Segler vermisst: Kenterung auf der Bevertalsperre

"Fahrerflucht"

Auf der Bevertalsperre ist es zu einem Großeinsatz gekommen, als Spaziergänger ein gekentertes Segelboot fanden. Die Segler wurden vermisst.

Die Feuerwehr stellt das gekenterte Segelboot an der Bevertalsperre sicher.

Die Feuerwehr stellt das gekenterte Segelboot an der Bevertalsperre sicher.

Zwei Männer haben durch einen missglückten Jollentörn auf der Bevertalsperre, einem der größten Segelreviere in Nordrhein-Westfalen, einen umfassenden Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und DLRG ausgelöst.

Spaziergänger hatten ein gekentertes Boot entdeckt ohne die dazugehörige Besatzung. Fünf Stunden suchten die Retter nach der Crew bis klar wurde, dass sich die beiden nach der Kenterung an Land hatten retten können.

Sie waren zu einem Bauernhof gelaufen, um sich trocknen können. Der Landwirt brachte sie schließlich zu ihrem Auto. Auf die Idee, dass eine Suchaktion gestartet sein könnte, kamen sie nicht.

Die Segler im Alter von Mitte zwanzig starteten nicht von einem der drei ansässigen Vereine. Und ihnen war offenbar auch nicht bewusst, dass Wassersport auf der Talsperre  nur vom 16. März bis 31. Oktober erlaubt ist.

Eine Straftat begingen die Männer allerdings nicht. Lokale Medien sprachen schon von “Fahrerflucht” und einem möglichen Strafverfahren. Die Polizei behandelt das Vergehen allerdings als Ordnungswidrigkeit. Die Auswirkungen für die Havaristen dürften dennoch nicht unerheblich sein. Denn sie werden den Rettungseinsatz wohl zahlen müssen.

Tipp: Oliver Babik

Spenden
https://northsails.com/sailing/de/

2 Kommentare zu „Segler vermisst: Kenterung auf der Bevertalsperre“

  1. avatar Rainer Stiefken sagt:

    Das wäre natürlich nicht passiert, wenn die beiden von der Olympialaser Spende profitiert hätten und im RSCB gescheiten Segelunterricht bekommen hätten.
    Aber schön, dass die Bevertalsperre als eins der größten Segelreviere in NRW bezeichnet wird. Das scheint der Autor aber wohl kaum auf die Wasserfläche bezogen zu haben.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 10 Daumen runter 6

  2. avatar Thomas Kühn sagt:

    “Denn sie werden den Rettungseinsatz wohl zahlen müssen.” – dafür gibt es hier zum Glück keine Grundlage, da dieser wohl nicht missbräuchlich verursacht wurde. Nein, niemand muss nach einem Missgeschick oder Unfall dafür Sorge tragen, dass eventuelle Beobachter vollständig und zufriedenstellend aufgeklärt werden.
    Mein Dank an die aufmerksamen Beobachter. Lieber suche ich 100 Leute die bereits im Warmen sitzen, als eine Wasserleiche zu bergen!
    Ein Ordnungsgeld und eine Gebühr für die Bergung werden aber wohl fällig.

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