Superyacht: “Sailing Yacht A” an der Kette – Nobiskrug pocht auf Zahlung von 15,29 Millionen

"Erstaunlicher Vorgang"

“Sailing Yacht A” ist nach ihrer Auslieferung an den russischen Milliardärs Andrej Melnichenko in Gibraltar festgesetzt worden. German Naval Yards moniert einen Vertragsbruch.

Sailing Yacht A

“Sailing Yacht A” in Kiel. © SegelReporter

Seit “Sailing Yacht A” am 5. Februar die Leinen in Kiel gelöst hat, steht sie weltweit im Rampenlicht. Es wird insbesondere diskutiert, wie hässlich sie denn nun wirklich ist mit ihren 142 kantigen Metern, die ihr der französische Star-Designer Philippe Starck verpasst hat.

Aber nun kommt ein neues Kapitel der Berichterstattung hinzu. Es geht um Vertragsbruch und ausstehende Millionen-Zahlungen. Bei einem Tankstopp in Gibraltar ist die größte Superyacht unter Segeln – die man noch nicht im Einsatz gesehen hat – an die Kette gelegt worden. Laut eines Artikels im „ Gibraltar Chronicle“ sollen 15,29 Millionen nicht bezahlt worden sein.

Wenige Stunden nach der Ankunft des Schiffes im Hafen von Gibraltar reichten Anwälte der Nobiskrug Holding, zu der die Werft German Naval Yards gehört, bei der “Sailing Yacht A” entstand, eine Klage vor dem Supreme Court in Gibraltar ein. Sie werfen den Russen Vertragsbruch vor.

Registriert auf den Bermudas

Eine Zahlung von 9.8 Millionen Euro soll nicht pünktlich bis zum 27. Januar geleistet worden sein. Außerdem stehen zwei Summen im Raum (2,6 und 2,9 Millionen Euro) die noch nicht an Zulieferer bezahlt wurden, und um die schon länger gestritten wird.

Die Kieler haben eine Anwaltsfirma in Gibraltar beauftragt, die Forderungen durchzusetzen. Die juristischen Strukturen in dem britischen Überseegebiet erleichtern das Festsetzen der Yacht zumal sie inzwischen in Bermuda registriert wurde. Ein Sprecher der Bermuda-Firma „Valla Yachts Ltd.“, die sich um das Superyacht-Projekt kümmert, äußerte sich überrascht über den Vorgang.

Außenstände bei solch einem umfangreichen geschätzt 450 Millionen Euro teuren Projekt seien nicht unüblich, sagte er gegenüber dem Chronicle. Die Festsetzung der Yacht empfinde er als erstaunlichen Vorgang für eine Werft mit dem Ansehen von Nobiskrug.

Man habe angenommen, dass man auf einem guten Weg gewesen sei, um die Angelegenheit zu klären. Denn es müssen weitere Arbeiten am Schiff in Spanien ausgeführt werden. Nun soll es am Dienstag eine Anhörung vor dem Gericht in Gibraltar geben. Nobiskrug gab bisher keine offizielle Stellungnahme ab. Für Dienstag ist eine Verhandlung in Gibraltar angesetzt. Bis dahin liegt das 143 Meter lange Schiff im Hafen vor Anker.

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