoten beschleunige dann handele ich nicht nur grob fahrlässig und nehme Unfälle mit anderen Teilnehmern in Kauf, sondern ich verhalte mich auch un-sozial. Denn es wird mir wohl kaum gelingen dann noch alles genau zu überblicken. Vor allem wenn ich sowieso schon einen schlechten Rundumblick habe.
    2. Wenn ich nach dem Unfall direkt meine Anwälte engagiere (er wird wohl ein schlechtes Gewissen haben) und mich nicht einmal bei dem Opfer melde oder mich erkundige wie es ihm geht, dann ist dies ebenfalls unsozial gehandelt.
    3. Wenn “Die Zeit” mich dann mal mit dem Zaunpfahl drauf aufmerksam macht dass er sich ja zu dem Vorfall äußern könnte um seine Sicht der Dinge zu erläutern – und ich lehne ab mit den Worten: “Sie kennen meinen Stundensatz nicht” – dann zeige ich ganz genau WAS mir im Leben wichtig ist – nämlich Geld, Geld , Geld und nicht der Mensch.

    Ich denke das sind die Sachen, die einen aufregen – nicht böser oder guter mobo Fahrer.
    So geht es zumindest mir und ich denke so auch vielen anderen.

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  48. avatar Ernst-August Potthoff sagt:

    Diese Rechtslage ist – wie dieser Fall deutlich zeigt – Müll !
    Das hat aber nichts mit “Bonzen”, “Bratzen” oder Rechtsanwälten zu tun.

    Da muss dringend was geändert werden, lieber Verordnungsgeber !!!!!

    Ein Jurist

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  49. avatar Wolfi sagt:

    Also ich sehe hier folgendes, erstens ist nicht die wahre Schuld des einen oder anderen bewiesen. Zweitens wird bei einem Unfall automatisch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet und somit muss sich jede Partei einen Anwalt nehmen. Drittens Es ist richtig, dass jeder Bootsführer die KVR berücksichtigen muss. In dem hier beschriebenen Fall ist für mich nicht nachvollziehbar, wer hier Schuld hat, also keine Vorverurteilung. Das der Yacht Besitzer unbekannt bleiben möchte, kann ich verstehen. Es soll sich mal ein jeder der hier zahlreichen Autoren überlegen, was die Konsequenzen wären, wenn der Eigentümer der Yacht hier öffentlich an den Pranger gestellt werden würde. Sollte Er gemäss geltendem Recht fahrlässig gehandelt haben, dann ist Er dafür zu bestrafen. Ich kann nut aus meiner Erfahrung berichten, dass auf dem Main oftmals Segler, Surfer und auch Ruderer sich auf dem Wasser verhalten wie die Axt im Walde und wenn dann etwas passiert, sind immer die Motorboot fahrer Schuld. Die müssen allerdings leider jetzt erst ab 15 PS einen Führershein machen und kennen somit die Vorfahrtsregeln.

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  50. avatar Wolfi sagt:

    Nach dem aktuellen Stand ist jetzt wohl doch der Bootsführer schuld. Bzgl. dieser Gesetzesänderung das Surfer Motorbooten ausweichen ist mir nichts bekannt, obwohl ich nach dem festelegten Datum meine Führerscheine gemacht habe. Mein Kenntnissstand ist der, dass Segelfahrzeuge immer Vorfahrt haben, ausser Sie laufen unter Motor. Im übrigen wird jeder verantwortungsvolle Motorbootfahrer immer einem Segelfahrzeug ausweichen, weil Er weiss, dass diese weniger Manövrierfähig sind. Um auf die KVR zu kommen, im Zweifelsfall ist jeder auf dem Wasser verpflichtet, einen Unfall zu vermeiden. Ich bin nicht unbedingt ein Freund von Scheinen und gesetzlichen Beschränkungen, aber das Heute jeder mit einem klein Boot mit 15 ps auf dem Waser rasen darf, ohne die regeln zu kennen halte ich für Schwachsinn. Ausserdem braucht man auch keinen Schein für ein Segelboot, slbst wenn dieses Boot 15m lang ist und man damit auf offener See unterwegs ist. Das selbe gilt für Surfbretter oder anderen Wassersportarten. Das man im Uferbereich langsam fahren soll, beinhaltet schon das Sog und Wellenschlag vermeiden. Ich bin der Meinung, dass jeder, der sich auf dem Wasser mit einem Fahrzeug bewegt, die Grundlagen der Vorfahrtsregeln und die KVR kennen sollte ebenso, wie man wie auf der Strasse in Fahrstrassen rechts zu fahren hat oder das man Seeschiffahrtsstrassen nur im 90 Grad Winkel querrt. Dem Unfallopfer drücke ich hiermit mein Bedauern und Mitleid aus.

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    • avatar Harry sagt:

      Seit 1998 gelten Surf- und Kitebretter als Sportgeräte, die grundsätzlich allen anderen Fahtzeugen ausweichen müssen. Deiner Meinung, dass jeder auf dem Wasser die Grundregeln kennen sollte, stimme ich zu. Leider kennst du sie auch nicht: Segelfahrzeuge haben nicht immer Vorrang vor Motorfahrzeugen und Seeschifffahrtstraßen (du meinst sicher Fahrwasser) kann man in jeden beliebigen Winkel queren. Der 90° Winkel gilt für Verkehrstrennungsgebiete (KVR).

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    • avatar Fakt sagt:

      Die Seeschiffahrtsstrassenordnung regelt eindeutig, dass Segelsurfer im Fahrwasser nichts zu suchen haben:

      § 31 Wasserskilaufen, Schleppen von Wassersportanhängen, Wassermotorradfahren,
      Kite- und Segelsurfen
      (1) Im Fahrwasser ist das Wasserskilaufen und das Schleppen von Wassersportanhängen sowie das Fahren mit einem Wassermotorrad oder einem Kite- und Segelsurfbrett mit Ausnahme auf den nach § 60 Abs. 1 bekannt gemachten oder durch Sichtzeichen freigegebenen Wasserflächen verboten. Außerhalb des Fahrwassers ist das Wasserskilaufen, und das Schleppen von Wassersportanhängen sowie das Fahren mit einem Wassermotorrad oder einem Segelsurfbrett vorbehaltlich des § 26 Abs. 5 erlaubt; dies gilt nicht auf den nach § 60 Abs. 1 bekanntgemachten Wasserflächen.

      (2) Die Führer von Zugbooten der Wasserskiläufer und von Wassersportanhängen sowie die
      Wassermotorradfahrer und Kite- und Segelsurfer haben allen Fahrzeugen auszuweichen; untereinander
      haben sie entsprechend den Kollisionsverhütungsregeln auszuweichen. Bei der Begegnung mit Fahrzeugen,
      Wassermotorrädern und Kite- und Segelsurfern haben die Wasserskiläufer sich im Kielwasser ihrer Zugboote
      zu halten. Die Führer von Zugbooten, die Wassersportanhänge schleppen; haben diese bei der Begegnung mit Fahrzeugen, Wassermotorrädern und Kite- und Segelsurfern in ihrem Kielwasser zu halten.

      (3) Bei Nacht, bei verminderter Sicht und während der nach § 60 Abs. 1 bekannt gemachten Zeiten darf nicht
      Wasserski gelaufen, Wassersportanhänge geschleppt oder mit einem Wassermotorrad oder einem Kite- und
      Segelsurfbrett gefahren werden.

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      • avatar Fakt ist aber auch sagt:

        Der Unfall fand nicht im Fahrwasser statt, insofern ist Dein erster Satz zwar richtig, aber hier vollkommen irrelevant.
        Auch die Absätze (1) und (3) des § 31 SeeSchStrO sind für den hiesigen Fall ohne Relevanz.

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        • avatar Fakt sagt:

          Der Gesetzgeber hält das Befahren eines Fahrwassers durch Segelsurfer für zu gefährlich und hat es daher untersagt. Südlich von Pelzerhaken-S haben wir es mit Fahrwasser-ähnlichen Verhältnissen zu tun. Als Surfer sollte man dieses stark befahrene Gebiet meiden, da es zu gefährlich ist.
          Die Absätze (1) und (3) wurden der Vollständigkeit halber zitiert.

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