Porträt: Profi-Racer wird Fahrtensegler – Adam Minoprio steigt auf Oceanis 46 um

Racer Cruiser

Die Welten von Racern und Cruisern scheinen sich mit der Erfindung des Foilens noch weiter voneinander zu entfernen. Aber einer der besten High-Speed-Steuermänner plant eine lange Auszeit als Fahrtensegler.

Adam Minoprio

CAMPER Steuermann Adam Minoprio mit seiner jetzigen Verlobten. © Camper

America’s Cup Segler Adam Minoprio (30) war der jüngste Match-Race-Weltmeister der Welt und heuerte danach beim Volvo Ocean Race Team Camper an, mit dem er 2013 zweiter wurde. 2015 segelte er die letzten drei Etappen mit Brunel (2.).

Danach wechselte er in die Foiler-Sparte, wollte mit dem Luna Rossa Team den America’s Cup gewinnen und geht nach deren Auflösung in Bermuda mit den Franzosen an den Start. Zuletzt verhalf er dem SAP-Team zum ersten Sieg bei der Extreme Sailing Series,  aber nun plant er den wohl radikalsten Schritt: Der Neuseeländer wird Fahrtensegler.

Minoprio als Hochsee-Held. © Camper

Minoprio hat angekündigt, eine Pause vom um-die-Tonnen-Gehetze zu benötigen, und die werde er mit seiner Verlobten auf einer Segelyacht verbringen. Dabei schwebt ihm kein besonders schnittiger und Hybrid Cruiser Racer vor wie man denken könnte. Eine Oceanis 46 soll 18 Monate als Zuhause zu dienen.

Racing-Mentalität ablegen

“Ich bin zu einem Punkt gekommen, an dem ich entschieden habe, dass eine Pause notwendig ist”, sagt Minoprio, der zurzeit in Bermuda seinem Profi-Job nachgeht. “Von werde ich mit meiner Verlobten durch den Panama Kanal in die Karibik und zurück nach Neuseeland segeln.

Minoprio in Aktion als Match Racer. © WMRT

Die Oceanis ist nun wirklich kein Rennboot. Ich hoffe, dass ich meine Racing-Mentalität ablegen kann, wenn ich die Yacht besteige. Sonst dürfte meine Crew von Bord gehen, wenn ich sie anschreie, Fock oder Groß zu trimmen.

Aber ich habe nicht die Erwartung, schnell zu sein. Mich treibt beim Racing an, besser als die Gegner zu sein. Beim Fahrtensegeln gibt es keine Gegner und keinen Wettkampf. Das wird für mich sehr neu sein.”

Doch ohne Wasser geht es für den Kiwi nicht. “Es ist wahrscheinlich eines der größten Vergnügen im Leben, Zeit am und auf dem Meer verbringen zu dürfen.”

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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