Sonnenergie-Schiff Planet Solar: Schwer bewaffnet durch das Piratengebiet

Stacheldraht und kugelsichere Westen

Sonnenaufgang hinter Stacheldraht. Die "Planet Solar" schützt sich vor Piratenangriffen. © Planet Solar

Die “Planet Solar” hat die gefährliche Piraten-Zone am Golf von Aden überstanden. Eine Spezialeinheit der Sicherheitsfirma G4S bereitete das Schiff für die Verteidigung vor. Planet Solar fährt als erstes Schiff allein mit Sonnenenergie um die Welt.

Seit genau 542 Tagen ist der 31 Meter lange Trimaran unterwegs. Die jüngste Etappe führte die Crew der zwei Schweizer, zwei Franzosen und dem einen Deutschen durch das Piratengebiet.

“Wochen voller Spannung, Angst und Unsicherheit liegen hinter uns”, schreibt der Deutsche Jens Langwasser erleichtert bei Yachtblick. Der Golf von Aden liege jetzt achteraus. Die vergangenen 30 Tage seien aber durch die Angst vor Piraten geprägt gewesen.

Die Sicherheitsfirma übt auf dem Solar-Schiff den Ernstfall. © Planet Solar

“Unser Trip war 2200 Meilen lang – von Abu Dhabi bis 17° Nord im Roten Meer. Davon führten 1700 Meilen durch die High Risk Area und 1400 Meilen durch den Brennpunktbereich. Das war genug Grund zur Sorge.

Der Ex Armeechef der Schweiz, Christophe Kekeis, sagte, dass die Turanor Planetsolar von einer 90% Sicherheit ausgehen muss, angegriffen zu werden und zum sogenannten “Catch of the Year” für die Piraten zählt.”

Die Sicherheitsspezialisten installierten auf dem Schiff eine Barriere aus Stacheldraht und die Crew wurde mit kugelsicheren Westen und Helmen ausgestattet. Außerdem übernahm der erste Kapitän der Turanor, Patrick Marchesseau, das Ruder für diese gefährliche Etappe. Er hat Erfahrung mit dem Thema, seit er 2008 von Piraten entführt wurde und bei einer abenteuerlichen Geldübergabe freikam.

Die ganze Geschichte von der Piraten-Etappe auf Yachtblick

Planet Solar Website

Barriere aus Stacheldraht. © Planet Solar

Planet Solar ist sicher im Roten Meer angekommen. © Planet Solar

 

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Carsten Kemmling

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5 Kommentare zu „Sonnenergie-Schiff Planet Solar: Schwer bewaffnet durch das Piratengebiet“

  1. avatar 123 sagt:

    […]
    Seit genau 542 ist der 31 Meter lange Trimaran unterwegs.
    […]
    Da fehlt nen Wort…..

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  2. avatar Wilfried sagt:

    müssten wohl Tage sein. Hatten die Jungs nen Sonnenstich als sie den Wasserpass und die Streifen angebracht haben?

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  3. avatar Ketzer sagt:

    Seltsam, dabei müßte dieses komische Hängebauchdings doch gerade bei den dortigen, solaren Bedingungen Energie im Überfluß haben. Allerdings wundert es mich bei den Propellern nicht, dass die Kiste nicht aus dem Quark kommt. Die paddeln da in der Abdeckung des Rumpfes herum und tauchen auch noch fast zur Hälfte aus. Wer entwirft sowas????

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 3 Daumen runter 5

    • avatar rutger2 sagt:

      Das ist reiner Umweltschutz;) Die propeller wirbeln sauerstoff ins Wasser und unterstützen so die Fische, damit sie nicht ersticken in Wasser mit Sauerstoffmangel 😉

      Aber mal ernsthaft der Konstrukteur war bestimmt keiner aus dem marinen Sektor. Vielleicht hat er vorher Rasenmäher oder vollautomatische Regenwasserpumpen zur Gartenentwässerung durchgerechnet 😀

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  4. avatar Hannes sagt:

    Hier die Antwort:

    http://www.patent-de.com/20080911/DE10352971B4.html

    schönes Wochenende

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 9 Daumen runter 1

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