Strandung: Wilke 49 “Wild Lady” am Gardasee an Land gespült

Wilde Dame zu wild

"Wild Lady" auf Legerwall neben dem Hafen von Bogliaco. © Peter Fritschi

“Wild Lady” auf Legerwall neben dem Hafen von Bogliaco. © Peter Fritschi

Die Wilke 49 “Wild Lady”, eine der schnellsten deutschen Yachten von Wolfgang Palm (Yacht Club Langenargen), hat am Gardasee schwere Schäden erlitten. Bei der Überführung von Malcesine nach Bogliaco vor der Gorla Regatta geriet der Neigekieler bei der Anfahrt des Hafens auf Legerwall.

Am Tag hatte der Nordwind mit bis zu 30 Knoten geweht und eine hohe Dünung vor der Hafeneinfahrt aufgebaut.  Als der Skipper die “Wild Lady” mit ihrem 20 PS Außenborder in den Hafen bugsieren wollte, driftete er auf den kleinen Strand daneben.

Der Rumpf der Wilke 49 wurde backbord beschädigt. © Peter Fritschi

Der Rumpf der Wilke 49 wurde backbord beschädigt. © Peter Fritschi

Die Wellen schlugen den Rumpf so hart auf den Boden, dass er auf drei bis fünf Metern eingedellt ist. Möglicherweise muss die komplette Rumpfsektion neu laminiert werden. Das Schiff ist bereits per Trailer zur Bootswerft Wilke am Thunersee gebracht worden.

Beim Bergen des Schiffes (Bilderserie) ist offenbar auch das PBO-Rigging beschädigt worden. Allein dieser Ersatz nimmt so viel Zeit in Anspruch, dass die “Wild Lady” in diesem Jahr nicht wie geplant an der Centomiglia Regatta am Gardasee teilnehmen kann.

"Wild Lady" nach der Bergung an Land ohne Rigg. © Peter Fritschi

“Wild Lady” nach der Bergung an Land ohne Rigg. © Peter Fritschi

Der Racer wurde 2007 nach einer Konstruktion von Seb Schmidt bei der Wilke Werft gebaut. Er ist nicht nur mit einem Neigekiel sondern auch einem Hubkiel ausgestattet, der den Tiefgang von 3,40 Meter auf 2,20 Meter verringern kann. 2010 siegte “Wild Lady” bei der Gorla und Centomiglia am Gardasee.

Infos: Peter Fritschi

IBN Bericht über “Wild Lady”

Die wilde Dame in besseren Tagen. © WSC

Die wilde Dame in besseren Tagen. © WSC

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15 Kommentare zu „Strandung: Wilke 49 “Wild Lady” am Gardasee an Land gespült“

  1. avatar SR-Fan sagt:

    Die Überschrift des verlinkten Artikels ist im Hinblick auf die aktuellen Nachrichtenlage ja schon etwas makaber – oder vorausschauend.
    30 kn Wind, 15m Boot, 23m Mast, 5 oder 10PS Aussenborder der wahrscheinlich immer wieder aus dem Wasser taucht, eher kleiner Hafen – da hätte ich mich ganz alleine ehrlich gesagt nicht getraut.
    Wenn man sich die Lage der Einfahrt (SW) und die Windrichtung (NNO) ansieht, müsste die Einfahrt aber doch eigentlich in der Wellen-Abdeckung liegen oder liege ich da falsch? Wie gesagt, ich kenne mich auf der Westseite nicht so aus.

    Schade ums Boot und alles Gute für die Reparaturen.

    VG

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 0

  2. avatar Ralf sagt:

    10 PS Aussenborder sagt doch eigentlich schon alles. Allein der Versuch schon ist nicht nachvollziehbar.

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    • avatar SR-Fan sagt:

      So deutlich wollte ich das nicht schreiben – das wird letztlich die Versicherung klären müssen. Außerdem wollte ich unterstellen, dass der Skipper eines solchen Bootes halbwegs weiß, was er tut 😉

      Wenn ich allerdings bei dem Wind (irgendwie) in Malcesine aus dem Hafen komme, dann würde ich vor der Einfahrt in Bogliaco versuchen ob es der Außenborder überhaupt “gegenan” schafft. Sollte das nicht funktionieren, gibt es am Gardasee ja die Möglichkeit nach Süden abzulaufen und z.B. nach Bardolino zu flüchten.
      Aber es ist wie immer – wir waren nicht dabei 😉
      VG

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  3. avatar Jos sagt:

    Herzlichen Dank an den couragierten Herrn Fritschi für diese sensationellen Bilder und Nachrichten!

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    • avatar Jos sagt:

      Das war natürlich ironisch gemeint. Diese Geschichte enthält mir einfach zu viele Halbwahrheiten. Schade SR!

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

      • avatar John sagt:

        Richtig. Wo kommen zB die 20 PS her? Und wer ist so stark, sich so ein Ding an den Spiegel zu hängen?

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        • avatar SR-Fan sagt:

          Hast recht, waren das gestern nicht noch 10 PS? In dem (recht alten) verlinkten IBN-Artikel ist übrigens noch von 5 PS die Rede.

          VG

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        • avatar cento sagt:

          – Wo kommen zB die 20 PS her?
          Aus der Realität

          – Und wer ist so stark, sich so ein Ding an den Spiegel zu hängen?
          Die Crew

          Der Artikel hat eher die Qualtät “mein Reisetagebuch vom Gardasee”. Deshalb wird er ja auch nachgebessert.

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  4. avatar Jos sagt:

    … Leute die helfen, so wie der eine hier http://goo.gl/4rQX3 , sind mir lieber!

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    • avatar SR-Fan sagt:

      Der mit der Wut im Gesicht ist wahrscheinlich der Eigner, der (hoffentlich) schuldbewusste wird der Skipper sein 😉 Oder habe ich nur Deine Ironie überlesen und Du meintest die vielen Leute im Vordergrund, die den beiden mit wenig Taten, dafür aber um so mehr Ratschlägen zur Hilfe “eilen”? 😉

      VG

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  5. avatar Ketzer sagt:

    Kenne mich in der Gegend nicht im Detail aus, aber nach einem Blick in Google Maps erscheint es mir fraglich, wie man bei Nordwind an der Hafeneinfahrt stranden soll (ablandiger Wind). Mal ganz abgesehen davon, dass mir auch 2 m Welle an der Stelle sehr fraglich erscheint.

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  6. avatar John sagt:

    Vielleicht wird die kleine Schwester der wilden Lady jetzt endlich mal von der Kette gelassen?
    Bei den 70 Meilen in zwei Wochen steht sie zumindest auf der Startliste.

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  7. avatar Asso Segler sagt:

    In der Hafeneinfahrt liegen landseitig Felsen unter Wasser. Bei normalem Wellengang ist genuegend Wassertiefe vorhanden um ueber sie hinweg zu kommen. Unter den beschriebenen Konditionen muss man nah an der luvseitigen Schutzmauer bleiben um Grundberuehrung zu vermeiden. Ein Vergleich zur damaligen Strandung der Asso KLD waere interessant. Ohne das Wissen um die Felsen, ist eine Strandung unvermeidbar, wenn an der Leeseite der Schutzmauer Schiffe festgemacht sind welche die sichere Linie versperren.

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