Patenthalse: Missgeschick unter Gennaker – platt aufs Wasser gelegt

Abgeschmiert

Aus der beliebten Serie: Malheur mit dem bunten Tuch. Auch unter Gennaker kann man sich mit der Yacht bei einer Crash Jibe platt aufs Wasser legen.

Man könnte ja denken, dass die Zeit der klassischen Patenthalse vorbei ist, seit immer öfter asymmetrische Vorsegel am Bugspriet gesetzt werden. Eine Zeitlang sah man sie nur auf schnellen Booten, wie den 49ern, die durch den erhöhten Speed und den vorlich einfallenden Fahrtwind, die notwendige Tiefe steuern können.

Immer mehr werden sie aber auch auf Kielbooten eingesetzt. Und die setzten meist ein bauchigeres Tuch mit weit ausladendem Luv-Liek, mit dem man bei Mittelwind platt vor dem Laken segeln kann.

Diesen Modus kann man bei der J/109 im Video auch bei dem vorherrschenden Starkwind beobachten. So besteht auch die Gefahr, dass das Schiff ins Trudeln kommt. Möglicherweise beschleunigt in diesem Fall ein zu offener Niederholer die Patenthalse.

Auf anderen Kielbooten wie Melges 32, Melges 24 (Video) oder J/70 wird bei starkem Wind die Fock stehen gelassen, der Großbaum in die Mitte geholt, und der Niederholer weit geöffnet, um auf maximalen Surf-Speed zu kommen. Mit der erhöhten Geschwindigkeit, kann das Boot dann auch auf die maximale Tiefe gebracht werden. Ein Patenthalsen-Gefahr besteht dann nur bei einem möglichen Spin-Out.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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