Politik: Segeltörn bringt Rechtspopulisten in Bedrängnis

Doppelmoral

Die rechtspopulistische Dänische Volkspartei (DF) hat in Umfragen etwa ein Viertel der Stimmen im Vergleich zur vergangenen Parlamentswahl verloren. Dabei spielt offenbar ein Segeltörn eine große Rolle.

Der DF-Parteivorsitzende Kristian Thulesen Dahl hat Spaß beim Segeln. © DF

Der DF-Parteivorsitzende Kristian Thulesen Dahl hat Spaß beim Segeln. © DF

Jüngste Erhebungen  legen nahe, dass die zweitstärkste Fraktion der vergangenen Wahlen in Dänemark in eine schwere Krise geraten ist. Die Dansk Folkeparti, die seit 1995 durch eine kritische Politik gegenüber Einwanderern punktet und bei der Europawahl 2014  mit 26,6 Prozent stärkste Kraft wurde, ist ein Segeltörn in die Quere gekommen.

Im Vorfeld der Kommunalwahl 2013 hatte sie mit Mitteln aus einem EU-Fonds einen Segeltörn auf einem Dreimaster unternommen und wurde nach einer Untersuchung  vom EU-Parlament angewiesen, das Geld wieder zurückzuzahlen. Die Regeln seien klar, dass das verwendete Geld nicht für nationale Abstimmungen genutzt werden darf, heißt es bei der EU. Die DF muss rund 16.000 Euro zurückzahlen.

Der Fall ist für die DF, die seit 2015 als zweitstärkste Fraktion eine Minderheitsregierung stützt, deshalb so brisant, weil ihr charismatischer Spitzenpolitiker Morten Messerschmidt sich den Kampf gegen die vermeintliche EU-Geldverschwendung auf die Fahne geschrieben hatte. Beobachter vermuten, dass die potenziellen Wähler nun die gesamte Partei wegen der Doppelmoral-Vorwürfe abstrafen.

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7 Kommentare zu „Politik: Segeltörn bringt Rechtspopulisten in Bedrängnis“

  1. avatar Max sagt:

    SR, ich kann euch nur raten die Finger von der Politik zu lassen. Ich denke dabei an das fehlende Feingefühl einiger eurer Autoren in Bezug auf Sprache, Formulierungen und Quellenarbeit…

    Politische Berichterstattung ist weder eure Kragenweite noch sehe ich in eurem Konzept die Notwendigkeit diese Art der Berichterstattung bieten zu müssen.

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    • avatar a-cat sagt:

      Da bin ich komplett anderer Meinung, Stichwort Luxussport etc.
      Segeln ist daher immer politisch, dementsprechend muss man sich auch damit auseinandersetzen. Nur über die eine Seite der Medaille zu berichten halte ich für zu einfach.

      Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 18 Daumen runter 16

      • avatar Max sagt:

        Sehe ich grundsätzlich ja auch so. Ich befürchte nur das sich SR damit auf’s Glatteis bewegt…

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    • avatar tyske Amatør sagt:

      Wer bist denn Du? Das schreibende Orakel, der Wahrheitsminister? Der, der sagt welche Autoren richtig recherchieren, formulieren, konjugieren? Segelnder Lehrer Besserwisser? Selten so einen überheblichen Fatzke wie Dich gelesen, welcher arrogante Ratschläge wie Schläge verteilt, Max!

      Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 8 Daumen runter 18

  2. avatar arwig ii sagt:

    Meiner Meinung nach finde ich es vollkommen richtig und wichtig, dass man darüber in Kenntnis gesetzt wird. Hier werden ja erst mal nur Fakten erläuterte, die einem nur aufzeigen, wie sich Organisationen (politisch oder NGO’s) nach außen hin aufstellen [wertfrei].
    Darüber hinaus finde ich es persönlich schon wichtig, dass man sich gegen solche gebaren klar positionieren sollte. Es kann ja nicht sein, gegen Europa zu sein (Unannehmlichkeiten) aber alles positive der EU in Anspruch nimmt.
    Natürlich sehe ich auch die Problematiken, sich mit Politik auseinander zu setzen. Aber wir Segler (m/w) werden tagtäglich mit politischen Dingen konfrontiert, dass es auch sicherlich rechtens ist, sich politisch äußern zu dürfen.
    … ach übrigens, schon dass ich hier schreibe und meine bzw. irgendeine Meinung kundgebe, ist politisch auch Politik.

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