Superyachtbau: Wie sich Star-Architektin Zaha Hadid ein Schiff vorstellt

Radikale Formen

Zaha Hadid, Yacht Design

Das futuristische Yacht-Design der Star-Architektin Zaha Hadid. © B+V

Die aus dem Irak stammende Star-Architektin Zaha Hadid hat für die Hamburger Werft Blohm+Voss eine Superyacht entworfen, die eine aufsehenerregende Design Vision erkennen lässt.

Das Hadid Konzept der 128 Meter Yacht wie auch fünf weiterer 90 Meter Yachten wurde bei der David Gill Gallery in London enthüllt, wo es sorgte für großes Erstaunen sorgte. Die fließenden Formen haben wenig mit den klassischen Motoryachten zu tun.

Ob die Design-Studie eine Chance zur Realisierung hat? Erst müsste sich ein potenzieller Eigner dafür finden. Blohm+Voss ist allerdings nicht dafür bekannt, sich in abstrusen Träumen zu verlieren. 2008 bauten die Hamburger die futuristische 119 Meter Yacht “A” für die russischen Eigner Andrey and Aleksandra Melnichenko für geschätzte 300 Millionen Dollar.

Tipp: Alina Grobe

Zaha Hadid, Yacht Design

Pool im Schiff. Warum auch nicht? © B+V

Zaha Hadid, Yacht Design

Geschwungene Formen. © B+V

Zaha Hadid, Yacht Design

Zwei Studien für 90 Meter Yachten. © B+V

Zaha Hadid, Yacht Design

Aggressive Formgebung. © B+V

 

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19 Kommentare zu „Superyachtbau: Wie sich Star-Architektin Zaha Hadid ein Schiff vorstellt“

  1. avatar Christoph sagt:

    Ich kann mir nicht helfen, aber beim Anblick dieser Boote schiessen mir sofort die Begriffe “AUSGUCK” und “Pelzer Haken” durchs den Kopf…

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  2. avatar SR-Fan sagt:

    hm, da war das Feuerwehrhaus doch noch etwas klarer 😉

    Das Ding wirkt auf mich eher wie ne Mischung aus Starck und Colani – von beiden der jeweils schlechtere Part. Irgendwie entwickelt sich das Motorboodesign von der in der Seefahrt eigentlich vorgegebenen Funktion immer mehr zu reinen “Designobjekten” mit “künstlerischem Anspruch”.

    VG

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 3 Daumen runter 8

    • avatar marsha sagt:

      Was ist der (Hinter-)grund Deiner Meinung, das Design wäre der “schlechtere Part” von Colani’s und Starck’s Arbeit? Es wäre schön mal ein fundiertes Urteil zu hören, statt einfach nur miesepetriges namedropping.

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  3. avatar andreas borrink sagt:

    “A” lief 2008 bei HDW in Kiel vom Stapel. B&V baute 2007 bis 2010 an “Eclipse” und parallel “Orca”.

    Die hier gezeigten Formen sind nur in Composites umsetzbar. Da müsste jede Menge KnowHoe zugekauft werden.

    Bin mal gespannt, wer das am Ende umsetzt und wie groß der Verlust ausfällt……..

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    • avatar bagatell sagt:

      Let’s go for it, in composite!

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      • avatar andreas borrink sagt:

        Das wird sich aber auf die weltweite Liefersituation für Epoxyspachtel auswirken…..immer dick auftragen und dann alles runterhobeln was nicht nach Superyacht aussieht!

        Hier:

        http://www.schopferyachts.com

        gibt’s auch jede Mange abgefahrene Ideen zum Thema Motoryacht. Wer’s mag……

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    • avatar stefan sagt:

      …die Formen lassen sich auch in Aluminium umsetzen. Allerdings auch hier mit viel Spachtelarbeiten.

      …und auch wenn die “A” bei HDW gebaut wurde, so war sie ein B+V Projekt. Bei solchen Projekten werden diese in der Regel zwischen den Werften in Norddeutschland dort platziert, wo Kapazitäten frei und nötiges Spezial-knowhow vorhanden ist. Auch Lürssen aus Bremen verlagert das eine oder andere Projekt an andere Werften.

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      • avatar bagatell sagt:

        ….”wo Kapazitäten frei sind”…. “lassen sich in Alu umsetzen”…..etwas fundierter wäre klasse! (…ansonsten wäre es nur Marketing Bla-Bla in eigener Sache…)

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    • avatar marsha sagt:

      Warum sollte, bei den Radien, nicht eine Metall-Ausführung technisch durchführbar sein?

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      • avatar liebersegeln sagt:

        Naja die Struktur ist auch Belastungen ausgesetzt, das bedeutet, das eine mindest Materialstärke benötigt wird und dann müssen viele dicke Bleche stark gebogen werden. Das ist ersten sehr aufwändig und zweitens wir Metall beim verformen auch geschwächt. Besonders Alu ist nicht leicht zu biegen ohne es zu zerstören. Ich schätze mal, dass Fasern hier einfacher zu verarbeiten und damit billiger sind.

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  4. avatar seilor sagt:

    … erstmal müsste sich eine Klasse finden, die soeinem “Ding” ne Zertifizierung gibt.

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    • avatar SR-Fan sagt:

      … erstmal müsste sich eine Kasse finden, die soeinem “Ding” ne Finanzierung gibt.

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 1

  5. avatar Alex sagt:

    Zum Glück hat das Teil keinen Mast!

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  6. avatar Ketzer sagt:

    Da Megayachten hauptsächlich zum Beeindrucken des Umfelds gekauft werden, finde ich dieses Design die optimale Synthese aus allen Gründen, die für so ein Ding sprechen. Also bitte bauen, ästhetisch macht das mehr her, als das, was sonst so über die Weltmeere cruised.

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  7. avatar pro ac sagt:

    Die beste Nachricht aus dem Irak sei langem oder?

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  8. avatar marsha sagt:

    Herkömmlicher Yacht- und Schiffsbau leidet unter der traditionellen Trennung von Rumpf und Deck/Aufbauten mit den dadurch “eingebauten” Belastungsspitzen. Der denkbar stabilste Körper ist eine Kugel; gleich danach kommt ein Ellipsoid – der Hadid-Entwurf ist ein angenäherter solcher. Das an Muskeln und Sehnen erinnernde Stringergeflecht verläuft annähernd längs der Belastungslinien. Form follows function in beeindruckender Umsetzung. Nicht zuletzt ähnelt es einem lebenden Wesen.
    Ich bin begeistert.

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  9. avatar dubblebubble sagt:

    Diese organisch anmutende Struktur könnte jeden Körper umspannen. In dem Fall hat es (leider) eine Yacht erwischt. Hätte aber auch ein Möbel oder Küchengerät sein können. Interessant wäre zu erfahren, ob bei Realisation herkömmlich konstruiert und erst danach so verblendet wird.

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