Schiffbrüchige: Verschollen auf einsamer Insel

Rettung aus dem Inselmeer

Ein gestrandetes Paar hat auf einer einsamen Insel in Mikronesien mit einer filmreifen Vorstellung seine Retter auf sich aufmerksam gemacht.

SOS am Strand. © US Navy

SOS am Strand. © US Navy

Man kennt diese Szenen aus Hollywood-Filmen. Menschen stranden auf einsamer Insel, richten sich auf ein Robinson-Crusoe-Leben ein und versuchen sich bei potenziellen Rettern bemerkbar zu machen. Sie malen groß SOS in den Sand, und es sieht immer sehr hilflos aus.

Aber dieser Trick hat nun einem US-Pärchen vielleicht das Leben gerettet. Es war von der Insel Wenn aus, der meistbevölkerte Stadt der Föderierten Staaten von Mikronesien, zu einem Trip in das tropische Inselmeer mit seinen 2000 Eilanden gestartet und nicht mehr zurückgekehrt. Der Motor ihres 5,5 Meter kleinen offenen Bootes fiel aus und sie strandeten auf einer einsamen, kleinen Insel.

© US Navy

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Eine Woche mussten die Schiffbrüchigen auf der Mini-Insel aushalten, und die sporadischen Wasser- und Lebensmittelvorräte gingen dramatisch zur Neige. Nach dem Verschwinden des Pärchens hatte die US Navy eine umfangreiche Suche des 25.000 Quadratkilometer großen Gebietes eingeleitet, an dem 15 Schiffe beteiligt waren, aber der Erfolg blieb aus. Die Strömung hatte sie auf eine nicht vorhersehbare Route geschickt.

Die Rettung erfolgte schließlich durch einen Zufall. Der Pilot eines kleinen Flugzeuges war zur Bekämpfung eines Feuers auf einer der vielen Inseln gerufen worden und er entdeckte die SOS Buchstaben, die von den Schiffbrüchigen in den Sand der Insel geschrieben worden waren. Er übermittelte die Position an die US Küstenwache und die nahm die Verschollenen auf.

Die außergewöhnliche Rettungsgeschichte ähnelt sehr einem Vorfall im April, als drei Navy-Miglieder ebenfalls von einer kleinen Insel in Mikronesien gerettet wurden. Ihr Dinghy war gekentert und sie schwammen 1,6 Kilometer, bis sie festen Boden unter den Füßen hatten. Sie formten die Worte “HELP” mit Palmwedeln am Strand und wurden nach drei Tagen gerettet.

© US Navy

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