Skurrile Erfindung: Im Neopren die Finger und Füße warm pusten

Atme Dich warm

Die Idee ist simpel, aber irgendwie auch genial: Über ein Schlauchsystem wird warme Atemluft zwischen Körper und Neopren bis zu den Extremitäten geleitet.

Das Prinzip kennt jeder, der sich schon mal bei kühleren Umgebungstemperaturen tief in seine Bettdecke oder seinen Schlafsack eingemummelt hat: Die dünne Schicht Luft zwischen Decke und Körper hat man ruckzuck warm geatmet.

Der britische Wind- und passionierte Wintersurfer Iain Smith übertrug diese Methode auf seinen Wassersport und leitet nun über ein Schlauchsystem warme Atemluft an besonders kälteempfindliche Stellen des Sportlerkörpers.

Vor allem an Fingern und Füßen ist das Schlauchsystem wirksam. Besonders kalte Finger sorgen beim Segeln und Surfen schnell für Krämpfe in den  Unterarmen. Die innen, also zwischen Körper und Neopren, verlegten Schläuche werden von der Körpertemperatur angewärmt. So reduziert sich die Temperatur der Atemluft beim Weg vom Mund zu den Extremitäten nur wenig.

Die Sportler haben ein Mundstück und zwei davon abgehende Schläuche um den Hals hängen und atmen entweder in regelmäßigen Abständen oder bei Bedarf über dieses System ihre Gliedmaßen warm.

Mehrere britische Kite- und Windsurfer haben die „Ianovated Wetsuits“ bereits getestet und für „hot“ (im Sinne von „cool“) befunden. Bereits seit 2012 ist die (britische) Szene begeistert: „Funktioniert tatsächlich, endlich keine kalten Finger und Füße mehr!“ Einer schreibt: „Eigentlich war es richtig schade, als die Sonne rauskam und die Szenerie von außen gewärmt hat!“

Atemluft bis in die Fingerspitzen und Fußzehen © ianovated

Atemluft bis in die Fingerspitzen und Fußzehen © ianovated

„Ianovated Wetsuits“ eignen sich ebenfalls für Hardcore-Wintersegler auf Laser oder anderen „Nah-am-Eiswasser“-Jollen und können übers Internet bestellt werden. Die Firma bietet eine sechswöchige, vollständige Rückgabegarantie bei Nichtgefallen.

Preise von 195 bis 325 Pfund , je nach Neopren-Ausführung.

Website

 

 

 

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http://nouveda.com

3 Kommentare zu „Skurrile Erfindung: Im Neopren die Finger und Füße warm pusten“

  1. avatar Super-Spät-Segler sagt:

    Coole Idee, bau ich meiner Freundin in die Skijacke!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

  2. avatar Rainer Stiefken sagt:

    Die Idee gab es bei Skihandschuhen schon vor 15 bis 20 Jahren. Problem ist nur, dass die Atemluft leider furchtbar viel Feuchtigkeit enthält und somit der wärmende Effekt zunichte gemacht wird. Nach drei mal reinpusten (prusten) schwimmt man im eigenen Sabber.

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