SeaBubble: Erster Taxi-Foiler vom “Hydroptère”-Erfinder

Mit einem Taxi in Paris...

Alain Thébault konnte seinen “Hydroptère” zwar auf dem Wasser aber nicht finanziell zum Fliegen bringen. Bei dem Taxi-Foiler SeaBubble scheint es besser zu laufen.

Als sich Alain Thébault mit einem ziemlich artfremden Konzept für ein ökologisch sinnvolles, urbanes Wasserstraßentaxi an die Öffentlichkeit wagte (SR berichtete), gab es viele Stimmen aus der Segelsportszene, dass es sich hier nur um einen Akt der (finanziellen) Verzweiflung handeln könne.

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SeaBubble-Vision © sea bubble

Schließlich war er einmal ein Star der Segelszene, als er 2009 mit seinem futuristischen Trimaran “Hydroptère” den absoluten Speed-Rekord auf 51,36 Knoten hochschraubte. Aber der sympathische Franzose scheitert schließlich mit dem Projekt, das Hochsee-Foilen zu erschließen. Mit seinem speziellen V-förmigen Tragflügel-System setzte er technisch offenbar auf das falsche Pferd. Moderne Foiler benutzen inzwischen L-Foils.

Der SeaBubble Prototyp von Alain Thébault sieht noch nicht so sexy aus wie die ersten Renderings vermuten ließen, aber er funktioniert.

Aber das Wasser-Taxi-Thema scheint nicht so abgedreht, wie auf den ersten Blick vermutet. So ließ der Erfinder verlauten, dass bald 100 seiner SeaBubble Menschen auf der Seine transportieren sollen. Er scheint auf einem guten Weg in diese Richtung zu sein. Jetzt stellte er den ersten SeaBubble-Prototypen in Aktion vor.

Der Mini-Foiler mit Elektro-Antrieb sieht noch längst nicht so sexy aus, wie die ersten Renderings vermuten ließen, aber offenbar funktioniert er technisch schon bestens. Das kleine etwa 16 Knoten schnelle Tragflächenboot soll den Wassertransport in den Metropolen der Welt revolutionieren. Paris macht den Anfang.

Der Vorteil für die Städte: SeaBubble ist im Vergleich zu Autos umweltfreundlich durch den Elektro-Antrieb und erzeugt kaum Wellenschlag. Allerdings hat Thébault auch angekündigt, dass für die nächste Entwicklungsstufe eine weitere Finanzspritze von zehn Millionen Euro notwendig ist.

 

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9 Kommentare zu „SeaBubble: Erster Taxi-Foiler vom “Hydroptère”-Erfinder“

  1. avatar Andreas Borrink sagt:

    Was ist DARAN denn nun besonders? Ausser, dass es so hässlich ist…..Die Russen konnten das schon in den 60ern. Und das sah besser aus:

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 4 Daumen runter 6

  2. avatar Michael Kunst sagt:

    Echt jetzt – mit Elektromotor?

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  3. avatar Andreas Borrink sagt:

    Nö, natürlich nicht…..;).

    Ich finde nur, diese Foilerei wird allmählich etwas überhyped. Erstens ist das Prinzip so alt wie das des dynamischen Auftriebs und zweitens geht – besonders in puncto Sicherheit – nichts über eine stabile Schwimmlage im Verdränger- oder Gleitmodus. Flossen an alles zu pappen, was schwimmt (Laser, Optis, Wurstwagen, was weiß ich), um es aus dem Wasser zu heben macht keinen Sinn und ist im Übrigen ja ganz offensichtlich auch unverkäuflich. Das wird sich ganz von selbst regeln, denke ich. Natürliche Selektion: ein anderes, bewährtes Prinzip.

    Dass der Elektromotor der Antrieb der (hoffentlich nahen) Zukunft ist, steht natütlich völlig außer Frage. Ich freue mich auf den Tag, an dem auf der Alster keine diesel- oder benzingetriebenen Fahrzeuge mehr rumstinken! Das macht Sinn und wird sich…. siehe oben!

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 5 Daumen runter 5

  4. avatar Yachtie sagt:

    In ähnlicher Weise hätte sich Andreas wohl geäussert, als die ersten Flugzeuge das Fliegen lernten.

    Das Foilen auf dem Wasser steckt noch in der Anfangsphase und wird sich weiter durchsetzen.
    Nicht nur die Technikinteressierten sind begeistert.

    Das Prinzip ist sicher alt, kann aber erst dank modener, leichterer Materialien effektiv im Sportbootbereich umgesetzt werden.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 7 Daumen runter 3

    • avatar Manfred sagt:

      Vorfahrtregeln ändern? HALLO World Sailing, hallo DSV!! Wäre doch mal ne Gelegenheit sich zu profilieren.

      N´Foiler mit Wind von Steuerbord und Du mit ner Möhre auf dem anderen Bug auf Kollisionskurs. Sollte der Foiler auf Vorfahrt bestehen wird es krachen. Nach meiner Erfahrung (Moth) sollte ein Foiler IMMER hinten durchgehen. Berechenbar sind die Foiler für einen Verdränger nicht, da immer wieder Kurskorrekturen notwendig sind um die Fluglage stabil zu halten.

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      • avatar Yachtie sagt:

        Die instabilen Motten sind sind ja eher ein Zwischen-Schritt in die falsche Richtung.
        Richtig konstruierte Foiler werden dagegen sehr stabil auf dem Wasser gleiten, und sich lediglich durch die höhere Geschwindigkeit von herkömmlichen Booten unterscheiden.

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        • avatar Andreas Borrink sagt:

          Die Motten sind die Pioniere der “neuzeitlichen” Foilerei! Wenn die Jungs nicht so tolle Entwicklungsarbeit geleistet hätten, würden auch die großen Kats heute noch nicht so stabil fliegen. Hier von “falscher Richtung” zu reden wird ihnen nicht gerecht.

          “Falsche Richtung” passt wohl eher auf das Foilen als neuen Modus für alle. Geht gar nicht. Ein Boot stabil auf Foils zu halten, erfordert ein Höchstmaß an Konzentration und vor allen KnowHow. Und stabile Windverhältnisse. Beides findet sich auf einem Freizeitrevier in D nur in geringen Mengen.

          Manfred’s Statement geht in die richtige Richtung. Regatten mit Foilern auf einem geeigneten Revier, klar, toll. Foilende Freizeitskipper, die noch nicht mal ihr Boot richtig festmachen geschweige denn sicher bewegen können – bitte nicht!

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    • avatar Andreas Borrink sagt:

      Nein, hätte er nicht. Das weiss ich genau, denn ich: Andreas – Du: Yachtie.

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  5. avatar Käptn Brassmann sagt:

    Foilen?
    Das prangere ich an!

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